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Veröffentlicht am 15.11.2020

Märchen in der modernen Zeit, für die junge Generation

Magic Tales (Band 1) - Verhext um Mitternacht
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„Magic Tales – Verhext um Mitternacht“ ist das erste von fünf Büchern, wo die Märchen der Vergangenheit in eine moderne und aktuelle Geschichte eingebunden werden.

So ist in diesem ersten Teil Aschenputtel ...

„Magic Tales – Verhext um Mitternacht“ ist das erste von fünf Büchern, wo die Märchen der Vergangenheit in eine moderne und aktuelle Geschichte eingebunden werden.

So ist in diesem ersten Teil Aschenputtel als Vorlage für die Geschichte gewählt wurden. Dieses Märchen sollte auch den jüngeren Lesern, für die das Buch geschrieben wurde, sehr naheliegend sein. Ich betone gerade an dieser Stelle, dass jenes Buch wirklich mehr für die Zielgruppe des Loeweverlags gedacht ist, denn das Buch handelt von recht jungen Charakteren und einer sehr einfach gehaltenen Geschichte, wo ich mich leider nicht wirklich gut zurechtfinden konnte.

Das Buch beginnt mit der Junghexe Adela Mescinia, welche mit ihren Eltern und ihrer Schwester Gloria zusammenlebt. Adela, lieber Ela genannt, obliegt eine Prophezeiung. Der damit verbundene Bann erlaubt es ihr nicht, über diese Prophezeiung zu sprechen und bringt sie beim kleinsten Versuch direkt in Verbindung mit schlimmster Atemnot. So ist es ihr Schicksal, dass auch ihre extrem guten Erfolge der Magie verborgen bleiben müssen und ihre Schwester Gloria in ihrem Namen den Ruhm einheizt.

Jedoch soll es für Ela die Möglichkeit geben, aus ihrem versteckten Leben zu treten und als „verborgene“ Hexe in die normale Menschenwelt zu gehen. Diese wissen nichts von den Hexen und den Machtkämpfen dieser. Sie soll auf eine Mission gehen, wo sie eine klassische Schule besuchen wird und dort das ein oder andere Geheimnis von bekannten männlichen Junghexern herausfinden soll.

So kommen wir zum anderen märchenhaften Part. Hier ist Tristan, das männliche Aschenputtel, leider bei seinen zwei Stiefbrüdern und seiner bösen Stiefmutter am Leben. Er hat das Pech, dass seine Mutter eine normale Sterbliche war und ihm somit kein Hexer Blut mitgegeben wurde. Er weiß um die Magie, sieht diese, darf aber nicht drüber reden und kann sich nicht gegen seine Stiefbrüder wehren.

So treffen auf der Schule Ela und Tristan aufeinander. Sie erfährt von wem er der Abkömmling ist und sie muss mit aller Gewalt ihre Maskerade aufrechterhalten. Aber der Frieden soll nicht lange gut gehen und man erfährt was sie ist. So kommt es nach kurzer Zeit schon zu einer Liebelei zwischen den beiden, und erste Gefühle entstehen.

Es folgt zur Mitte des Buches der große Ball, und man ahnt bereits in welche Richtung das Ganze sich entwickeln wird.

Das Buch ist an sich einfach beschrieben, für ältere Leser sogar schon zu einfach, dass es langweilig wirken kann. Für jüngere Leser, wird es jedoch noch genügend Schwung mit sich bringen. Die Charaktere sind von gut bis böse alle vertreten und Ela und Tristan wirken sympathisch, wenn für mich auch ein bisschen blass. So geht mir die Lovestory etwas zu schnell, aber mit 16 war man auch schneller verliebt als man es zwanzig Jahre später ist.

Die Grundidee mit den Märchen in der heutigen Zeit fand ich sehr schön, dieses Buch ist in meinen Augen auch für beide Geschlechter gut zu lesen. Für das junge Loewe-Publikum kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.

Veröffentlicht am 07.11.2020

Lustig ja, aber eher der Abklatsch des ersten Teils

QualityLand 2.0 (QualityLand 2)
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Wo mich der erste Teil von QualityLand noch so richtig begeistern konnte, so viel es mir hier sehr schwer, den Anschluss an den ersten Teil wieder zu finden.

Wir treffen auf Charaktere aus dem ersten ...

Wo mich der erste Teil von QualityLand noch so richtig begeistern konnte, so viel es mir hier sehr schwer, den Anschluss an den ersten Teil wieder zu finden.

Wir treffen auf Charaktere aus dem ersten Teil, welche am Anfang nochmal aufgezählt werden und es erklärt wird, welchen Beruf und Bezug sie zur Geschichte haben.

So ist da Peter Arbeitsloser, welcher vom Maschinenverschrotter zum Maschinentherapeuten gewechselt hat und sämtliche Klientel bei sich hat. Vom Staubsauger der nicht mehr unterm Bett saugt, über den Toaster der sich nicht einstellen lässt.

Seine Beziehung oder Nichtbeziehung ist genauso ein Thema wie sein nun engerer Kontakt zu Hendrik Ingenieur, der nun Präsident werden will. Wie gefühlt zu viele Leute.

Kiki ist genauso präsent und vertritt ihren Namen Unbekannt nach wie vor sehr gut, wenn sie im Netz rumstöbert und unbekannt bleibt. Aber sie will wissen wer ihre Eltern sind. Denn die Ersatzeltern sind zwar beide sehr lieb und der eine Teil auch bekannt, aber man will doch wissen wer die eigentlichen sind. Doch nicht jeder findet diese Idee gut und will daher Kiki die Idee austreiben.

Nebenbei findet ein 3. Weltkrieg mit Millionen Toten statt, wir erleben Abstiege der Ränge, neue Charaktere.

Das Ganze ist im gleichen Stil wie der erste Teil. Wo Politiker, nicht weit den bekannten realen Namen, ihr Fett wegbekommen. YouTube Stars als saudämlich dargestellt werden und man alles durch den Dreck zieht was nur geht. Wobei sich das nun böser anhört als es gemeint ist. Denn auch NEINhorn, die Klimaveränderung und auch Thermomix müssen dran glauben. Lustig ist das alle Male.

Nimmt man mal den ersten Teil aus der Geschichte ist es eine grausame Vorstellung das es dahin kommen könnte.

So erlebt der Hörer bzw. Leser nichts neues, die Geschichte selbst ist langweilig, es ist lediglich die Vorstellung der Zukunft und der Humor welchem dem Buch positiv gegolten ist. Aber es ist ansonsten einfach nur eine schlechte Erweiterung des ersten Teils. Zudem mit einem offenen Ende, welches die Leute zum dritten Teil locken soll. Ich werde es nicht mehr hören, denn der zweite war für mich schon zu schlecht.

Veröffentlicht am 05.11.2020

Jugendbuch mit ordentlich Überlänge

Kalix. Werwölfin von London
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Kalix eine Jugendliche, welche nicht der Norm entspricht. Sie ist drogensüchtig, essgestört und vor allem ein Werwolf. In London lebend, ist sie auf der Flucht, da es Ärger mit Clans gibt, welche sie tot ...

Kalix eine Jugendliche, welche nicht der Norm entspricht. Sie ist drogensüchtig, essgestört und vor allem ein Werwolf. In London lebend, ist sie auf der Flucht, da es Ärger mit Clans gibt, welche sie tot sehen wollen. Ein Schutzamulett hat ihre wahre Seite vor den Menschen und anderen Werwölfen verborgen, nur das sie dieses verkauft hat, um ihre Sucht zu finanzieren. Sie erhält unverhofft Hilfe von Menschen und zieht diese in den gefährlichen Strudel ihrer Existenz mit hinein.

Das Buch ist wirklich sehr ausschweifend mit über siebenhundert Seiten. Leider beinhalten diese viele Wiederholungen, Dialoge die unsinnig erscheinen und der ganzen Geschichte eine immense Überlänge geben.

Kalix wirkt leider nicht so sympathisch wie sie müsste, sondern ist das schmollende Mädchen was alles bekommt was sie will. Leider ist die Geschichte nicht ausreichend gut genug, um den zweiten Teil lesen zu wollen.

Veröffentlicht am 05.11.2020

Das Puzzle gab kein schönes Gesamtbild ab

Jigsaw Man - Im Zeichen des Killers
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So sehr ich Thriller gerne lese und gerade die Thematik des Puzzles und einem Mörder, der es nicht sein kann, weil er im Gefängnis sitzt, find ich super. Leider war für mich die Umsetzung des Buches nicht ...

So sehr ich Thriller gerne lese und gerade die Thematik des Puzzles und einem Mörder, der es nicht sein kann, weil er im Gefängnis sitzt, find ich super. Leider war für mich die Umsetzung des Buches nicht ganz gelungen.

Wir erfahren das Detective Inspector Anjelica Henley vor einem Jahr Opfer von dem Serienmörder Peter Olivier wurde. Dieser sitzt seitdem man ihn erwischt hat im Gefängnis. Zurückgeblieben sind Narben und ein Trauma was Henley verdrängt. Sie sitzt seit dem Vorfall nur noch im Büro. Aber auch privat läuft es bei ihr nicht gut. Ihre Ehe mit Ehemann Rob ist tot. Nur die kleine Tochter hält sie noch zusammen. Er setzt sie zudem unter Druck, sie solle ihren Job aufgeben. Was ist der Ehemann unsympathisch und versucht gar nicht auf ihre Probleme einzugehen.

So bekommt sie frisch mit ihrem ersten Außeneinsatz seit einem Jahr den jungen Detective-Azubi Ramouter. Auch er hat privat seine Baustellen, aber es gelingt ihm sich in der neuen Arbeit schnell einzufinden und sein Gespür und seine Erfahrung helfen Henley sehr weiter.

Es werden immer neue zerstückelte Leichen gefunden, welche eine Markierung haben, welche den ersten Täter Olivier gleichen. Ein Detail welches niemals der Presse bekannt war.

Wer ist der Nachahmungstäter und woher bekommt er die Medikamente um die Opfer zu betäuben?

Eine Geschichte die so spannend sein könnte, mich aber leider nicht überzeugt hat. Es begann für mich damit, dass der Schreibstil viel zu holprig ist. Er wirkt abgehackt, unüberlegt und zu krampfhaft geschrieben.

Dann stehen die privaten Probleme mehr im Mittelpunkt als die Morde, wenn Henley Ärger mit Ehemann und Vater daheim hat.

Zwei Personen welche ich zumindest noch zuordnen konnte, denn dann kamen so viele Familiennamen hinzu. Von Kollegen der Polizei, über Gerichtsmedizin, über Verdächtige, über die Toten. Ich habe die Übersicht verloren. So gerne ich mir Notizen mache, da war ich dann nicht mehr gewollt noch eine Übersicht zu schreiben.

Aber leider fehlte mir auch die Spannungskurve. So dass ich ab 60 % einen größeren Sprung im Buch gemacht habe, und dennoch nichts verpasst habe und die Auflösung gab mir dann alles was dazwischen gewesen ist.

Mir tut es leid, aber so gerne ich das Buch besser bewertet hätte, so war es nicht mein Geschmack.

Veröffentlicht am 01.11.2020

Nein, einfach nur nein

Truly
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Ich lese erst seit etwa einem Jahr so wirklich Bücher mit der Hauptthematik „Liebe“. Da ich kein Fan von alten Schnulzen bin, zieht es mich eher in die frischen und jungen Bücher, beliebt bei den Teenagern ...

Ich lese erst seit etwa einem Jahr so wirklich Bücher mit der Hauptthematik „Liebe“. Da ich kein Fan von alten Schnulzen bin, zieht es mich eher in die frischen und jungen Bücher, beliebt bei den Teenagern wie bei allem was weit da drüber ist. Ich selbst zähle mich dabei zu denen, die schon sehr weit weg sind von der 1 vorne.

Leider erlebe ich immer wieder, dass ich dem einen oder anderen Hype nicht folgen kann, auch bei diesem Buch ging es mir nicht viel anders.

Die Geschichte ist für mich nicht neu, innovativ oder besonders romantisch.

Andie ist das arme Mädchen, welches ihre Mutter verloren hat. Die Ranch ihrer Familie, so wie ihren verpeilten kleineren Bruder und ihren Vater musste sie dabei gefühlt selbst über die Runden bringen, wie es sonst Erwachsene machen. Dabei muss gesagt werden, bei allem was noch kommt, Andie ist bereits 22 Jahre alt. Kaum zu glauben.

So verlässt sie aber von heute auf morgen die Ranch, zieht ohne Geld und Wohnung, ohne Sicherheiten zu ihrer Freundin June in die Wohngemeinschaft. Dort fliegt sie aber schneller raus als sie gucken kann, denn Mitbewohnerin Sara hält von dem unangemessenen Untermieter mal gar nichts.

Also wird kurzerhand im Keller der Bar geschlafen, wo sie gerade einen Job ergattert hat. Mal ehrlich, ein Aushilfsjob wo sie wie viel Dollar sie vielleicht nur verdient? Denn dort wird sie erwischt, darf in der WG des Inhabers einziehen, sehr realistisch, und dort wird das Geld erstmal verprasselt. Kaum paar Kröten wird direkt ne neue Einrichtung angeschafft, der aufgenommene Hund gepflegt und Klamotten geschoppt. Merkt ihr den Fehler?

Arbeitslos, kein Geld, keine Sicherheit – geht in eine fremde Stadt und hofft auf Asyl

Fliegt raus, findet nen Job – adoptiert nen Hund. Klar macht man so.

Dann bisschen Geld in der Tasche – Sofort shoppen und dann fast täglich im Café um de Ecke sitzen und wieder verprasseln (kenne so einige „arme“ deutsche Studenten die auch ihr weniges Geld gerne in solchen Läden lassen).

So wirkt die Figur mit ihrer Tollpatschigkeit, ihres Spleens alles aufgeräumt haben zu müssen bis hin zur Farbe und anderen Kategorien nach einer Zwangsneurose, die ihr niemand als solches irgendwann mal an den Kopf geworfen hat, einfach nur dumm und von der Welt überfordert. Nein man lässt ihr den Spleen durchgehen, und niemand sagt ihr wie dämlich ihr Verhalten ist. Sie ist ja das arme kleine Mädchen, welches sich als taffe Frau sieht, aber für mich weit davon entfernt ist.

Dann ist da der Bad Boy, mega hübsche, Cooper. Flacher Charakter, keine besondere Story, die Schwester mit ihrem Schicksal, welche ihn zur Mimose macht. Am Anfang hält er Andie auf Distanz und dann oh wunder verliebt er sich natürlich in sie.

Dann June als Kampftussi, der Versteher Mason und so ziemlich jede andere Klischeerolle werden besetzt.

Was bleibt dann noch vom Buch über?

Nichts.

Keine gute Story, alles bekannt, überholt und schlecht aufgewärmt. Charaktere wie aus der Recyclingfabrik und das zusammen gemixt zu etwas, was selbst für einen Veganer nichts mehr mit Essen und in diesem Fall einen Buch zu tun hat.

Schade um die verlorene Zeit. Ich gehe nun einen Hund retten und füttere ihn mit Schinken.