Platzhalter für Profilbild

la_sagne

Lesejury-Mitglied
offline

la_sagne ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit la_sagne über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2026

Gefährliche Beziehungen

The Exes
0

Natalies Ex-Freunde kamen alle ums Leben. Hatte etwa sie selbst etwas damit zu tun? Ist sie eine Gefahr für ihren aktuellen Ehemann? Mit einer Therapeutin versucht sie ihre durch Gewalt geprägte Vergangenheit ...

Natalies Ex-Freunde kamen alle ums Leben. Hatte etwa sie selbst etwas damit zu tun? Ist sie eine Gefahr für ihren aktuellen Ehemann? Mit einer Therapeutin versucht sie ihre durch Gewalt geprägte Vergangenheit aufzuarbeiten. In drei verschiedenen Zeitebenen erfahren wir mehr über ihren ersten Ex, die Jetztzeit und darüber, wie sie ihren Ehemann kennengelernt hat.

Gerade den Anfang fand ich spannend und gut geschrieben. Natalie ist eine Antiheldin, mit der mitzufühlen mit der Zeit immer schwerer fällt. Irgendwann gibt es extrem viele Plottwists und auch ziemlich viele manchmal billige Cliffhanger an Kapitelenden. Dadurch liest man schnell weiter, aber ob das immer so logisch ist, naja. Man hätte auch durchaus nochmal drüber korrigieren können, einige Sätze lesen sich merkwürdig.
So ganz funktioniert hat das Ganze nicht für mich. Ich habe es ganz gern gelesen aber irgendwann wurden mir die Wendungen doch zu absurd und gewollt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.08.2022

Unter den Linden, 1936

Drei Tage im August
0

Der August 1936 steht in Berlin im Zeichen der olympischen Spiele, mit denen Nazideutschland sein Ansehen in der Welt aufpolieren will.
Über drei Tage im August erzählt die Autorin die Geschichte mehrerer ...

Der August 1936 steht in Berlin im Zeichen der olympischen Spiele, mit denen Nazideutschland sein Ansehen in der Welt aufpolieren will.
Über drei Tage im August erzählt die Autorin die Geschichte mehrerer Menschen, die miteinander über die Chocolaterie Sawade verbunden sind. Die Idee fand ich charmant. Leider ist der Einblick trotz schweren Themen im Hintergrund ab und an etwas oberflächlich geraten und es passiert recht wenig. Viele Handlungsstränge werden angerissen, aber nicht zu Ende geführt. Die Autorin versucht mit poetischer Sprache den Text literarisch aufzuwerten, was ich teilweise etwas gewollt fand. Die kurzen Kapitel aus Sicht der Linden hätte es jetzt für mein Empfinden auch nicht gebraucht.
Schön fand ich aber die Beschreibung der Atmosphäre und es gab durchaus gelungene Szenen, die in Erinnerung bleiben. Das Hörbuch konnte ich prima zum Einschlafen hören, es ist angenehm gelesen und leicht verdaulich. Ich hatte das Gefühl die Autorin hatte an sich höhere Ambitionen, die sie noch nicht so recht umsetzen konnte. Vielleicht mit dem nächsten Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2022

Fremde Identitäten

Das Leben eines Anderen
0

Keiichiro Hirano erzählt in „Das Leben eines Anderen“ die Geschichte des Scheidungsanwalts Akira Kido, der schon länger mit seinem Privatleben hadert. Durch einen neuen Fall taucht er tief in ...

Keiichiro Hirano erzählt in „Das Leben eines Anderen“ die Geschichte des Scheidungsanwalts Akira Kido, der schon länger mit seinem Privatleben hadert. Durch einen neuen Fall taucht er tief in den illegalen Handel mit Identitäten ein. Was ihn zunächst schockiert, fasziniert ihn nach und nach immer mehr. Auf der Suche nach Wahrheit stellt Kido sich zunehmend essentielle Fragen über sein eigenes Dasein.
Hiranos Roman ist neben einer spannenden Detektivgeschichte auch ein philosophisches Werk über Identität, Liebe und Lügen. Leider schafft Hirano es nicht, das erzählerische Niveau konstant hoch zu halten. Bisweilen wirken manche Szenen und Dialoge belanglos und sind wenig spannend. Gerade gegen Ende geht dem Autor die Luft aus. Dafür erfährt der Leser einiges über Japans Geschichte und den Umgang mit Menschen, die von der Gesellschaft ausgestoßen werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2021

zwiegespalten

Drei Kameradinnen
0

Hani, Kasih und Saya sind seit ihrer Kindheit befreundet. Sie sind Außenseiterinnen in Deutschland und das verbindet sie. Saya versucht gegen Ungerechtigkeit anzugehen und reibt sich in zahllosen Kämpfen ...

Hani, Kasih und Saya sind seit ihrer Kindheit befreundet. Sie sind Außenseiterinnen in Deutschland und das verbindet sie. Saya versucht gegen Ungerechtigkeit anzugehen und reibt sich in zahllosen Kämpfen auf, während Hani bemüht ist, sich möglichst perfekt anzupassen. Kasih befindet sich irgendwo dazwischen und kann sich nicht recht entscheiden. Nach einem schrecklichen Ereignis versucht Kasih zurückzuverfolgen was passiert sein könnte.

Ich bin etwas unschlüssig, wie ich das Buch bewerten soll. Die Erzählerin spricht die Leser*innen immer wieder an, provoziert, klagt an. Dabei ist sie überheblich und undifferenziert. Steckt die Leute in Schubladen so wie sie selbst immer in Schubladen gesteckt wird. Das erregt Unwohlsein und Unwillen und macht die Lektüre anstrengend. Die Figuren sind einem nicht so rechtsympathisch, jede hat so ihre unschönen Seiten.
Das hat mir nicht so gefallen. Andererseits gibt es berührende, wichtige Szenen, die im Gedächtnis bleiben. Insofern auch wieder eine lohnende Lektüre. Nicht schön zu lesen, aber doch ein wichtiges Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.10.2020

hinter den Kulissen

Dreck
0

Nachdem Bill Buford arbeitete in Italien als Pastamacher arbeitete und darüber ein Buch schrieb ("Hitze"), wendet er sich nun der französischen Küche zu. Dafür geht er mit seiner Frau Jessica und seinen ...

Nachdem Bill Buford arbeitete in Italien als Pastamacher arbeitete und darüber ein Buch schrieb ("Hitze"), wendet er sich nun der französischen Küche zu. Dafür geht er mit seiner Frau Jessica und seinen dreijährigen Söhnen nach Lyon. Er lernt in einer Bäckerei, wird Schüler des Institut Paul Bocuse und Praktikant im legendären La Mère Brazier.
An sich fand ich es sehr interessant. Man muss sich jedoch erst einmal an den Stil des Autors gewöhnen. Er springt zwischen Themen und manchmal war mir nicht ganz klar, wo der rote Faden ist. Außerdem wirft er mit Namen von Gerichten, Restaurants und Köchen geradezu um sich. Viele kannte ich nicht und konnte die Begeisterung nicht immer nachvollziehen. Besonders skurril, wie empfindlich auf Bufords Frage nach der Verbindung von italienischer und französischer Kücher reagiert wird. Da hängt einiges an Nationalstolz dran. Für Enthusiasten der französischen Küche interessant, für Anfänger in dem Thema eher etwas anstengend. Dennoch erlaubt Buford einen Blick hinter die Kulissen der Spitzengastronomie mit oft absurden Befindlichkeiten und Ritualen und langer Tradition.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere