zwiegespalten - absolut emotional einfach wow - andererseits ....
All Saints High - Der RebellMeine Meinung
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Sprache bildreich, sodass ich mir alle gut vorstellen konnte. Die Geschichte wird fast ausschließlich aus Knights und Lunas Sichtweise ...
Meine Meinung
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Sprache bildreich, sodass ich mir alle gut vorstellen konnte. Die Geschichte wird fast ausschließlich aus Knights und Lunas Sichtweise erzählt, sodass ich ihre Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen besser nachvollziehen konnte. (Wenn mich die Handlungsweisen aller Charaktere auch sehr zwiegespalten zurückließen) Spüren konnte, wie die Handlungen des jeweils anderen wirkten.
Zu den Charakteren, zur Geschichte – puh was soll ich sagen.
Einerseits Emotionen pur. Die Liebe zwischen den beiden war für mich vom ersten Moment an spürbar und erlebbar. Ihre Entwicklung, die Hindernisse (eingebildete und tatsächliche) die Krankheit von Knights Mutter – zu Tränen rührend. Eindeutiger Taschentuchalarm. Einfach nur WOW. Eine emotionale Achterbahnfahrt.
Andererseits fragte ich mich das ein oder andere Mal, ob dies das tatsächliche Leben in Amerika ist. Mit all seinen Klischees und Oberflächlichkeiten – die ich nur aus Filmen und Büchern kenne.
Jugendliche deren Focus auf Parties, Alkohol, Drogen und möglichst viel Sex liegt. Ist das tatsächlich so? Und wenn ja – möchte ich, dass dieses Bild in Geschichten transportiert wird? Haben Geschichten nicht auch einen Vorbildcharakter?
Auch mit den Charakteren hatte ich so einige Probleme. Mit Luna hatte ich im Laufe der Geschichte immer mehr Probleme. Konnte ihr Verhalten/Ihre Gedanken stellenweise kaum nachvollziehen – und schüttelte so das ein oder andere Mal den Kopf. Knight gefiel mir eigentlich von allen Charakteren am besten, mit ihm hatte ich das meiste Mitgefühl – wenn ich auch nicht all seine Handlungen gutheißen konnte.
Vaughns Verhalten blieb mir bis zum Schluss rätselhaft und undurchsichtig. Seine Freundschaft zu Knight konnte ich während der Geschichte nicht sehen, geschweige denn spüren.
Das Verhalten der meisten Eltern, insbesondere wenn man bedenkt wie lange und wie gut sie sich kennen. War mir ebenfalls mehr als schleierhaft.
Ebenfalls ein grenzwertiges Thema war eine explizite Szene zwischen Luna und Knight. Das für mich viel Diskussionspotential enthielt. Zudem waren mir die expliziten Szenen in Anbetracht des Erfahrungsschatzes und des Alters der Protagonisten unangemessen.
Fazit:
Emotional aufwühlend, zu Tränen rührend – Taschentuchalarm. Und die Liebe der Beiden spürbar. Andererseits enthielt das Buch viele Themen, vielleicht sogar zuviele ernste Themen – die nicht adäquat aufgearbeitet wurden. Bei denen ich mir das ein oder andere Mal die Frage stellte – ob sie eher Mittel zum Zweck sein sollten – um Emotionalität zu erzeugen.