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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2020

Anders und überraschend

So schreibt man Liebe
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"So schreibt man Liebe" von Kate Clayborn fasziniert auf den ersten Blick auf jeden Fall schon einmal durch das tolle Cover, was den derzeitigen Trend von Handlettering bedient. Aber die Geschichte steht ...

"So schreibt man Liebe" von Kate Clayborn fasziniert auf den ersten Blick auf jeden Fall schon einmal durch das tolle Cover, was den derzeitigen Trend von Handlettering bedient. Aber die Geschichte steht dem in nichts nach, denn die Hauptprotagonistin Meg ist Grafikerin und verdient ihre Brötchen durch zauberhaft schöne Handletterings. Ob Firmenauftrag, Geburtstag oder Hochzeit, gerne gestaltet sie Texte für ihre Kunden, kann sich die ein oder andere versteckte Botschaft jedoch nicht verkneifen. Es ist jedoch ungünstig, wenn solch eine Botschaft dem Bräutigam auffällt und er deshalb die Hochzeit absagt.

Was für eine tolle Idee für eine Geschichte, die mich begeistert hat, denn die Autorin hat so manch Überraschung für den Leser eingebaut, mit der ich so nicht gerechnet hatte. Mit den Charakteren muss man allerdings erstmal warm werden, denn beide sind ein bisschen speziell würde ich mal sagen. Meg ist ein totalere Kopfmensch und steht sich dadurch oft selber im Weg. Jedoch fand ich es interessant, wie sie in Schriften und sehr graphisch denkt. Red ist ein Analyst und scheint aus einer anderen Zeit zu kommen so in seinem ganzen Verhalten. Dennoch wird man im Laufe der Geschichte mit ihm warm. Die beiden passen einfach irgendwie zueinander, auch wenn sie das ganze Buch brauchen, dass zu verstehen. Die Geschichte an sich ist jedoch unterhaltsam und kann überraschen. Die Autorin hat einen leichten und künstlerisch angehauchten Schreibstil, der sehr gut passt und das zentrale Thema perfekt einbindet.

Im ganzen ein sehr interessantes Buch mit außergewöhnlichen Charakteren und einen Geschichte, die sich manchmal etwas zu sehr im Kreis dreht, aber vor allem im letzten Drittel mit tollen Überraschungen aufwartet. Die Dialoge haben manchmal eine angenehme Tiefe, die man sonst oft vermisst. Ein Buch, welches auf den zweiten Blick überzeugt, man muss allerdings mit ihm warm werden.

Veröffentlicht am 19.08.2020

Amüsant und unterhaltsam

This Is (Not) a Love Song
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Manchmal ist die Liebe näher als man denkt oder die erste Liebe ist für immer. So oder ähnlich kennt das wahrscheinlich jeder und genau auf diese Thematik springt auch Christina Pishiris in ihrem Buch ...

Manchmal ist die Liebe näher als man denkt oder die erste Liebe ist für immer. So oder ähnlich kennt das wahrscheinlich jeder und genau auf diese Thematik springt auch Christina Pishiris in ihrem Buch an. Den Zoës Gefühle für ihren besten Freund sind nie verschwunden, auch wenn sie nie die Chance hatte, es ihm zu sagen. Als er nach seiner Scheidung wieder in ihr Leben trritt, scheint alles klar, oder auch nicht. Denn Zoës Leben ist alles andere als einfach.

Hier wird uns ein unterhaltsamer Roman mit jeder Menge unterhaltsamer Momente geboten. Allen voran stehen die höchst sympathischen Charaktere, die man einfach nur liebenswert finden muss und welche man gerne in ihrer Geschichte begleitet. Das Thema, wenn aus Freundschaft Liebe wird, ist sicherlich nicht neu, aber die Autorin hat so einige amüsante Hindernisse für die beiden eingebaut. Dazu kam der starke Musikaspekt, welcher die Geschichte noch einmal von ganz andere Seite sehr schön ergänzt hat. Die Autorin hat einen sehr angenehmen und unterhaltsamen Schreibstil, der es leicht gemacht hat, in der Geschichte anzukommen und zu verweilen.

Unterhaltsame und amüsante Lesestunden sind hier garantiert, denn das Buch punktet vor allem durch seinen Humor und zahlreiche Szenen, die den Leser garantiert zum Schmunzeln bringen. Die Liebesgeschichte an sich geriet dabei fast ein wenig in den Hintergrund.

Veröffentlicht am 18.08.2020

Anspruchsvoll und fesselnd

Töchter der Freiheit
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Die Töchter der Freiheit ist ein starkes Buch über Meinungsfreiheit und dass man für seine Rechte kämpfen muss. Die Liebesgeschichte ist vorhanden, aber eher im Hintergrund. Man wird direkt hineingeworfen ...

Die Töchter der Freiheit ist ein starkes Buch über Meinungsfreiheit und dass man für seine Rechte kämpfen muss. Die Liebesgeschichte ist vorhanden, aber eher im Hintergrund. Man wird direkt hineingeworfen in eine Welt, in der die Königin mit harter Hand regiert, es gibt keinen Platz für Widerspruch und andere Meinungen. Doch der Leser findet genau diese mittels unterschiedlicher Charaktere, Männer und Frauen, die jeweils entscheiden müssen, wie weit sie für ihre Freiheit gehen.

Dieses Buch ist mit Sicherheit keine leichte Geschichte und man muss schon etwas aufpassen, dass man den einzelnen Erzählsträngen und vielen Charakteren folgen kann. Im Fokus steht die Studentin Elodea, aber auch der Bruder der Königin, ein Mann der Kirche und viele andere. Die Autorin schafft es, viele Aspekte zum Begriff Freiheit und wie diese aussehen kann, in der Geschichte unterzubringen. Ein spannender und fordernder historischer Roman, der viele unterschiedliche Ansichten präsentiert und somit auf jeden Fall zum Nachdenken anregt. Im Großteil ist die Stimmung gedrückt, nachdenklich und düster – wird jedoch immer wieder auch unterbrochen von glücklichen und schönen Momenten, in denen die Charaktere etwas Leichtigkeit finden. Das Setting im vorindustriellen Zeitalter war spannend, vor allem, weil einem auch Magie begegnet. Die Charaktere waren viel fältig und spannend, die Emotionen kamen sehr gut beim Leser an.

Ein spannendes Buch mit wichtiger und anregender Botschaft, welches zu fesselnd und fordern weiß. Die Charaktere sind vielschichtig und komplex, es hätten hier gerne noch ein paar mehr Seiten sein können. Die Geschichte steht den Charakteren in nichts nach und überzeugt durch viele Sichtweisen und die zum Thema passende anspruchsvolle Schreibweise.

Veröffentlicht am 18.08.2020

Aufregender und mitreißender Auftaktband

Stolen 1: Verwoben in Liebe
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Abby wird von ihrer Pflegemutter auf die exklusive Darkenhall in London geschickt – ihre letzte Chance, um dem Jugendknast zu entkommen. Dort soll sie zu einem besseren Menschen werden. Doch so einfach ...

Abby wird von ihrer Pflegemutter auf die exklusive Darkenhall in London geschickt – ihre letzte Chance, um dem Jugendknast zu entkommen. Dort soll sie zu einem besseren Menschen werden. Doch so einfach ist das alles nicht, denn Abby ist grundsätzlich kein schlechter Mensch und wird gleich zu Beginn von den attraktiven und mysteriösen Brüdern Tristan und Bastian abgelenkt, die sie in ihren Bann ziehen. Und als sie in deren geheimnisvollen Ring stielt, bringt sie sich in eine ganze schwierige Lage.

Ein geheimnisvolles und mysteriöses Buch, welches einen direkt gefangen nimmt. Man kommt sehr gut in die Geschichte und auch die Charaktere sind sehr schon gezeichnet, sodass man sie gerne entdecken möchte. Die Handlung an sich hat etwas gebraucht, bis sie in Fahrt kam und der Fantasy-Aspekt kam mit etwas zu spät. Dennoch ist die Geschichte sehr spannend und wenn sie einen erstmal gepackt hat, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen und fiebert auf den zweiten Band. Man entdeckt die Hintergründe der Brüder und auch von Abby nach und nach und es ist doch sehr spannend zeitweise. Die Brüder sind unterschiedlich und dennoch beide faszinierend auf ihre Weise und die Entscheidung, wen man denn nun aufregender findet, fällt sicherlich schwer. Die Autorin hat mit tollen Ideen gespielt, die mir so noch nicht untergekommen sind, aber man kann auch noch nicht zu viel verraten, um die Spannung nicht zu verderben.

Ein spannender Romantasy-Auftakte, der mit neuen und aufregenden Ideen spielt und tollen aufregenden Charakteren, die Lust darauf machen, dass man sie und ihre Hintergründe weiter erforscht. Mitreißend und fesselnd geschrieben macht das Buch Lust auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 27.07.2020

Tiefgründig und dennoch sommerlich leichte Unterhaltung

Pelikansommer
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Pelikan ist ein ganz besonderes Kinderbuch, in dem man Cat und ihren jüngeren Bruder über den Sommer begleitet. Diesen verbringen sie bei den Großeltern statt wie geplant bei Freunden. Cat ist davon alles ...

Pelikan ist ein ganz besonderes Kinderbuch, in dem man Cat und ihren jüngeren Bruder über den Sommer begleitet. Diesen verbringen sie bei den Großeltern statt wie geplant bei Freunden. Cat ist davon alles andere als begeistert, doch auf der Insel in Nord Carolina fühlt sie sich sofort wohl, muss sie sich doch hier nicht ständig um den Bruder kümmern, kann endlich wieder Kind sein und findet zudem auch schnell eine Freundin.
 
Man merkt schnell, dass "Küken", der jüngere Bruder von Cat, ein besonderes Kind mit besonderen Bedürfnissen ist. Einfühlsam wird auf diesen Umstand und die damit verbundenen Herausforderungen im Alltag eingegangen. Zudem bezaubert das Buch mit einer sommerlichen Wohlfühlatmosphäre, die einlädt zum Verweilen. Es braucht etwas, bis man mit den Charakteren warm wird zu beginn, gerade auch die Mutter war doch eher unsympathisch. Aber es ist schön zu lesen, wie Cat in der neuen Umgebung aufblüht, wie die Kinder einen tollen Sommer erleben mit jeder Menge Spaß rund um das Meer. Die Geschichte an sich schafft es zudem, emotional zu berühren und bietet eine tiefgreifende Thematik, die geschickt in die leichte Sommergeschichte verpackt wurde. Hier kann man gut in Diskussionen zu Behinderung und Inklusion auch mit kleinen Lesern einsteigen.
 
Pelikansommer ist eine tiefgründige und sommerlich leichte Geschichte zugleich, welche zauberhafte und Herzerwärmende Momente bietet. Die Geschichte schaffte es zu berühren und vermittelt Themen, die zum Nachdenken anregen - alles gepaart mit einer spielerischen Leichtigkeit.