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Veröffentlicht am 29.10.2020

Mehr Aufzählung der 90er als eine fließende Geschichte

Kind der 90er
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Wer ein Buch sucht, wo er sich in einer leicht zu lesenden Geschichte die Erinnerungen der 90er auffrischen möchte, ist hier genau richtig.

Die Autorin hat es geschafft in eine aktuelle Geschichte die ...

Wer ein Buch sucht, wo er sich in einer leicht zu lesenden Geschichte die Erinnerungen der 90er auffrischen möchte, ist hier genau richtig.

Die Autorin hat es geschafft in eine aktuelle Geschichte die geballte Power der 90er unterzubringen. Von der Musik, der Kleidung, über die Partys bis hin zum Alltag.

Das Ganze wird durch die junggebliebene Julia erlebt, welche mit zwei Kindern und einen Mann, in einem hübschen Häuschen lebt. Sie arbeitet in Teilzeit, muss sich um die Kinder und den Haushalt kümmern und ist froh, wenn Sie mal Ihren Mann zu Gesicht bekommt. Denn dieser ist auf dem besten Weg in seinem Beruf weiter aufzusteigen, leider unter der Prämisse kaum daheim zu sein.

So kann man Julia verstehen, wenn diese abends aufgebrezelt und frustriert zu Hause sitzt, weil ihr Mann nicht wie versprochen nach Hause gekommen ist, sie aber mal wieder etwas Zweisamkeit erleben wollte.

So erlebt Julia ihren persönlichen Flashback, als auf einer 90er-Jahreparty all die Erinnerungen an damals wieder hochkommen. Die Kleidung, die Musik, die Partys und ihr damaliger Schwarm Jannis.

Die damalige Zeit und die Gefühle kommen wieder und der Wunsch nach der Freiheit von damals.

Das Buch spiegelt in vielen verschiedenen Eindrücken die damalige Zeit wider, für jeden einzeln und im speziellen wie Julia diese erlebt hat. Dies war für mich auf jeden Fall eine Möglichkeit, auch an Dinge erinnert zu werden, die ich seit damals schon längst vergessen habe, für das Jahrzehnt aber so bekannt war. Von der Seite her hat mir das Buch gefallen.

Mir persönlich hat aber die Geschichte um Julia und ihr Charakterbild weniger zugesagt. Die Story plätschert vor sich hin, es fehlt mir an Tiefgang und an dem was mich an einem Buch fesselt. So ist sie die Frau in den 30ern mit einem lieben Mann, tollen Kindern, einer Teilzeitstelle, lebt in einem Haus mit Garten und von Armut betroffen ist sie auch nicht.

Ich kann verstehen das ihr Alltag bei weitem anstrengender ist als der von ihrem Mann, oder sagen wir mal anders anstrengend, aber für mich war es vor allem Leiden auf hohem Niveau. Immerhin versucht ihr Mann es immer wieder gut zu machen und arbeitet so viel, damit man sich alles leisten kann. Aber Julia ist unzufrieden und würde halt gerne wieder 16 und frei sein. Etwas, was die Autorin sehr gut ausgearbeitet hat, mir persönlich aber das Unsympathische zu sehr wachsen gelassen hat.

So ist auch Jannis als Charakter für mich nicht interessant gewesen und zu unglaubwürdig.

Die Geschichte ist daher zwar schön mit den Gedanken an die 90er zu lesen, aber die Basis, und zwar die Geschehnisse im Hier und Jetzt mit dem fehlenden Charakterbild hat mir leider weniger zugesagt.

Für Kinder der 90er sicherlich ein interessanter Roman, der schnell gelesen ist und nicht allzu viele Schwierigkeiten im Verstehen mit sich bringen sollte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.10.2020

Ich bin zu jung oder die Story ist zu alt

Es muss dunkel sein, damit man die Sterne sieht
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Ria ist jung und steht mit beiden Beinen im Leben. Dann stirbt ihr Vater. Dann ist nichts mehr wie vorher.

Ganz zum Anfang des Buches lernen wir Ria kennen, aus deren Sicht das Buch spielt. Sie packt ...

Ria ist jung und steht mit beiden Beinen im Leben. Dann stirbt ihr Vater. Dann ist nichts mehr wie vorher.

Ganz zum Anfang des Buches lernen wir Ria kennen, aus deren Sicht das Buch spielt. Sie packt alles was sie gegriffen bekommt in einen Rucksack, rennt raus in den Straßenverkehr, baut beinahe Unfälle um dann bei einem alten großen VW Bus zu landen. Dieser Bus wird schön im Buch unten als fahrender Bus wie in einem Daumenkino mit dem Verlauf der Geschichte von links nach rechts im Buch mitfahren.

Im Bus treffen wir auf vier ältere und sehr unterschiedliche Frauen. Mit Hilfe eines genau detailierten Plans haben alle vier Frauen feste Ziele von Frankreich über Italien bis Spanien. Jede von Ihnen treibt die Vergangenheit und vlt auch ein bisschen die Zukunft dorthin.

Oma Charlie, mit richtigem Namen Charlotte, ist die Oma von Ria. Sie kennt ihre Enkelin schon deren ganzes Leben lang und weiß warum Ria völlig neben sich steht und einfach so in den Bus springt und entscheidet mitfahren zu wollen. Ihr Grund für die Fahrt liegt in einer sehr weiten Vergangenheit und ob sie das erleben wird was sie sich vorstellt, will ich hier nicht verraten.

Hildie verschlingt jedes Buch und lebt in diesen mehr als in der richtigen Welt. Sie liest während der Fahrten vor und zitiert aus allen möglichen Werken aus allen Epochen. Leider ist dies etwas gewesen, was mich immens genervt hat und den Lesefluss stellenweise sehr stark unterbrochen hat. Ansonsten ist sie als Person sehr positiv aufgefallen. Wie alle Charaktere hat auch sie eine nicht so schöne Vergangenheit welche mit der Zeit aufgedeckt wird und wieso sie so sehr an ihren Büchern hängt.

Margot kennt Ria bereits, aber nicht so wie sie jetzt aussieht und wirklt. Margot vom Krebs gezeichnet, ist die einzige der Damen welche nicht mit dem Bus fahren kann und sonst auch eher der ruhige Part der Gruppe ist. Hier hat Ria mächtig Probleme zu verstehen, warum ein so kranker Mensch eine solche Reise unternimmt.

Frau Lensker ist der etwas "Miesepetrige" Charakter welche sofort mal klar stellt wo der Hase lang läuft und wie die Planung der nächsten Wochen aussieht. Am Anfang ein schwieriger Fall welcher mit der Zeit aber echt zu Sympahtien heranwächst. Gerade sie bringt noch einen weitern "Gast" mit in den Bus worüber man doch hier und da schmunzeln kann.

Über Ria erfährt man so erstmal nicht viel ausser das sie das Studium geschmiessen hat, der Vater gerade im Krankenhaus verstorben ist und sie in Rückblenden an die schöne Zeit mit ihm denkt.



Ich bin persönlich kein großer Romanleser und mir hat das Buch persönlich nicht sehr gefallen. Die Charaktere sind mal besser mal schlechter beschrieben und mal sympathischer und mal weniger symphatisch. Die Sinnkrise von Ria ist echt nervig, und für ne Ü18-jähirge benimmt sie sich oft wie ne 12jährige.Die Zitate und das Gerede von Büchern fand ich sehr langweilig und langatmig. Hin und wieder gab es dann Eindrücke aus den Städtchen A oder B wo sich die Gruppe gerade aufhält. Die Gründe für die Frauen diese Reise zu vollziehen sind alle wahnsinnig Unterschiedlich und waren für mich das Interessanteste am ganzen Buch. Von den 350 Seiten hätte man aber locker auf 200 runter reduzieren können da vieles einfach sehr oft wiederholt wird, wie Rias unberechenbaren 5 Minuten hier und da, und somit die Story einfach nur langsam und träge wirkt.

Veröffentlicht am 18.10.2020

V legt den Mädels den Keuschheitsgürtel an und nervt mit ihrem persönlichen Drama

V is for Virgin
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V ist for Virgin, gehört zu den Büchern die ich mir so nicht kaufen würde. Einfach weil mir mit Mitte 30 die Story einfach zu Jugendlich und zu weit hergeholt ist. Daher nahm ich die Möglichkeit wahr, ...

V ist for Virgin, gehört zu den Büchern die ich mir so nicht kaufen würde. Einfach weil mir mit Mitte 30 die Story einfach zu Jugendlich und zu weit hergeholt ist. Daher nahm ich die Möglichkeit wahr, auf einem Bücherforum das Buch gegen Punkte einzutauschen und es somit für lau zu lesen. Die Entscheidung bereue ich zwar nicht, hätte die Punkte aber auch besser einsetzen können.

In den Vordergrund und sehr ansprechend ist natürlich erstmal das Cover. Es ist schön anzusehen, hat was sehr Weibliches in den Farben und der Fantasie was das Band darstellen kann ist keine Grenzen gesetzt.

Leider hat mich der Inhalt weniger gut überzeugt.

Kurz zusammengefasst:

Die 17-Jährige Val wurde als Säugling von ihrer Teenagermutter zur Adoption frei gegeben. Diese hatte ihr erstes Mal und wurde unfreiwillig schwanger. Ein Brief und eine Kette so wie der Name Valerie sind ihr einziger Bezug zu ihr. So möchte Val nicht den gleichen Fehler machen und hat sich vorgenommen mit dem ersten Mal bis zur Ehe zu warten.

Doch wie das mit den Hormonen so ist, nicht jeder hat dieses Vorhaben. So möchte ihr Freund, mit dem sie erst wenige Monate zusammen ist, ihr an die Wäsche und auch seine eigene Jungfräulichkeit aufgeben. Sie erzählt ihm erst an diesem Abend von dem Plan. Er rastet aus, erzählt in der Schule die Lüge, dass sie schlecht im Bett sei und alle glaube es. Val rastet aus und von diesem Ausraster wird ein Video ins Netz gestellt. In dem sie ganz klar die Wahrheit sagt und ihr Vorhaben. Das Video geht viral und kurze Zeit später überschlagen sich die Ereignisse.

Val ist nun im „V is vor Virgin“ und „A is for abstinence“ -Fieber. Vergisst dabei ihre beste Freundin, hat Zoff mit Kyle von einer angesagten Band und findet einen neuen Freund.

Es passiert nun recht viel im Buch und wiederum auch nicht. Die Projekte von Val stehen leicht im Hintergrund und im Vordergrund ist ihr ständiges in den Medien stehen und sich einen Krieg mit Kyle zu liefern. Der hat die Präsenz um ihre Person, für ihre Verhältnisse, noch eher unangenehm verstärkt.

So erleben wir ein Mädchen, mehr Kind als erwachsen, im Kampf mit den Medien, ihren Gefühlen, eifersüchtigen Fans, einen neuen Freund, den Kampf mit Kyle und vor allem mit sich selbst.

Die zwei Hauptfaktoren, welche das Buch einfach nur runterziehen sind dabei folgende:

Es hat eigentlich keine richtige Geschichte ab dem Punkt X. Denn es geht nur darum, dass sie ständig für Ihr Gedankengut einstehen muss und alle Leute überzeugt zu warten oder ne Pause einzulegen. Dabei geht sie schon stellenweise echt heftig und leicht aggressiv vor. Als wären alle den Sex hätten, schlechte Menschen.

Der zweite Punkt ist das ständige Gekeife mit Kyle und sich dauernd so dumm übers Ohr hauen zu lassen, vor allem wenn Cara mit involviert ist. So dumm und blauäugig kann man nicht sein. Sie verpasst alles um sich herum und fällt dann aus allen Wolken bei so ziemlich, für sie neuen, Nachrichten die sie erreicht. Wenn wir nicht davon lesen wie viel Schulstoff sie verliert, wie sehr sie Kyle hasst, gibt es drum herum nicht mehr viel was im Buch passiert.

Die Grundidee ist gut und gerade bei den hohen Teenagerschwangerschaften in den USA alles andere als falsch. Aber ich fühle mich für das Buch etwas zu alt und als die falsche Zielgruppe. Man hätte dem Thema mehr Freiraum geben müssen und nicht den Keuschheitsgürtel mit aller Gewalt anziehen müssen.

Veröffentlicht am 27.09.2020

Einfach nur enttäuschend

Cassia & Ky – Die Ankunft
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Drei Menschen welche alle eigentlich das gleiche Ziel verfolgen. Aber alle auf eine andere Art und Weise. Ky wird zum Flieger ausgebildet, Cassia ist vor Ort das Mädchen für alles und Xander findet man ...

Drei Menschen welche alle eigentlich das gleiche Ziel verfolgen. Aber alle auf eine andere Art und Weise. Ky wird zum Flieger ausgebildet, Cassia ist vor Ort das Mädchen für alles und Xander findet man in der Gesellschaft wieder. Wie gut das er es als Spion in einer Doppelrolle ausführt. Durch die drei Unterschiedlichen Settings erfahren wir wie es weiter geht für die einzelnen Orte, welche zum Ende alle irgendwo zusammenführen sollen. Interessant war es weniger als sehr anstrengend allem zu folgen und dies auch zu verstehen. Die Thematik der Gedichte fand ich in diesem Buch nach wie vor sehr schön und auch sehr wichtig.

Die Liebesgeschichte zwischen Cassia und Ky ist so heiß wie nen Eis. Man merkt nichts davon. Der Klassiker, in diesem Fall Xander, der auf das Freundschaftsgleis geschoben wurde, ist hier mehr am kämpfen für Cassia und ihr Wohlwollen als Ky.

Das die Revolutionäre dann noch mit dieser duseligen Seuche ankommen, um dann alle wie verrückt nach einem Heilmittel suchen zu lassen, hat mir einfach den Rest gegeben.

Leider hat für mich dieses Buch eine so steile Abwärtskurve gemacht, dass ich es im Nachhinein bereue es angefangen zu haben. Ich mag Dystrophien, aber diese hier ist einfach nur schlecht. Die Settings passen nicht, die Charaktere nicht und die total unorganisierte Revolte geht mal gar nicht.

Veröffentlicht am 27.09.2020

Wenn der Autor seiner eigenen Geschichte nicht mehr folgen kann

Beastmode 1: Es beginnt
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Die Inhaltsangabe und das Cover vom Buch haben mich auf mehr als eine Bücherseite angesprochen und so war ich echt happy das ich ein Rezensionsexemplar erhalten habe. Dann habe ich dieses Buch in knapp ...

Die Inhaltsangabe und das Cover vom Buch haben mich auf mehr als eine Bücherseite angesprochen und so war ich echt happy das ich ein Rezensionsexemplar erhalten habe. Dann habe ich dieses Buch in knapp vier Tagen abgerissen und frage mich nach wie vor: Was ist das bitte für ein zusammengeschusterter Mist.

Zur Geschichte gibt es erstmal nicht viel zu sagen. Fünf junge Menschen, die nicht unterschiedlicher sein könnten und besondere Fähigkeiten haben werden von der Army eingesammelt und sollen durch eine riesige Energieblase hüpfen, welche sich immer mehr ausbreitet und alles vernichtet auf ihrem Weg. Eine Elitetruppe hat den Rückweg nicht geschafft und auch den „Reaktor“ nicht stoppen können.

Wir haben da eine Mischung aus einer 5000 Jahre alten Göttin. Diese ist für ihr Alter sehr, sehr unreif und erinnert mehr an eine 16-Jährige. Dafür das wir erfahren das sie auch schon so manche Affären hatte, ist das Verhalten absolut nicht dem Alter entsprechend.

Der Dämon, der während der Französischen Revolution beschworen wurde und menschlich wurde. Die Liebe kennt und niemanden tun weh mag. Auch hier erwarte ich einen reifen, erwachsenen Menschen. Fehlanzeige

Das Mädchen, deren eine Körperhälfte aus Metall besteht und Technik und somit ein halber Cyborg ist. Die Arme hat keinerlei Erinnerung und weiß nicht wie sie zu dem wurde was sie ist. Der einzige sympathische Charakter bis hier hin.

Der arme Waisenjunge Wilbur, der für ganze 5 Sekunden die Zeit anhalten kann und vollständig tätowiert ist. Hier stört mich in der Geschichte das er in fünf Sekunden mehr schafft zu erledigen als es wirklich möglich ist, da er nicht schneller ist als normalerweise.

Dann der klassische Nerd, der natürlich nicht gut aussehen kann. Der einen toten Zwilling in sich trägt und seinen „Bruder“ wie einen Schutzschild immer bei sich hat.

Interessante Charaktere, welche dann aber blass und dumm erscheinen. Teenielovestory deluxe, da schon am ersten Tag heiße Blicke getauscht werden und festgelegt wird in der nonverbalen Sprache, wer wem gehört. Da geht der Nerd natürlich leer bei aus. Aber der bekommt auch noch seine Chance, an der Stelle sage ich nicht mehr dazu, aber wtf was für ein Schwachsinn.

Ansonsten erleben wir die Kräfte der Leute, darüber hinaus stellt sich aber kein Teamgefühl ein. Die Logik der Situationen wird den Leuten selbst erst viel zu spät bewusst und dass es ungeschriebene Gesetzte gibt, die in allen Filmen laufen, haben die Leute auch noch nicht von gehört.

So ist die „Parallelwelt“ für mich eine Enttäuschung gewesen, denn die Geschichte in ähnlicher Form kenne ich bereits von anderen Büchern und Filmen und hier ist lediglich der Aspekt der besonderen Protagonisten mit eingeflossen und das leider nicht besonders gut.

Besonders gestört hat mich am Anfang wo die Dialoge als Außenstehender so sprunghaft zwischen den Charakteren gewechselt hat, dass ich manchmal nicht mal mehr wusste wer gerade spricht und wer nicht.

Das Buch ist in Ordnung aber auch nicht mehr. Für mich war es im Ganzen sogar eine Enttäuschung so dass ich die weiteren Teile nicht lesen werde. Zu offensichtlich ist es wo es hinf