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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.10.2020

Biographie die als getarnter Unterhaltungsroman daherkommt.

Der Pate von Berlin
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Da ich generell an Biographien interessiert bin habe ich zu diesem Buch gegriffen ausserdem war ich an der Geschichte interessiert die der Herr Al-Zein als "Insider" mir als Aussenstehenden zu den Clangeschehnissen ...

Da ich generell an Biographien interessiert bin habe ich zu diesem Buch gegriffen ausserdem war ich an der Geschichte interessiert die der Herr Al-Zein als "Insider" mir als Aussenstehenden zu den Clangeschehnissen hätte erzählen können.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und gut verständlich der Erzählstil ist leichtgängig, dabei spannend und das Thema nunmal ein interessantes.
Ich habe das Buch abgeklärt gelesen und mir auch keine Illusionen gemacht daher wurde ich auch nicht enttäuscht das wenig aus dem echten kriminellen Umfeld erzählt wurde.
Herr Al-Zein stellt sich in der Geschichte sehr als Gutmensch, Streitschlichter und Familienvater da der doch nur Geld verdienen will.
Alles was ihm in öffentlichen Medien nachgesagt wird ist verharmlost dargestellt und der Gefängnisaufenthalt macht nur noch stärker.
Das Buch endet pathetisch mit der Aussage die junge Generation aufzuklären zu wollen und aus den eigenen Fehlern zu lernen was eher höhnisch klingt im Anblick seiner Karriereleiter.

Dies alles liest sich wie ein "normaler" Roman mit Thrillelementen das die Geschichte unterhaltsam verkauft.
Mit einem scheinbar sympathischen Antagonisten der das Leben als Abenteuer ansieht, es mit den Gesetzen nicht so genau nimmt und mit der deutschen Behördenwelt fast freundschaftlich verkehrt.
Ich hätte lieber mehr über den echten inneren Kreis erfahren wollen denn ich bin von der "Gefährlichkeit" der Clankonstruktionen überzeugt und finde es mutig das sich Droemer Knaur an so ein "heisses" Pflaster beteiligt.

Hiermit möchte ich unbedingt darauf verweisen das die 4 Sterne sich nur auf den Unterhaltungswert des Buches beziehen.

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Veröffentlicht am 09.10.2020

Spiekeroog macht süchtig und Fernweh ist vorprogrammiert.

Inselleben
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Von Jette Hansen lasse ich mich zum dritten Mal auf die Nordseeinsel Spiekeroog entführen und das Fernweh wird durch das wunderschöne Cover gleich noch grösser.
Auf der Insel kommt die Hauptprotagonistin ...

Von Jette Hansen lasse ich mich zum dritten Mal auf die Nordseeinsel Spiekeroog entführen und das Fernweh wird durch das wunderschöne Cover gleich noch grösser.
Auf der Insel kommt die Hauptprotagonistin Franzi irgendwie nicht zur Ruhe trotz ihrer glücklichen Beziehung.
Die liebevoll beschriebene Handlung ist in einem lockeren flüssig zu lesenden Schreibstil mit einem gut verständlichen Erzählstil.
Auch für Quereinsteiger sollte Inselleben kein Problem sein da kleine Verweise die Ereignisse die zu den verschiedenen Konstellationen geführt haben nochmal kurz erklärt werden wenn es unklar sein könnte was kein bisschen störend wirken.
Beim Lesen des Buches kommt ein warmherziges Gefühl auf und man schafft es nicht sich dem Charme des Ortes und der Inselbewohner zu entziehen.
Es ist keine reisserische Geschichte und trotzdem kommt es immer anders als gedacht und das lässt es für den Leser nicht langweilig werden.
Auch der Neuzugang in Franzis und Tammes Leben wirbelt ihren Tagesablauf kräftig durcheinander was spannend zu verfolgen ist.
Die mir schon bekannten Charaktere bekommen noch mehr Tiefe und mit jeder weiteren Seite wird man irgendwie selbst zum Insulaner.
Das Ende ist zwar ein bisschen vorhersehbar lässt mich aber zufrieden mit dem Abschluss der Inseltrilogie zurück und auch keine ungeklärten Fragen offen.
Ich vergebe 4 Sterne mit einer absoluten Leseempfehlung für alle Teile der Spiekeroogtrilogie.

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Veröffentlicht am 28.09.2020

Unternehmensgeschichte der 50er Generationswechsel mit diversen Problemen.

Der Schokoladenpavillon
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Der Schokoladenpavillon entführt uns nach Koblenz in die 50er Jahre des Wiederaufbaus zu der Geschichte des Familienunternehmens der Dorns.
Der vorherige Teil der Autorin "das Rosenpalais" spielte in ...

Der Schokoladenpavillon entführt uns nach Koblenz in die 50er Jahre des Wiederaufbaus zu der Geschichte des Familienunternehmens der Dorns.
Der vorherige Teil der Autorin "das Rosenpalais" spielte in den 20ern und daher erwartet uns hier in diesem Buch ein Generationswechsel mit diversen Problemen.
Es macht Spass die weit verzweigte Familie Dorn mit ihrem Nachwuchs zu erleben die den Unternehmen vorstehen sollen. Die älteren Charaktere sind mir noch bekannt und bin froh über die Legende am Anfang da einige neue Protagonisten im Raum stehen die den Firmenwechsel nachvollziehbar werden lassen. Durch den Krieg sind ein paar Dorns auf der Strecke geblieben so das die Erbfolge sich unvorhergesehen ändert und das zu Problemen führt da die Interessen anders verteilt sind als von den Eltern angedacht.
Die vielfältigen Sichten auf die Familienmitglieder sind abwechslungsreich da sie auch unterschiedliche Eigenschaften besitzen.
Eine Vorkenntnis ist nicht vonnöten da kleine Verweise aufklären und man beim Lesen so Einblicke in die Familienverzweigungen bekommt.

Der Schreibstil ist gut verständlich lässt sich flüssig lesen und der Erzählstil ist locker und treibend dabei.

Kleine Cameoauftritte von Hotel Hohenstein schleichen sich in die Handlung mit ein das ich auch kenne.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung mit 4 Sternen.

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Veröffentlicht am 28.09.2020

Neue Wohlfühlatmosphäre diesmal an der Ostsee mit Familiengeheimnissen und üblichen Genussmomenten.

Eisblumenwinter
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Das Cover der Bücher von Anne Barns wurde geändert das hat mich eher verunsichert, tat aber mein Interesse an der Geschichte vom Eisblumenwinter keinen Abbruch. In der Buchhandlung würde ich nur aufgrund ...

Das Cover der Bücher von Anne Barns wurde geändert das hat mich eher verunsichert, tat aber mein Interesse an der Geschichte vom Eisblumenwinter keinen Abbruch. In der Buchhandlung würde ich nur aufgrund der Autorin nach diesem Buch greifen.
Von Anfang an war ich in der Geschichte drin und man fühlt sich wie aufgenommen in der Familie.
Die drei Schwestern sind schon bekannte Gesichter und auch bekannte Geschichten werden angerissen. Die weit verzweigten Verwandschaftsverhältnisse von den Schwestern und Oma Marianne haben mich manchmal durcheinandergebracht aber das wurde durch gelebte Familiengeschichte mit interessanten Wendungen wieder wettgemacht.
Die bildhaften detailverliebten Beschreibungen von Orten , Personen und Gegenständen lassen diese nachvollziehbar vor dem inneren Auge entstehen.
Auch Genuss steht wieder stark im Vordergund und es gibt einige schmackhafte Ausflüge in die Naschwelt. Das animiert zum Nachahmen.
Der gut verständliche Schreibstil mit einem lockeren entspannten Erzählstil kombiniert transportiert Wärme und lässt Urlaubsstimmung trotz dem Winterthema aufkommen.
Anne Barns ist für mich die Königin der warmherzigen Inselabenteuer und entführt uns hier an die Ostsee auf Rügen bzw an den Schöneberger Strand.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung für sämtliche Bücher dieser Autorin und für Eisblumenwinter von mir 4 großartige Sterne.
Auch wurde der Boden für weitere Familiengeschichte bereitet das lässt neugierig zurück.

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Veröffentlicht am 20.09.2020

Ruth Meyers Schicksalsweg in England mit der kompletten Verantwortung dabei wächst sie über sich hinaus.

Tage des Lichts
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Nach dem mutigen Schritt Ruth Meyers nach England zu gehen schliesst die Handlung hier sofort wieder an den Vorgängerband an.
Weiterhin bedient Ulrike Renk einen gut verständlichen Schreibstil der mich ...

Nach dem mutigen Schritt Ruth Meyers nach England zu gehen schliesst die Handlung hier sofort wieder an den Vorgängerband an.
Weiterhin bedient Ulrike Renk einen gut verständlichen Schreibstil der mich mit seinem drängenden Erzählstil nicht aus dem Bann entlässt.
Mittlerweile ist es das dritte Buch um die Familie Ruth Meyers das nach einem realen Vorbild entstanden ist und das lässt die Handlung noch bedrückender werden.
Ruth muss ungewohnterweise einiges leisten was sehr detailliert beschrieben ist und mir ein bisschen Mitleid entlockt hat.
Die verschiedenen Charaktere sind sehr farbig und die Familie Meyer mit den etlichen Freunden und Verwandten sind wieder sehr sympathisch das liess mich mit jedem einzelnen mitfiebern.
Die englische Lebensweise wird authentisch beleuchtet und man kann sich toll in die Gegend bzw. den Hof versetzen.
Dieser Band dreht sich fast hauptsächlich nur um Ruths Situation und der Last auf ihren Schultern was mir aber gut gefallen hat.
Das Ende kann mich zufriedenstellen und lässt mich neugierig auf den Teil 4 Träume aus Samt zurück.
Diesen hatte ich garnicht mehr erwartet aber diese Lebensgeschichte scheint viel Stoff geboten zu haben daher werde ich diesen natürlich auch lesen.

4 nasskalte englische Sterne

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