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Veröffentlicht am 19.11.2020

emotionaler Liebesroman mit Tiefgang und wichtiger Thematik

The Friend Zone
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hat mich eine Gefühlsachterbahn erleben lassen.
Der Beginn, die erste Begegnung zwischen Kristen und Josh, war nicht so wirklich meins. Was sicherlich daran lag, dass der gesamte Humor der Beiden, ihre ...

hat mich eine Gefühlsachterbahn erleben lassen.
Der Beginn, die erste Begegnung zwischen Kristen und Josh, war nicht so wirklich meins. Was sicherlich daran lag, dass der gesamte Humor der Beiden, ihre Vorlieben, ihre „Kindereien“ – nicht wirklich meins sind. Als Leser spürte ich allerdings – das die Chemie zwischen den beiden stimmte.
Und so entlocken mir ihre Aktion, die Streiche gegenüber ihren Freunden, aber auch Kristens Versuche – Josh auf Abstand zu halten – immer wieder das ein oder andere Lachen. Den ein oder anderen „Witz“ auf Kosten anderer – betonte zwar einerseits ihre gleiche Wellenlänge, andererseits ist es moralisch schwer vertretbar – in Zeiten, in denen Mobbing/ die Achtung des Gegenüber groß geschrieben wird.
Einen sehr großen Raum in der Geschichte nimmt Kristens Krankheit ein. Eine Krankheit, die immer noch häufig unentdeckt bleibt, einen jahrelangen Leidensweg mit sich bringt – und den zukünftigen Lebensentwurf einschneidend verändert/verändern kann. Eine Krankheit, die wie jede Krankheit – die zukünftigen Partner/die Familie auf die Probe stellt.
Die jeden der sich verliebt vor die Frage stellt – darf ich mit meiner Krankheit einen Partner haben, muss ich nicht – auf ihn verzichten. Ihm die Chance geben – mit einem anderen glücklich zu werden?
Darf ich ihm zumuten – mit mir und meiner Krankheit zu leben. Schränke ich ihn nicht zu sehr ein? Und selbst, wenn er mich jetzt liebt und ja zu mir sagt – wie wird es in ein paar Jahren sein …? Insbesondere dann, wenn die eigene Krankheit den sehnlichsten Wunsch des Partners unmöglich macht.
Genau diese Fragen stellt sich Kristin immer wieder – und kommt für sich immer wieder zum gleichen Entschluss.
Selbst ein einschneidendes Erlebnis im Freundeskreis, bei den ich den Atem anhielt – und dass dann nochmals in seiner Dramatik getoppt wurde (diesen Abschluss hätte ich nicht gebraucht, hier hadere ich damit, ob es nicht nur fürs Drama/die Emotionalität so endete, oder um noch ein weiteres sehr kontrovers diskutiertes Thema zu erwähnen) – brachte Kristin nicht dazu umzudenken.
Erst Joshs Eingehen auf ihr Wesen, ihre Art zu denken – brachte letztendlich die Wende.
Das Ende – in meinen Augen passend, glaubwürdig und medizinisch möglich – aber für mich persönlich etwas zu sehr Happy End. Insbesondere im Hinblick auf das „unerwartete Drama“ und die im Buch behandelte Thematik.
Fazit:
Viel mehr als eine typische Liebesgeschichte. Eine Geschichte die zum Nachdenken anregt. Mich emotional berührte. Gleichzeitig aber auch an der ein oder anderen Stelle zu viel gewesen ist – wenn auch durchaus realistisch.
Leseempfehlung
Vielen Dank an Netgalley und den Verlag für die Bereitstellung eines ebooks als Rezensionsexemplar.
Coverrechte: Verlag

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Veröffentlicht am 05.10.2020

fantastischer Abschluss

Frozen Crowns 2: Eine Krone aus Erde und Feuer
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Konnte mich wieder begeistern.
Es war spannend Davinas Entwicklung zu verfolgen, wie sie mit der Zeit immer besser mit ihrer Magie umzugehen lernte. Wie mit der Entwicklung ihrer Magie auch ihre innere ...



Konnte mich wieder begeistern.
Es war spannend Davinas Entwicklung zu verfolgen, wie sie mit der Zeit immer besser mit ihrer Magie umzugehen lernte. Wie mit der Entwicklung ihrer Magie auch ihre innere Stärke immer deutlicher wird. Ihre Gefühle für Esmond und insbesondere die Gefühle für Leander spürbar und zu Tränen rührend.
Auch die anderen Charaktere ,alte Bekannte und einige neue Verbündete waren gut ausgearbeitet. Konnten überraschen und zu Tränen rühren.
Die Handlung an sich spannend, abwechslungsreich und insbesondere am Schluss mit einigen unerwarteten Wendungen.
Der Epilog rundete die Geschichte in meinen Augen gekonnt ab.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Sprache bildreich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Die Geschichte wird abwechselnd aus Davinas und Leanders Sichtweise erzählt, sodass ich ihre jeweiligen Gedanken, Gefühle sowie ihre Handlungsweisen besser nachvollziehen konnte. Zudem erhielt ich so einen umfassenderen Einblick in den Verlauf der Geschichte, da ich mehrere Seiten und auch andere Schauplätze kennenlernte.

Fazit:
Ein fantastischer Abschluss. Der Focus lag auf der Liebesgeschichte, allerdings konnte die Handlung an sich ebenfalls mit unerwarteten Wendungen begeistern.


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Veröffentlicht am 25.09.2020

fantastischer Auftakt einer neuen Romantasy Reihe

Celestial City - Akademie der Engel
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Celestial City – Akademie der Engel von Leia Stone

die muss ich einfach lesen, da führt kaum ein Weg daran vorbei, denn ich liebe Geschichten mit Engeln. Und so war spätestens nach dem Klappentext klar ...

Celestial City – Akademie der Engel von Leia Stone

die muss ich einfach lesen, da führt kaum ein Weg daran vorbei, denn ich liebe Geschichten mit Engeln. Und so war spätestens nach dem Klappentext klar – genau meins.

Der Schreibstil, leicht und flüssig geschrieben. Die Sprache bildreich, sodass ich mir das Setting sehr gut vorstellen konnte. Die Geschichte wird aus Brielles Sichtweise erzählt, sodass ich mit ihre zusammen ihre Welt kennenlernte – sie in die ihr unbekannte Welt der „Fallen Academy“ begleiten konnte.
Die Charaktere, gut ausgearbeitet. Brielle, eine sympathische schlagfertige Protagonistin, die sich und ihr Schicksal annimmt und das Beste daraus macht. Hilfsbereit und aufopferungsvoll was ihre Familie und engsten Freunde betrifft. Eine Außenseiterin und Sonderstellung - der damit verbundene innere und äußere Kampf wurden gut dargestellt.
Lincoln, attraktiv und auf den ersten Blick unausstehlich und von sich überzeugt. Ihre Anziehungskraft, ihre Gefühle füreinander waren spürbar, wenn auch klischeehaft dargestellt: sie schmilzt dahin – er verhält sich ihr gegenüber abweisend, da er gegen seine Gefühle ankämpft.
Ihre Dialoge – ein ständiger verbaler Schlagabtausch, ein angiften und anfeinden.
Brielles Freundschaft mit Shea – ohne Worte. So stelle ich mir Freundschaft vor. Eintreten für einander, sich gegenseitig unterstützen – und für den anderen da sein. Sich anfrotzeln. Auch die neu geknüpften Freundschaften – waren einfach nur klasse.

Der Focus der Geschichte lag für mich eindeutig im Romantasy Bereich. Freundschaft, und vor allem die „Liebe“. Dialoge voller gegenseitiger Sticheleien und „Anfeindungen“ brachten mich als Leser immer wieder zum Schmunzeln.

Die Dialoge (eine die Mischung aus Sarkasmus und Ironie) der Charaktere brachten mich das ein oder andere zum Schmunzeln und machten für mich den besonderen Reiz der Geschichte aus.

Der Weltenaufbau gut und spannend ausgearbeitet. Der Kampf Gut gegen Böse. Eine Stadt – aufgeteilt in den Bereich der Dämonen und auf der anderen Seite der Teil der Engel. Und außerhalb - tobt der Krieg.

Fazit:
Wer Romantasy mit Engeln und Dämonen, jugendlichen Charakteren, spitzfindigem Schlagabtausch liebt – wird von der Geschichte begeistert sein. Ein gelungener Mix aus Romance und Fantasy.
Für alle, die den Focus auf einem fantastischem Weltenaufbau mit ausgefeiltem und insbesondere detailliertem Weltenaufbau sucht – sollte einer anderen Geschichte greifen.

Von mir eine klare Leseempfehlung.


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Veröffentlicht am 21.09.2020

berührende Spurensuche

Die Frauen von der Purpurküste – Julies Entscheidung (Die Purpurküsten-Reihe 2)
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„Die Frauen von der Purpurküste – Julies Entscheidung“ von Silke Ziegler

Ist eine leichte berührende Geschichte, mit sympathischen Charakteren, einem traumhaften Schauplatz. Voller ungeahnter Tiefe.
Eine ...

„Die Frauen von der Purpurküste – Julies Entscheidung“ von Silke Ziegler

Ist eine leichte berührende Geschichte, mit sympathischen Charakteren, einem traumhaften Schauplatz. Voller ungeahnter Tiefe.
Eine Geschichte, die den Leser mitnimmt auf eine Reise in die Vergangenheit – auf die Suche nach Antworten zum Verbleib von Beatrices Schwester und Laras Vater.
Eine Geschichte, die gut recherchiert aufzeigt, dass zu Zeiten des Nazi-Regimes, Widerstand im Verborgenen geleistet wurde. Einer verbotenen Liebe im Frankreich der Besatzungszeit, berührend – sprachlos machend.
Die gleichzeitig mitnimmt – in Penelopes Vergangenheit (Laras Mutter), ihre Zeit als Au-Pair in Südfrankreich. Nach Collioure – dem Ort aus dem ihre Familie mütterlicherseits kommt. Der schwierigen Suche, nach Laras Vater – von dem sie bisher nichts wusste.
Den während der Suche aufkommenden Gefühlen von Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit, Betroffenheit aber auch Verzweiflung.
Und gleichzeitig, Laras Suche nach sich selbst, der Frage nach dem weiteren Verlauf ihres Lebens.
Alle drei Handlungsstränge wurden wunderbar miteinander verwoben. Fügten sich zu einer Einheit zusammen, sodass ich als Leser bewegt den Lebenswegen der Frauen folgte. Ihre Entscheidungen – die sie „zwangen“ mit den Ergebnissen zu leben.

Fazit:
Eine lebenswerte berührende Geschichte mit fein ausgearbeiteten sympathischen Charakteren, einer lebendig gewordenen Landschaft.

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Veröffentlicht am 29.08.2020

tiefgründige berührende Geschichte

Never Doubt
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Meine Meinung:
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Sprache bildreich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Die Schauspielere/Theaterspielerei nimmt eine große Rolle in der Geschichte ...

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Sprache bildreich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Die Schauspielere/Theaterspielerei nimmt eine große Rolle in der Geschichte ein – sodass ich als Leser viele „Textauszüge“ aus Hamlet zu lesen hatte – dessen Sprache und Aussagekraft sich mir nicht immer erschloss. Durch die Erarbeitung der einzelnen Szenen während der Theaterproben wurden mir diese verständlicher. Die Geschichte wird abwechselnd aus Willows und Isaacs Sichtweise erzählt, sodass ich einen Einblick in ihre Gedanken und Gefühlswelt erhielt. Ihre Handlungsweisen besser nachvollziehen konnte. Ich mich beiden näher fühlte.

Die Charaktere waren fein ausgearbeitet. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzten, ihre Gedankengänge und Handlungen nachvollziehen.
Willows Focus auf Isaacs „Äußerlichkeiten“ empfand ich in Anbetracht ihrer Vergangenheit eher unangebracht. Diese empfand ich als eher hinderlich – und hätte es besser gefunden – diese Äußerungen wegzulassen. So hätten sie den Focus mehr auf ihren Gefühlen gegenüber Isaac gelassen. Dem wortlosen Verständnis füreinander.
Isaac – gefiel mir auf Anhieb, tiefgründig und sensibel. Hat er ein Schicksal zu tragen – welches mich abwechseln wütend, kopfschüttelnd aber auch absolut hilflos zurückließ. Die Reaktionen der Erwachsenen und der Jugendlichen aus seinem Ort, sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart – für mich eine emotionale Achterbahnfahrt. Einerseits vollkommen unverständlich – andererseits bin ich Realist genug – um zu wissen, dass die Reaktionen der Erwachsenen und Jugendlichen tatsächlich genauso auch in der Realität stattfinden. Keine Fiktion darstellen. Und mir so verdeutlichten, wie wenig wir als Gesellschaft auf die „Unversehrtheit der Kinder“ achten.
Gleichzeitig verdeutlichte es, wie schwierig es ist – so zu helfen, dass es dem Kind nicht „schadet“.
So sind sowohl Isaacs als auch Willows Umgang mit den „Misshandlungen“ aus Sicht eines Außenstehenden häufig nicht nachvollziehbar – und rufen Unverständnis hervor. Allerdings im Kontext der besonderen „Eltern-Kind-Beziehung“ vollkommen nachvollziehbar.
Wunderbar herausgearbeitet wurde die „therapeutische Wirkung“ des Theaters/ des Theater Spielens. Die Möglichkeit unaussprechliches Auszusprechen und Auszudrücken – indem man dies durch eine Theaterrolle, oder durch Spiele mit Puppen/Tieren ausdrückt. (Eine Möglichkeit, die Einzug in diverse Therapien gehalten hat)
Die Verhaltensweisen der Erwachsenen und Jugendlichen machten michr in regelmäßigen Abständen einfach nur wütend. Einzige 4 Ausnahmen sind hier zu erwähnen, die den beiden genau das geben –was sie brauchen. Sie auffangen und unterstützen.

Fazit:
Eine spannende, emotionale und tiefgründige Geschichte, die den Leser immer wieder eine Gefühlsachterbahn erleben lässt.
Der Klappentext lässt erahnen, was Willow widerfahren sein könnte. Eine Triggerwarnung zu diesem Thema und insbesondere auch zu Isaacs Vergangenheit wäre in meinen Augen angebracht gewesen.
Von mir eine klare Leseempfehlung.

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