Ein kalter Wind von Osten her
Die Worte des WindesFast könnte man Robin als Prinzessin auf Abwegen bezeichnen, doch mit hinfallen, aufstehen, Krönchen richten hat es sich erledigt. Die 16-Jährige ist eigentlich Prinzessin der Wetterhexen, lebt aber seit ...
Fast könnte man Robin als Prinzessin auf Abwegen bezeichnen, doch mit hinfallen, aufstehen, Krönchen richten hat es sich erledigt. Die 16-Jährige ist eigentlich Prinzessin der Wetterhexen, lebt aber seit einigen Jahren im selbst gewählten Exil und versucht sich an dem Leben einer ganz gewöhnlichen Teenagerin. Bis jetzt. Denn Robins Heimatstadt wird von Donnerdrachen heimgesucht, die alles zerschlagen, was ihnen in den Weg kommt. Zusammen mit dem Sturmjäger Aaron und dessen Gehilfen Damian stellt sich Robin den Drachen entgegen. Dabei stellt sich schnell heraus, dass die Donnerdrachen nicht unbedingt ihr größtes Problem sind.
Auch, wenn Robin mehrfach betont, dass Wetterhexen bereits mit 12 Jahren als volljährig gelten, ist sie in vielerlei Hinsicht ihrem Alter absolut angemessen. Angefangen von kopflosen Entscheidungen bis hin zu Teenagerproblemen erfüllt sie fast alle Anforderungen einer Jugendlichen. Allerdings macht sie dies auch zu einer nahbaren Identitifikationsfigur innerhalb der Handlung. Die Geschichte bekommt eine jugendliche Heldin, die aufgrund ihrer phantastischen Hintergrunds aber mehr kann, als eine Durchshnittsteenagerin.
Mechthild Gläser steigt gleich mit Chaos, Unordnung und Zerstörung in „Die Worte des Windes“ ein und schafft so die Gelegenheit, die Handlung auf die Wiederherstellung von Ordnung zu konzentrieren. Parallel dazu wird die Geschichte von Robin erzählt, wobei man von Anfang an zwar weiß, was passiert ist, die genaueren Hintergründe aber erst nach und nach erfährt.
Neben den phanatstischen Elementen der Handlung, greift die Geschichte das Thema Klimawandel auf. Anstelle eines mahnenden Zeigefingers, geht das Thema so geschickt in den erzählten Ereignissen auf, dass es Teil der Handlung ist und dennoch nachdenklich macht.