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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2020

Fokusiere dich neu und kämpfe...

Breakaway
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Mit „Breakaway“ dem 1. Band der neuen New-Adult-Trilogie AWAY-Reihe durfte ich das wunderbare Debüt von Anabelle Stehl kennenlernen. Nach diesem gelungenen Start freue ich mich auf die weiteren Bände Fadeaway ...

Mit „Breakaway“ dem 1. Band der neuen New-Adult-Trilogie AWAY-Reihe durfte ich das wunderbare Debüt von Anabelle Stehl kennenlernen. Nach diesem gelungenen Start freue ich mich auf die weiteren Bände Fadeaway und Runaway.
Vielen Dank an die Community und Austauschplattform Lesejury von Bastei Lübbe, für die ich dieses Buch in einer Leserunde lesen, bewerten und natürlich rezensieren durfte.

Zunächst ist mir dieses wunderschöne Cover ins Auge gefallen, welches sich über ein zartes lila, zu rosa bis hin zu hellblauen Pastelltönen erstreckt. Wenn man das Taschenbuch dann in der Hand hält, sieht es so aus, als wenn sich ein Straßennetz oder ähnliches einer Stadt herüber schlängelt. Im inneren befindet sich auch eine sehr schöne Playlist.
Als ich das Buch dann bei der Lesejury entdeckt habe, war ich auch sofort von der Leseprobe angetan.

Es geht direkt in die Handlung und man begleitet Lia auf ihrer Reise nach Berlin. Übrigens fand ich es ganz toll, dass es mal wieder eine Geschichte in diesem Genre aus Deutschland gibt und Berlin finde ich einfach perfekt dafür gewählt und die verschiedenen Orte kamen auch sehr lebendig herüber.
Ja, wie soll man sagen, Lia brauchte eine Pause, Auszeit und verbringt die Semesterferien außerhalb ihrer gewohnten Umgebung, vielmehr ist sie sogar geflüchtet und Berlin war das nächstliegende, dass ihr angezeigt wurde. Warum sie das getan hat, ja das müsst ihr selbst herausfinden. Jedenfalls trifft sie in Berlin auf Phuong, die ihr schnell ans Herz wächst und gleichzeitig auf Noah, den sie so schnell auch nicht wieder los wird. Es beginnen aufregende Tage durch die Stadt, Noah nimmt sie mit an seinen Lieblingsplatz, es zeigt ihr alles etwas Abseits des Tourismus und hat schnell gefallen an ihr gefunden. Doch Lia zu knacken ist nicht so einfach, sie versteckt sich vor der Außenwelt, öffnet sich nur zögerlich und sie gibt nicht viel persönliches von ihr Preis, dennoch entsteht zwischen den beiden eine ganz besondere Verbindung und diese nicht zu verlieren, ist gar nicht so schwer. Vertrauen ist ein wichtiges Stichwort, denn in Noahs Leben läuft gerade alles etwas andere Bahnen, die seine Familie stark betrifft und droht auseinanderzubrechen, genauso wie das unausgesprochene von Lia, dass ihr schneller wieder vor die Füße läuft, wie erhofft.
Es endet mit einem Epilog aus einer ganz anderen Sicht und mit dieser Dame geht es dann im nächsten Roman weiter.

Um die Ereignisse, die in der Vergangenheit im Roman geschehen sind, hat man so seine eigene Vermutungen und dennoch wird man an gewissen Punkten wieder überrascht und fesselnd vom Fortgang eingenommen. Es ist eine sehr einnehmende Handlung, die zunächst langsam beginnt und dann wahrlich Schlag auf Schlag überschäumt, ohne jedoch zu übertreiben. Im einzelnen geht es um das Leben, soziale Netzwerke, Familienprobleme, Beziehungen in verschiedenen Lagen, nachhaltige vergangene Ereignisse und den daraus resultierenden Schicksalen, die Hürden des Lebens, Freundschaften, Hoffnung, Selbstfindung, Vertrauen und Liebe und die Hürde über alles Hinauszuwachsen und wieder mit den Füßen festen Boden zu erlangen.

Lia, 20, ist eine junge, hübsche und kreative junge Frau, die sich bis vor kurzem frei und lebendig fühlte. Ein einziger unbewusster Fehler wird ihr zum Verhängnis und das Leben zur Hölle gemacht. Wie schnell man einen Menschen zerstören kann, zeigt sich hier sehr gut und Lia muss einfach mal raus aus allem, sich wieder selbst fühlen und wieder ein gewisses Feeling für sich selbst zu finden. Doch die Entfernung lässt vielleicht kurz verdrängen, doch es holt sie schneller wieder ein als ihr lieb ist. Ich mochte Lia ihre Art sofort, egal ob sie vorsichtig und zurückhaltend ist oder aber die kecke und herausfordernde Lia, die sich nicht so schnell etwas sagen lässt und immer einer Spruch zur Gegenwehr aufgelegt hat. Besonders wenn sie mit Noah zusammen ist, zeigt sich ihre Lockerheit, ihr Drang zur Leichtigkeit, aber auch genauso die ganz schnell verschließende Seite, die sofort blockiert, wenn etwas umzubrechen droht. Noah gibt ihr das Gefühl geerdet zu sein und sich wieder so zu geben, wie sie auch wirklich ist, die Lia mit den tollen Ideen für ihre Projekte und die sich nicht so schnell verunsichern lässt und klein fühlt.

Noah, 21, ist ein beeindruckender junger Mann. Er ist nett, humorvoll, liebevoll, umsichtig, achtet auf Kleinigkeiten, man hat ihn gerne um sich, er sorgt sich um seine Familie, ist immer zur Stelle, ist ein guter Freund und er ist lebensfroh. Doch auch er hat Phasen in denen er sich nicht genug fühlt, immer mehr geben muss, als er vielleicht müsste und das Gefühl hat sich beweisen zu müssen. Lia, ist die erste die ihn anders berührt, neugierig macht, diejenige die er schützen möchte. Noah macht niemanden Vorwürfe, er geht den Sachen auf den Grund. Natürlich bricht er auch mal aus, aber ein gesundes Ventil muss auch mal Luft ablassen können. Dafür ist er nicht nachtragend und verzeiht schnell.

Auch bei den Nebencharakteren waren echt liebevolle Charaktere mit dabei, interessante, auch noch sehr schweigsame und auch welche, die man lieber nicht wieder begegnet, aber sie alle beleben den Roman und bei einigen freue ich mich darauf von ihnen wieder zu lesen.

Der Schreibstil ist locker, flüssig, leicht und an den richtigen Stellen spritzig und an anderen sehr emotional und gefühlvoll. Die Seiten fliegen einfach so dahin. Die Kapitellängen haben unterschiedliche Leselängen. Die Dialoge, Erzählungen und einzelnen Gedankengänge sind sehr unterhaltsam, erfrischend, aber auch unheimlich herzerwärmend und auch sehr ernst, tiefsinnig und emotional sowie erschreckend. Die Handlung wird hier abwechselnd aus beiden Sichten in der jeweiligen Ich-Perspektive wiedergegeben. Das hat mir sehr gut gefallen, um jeweils von Lia und Noah einen guten Einblick zu bekommen. Die gesamte Geschichte fühlte sich für mich sehr authentisch, ergreifend, ehrlich und einfach echt an. Es hat mich einfach berührt in den liebevollen Momenten, genauso wie in den überraschenden und aufdeckenden Augenblicken. Der bildgewandte Schreibstil hat dich die Location drum herum förmlich miterleben lassen.

Mein Fazit: Für mich war es ein wunderbarer Debütroman, der mich mit einem Wow-Effekt zurück lies und den ich erstmal sacken lassen musste. Ich habe eine Schwäche dafür, wenn deutsche Autorinnen mich so berühren können und mich mit einer runden, ungezwungenen, echten und liebevollen Story im Herzen zum Lächeln bringen, aber auch zu Tränen rühren können.

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  • Handlung
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  • Gefühl
Veröffentlicht am 04.12.2020

Wie ein zarter Flügelschlag...

Maris und Kalea
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„Maris & Kalea: Die Sehnsucht in mir“ ist ein New Adult Roman, der ein wenig melancholisch ist und mit leichten Thriller-Elementen gespickt wurde. Er passt perfekt zum Herbst und zum Winter. Zudem ist ...

„Maris & Kalea: Die Sehnsucht in mir“ ist ein New Adult Roman, der ein wenig melancholisch ist und mit leichten Thriller-Elementen gespickt wurde. Er passt perfekt zum Herbst und zum Winter. Zudem ist es mein erster Roman der Autorin und gewiss nicht mein letzter.

Was ich ja sehr mag, wenn der Leser direkt in die Handlung geworfen wird. Zunächst dachte ich, ok mit dem Beginn, klingt wie ähnliche Geschichten in dem Genre, aber schnell wurde ich eines besseren belehrt. Kalea, übrigens die Namen der Protagonisten sind echt zauberhaft und kennt man mal nicht, steht kurz vor dem Abi, ist gut in der Schule und möchte danach studieren. Sie lebt mit ihrem Bruder zusammen und beide schlagen sich so gut es geht alleine durchs Leben. Kalea wird auch von anderen als bezaubernde junge Dame gesehen, aber ihr Herz schlägt schon länger nur für Maris, jedoch eine Beziehung scheint undenkbar. Maris macht es ihr auch nicht gerade leicht mit seinem Frauenverschleiß und seinen fragwürdigen Aktionen. Zudem fuscht ihr auch noch Debbie ins Handwerk, so dass die Bindung ganz mit Maris abzubrechen droht. Doch Kalea ist es leid sich dumm kommen zu lassen, besonders von Debbie und übt sich in Rache.

Die Handlung ist sehr schnelllebig, zieht sich aber über einige Monate hinweg. Es spielt in Würzburg, wobei man nicht unbedingt zunächst an Deutschland denkt. Durch die Art und Weise der Kommunikation zwischen allen, den Dialogen und Ereignissen gab es so einiges zum schmunzeln, aber auch zum nachdenken, bis hin zu emotionalen Momenten und daneben gibt es so einige fesselnde sowie spannende Ereignisse, die manchmal schon recht abenteuerlich waren, aber die Story so von einem anderen Licht zeigten. Dazu dann noch spontane Wendungen und man musste einfach weiterlesen.
Nebenbei werden so auch auf verschiedene gesellschaftliche Tabuthemen behandelt wie Liebe entgegen die Moralvorstellungen, Mobbing, Stalking und Erpressung verschiedenster Art. Zudem geht es um verschiedenste Familienbeziehungen, Freundschaft, Liebe, Verluste, Zukunftsängste, Selbstwahrnehmung, Vertrauen, Eifersucht, Verzerrung der Wahrnehmung, Neid und Missgunst.

Kalea, kam mir nach ihrer Personenvorstellung wie eine moderne Merida vor, mit der wilden Mähne, ein wenig irischer Einschlag, unbeschreiblich schön, ohne es selbst wahrzunehmen, einen unbändigen Mut, frei, wild und ungestüm, aber auch so zerbrechlich. Für ihr junges Alter ist sie zum einen unheimlich selbstständig und erwachsen, aber auch wieder einfach ihrem Alter dann entsprechend, aber immer noch reifer als ihre Altersgenossen.

Maris, habe ich ehrlich gesagt nicht immer verstanden. Zum Glück gab es Kapitel aus seiner Sicht, sonst würde ihn man als Leser ständig missverstehen. Er agiert immer wieder anders als erwartet, aber das tut er aus einem ganz bestimmten Grund. Er hat nämlich das Gefühl, dass es falsch ist, die Frau zu lieben, die ihm soviel bedeutet und zeigen tut er ihr es schon gar nicht. Er hält sich stark zurück und macht eher alles, um ihr das Gegenteil zu beweisen, was ihm auch sehr gut gelingt.

Die einzelnen mitwirkenden Charaktere sind wirklich sehr gut, ausreichend, geheimnisvoll und facettenreich herausgearbeitet.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und ich mag die sarkastischen und ironischen Züge in der Sprache. Ansonsten liest man sich sehr locker, leicht, fesselnd und spannungsgeladen durch die Handlung, die wunderbar mit akzentuierten Humor ergänzt wird und die Gefühle der Charaktere gut zu spüren ist. Die Handlung wird in der Ich-Perspektive aus den beiden Sichtweisen von Kalea und Maris im sichtbaren Wechsel wiedergegeben. Die einzelnen gleichbleibend kurzen Kapitellängen fliegen nur so dahin.

Das Cover lässt nichts von der Handlung oder dem direkten Genre erahnen. Ich mag es sehr und es ist in verschiedenen Lilatönen gehalten. Nachdem ich nun das Buch gelesen habe, könnte man den Wirbelsturm der Gefühle und die Zerrissenheit der Charaktere daraus schließen.

Mein Fazit: Ein sehr überraschender New-Adult-Roman, der durch seine Thematik sowie spannungsgeladene Handlung überzeugt und somit für Abwechslung im Genre sorgt, jedoch noch genug Zeit und Raum für Gefühl und Emotionen lässt.

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.11.2020

Liebe zwischen den Welten

Wahre Träume (Vampire Lovestory)
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Mit „Wahre Träume“ habe ich nun meinen zweiten Roman von Biggi Berchtold gelesen und diesmal sogar im Genre Romantasy, aber keine Sorge, die Liebe kommt hier nicht zu kurz. Auch diesen Roman fand ich sehr ...

Mit „Wahre Träume“ habe ich nun meinen zweiten Roman von Biggi Berchtold gelesen und diesmal sogar im Genre Romantasy, aber keine Sorge, die Liebe kommt hier nicht zu kurz. Auch diesen Roman fand ich sehr erfrischend, romantisch mit knisternder sowie sinnlicher Note und natürlich sehr vielem Magischem und einem super schönen Setting.

„Weißt du, Menschen fassen sich an, doch nur dieser besondere Eine schafft es, einen zu berühren. Under dieser Eine bist du, und wirst es immer sein.“

Direkt und ohne Vorgeplänkel startet man in die Handlung und landet direkt bei Amber und ihrer Zwillingsschwester Sharin. Amber ist beim Sachen packen, denn für ihre Bachelorarbeit benötigt sie Ruhe, so dass sie zum Aufbruch in das wunderschönes Schottland vorbereitet ist. Amber sieht es zunächst als Einöde, doch Falkirk wird sich seiner Schönheit für sie nicht entziehen können. Sie kommt in einem Kunsthotel namens Torwood Castle unter, ganz nach ihrer Passion und Liebe zur Kunstgeschichte. Dort trifft sie auf die quirlige und lebendige Jules und ist sogleich nicht mehr ganz so allein in der Ferne, getrennt von ihrer Familie. Dort begegnet sie auch dem charismatischen und geheimnisvollen Aiden, doch Amber ist sich nicht sicher, ob in Wirklichkeit oder nur in ihren Träumen, wenn sie schläft. Lasst euch auf diese zauberhafte Reise mitnehmen und findet selbst heraus, was Wahrheit oder doch nur Einbildung ist.

Der Roman geht temporeich voran, aber ohne das Gefühl zu haben zu schnell zu sein. Alles passiert wohldosiert und genau zu seiner Zeit. Was rasant am Anfang in kürzestes Zeit geschieht, beläuft sich im Ganzen zum Ende über mehrere Monate hinweg. Er ist unheimlich kurzweilig, nimmt dich mit in seine Geheimnisse und lässt dich sogar ein wenig mitträumen und miträtseln, was alles genau dahinter stecken möge. So versteckten sich natürlich in der Tiefe die Wahrheiten, man erlebt Überraschen, wundert sich mit, man kann sehr schön mitschmunzeln, erlebt romantische sowie vor allem sehr sinnliche Momente und hofft einfach nur auf ein gutes Ende. Zum Ende gibt es noch eine liebevolle Besonderheit, die ich sehr schön fand und das Herz berührt.

Amber (21) ist mit wunderschönen bernsteinfarbenen Augen gesegnet, trägt schimmerndes rotes Haar und ist eine sehr zierliche wunderschöne junge Frau, jedoch mit einem starken Willen und enormen Kampfgeist. Sie ist neugierig, wissbegierig, saugt alles was sie interessiert auf und geht den Dingen nach, die sie sich nicht ohne weiteres erklären kann. In Stresssituationen benötigt sie Schokolade und ist vor Ort sogar fündig geworden. Aber noch süchtiger ist sie nach den Augenblicken mit Aiden, auch wenn sie glaubt in ihren Wahnvorstellungen verrückt zu werden.

Aiden (25), eine sehr faszinierende Erscheinung, mit einem sehr einnehmenden Wesen, jedoch immer auf das Wohlergehen anderen erpicht. Besonders Amber hat ihm vom ersten Moment an berührt, sie verbindet etwas sehr tiefes und obwohl er es müsste, kann er ihr nicht widerstehen und begibt sich immer wieder in ihre Nähe. Auf eine gewisse Art ist er gefährlich, aber er würde sich nie an erster Stelle setzen und lieber auf alles verzichten, nur um die eine wahre Liebe zu schützen.

Der Schreibstil ist wunderbar locker, spritzig, amüsant, fesselnd und sehr gefühlvoll. Man liest sich sehr leicht von einem zum nächsten Kapitel, die ungefähr eine gleichbleibende Leselänge haben. Die Geschichte wird aus der Sicht von Amber in der Ich-Perspektive erzählt, aber auch Aiden sind ein paar Passagen alleinig vorbehalten. Besonders Jules ist mir von den Nebencharakteren in Erinnerung geblieben. Die Charaktere haben generell genug Tiefe bekommen und es wurde sich auf das wesentliche konzentriert. Besonders auch das zauberhafte Setting gibt der Story noch das gewisse etwas und die bildlichen Vorgaben erzeugen zudem ein sehr schönes Kopfkino.

Das Cover hat etwas fantasievolles, verrät nichts von der Story und die Farben harmonieren einfach auch nur mit der Story sehr gut. Auch im inneren des eBooks findet sich immer wieder ein kleiner Traumfänger und die Liebe zum Detail wieder.

„Einst war sie mein Herz, mein Atem, meine Seele, mein Lebensinhalt. Und jetzt präsenter als jemals zuvor.“

Mein Fazit: Ein sehr schöner Ausflug in die Romantasywelt, vor der sich die Autorin nicht verstecken muss. Wer sonst nicht in der Rubrik liest, sollte sich unbedingt ranwagen, denn die Leser von Biggi werden nicht enttäuscht werden und auch für jeden Neuleser, der nicht auf Liebe verzichten mag, lege ich diesen Roman an Herz. Ich fühlte mich wunderbar unterhalten und gerne möchte ich mehr davon.

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Veröffentlicht am 06.11.2020

...es wird nie enden

Egal was wir auch tun
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„Egal was wir auch tun“ ist nach „Wenn mein Herz nach dir ruft“ der zweite Roman von Anna-Theresia Dersch und mit Romantic-Thrill gleichzeitig auch ein einem anderen Genre. Es ist eine Geschichte über ...

„Egal was wir auch tun“ ist nach „Wenn mein Herz nach dir ruft“ der zweite Roman von Anna-Theresia Dersch und mit Romantic-Thrill gleichzeitig auch ein einem anderen Genre. Es ist eine Geschichte über Verantwortungsbewusstsein, Vertrauen, verpasste Chancen, Familie, Freundschaft, aus Fehlern zu lernen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und die zu schützen, die man liebt.

Die Handlung setzt direkt ein und man landet auf der Pferdefarm von Kayla und ihrem Bruder Brian. Kayla bildet Pferde aus und möchte sich einen Zukunft mit ihren geliebten Mustangs aufbauen. Auch Kaden hat durch seine Begleitung von Bastard, seine Liebe zum diesem einen Mustang entdeckt und er hat sich durch ihn verändert. Besonders schwer fällt ihm dann auch die Trennung, aber er versucht sein Glück als Aushilfe auf der Farm. Jedoch möchte er gerne seine bewegende Vergangenheit außen vor lassen, doch diese holt ihn schneller ein als ihm liebt ist. Er möchte keinen Ärger verbreiten, doch eine gewisse junge Frau bringt gleichzeitig seine Gefühle zum erwecken, so dass er sich nicht so einfach wieder aus dem Staub machen kann und gleichzeitig seine Beschützerinstinkte hervorgerufen werden. Die eigentliche Handlung legt ein gutes und stetiges Tempo vor, etwas verlangsamt durch die Liebe zum Detail und den Pferdesport. Hier merkt man sehr gut, wie viel Liebe die Autorin zu diesen Tieren verspürt. Da ich selbst kein Pferdemädchen bin, konnte ich mich dennoch in die verschiedenen Begriffe schnell einfinden und es nimmt auch nicht die Überhand.
Zu manchen Ereignissen habe ich das Gefühl, dass mir noch ein paar Erklärungen oder Zusammenhänge fehlen, aber da hoffe ich auf die weiteren 2. Teil der Dilogie und auch das Ende lässt einen natürlich mit einem riesen Fragezeichen zurück. Gerne wünsche ich mir auch noch ein paar mehr knisternde und romantische Momente, zwischen dem ganzen Trubel herum.

Kayla, ist eine sehr offene und herzliche sowie ehrliche Person, doch manchmal zu sprunghaft. Sie schiebt nicht auf die lange Bank und ich eine Frau der Tatsachen und packt sofort mit an. Ihre Emotionen trägt sie offen zu schau, aber gerade deswegen muss man sie einfach mögen. Sie verteilt niemanden vorschnell, mag aber keine Lügen und Unehrlichkeit. Ihre Pferde sind einfach alles für sie und stehen neben ihren Liebsten an erster Stelle, wer das nicht versteht, darf gerne wieder gehen.

An ihrer Seite stehen ihr Bruder Brian, das finanzielle Genie von den beiden und er behält jederzeit den Überblick, er ist rational deckend und lässt sich nicht s leicht hinter seine Fassade blicken. Und dann gibt es da noch Jones, der beiden wie ein Vater zur Seite steht.

Kaden, hat für seine Fehler der letzten Jahre gebüsst und möchte nur in Frieden in seine neue Freiheit starten. Er hat keine besondere Ansprüche und ist bereit für wenig Lohn auf der Farm als Aushilfe zu beginnen, solange er in der Nähe seines Tierfreundes ist. Er ist ein verschlossener Mann und öffnet sich nur langsam. Er weiß auch einfach zu viel, was sein Umfeld nur unnötig in Schwierigkeiten bringen könnte. Was er gibt, versucht er von Herzen zu tun und erfährt auch auf diese Weise das erste Mal, was es heißt für einen anderen Menschen bedingungslos einzustehen und sein Herz zu vergeben.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, locker und mit der richtigen Leichtigkeit sowie mit Charme, Humor und dem richtigen Gefühl untersetzt. Man liest sich sehr flüssig und schnell durch die etwa gleichbleibenden Kapitellängen. In der Ich-Perspektive wird die Story von Kayla und Kaden im sichtbaren stetigen Wechsel wiedergegeben. Die Handlung wird genau im richtigen Zeitpunkt mit Spannung und unvorhersehbaren Ereignissen in Szene gesetzt und mit Gefühl, Emotionen bestückt. Es gab einiges zum schmunzeln, zu staunen und auch kurze Herzstillstände bleiben nicht aus.

Das Cover sowie der Buchtitel sind wieder wunderbar aufeinander abgestimmt und passen sehr gut zur Story.

Mein Fazit: Ein wunderbarer Start in die fesselnde Dilogie und ich freue mich auf die Fortsetzung und den Fortgang der Story um Kayla und Kaden.

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Veröffentlicht am 07.10.2020

Das Herz zeigt dir den Weg...

Maybe this Love - Und plötzlich ist es für immer
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Da uns im Buddyread und im Kampf mit dem Sub der 1. Teil der Colorado-Ice-Reihe mit „Maybe this Time – Und auf einmal ist alles ganz anders“ so gut gefallen hat, haben wir nun zusammen auch den 2. Teil ...

Da uns im Buddyread und im Kampf mit dem Sub der 1. Teil der Colorado-Ice-Reihe mit „Maybe this Time – Und auf einmal ist alles ganz anders“ so gut gefallen hat, haben wir nun zusammen auch den 2. Teil „Maybe this Love – Und plötzlich ist es für immer“ zusammen gelesen.

Auch hat dieser Buchband wieder ein bezauberndes Cover erhalten, dieses Mal in diversen Grüntönen, und lässt damit die Buchreihe auch optisch in seiner Gesamtheit erkennen. Man könnte diese Handlung auch völlig separat lesen, jedoch tauchen immer wieder bekannte Gesichter auf und man spoilert sich vielleicht ein klein wenig selbst, wenn man die anderen auch noch lesen mag.
Direkt und ohne Umschweife wird man in die Handlung geworfen, ich mag ja so etwas sehr und man landet direkt in der persönlichen Misere vom Eishockeystar Ben Westmore. Nicht ganz zurechnungsfähig hat er in Las Vegas geheiratet, jedoch ist es weder seines Herzensdame, noch will er diese Art von Leben für sich. Natürlich will er das so schnell wie möglich wieder gerade biegen und fällt quasi der gegnerischen Anwältin in die Arme, die in mal so gar nicht kalt lässt. Ab diesem Augenblick knistert es gewaltig und die Story hat einfach ein unheimlich schönen und stimmigen Verlauf ohne großes Drama auffahren zu müssen.
Auch gefiel mir, dass der Eishockeysport auch mehr zur Geltung bekam, aber nicht polarisierend eingeebnet wurde.
Die Mischung ist wohl dosiert aus begeisterten Sport, romantische, süße, freche und herzliche Momente, gepaart mit Humor, prickelnder Leidenschaft und auch etwas Dramatik.

Olivia Davis, ist eine erfolgreiche, taffe und strebsame Anwältin, die es sich zur Passion gemacht hat, Frauen von arroganten und egozentrischen Spitzensportlern in Form der Scheidungshilfe zu befreien und erfolgreich glänzen zu lassen. Zudem ist sie sehr gutaussehend, klug, leidenschaftlich, aber auch einsam. Eine Familie hat sie nicht mehr und sie wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind, denn auch ihre biologische Uhr tickt. Den richtigen Partner hat sie nicht an ihrer Seit, braucht sie aber auch in ihren Augen gar nicht. Von Ben hält sie zunächst genau soviel wie von anderen Promi-Sportlern, jedoch merkt sie schnell, dass hinter seiner Fassade viel mehr steckt.

Ben Westmore, NHL-Profieishockeyspieler und am Höhepunkt seiner sportlichen Karriere, jedoch im Privatleben eher auf die schnelle Nummer aus. Immer ohne Verpflichtungen, ohne Versprechungen und mit offenen Karten. Eine Frau im Leben hat ihm hart mitgespielt, so dass er nichts ernstes sucht. Die Anwältin Olivia fällt genau in sein Beuteschema, eigentlich gar nicht, aber sie hat etwas, das er sich ihr nicht entziehen kann. Doch zunächst muss die Scheidung vollzogen sein. Aber immer wieder diese Treffen lassen ihn an seiner Standhaftigkeit zweifeln und vor allem hat sein Herz eigene Pläne. Und so wie er nach außen immer dargestellt wird, ist er überhaupt gar nicht. Er ist aufmerksam, hat ein großes Herz, schützt sich nur selbst und gibt unheimlich gerne anderen eine Perspektive.

Schön war es auch auf die Familie und somit die bekannten Nebencharaktere wieder zu treffen, die ordentlich wieder mitmischen durften und sich wenig zurückhalten.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, locker, leicht und bildgewandt. Da ich nun die Schreibart der Autorin schon kannte, hatte ich diesmal auch keine Probleme mich einzufinden. Die Story wurde aus der Sicht von Olivia und Ben im stetigen Wechsel sowie aus der Erzählperspektive wiedergegeben.
Die einzelnen Kapitel haben unterschiedliche Leselängen, jedoch fliegt der Text nur so dahin.

Mein Fazit: Der 2. Teil der Romanreihe hat mir sogar noch besser gefallen als der vorherige. Auch hier wurde ich mit einem wohligen Hach-Gefühl zurückgelassen und von den Charakteren verzaubert.

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