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Veröffentlicht am 28.10.2020

Überraschend!

Die Erwählten - Tödliche Bestimmung
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Inhalt
Sloane, Matt, Esther, Ines und Albie wurden dazu auserwählt gegen einen mächtigen Feind der Menschheit zu kämpfen und sie haben ihn besiegt. Jetzt, 10 Jahre später, sind sie gefeierte Helden, doch ...

Inhalt
Sloane, Matt, Esther, Ines und Albie wurden dazu auserwählt gegen einen mächtigen Feind der Menschheit zu kämpfen und sie haben ihn besiegt. Jetzt, 10 Jahre später, sind sie gefeierte Helden, doch jeder geht anders mit dem Ruhm und der Bekanntheit um. Und dann taucht auch noch ein neuer Feind auf.

Gestaltung
Das Buch ist in 3 Teile unterteilt. In Teil 1 erfahren wir wie es den Erwählten 10 Jahre nach ihrem Sieg über den Dunklen ergeht - einige genießen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, andere wären lieber für sich; einige schauen positiv in die Zukunft, andere haben noch immer mit schrecklichen Erinnerungen zu kämpfen.
Diesen Einblick empfand ich als sehr spannend, denn die Geschichte beginnt dort, wo andere enden und klärt Fragen die Lesern oft noch im Kopf herum spuken. Was ist wohl aus den Helden geworden? Wie hat sich das Erlebte auf ihr Leben ausgewirkt? Wie sieht die Welt danach aus?
In Teil 2 und 3 stoßen die Erwählten dann auf ihren neuen Feind und müssen entscheiden, ob sie noch einmal einen solchen Kampf antreten.
Immer wieder eingeschoben findet man im Buch Auszüge aus Zeitungsartikeln, wissenschaftlichen Abhandlungen, streng geheimen Akten oder Ähnlichem. Im ersten Teil gefielen mir diese richtig gut, da man dadurch einen besseren Einblick erhielt, was vor 10 Jahren genau passierte. Im weiteren Verlauf waren aber immer mehr Ausschnitte dabei aus denen ich keinen Mehrwert für die Geschichte ziehen konnte.

Sprache
Wir verfolgen hauptsächlich Sloane und lesen auch aus ihrer Sicht. Das finde ich etwas schade, weil dadurch die anderen Erwählten eigentlich zu Nebencharakteren werden. Ich hätte einige Dinge gerne auch aus ihrer Sicht erfahren. Dadurch wäre die Geschichte vielleicht noch etwas vielschichtiger geworden - vielleicht aber auch unübersichtlicher.
Einige Entwicklungen kamen für mich etwas plötzlich und dann gab es wieder einige Längen, aber insgesamt gefiel mir die Story gut.

Charaktere
Sloane ist keine besonders sympathische Protagonistin. Sie ist unnahbar, unsicher, ihre Grundhaltung ist negativ, unzufrieden und aggressiv. Doch ihre Freunde akzeptieren sie und versuchen ihr zu helfen, sie hochzuziehen und geben nicht auf. Und genau das brachte mich dazu Sloane ebenso zu akzeptieren wie sie ist. Sie hat unglaublich viel Schreckliches erlebt und mit der Zeit lernt man sie und ihre Handlungen immer besser einzuschätzen.

Fazit
Ich fand die Story richtig gut. Es war für mich sehr überraschend wie sich die Geschichte entwickelte! Deshalb: Wenn nicht schon geschehen, lest nicht den Klappentext auf dem Buch! Denn er verrät in meinen Augen eine tolle Wendung!
Ich kann mir noch nicht so richtig vorstellen wie die Geschichte im zweiten Band weiter gehen soll, da für mich der Abschluss des Buches recht rund war, aber ich bin gespannt!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.06.2020

Ungewöhnliche Erzählweise

Der Funke des Lebens
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Inhalt
Hugh kommt als Vermittler der Polizei zu einer Geiselnahme in einer Abtreibungsklinik. Schnell erfährt er, dass auch seine Tochter zu den Geiseln gehört und plötzlich steht noch viel mehr auf dem ...

Inhalt
Hugh kommt als Vermittler der Polizei zu einer Geiselnahme in einer Abtreibungsklinik. Schnell erfährt er, dass auch seine Tochter zu den Geiseln gehört und plötzlich steht noch viel mehr auf dem Spiel.

Sprache
Ich musste dieses Buch unbedingt lesen, denn Jodi Picoult schreibt in meinen Augen ganz besondere Bücher. Sie hat einen fesselnden Schreibstil und behandelt immer wichtige Themen, die in Büchern nicht alltäglich sind, und verpackt sie spannend und informativ zugleich.
Auch hier hat sie sich wieder an ein kontroverses Thema gewagt. Es geht um Abtreibung, um das Recht der Frau und um die Frage wann das Leben beginnt. Die Thematik wird einfühlsam und aus ganz verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Es wird aber auch nichts verharmlost und beschönigt und zeigt die Verzweiflung der Frauen genauso wie die Risiken der Behandlung. Auch wenn die Geschichte meine persönliche Überzeugung nicht verändert hat, wurden doch Schicksale geteilt, die mich berührt haben.

Allerdings hatte ich einige Schwierigkeiten mit der Erzählweise. Die Geschichte startet damit was um 17 Uhr passiert und wird somit beinahe vom Ende aus erzählt. Die Geiselnahme ist in vollem Gange und man weiß nicht, was bisher schon passiert ist. Wieso die Personen so handeln und in welcher Verbindung sie zueinander stehen. Dann springt die Story eine Stunde zurück und es wird erzählt, was zu dieser Zeit passiert ist. Und so geht es weiter bis man ganz am Anfang der Geschichte lamdet. Zum Abschluss werden dann noch die Ereignisse der letzten Stunde erzählt. Es ergibt sich nach und nach natürlich schon ein einheitliches Gesamtbild, aber es hat gedauert, bis ich die Charaktere zuordnen konnte und die Ereignisse in die richtige Reihenfolge gebracht hatte. Es war ein wenig wie puzzeln. Für manche mag diese Erzählweise vielleicht ganz besondere Spannung aufbauen, für mich hat es leider nicht funktioniert. Mir haben zu Anfang zu viele Informationen gefehlt und mit der Zeit hatte ich mir dann einiges zusammengereimt und dann eigentlich nur noch auf die Auflösung gewartet.

Charaktere
Es gibt hier viele verschiedene Charaktere, die ihre Geschichte erzählen. Es kommen Frauen, die eine Abtreibung durchgeführt haben, genauso zu Wort wie der Arzt, der sie durchführt, eine Krankenschwester, Abtreibungsgegner, der Geiselnehmer, der Polizist, dessen Tochter und deren Tante. Oftmals fließt auch die Vergangenheit der Personen mit in die Erzählung ein, sodass man viele Entscheidungen besser verstehen und einordnen kann.

Fazit
Eigentlich eine großartige Story, wäre sie doch nur von vorne nach hinten erzählt worden.

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Veröffentlicht am 26.03.2020

Außergewöhnlich

Familie von Stibitz - Der Riesenlolli-Raub
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Inhalt
Ture wünscht sich einen Riesenlolli und Papa Ede, Mama Fia und Schwester Kriminella wollen ihm diesen Wunsch gerne erfüllen. Doch wird bei Familie von Stibitz nicht bezahlt sondern nur stibitzt.

Gestaltung
Per ...

Inhalt
Ture wünscht sich einen Riesenlolli und Papa Ede, Mama Fia und Schwester Kriminella wollen ihm diesen Wunsch gerne erfüllen. Doch wird bei Familie von Stibitz nicht bezahlt sondern nur stibitzt.

Gestaltung
Per Gustavsson hat einen sehr besonderen Stil zu illustrieren. Die Bilder sind außergewöhnlich und untermalen sehr humorvoll die Geschichte.

Sprache
Die von Stibitz sind eine ganz ungewöhnliche Familie und so ist auch der Erzählstil ungewöhnlich. Es ist wirklich eine verdrehte Welt, die aber sehr unterhaltsam ist. Auch die Abenteuer die die Familie beim Versuch den Riesenlolli zu stibitzen erleben sind sehr lustig mitzuverfolgen.

Charaktere
Bei den von Stibitz ist stehlen, lügen und betrügen ausdrücklich erwünscht. Die Eltern sind besonders stolz auf Kriminella, wenn sie Äpfel von Nachbars Baum stibitzt oder in den Süssigkeitenladen einbricht.
Um Ture hingegen machen sie sich große Sorgen. Denn er ist immer brav - lügt nicht und stibitzt auch nicht und er möchte Polizist werden wenn er groß ist.
Ture tat mir wirklich leid. Er wird in der Familie eher belächelt und überhaupt nicht ernst genommen.

Fazit
Eine sehr lustige Geschichte, wenn man sie nur als Unterhaltung ansieht. Allerdings hätte für mich die Message vom Anfang des Buches - „man darf nicht stibitzen, niemals“ - gerne auch in der Geschichte deutlich werden können. Als Erwachsener bemerkt man die Ironie und Übertreibung, für Kinder ist die Message aber in meinen Augen zu unterschwellig.

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Veröffentlicht am 05.11.2019

Ein Blick in die (nahe) Zukunft?

Das Ting
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Inhalt
Linus entwickelt schon lang an einer App die helfen soll gute Entscheidungen zu treffen, sich gesund zu ernähren, sich genug zu bewegen, erfolgreich zu sein.
Gemeinsam mit Adam, Niu und Kasper gründet ...

Inhalt
Linus entwickelt schon lang an einer App die helfen soll gute Entscheidungen zu treffen, sich gesund zu ernähren, sich genug zu bewegen, erfolgreich zu sein.
Gemeinsam mit Adam, Niu und Kasper gründet er ein Start-up um „Das Ting“ endlich marktreif zu machen.
In der ersten Testphase erklären sich alle Gründer bereit das Ting zu benutzen und jede Empfehlung zu befolgen.

Gestaltung
Das Cover ist wirklich ein Eyecatcher. Die Farbkombination blau-orange springt sofort ins Auge. Ausserdem fühlt sich das Buch sehr gut an! Der Buchrücken ist mit Leinen eingefasst, und der Fingerabdruck und der Titel sind eingeprägt.

Sprache & Charaktere
Artur Dziuk überspitzt und lässt einen in die Abgründe der menschlichen Natur blicken.
Er erzählt die Geschichte des Start-ups aus den vier Perspektiven der Gründer.
Da gibt es einmal Linus: Er ist ein unsicherer Typ, hat Ärger mit seiner Freundin, weil er noch nichts in seinem Leben beendet hat, ist ziemlich unselbstständig. In die Entwicklung des Ting hat er seine ganze Kraft gesteckt und auch schon einen Prototypen entworfen, doch dann stösst er beim Programmieren an seine Grenzen, weshalb Niu mit im Team ist
Niu ist schüchtern und introvertiert, aber im Programmieren ein absolutes Ass. Sie verpasst dem Ting die fehlenden Komponenten und entwickelt es gemeinsam mit Linus noch weiter.
Adam ist das Gesicht des Tings. Er vermarktet, promotet und sucht Investoren. Er ist ein Karrieremensch. Möchte Profit, Erfolg und Ansehen erzielen.
Weil so ein Projekt aber viel Geld kostet, ist Kasper mit im Boot. Er investiert Geld in das Start-up um sich von seiner Familie zu lösen und zu beweisen, dass er allein erfolgreich sein kann.
Diese vier Personen stehen absolut im Fokus der Geschichte. Es gibt nur wenig Nebencharaktere, wenig Nebenhandlung. Es ist sehr konzentriert auf deren Entwicklung.

Story
Man begleitet das Team bei der Gründung und vor allem während der Testphase. Es wird erzählt wie sich das Ting auf ihr Leben auswirkt, wie sie damit umgehen und wie sie sich verändern.

Es ist eine Geschichte die zum Nachdenken anregt, darüber wie uns Technik beeinflusst, wie sehr wir uns von ihr abhängig machen und was für Auswirkungen das auf unser soziales Umfeld hat. Würde ich das Ting benutzen? Welche Risiken würden bestehen?

Ich hätte mir ein wenig mehr vom Ting selbst gewünscht. Mehr konkrete Empfehlungen und deren Auswirkungen. Wie funktioniert es? Wie wirkt es sich auf die Allgemeinheit aus? Was halten Freunde und Familie davon? Vielleicht sogar einen Blick in die Zukunft, in der das Ting zum Alltag gehört.


Fazit
Eine spannende Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Es wird aber eine andere Geschichte erzählt, eine andere Stimmung verbreitet, wie es der Klappentext vermittelt. Es ist kein dystopischer Roman in dem es sich um weiterentwickelte Technik und eine futuristische Gesellschaft dreht. Es ist ein gesellschaftskritischer, sehr aktueller Roman, der einen Blick in die recht nahe Zukunft wirft.

Veröffentlicht am 22.03.2019

Ungeheuerlich ungewöhnlich

Onkel Stan und Dan und das ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer
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Inhalt
Pandrumdroochit ist eine sehr ungewöhnliche Stadt - mit ungewöhnlichen Menschen, sprechenden Lamas und einem tanzenden Dachs. Dr. P‘Krall hasst Ungewöhnlichkeit und möchte all diese Ungewöhnlichkeit ...

Inhalt
Pandrumdroochit ist eine sehr ungewöhnliche Stadt - mit ungewöhnlichen Menschen, sprechenden Lamas und einem tanzenden Dachs. Dr. P‘Krall hasst Ungewöhnlichkeit und möchte all diese Ungewöhnlichkeit in seinem Institut für Hochsicherheit und Heilung von Ungewöhnlichkeit aus der Stadt herausquetschen. Ob Onkel Stan und Dan einen Plan haben der das verhindern kann?

Gestaltung
Die Gestaltung vom Buch ist wirklich klasse. Es gibt witzige und beschreibende Zeichnungen zum Text auf denen die Kinder viel entdecken können.

Sprache
Ich finde das Buch ist nicht ganz leicht zu lesen. Es gibt viele lange, schwierige und erfundene Wörter und Namen. Selbst für mich als erwachsene Leserin waren einige der Wörter schwierig. Wie spricht man beispielsweise„Pandrumdroochit“ aus? Und kann ein kleiner Leser problemlos „Ginalollobrigida“ lesen? Ich finde Fantasiewörter in Kinderbüchern toll, aber ich denke ein wenig einfacher könnten sie sein. Warum nicht einfach mehr witzige Namen wie Wärter „Winterhintern“? Ich fand die Geschichte wirklich sehr lustig und unterhaltsam, aber eben auch ein wenig anstrengend vorzulesen.

Charaktere
Onkel Stan ist eine ganz ungewöhnliche Person. Er kümmert sich nicht darum was andere von ihm denken, er ist fröhlich, wollte nie erwachsen werden und so benimmt er sich auch. Er hat eine Farm mit sprechenden Lamas und sein bester Freund ist ein Dachs. Es macht wirklich grossen Spass in bei seinem Abenteuer zu begleiten.
Dr. P‘Krall ist das krasse Gegenteil. Er hasst Ungewöhnlichkeit und Fröhlichkeit. Lachen und fröhliche Menschen bereiten ihm körperliche Schmerzen und deshalb möchte er diese Menschen ausquetschen bis sie nicht mehr fröhlich sind. So jemandem möchte ich bitte niemals begegnen.

Fazit
Ich finde die Geschichte witzig und sehr unterhaltsam. Allerdings ist sie nicht ganz einfach zu lesen und im Mittelteil zieht sich die Erzählung ziemlich und schweift in einige Nebenhandlungen ab. Die Gestaltung des ganzen Buches ist super. Die Message des Buches, „Ungewöhnlichkeit ist toll“, finde ich persönlich ja super, aber ich bin nicht ganz überzeugt, dass sie bei allen Kindern sofort eindeutig ankommt.