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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2020

Ein richtig cooler Reihenauftakt!

Groona - Die letzte Insel
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Da ich ein großer Fan von Raimund Freys Zeichenstil bin, war ich sofort Feuer und Flamme, als ich das erste Mal von seinem Loewe Wow! - Titel „Groona“ hörte, den er selbst geschrieben und natürlich auch ...

Da ich ein großer Fan von Raimund Freys Zeichenstil bin, war ich sofort Feuer und Flamme, als ich das erste Mal von seinem Loewe Wow! - Titel „Groona“ hörte, den er selbst geschrieben und natürlich auch illustriert hat. Obwohl das Thema des Buches nicht hundertprozentig meins ist, stand für mich dennoch sofort fest: „Groona“ muss ich unbedingt lesen!

Groona hat scheinbar als einziger Mensch eine epische Katastrophe überlebt. Die Welt wird nun von verschiedenen Sauriern und anderen urtümlichen Wesen bevölkert. Allein ums überleben kämpfen ist nicht einfach. Zum Glück hat Groona aber einen Tyrannosaurus Rex an ihrer Seite, der ihr bester (und einziger) Freund ist. Gemeinsam mit ihm macht sie die Wildnis unsicher, sie gehen zusammen auf die Jagd und sie durchsuchen täglich die rätselhaften Kisten, die an den Strand gespült werden. Als Groona eines Tages eine unglaubliche Entdeckung macht, wird sich das Leben von ihr und ihrem Tyrannosaurus Rex für immer verändern.

Sieht das Cover nicht mega cool aus? Also ich lieb‘s total, obwohl ich es eigentlich nicht so mit Dinos habe. Das Cover von „Groona“ hatte mich aber wirklich sofort und da ich natürlich auch von diesem famosen farbigen Buchschnitt ganz hingerissen bin, konnte „Groona“ mit der äußeren Optik schon mal vollends bei mir punkten. Wie aber sieht es mit dem aus, was mich im Inneren erwartet hat? Konnte das Buch meine Erwartungen erfüllen?

Um es kurz zu machen: Ja, konnte es! Absolut. Auch die innere Gestaltung und die Story haben in meinen Augen ganz klar zwei gestreckte Däumchen nach oben verdient. Ich finde „Groona“ richtig klasse und habe es in einem Rutsch durchgesuchtet. Da es insgesamt nur sehr, sehr wenig Text gibt, liest sich das Buch wirklich rasend schnell. Ich muss gestehen, dass ich im ersten Moment ein bisschen überrascht war, wie wenig Text das Buch enthält. Da es für Leser ab 12 Jahren empfohlen wird, hatte ich irgendwie mit einem größeren Textanteil gerechnet. Dass dieser nur sehr gering ist, hat mich aber gar nicht gestört. Man hat beim Lesen überhaupt nicht das Gefühl, dass etwas fehlt. Text und Bild harmonieren perfekt miteinander und erzählen gemeinsam eine ganz fantastische Geschichte voller abenteuerlicher, actiongeladener und lustiger Szenen.

Mir hat die Handlung ausgesprochen gut gefallen. Sie ist tiefgründig und düster, stellenweise sogar ziemlich brutal, zugleich enthält sie aber auch so einige humorvolle Momente, sodass die Story niemals zu beklemmend wird. So fand ich zum Beispiel die emojiähnlichen kleinen Bildchen, die manche Wörter ersetzen, sehr unterhaltsam. :D

Groona lebt zweifellos in einer sehr gefährlichen und grausamen Welt, in der gilt: Fressen oder gefressen werden. Zum Glück ist sie aber nicht auf sich alleine gestellt, sondern hat einen treuen Tyrannosaurus Rex an ihrer Seite, der ihr einziger Freund ist. Dass Groona ein Mädchen ist, nehme ich übrigens nur an. Im Buch wird gar nicht genannt, welches Geschlecht unsere Hauptfigur hat. Für mich jedenfalls war sie von Anfang an ein Mädchen, da ich finde, dass die Zeichnungen von Groona eher einem Mädel ähneln. Groona könnte theoretisch aber auch ein Junge sein. Aber egal ob männlich oder weiblich – Raimund Frey hat mit Groona eine starke und mutige Buchfigur erschaffen, die man als Leser einfach gernhaben muss.

Was genau Groona und ihr T-Rex in „Die letzte Insel“ alles erleben werden, werde ich euch in meiner Rezension nicht verraten, hehe. Das müsst ihr schon selbst herausfinden. Stellt euch einfach mal auf jede Menge Action, Geheimnisse und Überraschungen ein. Die futuristische Welt, die Raimund Frey in seiner ersten eigenen Reihe erschaffen hat, ist wahrhaftig ungemein interessant und faszinierend. Ein wenig verwirrend ist sie zwar auch, ich zumindest habe ein bisschen gebraucht, ehe ich mich zurecht gefunden habe, aber gefesselt von ihr war ich dennoch vom ersten Moment an. Diese dunkle Endzeitstimmung hat‘s mir einfach mir voll angetan.

Dass mich Raimund Frey mit seinen Illustrationen begeistern wird, hatte ich mir natürlich schon gedacht. Wie oben bereits erwähnt: Ich finde seinen Zeichenstil brillant! Kennengelernt habe ich ihn in der teuflisch guten Luzifer junior-Reihe von Jochen Till und da war ich wirklich Fan der ersten Stunde.
Auch in „Groona“ konnte mich Raimund Frey mit seinen vielen grandiosen Bildern vollkommen verzaubern. Vor allem diesen einzigartigen Mix aus verschiedenen Stilmitteln finde ich genial. Manche Illustrationen sind sehr detailliert gezeichnet, andere wiederum sind nur hingekritzelt. Dieses Konzept ist einfach nur WOW und konnte mich komplett überzeugen. Sehr gut fand ich auch, dass die Bilder schwarz- weiß sind. Normalerweise mag ich farbige Illustrationen in Büchern lieber, aber in „Groona“ hätte ich sie vermutlich als unpassend empfunden. Die schwarz-weiß Zeichnungen verstärken nur noch diese düstere Atmosphäre, die durch die Handlung geschaffen wird.

Enden tut das Buch mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger, sodass man am liebsten sofort zum nächsten Band greifen möchte. Echt schade, dass es diesen noch gibt. Da heißt es wohl jetzt leider ungeduldig hibbeln und warten, bis wir weiterlesen können. Auf Groonas zweites Abenteuer freue ich mich schon sehr!

Fazit: Ein großartiges dystopisches Abenteuer voller Spannung, Action und Humor! Mir hat der erste Band der Groona-Serie ein richtig tolles Leseerlebnis beschert. In meinen Augen ist Raimund mit „Groona – Die letzte Insel“ ein total cooler Reihenauftakt geglückt, der uns Leser in ein außergewöhnliches Endzeitszenerio mitnimmt und die Herzen aller Dino-Fans höherschlagen lässt. Die Story ist mitreißend, witzig und episch erzählt und die Aufmachung ist einfach nur der Hammer. Mir haben die zahlreichen schwarz-weiß Zeichnungen von Raimund Frey wahnsinnig gut gefallen. Ich bin begeistert und fiebere dem Erscheinen der Fortsetzung nun ganz ungeduldig entgegen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!  

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Veröffentlicht am 23.09.2020

Romantisch, mitreißend, humorvoll - eine wunderschöne Fortsetzung!

Royal Horses (2). Kronentraum
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Mit dem Auftakt ihrer Royal-Horses-Trilogie konnte mich Jana Hoch Anfang diesen Jahres hellauf begeistern. Dem Erscheinen der Fortsetzung habe ich daher ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Diesen Monat ...

Mit dem Auftakt ihrer Royal-Horses-Trilogie konnte mich Jana Hoch Anfang diesen Jahres hellauf begeistern. Dem Erscheinen der Fortsetzung habe ich daher ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Diesen Monat hatte mein hibbeliges Warten schließlich endlich ein Ende – ich konnte mich endlich auf Kronentraum stürzen und in die Welt der Royals zurückschmökern.

Gretas Leben hat sich von einem Tag auf den anderen vollkommen verändert. Die Medien reißen sich um sie, sie wird von nervigen Paparazzi verfolgt, in der Schule wird über sie getuschelt – Greta meint sich plötzlich in der Hölle zu befinden. Und wer trägt daran Schuld? Edward. Auch bekannt unter dem Namen Prinz Tristan. Wer er aber in Wahrheit ist, hat er ihr die ganze Zeit über verschwiegen, was sie ihm nach wie vor sehr übel nimmt. Am liebsten würde Greta ihn vergessen – ihre Gefühle sind da nur anderer Meinung. Als Edward ihr anbietet, zum Schutz vor dem Medienrummel zurück nach Claverley Green zu kommen, kann Greta einfach nicht widerstehen und sagt zu. Sie liebt Edward eindeutig noch immer. Ist sie aber wirklich bereit dafür, Teil seiner Welt zu werden? Sie wollte doch eigentlich nie zu den Royals gehören…

Sieht das Cover nicht wunderhübsch aus? Schon bei „Kronenherz“ war es bei mir Coverliebe auf den ersten Blick und auch in die herrlich funkelnde Aufmachung von „Kronentraum“ habe ich mich sofort verliebt. Die beiden Bücher sehen einfach nur traumhaft zusammen aus.
Von außen konnte mich „Kronentraum“ also schon mal gänzlich überzeugen. Wie aber schaut es mit dem aus, was zwischen den augenschmeichelnden Buchdeckeln schlummert?

Um es kurz zu machen: Mich konnte auch der zweite Band der Royals-Horses-Trilogie von Anfang bis Ende begeistern. Wie den Auftakt, so habe ich auch die Fortsetzung so richtig weggatmet und eine wundervolle Lesezeit mit ihr verbracht. In meinen Augen ist Jana Hoch mit „Kronentraum“ ein ganz famoser Folgeband geglückt, der dem Vorgänger in nichts nachsteht und große Lust auf mehr macht.

Erzählt wird wieder alles aus der Sicht von Greta in der Ich-Perspektive. Greta war mir bereits in Vorgänger auf Anhieb sympathisch und auch dieses Mal habe ich sie sofort ganz fest in mein Herz geschlossen. Ich mochte ihre sarkastische und liebenswerte Art erneut unheimlich gerne und da ihre Gefühle und Gedanken abermals völlig authentisch und anschaulich dargestellt werden, ist es mir wieder spielend leicht gelungen, mich in unsere Hauptprotagonistin hineinversetzen.

Gleich zu Beginn erfahren wir, dass sich Gretas Leben dank Edward vollkommen verändert hat. Die Medien sind auf einmal hinter ihr her und in der Schule scheinen plötzlich alle zu wissen, wer sie ist. Mir tat Greta entsetzlich leid. Ständig wird sie von Paparazzi und den Blicken ihrer Mitschüler verfolgt, sie ist gefühlt überall in den Nachrichten und als wäre das nicht schon mehr als genug, wäre da dann noch ihr großes Gefühlschaos bezüglich Edward. Edward, dessen Charme Greta einfach hoffnungslos verfallen ist, auf den sie zugleich aber auch ziemlich wütend ist, da er sie belogen hat.
Obwohl sich vieles in Greta dagegen sträubt, Edward wiederzusehen, sagt sie zu als er ihr anbietet, zurück nach Caverley Green zu kommen. Da ich von diesem königlichen Gestüt in Band 1 ganz hin und weg war, habe ich mich mega darüber gefreut, dass es uns zusammen mit Greta erneut an diesem märchenhaften Ort verschlägt. Mit dem Setting konnte Jana Hoch definitiv wieder komplett bei mir punkten!

Auch mit den Nebenfiguren konnte mich die deutsche Autorin vollends überzeugen. Wir dürfen auf lauter bekannte Gesichter aus dem Auftakt treffen und haben zudem auch das große Vergnügen, die königliche Familie näher kennenzulernen. Mir hat die Einbindung des royalen Hintergrunds abermals unglaublich gut gefallen. Wie „Kronenherz“, so kommt auch „Kronentraum“ ganz ohne Kitsch, Drama und überzogenes Adligen-Gedöns aus. Meiner Ansicht nach ist es Jana Hoch wieder fabelhaft gelungen, die Welt der Royals absolut realistisch und glaubhaft darzustellen. Genauso schaut es mit der Liebesgeschichte aus. Sie ist überhaupt nicht kitschig oder so, sondern einfach nur bezaubernd und wunderschön.

Die Lovestory kommt dieses Mal wahrlich nicht zu kurz. Romantikliebhaber dürfen sich also freuen. Wer dafür nur vielleicht ein kleines bisschen enttäuscht sein wird, sind Pferdefans. Natürlich kommen wir in „Kronentraum“ in den Genuss von so einigen gefühlvollen Pferdemomenten, bei denen man erneut nur zu gut merkt, dass Jana Hoch Pferdetrainerin ist und sich daher erstklassig mit Pferden auskennt – mein Eindruck ist nur, dass es im ersten Band etwas mehr um Pferde ging. Hat mich persönlich aber überhaupt nicht gestört. Man darf bei „Royal Horses“ einfach keine typischen Pferdeschmöker erwarten. Cover und Titel können da vermutlich ein wenig irreführend sein. Die Royal-Horses-Trilogie beschert einem ganz klar keine klassische Pferdestory. In den Büchern steckt noch so viel mehr, sodass sie auf jeden Fall auch für nicht-pferdeverrückte Leser*innen vollkommen lesenswert ist.

Neben der Romantik, den Emotionen und den Pferdeszenen sind natürlich auch die Spannung und der Humor äußerst gut vertreten. Ordentlich mitfiebern und öfters breit schmunzeln ist hier zweifellos angesagt. Mich zumindest konnte die Handlung durchweg fesseln und bestens unterhalten. Der Plot kann mit so einigen Überraschungen und Enthüllungen aufwarten und auch die witzigen Momente können sich sehen lassen. Man mag das Buch wirklich gar nicht mehr aus der Hand legen. Da es sich zudem fantastisch liest – Jana Hoch hat einen wunderbaren Schreibstil – und die Kapitel angenehm kurz sind, fliegt man einfach nur so durch die Seiten.

Fazit: Eine wunderschöne Fortsetzung voller Romantik, Glamour, Spannung und Humor! Auf „Kronentraum“ habe ich eindeutig zurecht so sehr gefreut – mir hat auch der zweite Band der Royal-Horses-Trilogie ein großartiges Leseerlebnis beschert!
Ein perfekter Mix aus verschiedenen Themen; tolle Charaktere, ein zauberhafter Schreibstil; eine Story, die mitreißend, witzig, tiefgründig und emotional zugleich ist – was will man mehr? Also ich bin total begeistert und freue mich schon riesig auf den dritten Band, der voraussichtlich im kommenden Frühjahr erscheinen wird. „Kronentraum“ erhält von mir volle 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 17.09.2020

Spannend, witzig, vampirstark - ein zauberhafter Reihenauftakt!

Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!
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Da ich immer super gerne in Vampirgeschichten abtauche, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich das erste Mal von „Mirella Manusch“ hörte. In das hinreißende Cover habe ich mich auf den ersten Blick ...

Da ich immer super gerne in Vampirgeschichten abtauche, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich das erste Mal von „Mirella Manusch“ hörte. In das hinreißende Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt und auch der Klappentext konnte mich umgehend überzeugen. Als ich dann las, dass sich hinter dem Pseudonym Anne Barns die Autorin Andrea Russo verbirgt, war ich nur noch mehr Feuer und Flamme. Andrea Russo konnte mich letztes Jahr mit ihrem wunderbaren Hexenschmöker „Green Witch“ total begeistern. Für mich stand daher sehr schnell fest, dass ich ihr neues Kinderbuch, das sie gemeinsam mit ihrer Tochter geschrieben hat, unbedingt lesen möchte.

Mirella Manusch ist fast zehn Jahre alt, als ihr auf einmal über Nacht ein richtig spitzer neuer Eckzahn wächst. Ihre Mutter und ihre Tante Elly eröffnen ihr daraufhin, dass sie offensichtlich das Vampirigen der Familie geerbt hat. Ja, wirklich, kein Scherz, Mirella ist ein echtes Vampirmädchen! Sobald die Sonne untergegangen ist, kann sie sich in eine Fledermaus verwandeln und fliegen. Zudem hat sie einen eigenen tierischen Beschützer an ihrer Seite, ihren Kater Langstrumpf (der aber eigentlich Lancelot heißt). Allein das ist ja schon mehr als abgefahren, aber es kommt tatsächlich noch besser: Mirella kann die Sprache der Tiere verstehen. Für Mirella, die eine große Tierfreundin ist, eine ganz tolle Sache. Als sie mitbekommt, dass es einigen Tieren im Zoo nicht gut geht, steht für sie sofort fest, dass sie ihnen helfen muss. Dieses Vorhaben ist allerdings gar nicht so einfach. Es darf schließlich niemand davon erfahren, dass sie ein Vampirmädchen ist.

Anne Barns bzw. Andrea Russo ist es gemeinsam mit ihrer Tochter erneut hervorragend gelungen, mich mit einem ihrer Kinderbücher hellauf zu begeistern. Mir hat der erste Band von „Mirella Manusch“ ein fabelhaftes Lesevergnügen beschert. Quasi in einem Rutsch habe ich das Buch durchgeschmökert und hätte mich danach am liebsten sofort auf den nächsten Teil gestürzt. Leider gibt es diesen noch nicht, aber es wird ihn noch geben, yay! Mirellas zweites Abenteuer wird bereits hinten im Buch für das kommende Frühjahr angekündigt. Also für mich steht definitiv fest, dass ich die Reihe weiterverfolgen werde. Ich bin schon unheimlich gespannt, wie es mit dem abenteuerlustigen Vampirmädchen weitergehen wird.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der neunjährigen Mirella in der Ich-Perspektive. Mirella habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie ist lustig, aufgeweckt und sympathisch und einfach so jemand, den man augenblicklich gernhaben muss.
Kennenlernen tun wir Mirella, als sie noch davon ausgeht, dass sie ein ganz gewöhnliches Mädchen sei. Nachdem ihr aber über Nacht ein ziemlich spitzer Eckzahn gewachsen ist, erfährt sie, dass sie alles andere als normal ist. Mirella ist ein Vampir! So wie ihre coole Tante Elly. Nachts kann sie sich eine Fledermaus verwandeln und dazu auch noch mit Tieren sprechen. Ihr könnt euch sicher denken, dass unsere Protagonistin mega begeistert von ihren neuen Fähigkeiten ist. Also mir wäre es an ihrer Stelle garantiert genauso ergangen. Ich meine: Als eine Fledermaus die Nächte unsicher machen und dann auch noch mit den verschiedensten Tierarten kommunizieren können – das hört sich doch echt genial an, oder? Also ich stelle mir so ein Vampirleben, wie es in „Mirella Manusch“ beschrieben wird, ziemlich toll vor. Man kann fliegen, muss kein Blut trinken und dann hat man auch noch einen tierischen Gefährten an seiner Seite, einen sogenannten Beschützer. Mirellas Begleiter ist ihr Kater Langstrumpf und mit diesem einmaligen Kater leite ich dann auch mal zu den Nebenfiguren über.

Nicht nur mit Mirella haben das Mutter-Tochter-Duo eine ganz famose Buchfigur erschaffen – auch die weiteren Charaktere, die wir im Verlauf der Geschichte kennenlernen dürfen, sind den beiden erstklassig gelungen.
Mein persönlicher Star war ganz klar Langstrumpf. Oder auch Lancelot, wie er lieber genannt werden möchte, da dieser Name eindeutig viel mehr Stil hat. Ich fand Lancelot einfach nur spitze. Mit seiner unnachahmlichen Art hat er mir öfters ein richtig breites Grinsen auf die Lippen gezaubert.

Auch die weiteren Figuren, egal ob Mensch oder Tier, tragen mit ihren außergewöhnlichen Eigenarten dazu dabei, dass man herrliche Lesestunden mit dem Buch verbringt. Für das Erschaffen von liebenswerten und teils sehr ulkigen Charakteren scheint das Mutter-Tochter-Gespann zweifellos ein absolutes Händchen zu haben.

Mit der Handlung konnten mich die beiden ebenfalls vollends überzeugen. Das Buch erzählt eine zuckersüße Geschichte über Tierliebe, Freundschaft, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft. Vor allem das Thema Liebe und Verständnis für Tiere wird großartig behandelt. Tierfreunden kann ich das Buch daher ganz besonders ans Herz legen. Herzerwärmend schön fand ich auch die Darstellung der Freundschaft zwischen Mirella und Klara. Die beiden sind wirklich die allerbesten Freundinnen und bezeichnen sich sogar als Tag - und Nachtschwestern.
Neben den warmherzigen Momenten kommen natürlich auch die witzigen Szenen nicht zu kurz, sodass man aus dem Schmunzeln stellenweise gar nicht mehr herauskommt. Auch zum mitfiebern lädt die Story von Beginn ein. Die Geschichte ist einfach rundum gelungen und beschert Jung und Alt einen tierisch guten und vampirig schönen (Vor -) Lesespaß.

Empfohlen wird „Mirella Manusch“ für Kinder ab 8 Jahren und dieser Altersempfehlung schließe ich mich an. Anne Barns und Christin-Marie Below haben einen wundervollen Schreibstil, der sich sehr leicht und flüssig liest. Schriftgröße und Kapitellänge sind ebenfalls perfekt, sodass geübtere Leser*innen keine Probleme mit dem Selberlesen haben sollten.

Neben der niedlichen Story bin ich auch von der Innengestaltung ganz begeistert. Es gibt viele wunderhübsche schwarz-weiß Illustrationen von Anastasia Braun, die wie die Geschichte einfach nur vampirmäßig toll sind und eine schaurig-schöne Atmosphäre schaffen. Vor allem die schwarzen Seiten, die für eine besonders coole Stimmung sorgen, fand ich klasse.

Fazit: Spannend, frech und witzig – ein zauberhaftes Kinderbuch voller vampirstarker Momente! Anne Barns und Christin-Marie Below haben gemeinsam einen ganz entzückenden Reihenauftakt aufs Papier gebracht, der die Herzen aller Vampir – und Tierfreunde höherschlagen lässt und einfach nur mega gute Laune macht. Die Geschichte ist lustig und mitreißend geschrieben, die Charaktere wurden mit viel Liebe ausgearbeitet und die zahlreichen schwarz-weiß Illustrationen von Anastasia Braun sind ebenfalls einfach nur bezaubernd. Ich kann „Mirella Manusch“ wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.09.2020

Eine märchenhaft schöne Fortsetzung voller Abenteuer und Magie!

Pages & Co. (Band 2)
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Was war meine Freude als ich hörte, dass diesen Sommer endlich die deutsche Übersetzung des zweiten Teils der Pages & Co – Reihe erscheinen wird! Der erste Band zählte 2019 zu meinen Top-Jahreshighlights. ...

Was war meine Freude als ich hörte, dass diesen Sommer endlich die deutsche Übersetzung des zweiten Teils der Pages & Co – Reihe erscheinen wird! Der erste Band zählte 2019 zu meinen Top-Jahreshighlights. Auf die Fortsetzung war ich daher schon mega gespannt!

Matilda Pages, genannt Tilly, ist eine Buchwandlerin. Sie kann sich in Geschichten hineinlesen und gemeinsam mit den Buchfiguren die tollsten Abenteuer erleben. Als jedoch in der britischen Underlibrary ein neuer Bibliotheksdirektor gewählt wird, scheint es mit dem Buchwandeln demnächst vorbei zu sein. Der neue Direktor verfolgt ganz eigene Absichten: Er möchte das Buchwandeln verstärkt kontrollieren, wenn nicht sogar verbieten!
Tilly und ihr bester Freund Oskar wagen es aber dennoch und reisen während ihres kleinen Parisurlaubs in die Märchenwelt. Der Ausflug wird nur waghalsiger und gefährlicher werden, als gedacht. In den Märchengeschichten herrscht das reinste Chaos. Reihenweise verschwinden Figuren und manche Erzählungen werden komplett von einem gruseligen schwarzen Nichts verschlungen. Es liegt nun an Tilly und Oskar herauszufinden, wer hinter dem Ganzen steckt. Ob es ihnen gelingen wird, die Buchmagie zu retten?

Auf das zweite Pages & Co – Abenteuer habe ich mich eindeutig zurecht so sehr gefreut: Mich konnte auch „Matilda und das Verschwinden der Buchmagie“ hellauf begeistern! Der erste Band hat mir persönlich zwar ein kleines bisschen besser gefallen, muss ich gestehen, allerdings wirklich nur minimal. Ich bin auch in die Fortsetzung ganz verliebt und habe zauberhafte Lesestunden mit ihr verbracht.

Obwohl es bei mir nun schon wieder deutlich über ein halbes Jahr her ist, dass ich den Auftakt gelesen habe und normalerweise, dank meines Status als Vielleserin, rasend schnell wieder Dinge aus Büchern vergesse, konnte ich mich noch erstaunlich gut an die Geschehnisse aus Band 1 erinnern. Ich hatte also keinerlei Einstiegsprobleme und habe völlig mühelos in das Pages & Co – Universum zurückgefunden. Da der zweite Teil sehr zeitnah an den ersten ansetzt und auf ihn aufbaut, rate ich dringend, die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten! Ich bin mir nicht sicher, ob man dem Plot in Band 2 problemlos folgen kann, wenn man ohne Vorkenntnisse in ihn abtaucht.

Anders als im Reihenauftakt, in welchem wir gemeinsam mit Tilly in große Klassiker wie „Alice im Wunderland“ oder „Anne auf Green Gables“ springen, verschlägt es uns dieses Mal zusammen mit ihr und Oskar in bekannte Märchen. Da ich eine riesige Märchenliebhaberin bin, hat es mich wahnsinnig gefreut, dass uns Anna James dieses Mal in die wundervolle Märchenwelt mitnimmt. Rotkäppchen, Hans aus „Hans und die Bohnenranke“ oder Rapunzel – diese berühmten Figuren und noch so manche mehr dürfen wir im Verlauf des Buches begegnen. Zu meiner großen Freude treffen wir zu Beginn der Geschichte sogar noch einmal kurz auf Anne aus „Anne auf Green Gables“. Wie es Anna James erneut geglückt ist, Anne wie die Figur aus dem Original wirken lassen, ist einfach nur famos.

Die Darstellung der Märchencharaktere ist Anna James aber auch ganz hervorragend gelungen. Sie verhalten sich zwar größtenteils nicht so, wie wir es aus ihren Märchen kennen, aber gestört hat mich das in keinster Weise. Im Gegenteil, ich fand es höchst amüsant. So hat mich zum Beispiel Rapunzel bestens unterhalten. Rapunzel ist wirklich so ganz drauf als in den üblichen Fassungen. Da ich nicht spoilern möchte, werde ich nun aber nicht näher ins Detail gehen. Nur so viel noch: Der Humor in dem Buch kann sich wahrlich sehen lassen. Stellt euch auf so einige Schmunzelmomente ein. :D

Neben den Märchenfiguren haben mir auch die Charaktere aus unserer Welt wieder unheimlich gut gefallen. Unsere Buchheldin Matilda, genannt Tilly, aus deren Sicht wir abermals alles in der dritten Person erfahren, war mir erneut auf Anhieb sympathisch. Ich mag ihre aufgeweckte und selbstbewusste Art total gerne und liebe sie so sehr dafür, dass sie meine große Leidenschaft für Bücher mit mir teilt. 
Wen ich ebenfalls super liebgewonnen habe, ist Oskar, Tillys bester Freund. Oskar ist so ein herzensguter Kerl, ihn muss man einfach gernhaben.
Auch die weiteren Figuren – egal ob gut oder böse – hat Anna James wieder fabelhaft ausgearbeitet. Wir dürfen neben Tilly und Oskar vielen weiteren bekannten Gesichtern aus dem Serienstart begegnen wie Tillys Großeltern oder dem Bösewicht Enoch Chalk. Wir haben aber auch das große Vergnügen die Bekanntschaft von neuen Personen machen zu dürfen. Von Gretchen zum Beispiel, eine Buchhändlerin aus Paris.

Mit Stichwort Paris leite ich dann auch mal gleich zum Setting über. Mit den verschiedenen Schauplätzen, die Anna James erneut sehr bildhaft beschreibt, konnte sie abermals vollends bei mir punkten. Meine Highlights waren natürlich die Orte in der Märchenwelt, aber auch die in der Realität fand ich richtig klasse. So geht es vor der Reise ins Märchenreich zuerst einmal in das winterliche Paris, wo wir Oskars Vater besuchen werden. Das verschneite Paris wird herrlich beschrieben, sag ich euch. Noch bezaubernder fand ich aber die Kapitel, in denen wir uns in der einzigartigen Buchhandlung von Tillys Großeltern befinden. Echt schade, dass das Hineinspringen in Bücher nicht möglich ist. Ich würde nur zu gerne mal im „Pages & Co“ stöbern, es mir mit einem Buch vor dem warmen Kamin gemütlich machen und von dem leckeren Gebäck des Buchladen-Cafés kosten.

Mein Lesevergnügen war erneut leider viel zu schnell wieder vorbei. Wie den ersten Band, so habe ich auch den zweiten richtiggehend verschlungen. Vor allem die Szenen in der unberechenbaren Märchenwelt fand ich unglaublich spannend. Das Hineinreisen in Märchen ist für Buchwandler sehr gefährlich, müsst ihr wissen. Das hält Tilly und Oskar, abenteuerlustig und neugierig, wie die beiden nun mal sind, aber natürlich nicht davon ab, es trotzdem zu tun.
Die Passagen, in denen die Underlibrary näher beleuchtet wird, haben mir auch ausgesprochen gut gefallen. Ich fand es äußerst interessant mehr über die Geschichte des Buchwandelns zu erfahren.

Am Ende bleibt so einiges offen, sodass man sich am liebsten sofort in das nächste Buchwandler-Abenteuer stürzen möchte. Hoffentlich wird auch noch der dritte Band, der diesen Monat auf Englisch erscheinen wird, ins Deutsche übersetzt werden. Ich bin schon so gespannt, wie es mit Tilly und Co. weitergehen wird.

Zu guter Letzt, ehe ich zu meinem Fazit komme, muss ich unbedingt noch auf die tolle Gestaltung des Buches eingehen. Sieht das Cover nicht wunderhübsch aus? Also ich finde, es ist der reinste Augenschmaus. Ich liebe es! Die Innenaufmachung kann sich aber auch wieder sehen lassen. Ob die kleinen Zeichnungen oder die ganzseitigen Illustrationen – ich finde alle schwarz-weiß Bilder zum träumen schön. Ich stehe einfach total auf den Zeichenstil von Paola Escobar. Ihre Bilder schaffen immer eine ganz besondere, magische Atmosphäre.
Richtig genial fand ich auch wieder die ulkigen Schriftspielereien. So purzeln zum Beispiel auch dieses Mal manche Wörter langsam aus ihren Zeilen. In meinen Augen eine brillante Idee!

Fazit: Ein großartiges Abenteuer voller Geheimnisse, Magie und Fantasie! Anna James ist auch mit dem zweiten Pages & Co - Band ein wunderschönes Kinderbuch ab 10 Jahren gelungen, mit welchem sie mich vollkommen verzaubern konnte. „Matilda und das Verschwinden der Buchmagie“ erzählt eine märchenhafte und wunderbar magische Geschichte, die durchweg zum mitfiebern einlädt und die Herzen aller Buch- und Märchenliebhaber höher schlagen lässt. Egal ob Jung oder Alt – ich kann die „Pages & Co“ - Serie jedem nur ans Herz legen. Ich finde diese Reihe ganz fantastisch. „Matilda und das Verschwinden der Buchmagie“ erhält von mir 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.09.2020

Super spannend und richtig witzig - ein höllisch gutes Lesevergnügen!

Luzifer junior (Band 8) - Ein Geschenk der Hölle
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Seit dem Reihenauftakt bin ich ein großer Fan von Luzifer junior. Diese Reihe ist einfach nur teuflisch gut, ich liebe sie. Mich konnte bisher noch kein Luzifer junior-Abenteuer enttäuschen und ich war ...

Seit dem Reihenauftakt bin ich ein großer Fan von Luzifer junior. Diese Reihe ist einfach nur teuflisch gut, ich liebe sie. Mich konnte bisher noch kein Luzifer junior-Abenteuer enttäuschen und ich war mir ziemlich sicher, dass mir auch der achte Band ein großartiges Leseerlebnis bescheren wird.

Luzie und Lilly haben Geburtstag und da es für Luzie der erste Geburtstag mit Geschenken und einer Feier sein wird, planen seine Freunde für ihn eine richtig coole Überraschungsparty. Luzie freut sich riesig auf seinen großen Tag und wartet sehnsüchtig darauf, dass endlich die versprochene Fete steigt. Doch dann soll alles ganz anders kommen. Luzies und Lillys böser Onkel Azrael versucht mal wieder mit allen Mitteln die Herrschaft der Hölle an sich zu reißen. Luzie und seine Freunde reisen schleunigst in die Unterwelt, um Luzifer senior zu retten und die fiesen Pläne von Azrael zu vereiteln. Ein aufregendes und gefährliches Abenteuer beginnt...

Ich lag mit meiner Vermutung absolut richtig: Auch der achte Luzifer junior-Band konnte mich von Anfang bis Ende hellauf begeistern. Wie schon die sieben vorherige Bände, so habe ich auch „Ein Geschenk der Hölle“ nahezu in einem Rutsch durchgesuchtet und für meinen Geschmack leider viel zu schnell wieder beendet. Solltet ihr auf super witzige und spannende Kinderbücher stehen, die euch durchweg in Atem halten, immerzu fett grinsen lassen und zudem noch grandios illustriert sind, dann kann ich euch nur ans Herz legen, Luzifer junior und Co. kennenzulernen! Glaubt mir, ihr werdet diese Reihe garantiert genauso sehr lieben wie ich. Ich rate nur ganz dringend, die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten, da sie aufeinander aufbauen. Es gibt mittlerweile zwar ein ganz famoses Figurenverzeichnis vorne im Buch, das Luzifer junior-Neulingen den Einstieg erleichtert, allerdings kann ich dennoch jedem nur nahe legen, von Band 1 an aufwärts zu lesen. Der Lesespaß ist so einfach deutlich höher!

Mein Leseerlebnis war jedenfalls rundum perfekt. Jochen Till hat mal wieder eine Geschichte aufs Papier gezaubert, bei der ich gar nicht anders konnte als sie richtiggehend zu verschlingen. Ich habe diesen Band als besonders packend und actionreich empfunden und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Beginn mag noch recht ruhig sein, als wir uns noch auf der Erde befinden, aber nachdem es uns zusammen mit Luzie, Lilly, Aaron, Gustav und Cornibus in die Unterwelt verschlägt, beginnen sich die Ereignisse dramatisch zu überschlagen. Ihr könnt mir glauben: Langeweile sucht man bei diesem Buch wahrhaftig vergebens.

Neben der Spannung kommt natürlich auch der einmalige Humor mal wieder nicht zu kurz. Allein schon das erste Kapitel, das Luzies Vater, dem Teufel höchstpersönlich, gewidmet ist, fand ich einsame Spitze, hihi.
Die lustigen Szenen und brillanten Einfälle im Verlauf der Geschichte können sich aber selbstverständlich auch sehen lassen. Auf was für Ideen der Jochen Till immer so kommt – herrlich, sag ich euch. So feiere ich zum Beispiel jedes Mal die verschiedenen Abteilungen in der Hölle, die er sich immer ausdenkt. Irgendwie habe ich da nur jedes Mal das totale Mitleid mit denjenigen, die in diese Unterwelt-Abteilungen verfrachtet wurden. Sie sind zwar nicht ohne Grund da, in die Hölle kommen schließlich nur schlechte Menschen, aber die Bestrafungen, die es dort gibt, sind echt nicht ohne. Da kann man wirklich nur hoffen, dass man selbst niemals in der Hölle landen wird. :D

Wer natürlich auch wieder für die beste Unterhaltung sorgt, ist Cornibus, Luzies putziger Hausdämon. Cornibus kann man wohl als meinen persönlichen Star aus der Luzifer junior-Reihe bezeichnen. Ich liebe seine süße und ulkige Art zu sprechen und amüsiere mich jedes Mal prächtig über seine riesengroße Verfressenheit. Cornibus muss man einfach lieben.

Die anderen Charaktere sind Jochen Till aber ebenfalls wieder ausgzeichnet gelungen. Luzie, Lilly, Gustav, Aaron, der unnachahmliche Luzifer senior,... – allesamt habe ich sie schon längst ganz, ganz fest in mein Herz geschlossen.

Zur genauen Handlung möchte ich eigentlich gar nicht mehr groß was sagen. Stellt euch einfach mal darauf ein, dass ihr beim Lesen zu einem richtigen Buchverschlinger mutieren und immerzu am mitfiebern sein werdet. Bei dieser fesselnden Geschichte wird garantiert selbst der größte Lesemuffel förmlich an den Seiten kleben, da bin ich mir sicher.

Empfohlen wird „Lufizer junior“ für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren und dieser Empfehlung schließe ich mich an. Jochen Till hat einen locker-leichten und flüssigen Schreibstil und da die Schrift angenehm groß ist und die Kapitel schön kurz sind, kommt ein fabelhafter Lesefluss zustande. Kinder ab 10 Jahren sollten bei dieser Reihe keine Probleme mit dem Selberlesen haben. Deutlich älteren Lesern kann ich „Luzifer junior“ aber auch nur wärmstens empfehlen! Für diese Reihe ist man ganz klar nie zu alt.

Was natürlich auch wieder dazu beiträgt, dass man nur so durch die Seiten fliegt und dabei teuflisch viel Spaß hat, sind die mega coolen schwarz-weiß Illustrationen von Ramund Frey. Ich liebe seinen Zeichenstil und komme beim Betrachten seiner humorvollen Bilder oft gar nicht mehr aus dem Kichern und Schmunzeln heraus. Auch „Luzfier junior 8“ hat er fantastisch illustriert. Jochen Till und Raimund Frey sind zweifellos ein absolutes Dreamteam. Die mitreißenden und urkomischen Geschichten von Jochen Till plus die unterhaltsamen Zeichnungen von Raimund Frey – das ist einfach nur die perfekte Kombi.

Enden tut das Buch ohne einen fiesen Cliffhanger, allerdings wird dennoch mehr als deutlich, dass wir uns auf mindestens noch einen weiteren Band freuen dürfen. Auf den neunten Teil bin ich schon unheimlich gespannt!
Aber apropos Ende: Der Schluss, alter Schwede, hat mich tatsächlich völlig aus den Socken gehauen. Auf den letzten Seiten wird man mit einer unglaublichen Wendung konfrontiert, mit der ich wirklich null gerechnet habe. Im ersten Moment war ich einfach nur baff und auch ein bisschen verwundert, muss ich gestehen. Nachdem die Auflösung aber noch etwas näher erläutert wird, fand ich sie richtig klasse und vollkommen gelungen.

Fazit: Ein spannendes und actiongeladenes Lesevergnügen, das einfach nur teuflisch gut ist! Mich konnte auch das achte Abenteuer von Luzifer junior und Co. höllisch begeistern. Ich war beim Lesen durchweg am mitfiebern und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, zugleich war ich auch am immerzu am schmunzeln und habe mich köstlich amüsiert. Ich liebe einfach den Humor in dieser Reihe. Die zahlreichen genialen schwarz-weiß Illustrationen von Raimund Frey haben mir ebenfalls wieder wahnsinnig gut gefallen und die krasse Wende am Ende hat mich total vom Hocker gerissen.
Ich habe Luzie und seine Freunde nur zu gerne in die Hölle begleitet und gemeinsam mit ihnen den wohl abgefahrensten und aufregendsten Geburtstag aller Zeiten erlebt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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