Ich habe einige Zeit gebraucht um mit dem Buch warm zu werden. Zu Beginn des Buches wurden meiner Meinung nach zu viele Charaktere eingeführt, sodass ich den Überblick verlor. Ich las also "blind" weiter ...
Ich habe einige Zeit gebraucht um mit dem Buch warm zu werden. Zu Beginn des Buches wurden meiner Meinung nach zu viele Charaktere eingeführt, sodass ich den Überblick verlor. Ich las also "blind" weiter und hoffte auf Aufklärung. Da es keinen Ich-Erzähler gibt, wurde das ganze natürlich noch verstärkt.
Das erste Drittel hat mich leider auch nicht wirklich mitgerissen und ich musste mich fast zum Lesen zwingen. Danach wurde es jedoch besser!
Die Charaktere sind sehr authentisch, detailliert und lebhaft dargestellt. Ich habe mir sofort Bilder in meinem Kopf zurechtlegen können.
Durch die große Figurenvielfalt werden einem viele Facetten und Blickwinkel ermöglicht, die den Kontext der gesamten Story ausmachen.
Rückblickend muss ich leider gestehen, dass ich mir von "Zu nah" mehr erhofft hatte. Der Klappentext macht richtig neugierig und baut Spannung auf, aber in dem Buch sieht es meiner Meinung nach leider ...
Rückblickend muss ich leider gestehen, dass ich mir von "Zu nah" mehr erhofft hatte. Der Klappentext macht richtig neugierig und baut Spannung auf, aber in dem Buch sieht es meiner Meinung nach leider ganz anders aus.
Ich brauchte alles in allem sehr lange um in das Buch hineinzukommen. Dies lag einerseits daran, dass es im Präsens geschrieben ist, was sehr untypisch für Unterhaltungsliteratur ist. Andererseits wurde es erst nach dem ersten Drittel des Buches spannend.
Nicht falsch verstehen! Das Buch war nicht schlecht! Sehr gut gefallen hat mir zum Beispiel die nicht makellose und perfekte Ermittlerin, die noch sehr in der Vergangenheit gefangen war. Und generell war der Mord, in den sie in der Vergangenheit verwickelt war ein sehr spannendes Element des Buches.
Alles in allem betrachtet war es ein netter Thriller für zwischendurch, aber ich hätte nichts vermisst, hätte ich ihn nicht gelesen.
"Crow hat ihr ganzes Leben auf einer winzigen Insel verbracht. Sie wurde, kaum ein paar Stunden alt, in einem lecken kleinen Boot an den Strand gespült. Osh, der einzige Bewohner der Insel, hat sie gerettet. ...
"Crow hat ihr ganzes Leben auf einer winzigen Insel verbracht. Sie wurde, kaum ein paar Stunden alt, in einem lecken kleinen Boot an den Strand gespült. Osh, der einzige Bewohner der Insel, hat sie gerettet. Bei ihm ist Crow aufgewachsen. Nur eine hat ihm dabei geholfen, die couragierte und liebevolle Miss Maggie. Alle anderen Menschen halten sich von dem Mädchen fern. Immer schon wollte Crow wissen, woher sie stammt und warum man sie fortgeschickt hatte. Ist es möglich, dass sie gar nicht von so weit her kommt? Als eines Nachts ein unheimliches Feuer auf einer vermeintlich menschenleeren Insel aufscheint, steigen in Crow all die unausgesprochenen Fragen nach ihrer Herkunft auf. Stück für Stück fügt sie das Puzzle ihrer Vergangenheit zusammen und begreift, was Familie wirklich bedeutet."
Die Erwartungen die ich an das Buch hatte, haben sich während des Lesens nicht "erfüllt". Zuerst einmal erwartete ich nicht, dass das Buch eher für Leser ab zehn Jahren angedacht ist, da in dem "Steckbrief" Jugendroman steht. Dies hat mich ein bisschen überrascht. Ich kann mich in viele verschiedene Charaktere verschiedener Altersklassen hineinversetzen und mich mit ihnen identifizieren, jedoch leider nicht mit Crow. Jedoch denke ich, dass sie vor allem den jungen Lesern tolle Identifizierungsmöglichkeiten bietet. Durch ihre Neugierde und ihr kindliches "freies" Denken und Handeln bietet sie viele Identifikationsmöglichkeiten.
Generell muss ich sagen, dass alle vorgestellten Charaktere sehr authentisch sind. Sie kommen einem während des Lesens sehr real und vertraut vor.
Außerdem finde ich, dass Lauren Wolk sehr toll mit Sprache umgeht. Sie hat es geschafft die Geschehnisse durch die Augen eines Kinder zu beschreiben.
Die Vermittlung von Moral, Werten, Normen und Ansichten in Jugend- bzw. Kinderbüchern finde ich sehr sinnvoll und auch wichtig, jedoch war mir "Eine Insel zwischen Himmel und Meer" teilweise ZU pädagogisch.
Alles in allem denke ich, dass das Buch für Kinder bzw. Jugendlich bis 13/14 Jahre geeignet ist und viel Lesevergnügen aber auch Wertevermittlung bereiten kann. Für mich war "Eine Insel zwischen Himmel und Meer" jedoch leider nichts.
Das Buch "Untiefen" von Sheena Kamal hat mir von dem Klappentext und dem kurzen Einblick in die Leseprobe besser gefallen, als das Lesen des gesamten Buches.
Der Einstieg in die Story war schnell, was ...
Das Buch "Untiefen" von Sheena Kamal hat mir von dem Klappentext und dem kurzen Einblick in die Leseprobe besser gefallen, als das Lesen des gesamten Buches.
Der Einstieg in die Story war schnell, was mir gut gefallen hat, aber das erste Drittel bzw. die erste Hälfte des Buches verlief sehr schleppend. Es spielen sich mehrerer Handlungsstränge nebeneinander durch das Buch, von denen mir jedoch nicht immer klar war, welcher die Hauptstory verkörpert und welches nur Nebengeplänkel ist. Somit könnte man auch sagen, dass es keine "klassische" Spannungskurve gab, was aber nicht unbedingt etwas Negatives sein muss.
Die Darstellung der Charaktere hat mir sehr gut gefallen, obwohl nicht viele direkte Beschreibungen vorhanden waren, konnte man sich durch die Handlungen, Gedanken und Gespräche der Charaktere gut ein Bild von ihnen machen. Sie haben alle irgendwo ihre Ecken und Kanten, was sie aber so authentisch und natürlich macht.
"Untiefen" war nicht das beste Buch was ich je gelesen habe, aber auf jeden Fall für geduldige Leser lesenswert.