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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2017

Solider Krimi

Volksfest
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Suchanek kehrt in sein Heimatdorf Wulzendorf zurück um für 4 Tage auf das Haus und den Dackel seiner eltern aufzupassen. Doch kaum dort angekommen, sieht er vom Balkon aus einen Brandstifter, kann ihn ...

Suchanek kehrt in sein Heimatdorf Wulzendorf zurück um für 4 Tage auf das Haus und den Dackel seiner eltern aufzupassen. Doch kaum dort angekommen, sieht er vom Balkon aus einen Brandstifter, kann ihn jedoch nicht erkennen. Als es nicht bei einer Leiche bleibt, ist die Stimmung auf dem Volksfest des Dorfes auf dem Nullpunkt. Jeder wird verdächtigt und auch Suchanek ist in Gefahr, denn der Täter weiß, daß er gesehen wurde.

"Volksfest" ist ein typischer Provinzkrimi. Suchanek ist absolut sympathisch und wird dem Leser von Anfang an sehr gut nahegeführt. Der Schreibstil des Autors ist flüssig, humorvoll und spannend. Ein Buch, daß einfach Spaß macht und für einige Lachtränen sorgen wird.

Viel Humor und Lokalkolorit, dazu eine spannende Handlung - mehr braucht es doch eigentlich nicht!

Veröffentlicht am 28.02.2017

Spannend und humorvoll

Gloria!
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Papst Petrus II. steckt mitten in der schlimmsten Zeit des Jahres. Fastenzeit. Und dies gilt auch für ihn. Seine Haushälterin Immaculata achtet sehr auf die Einhaltung. Und als ob Petrus II. nicht schon ...

Papst Petrus II. steckt mitten in der schlimmsten Zeit des Jahres. Fastenzeit. Und dies gilt auch für ihn. Seine Haushälterin Immaculata achtet sehr auf die Einhaltung. Und als ob Petrus II. nicht schon genug mit der Fastenzeit gestraft wäre, findet Immaculata während des Hausputzes im "Flur der toten Päpste" geheimnisvolle Knochen. Petrus glaubt, daß diese von seinem päpstlichen Namensvetter stammen. Somit wären es heilige Reliquien. Diese möchte er während der Karfreitagsprozession im Colosseum der Öffentlichkeit vorführen. Doch die Reliquien entpuppen sich als Fälschung und während der Prozession kommt es zu einer Katastrophe. Papst Petrus und seine Freunde beginnen zu ermitteln.

Die Geschichte ist nicht ganz so spannend, wie es sich vom Klappentext her anhört. Der Fall an sich ist eher unspektakulär und zieht den Leser nicht wirklich in seinen Bann. Am interessantesten ist noch der Papst und seine Lebensweise. Dies ist zwar eher unrealistisch, aber dadurch umso witziger. Der Schreibstil ist zwar fließend und leicht verständlich, jedoch wirkt auch der durch die fast nicht vorhandene Spannung etwas langatmig. Einzig der Humor ist in diesem Buch wirklich gut. Die Tricks des Papstes, doch noch an seine Leckereien zu kommen und Immaculata eine heile Fastenzeit vorzugaukeln, während er in Wirklichkeit doch gut lebt, sind wirklich toll.

Dies Buch ist definitiv reine Geschmackssache.

Veröffentlicht am 25.02.2017

Man muß den Humor mögen

Elchscheiße
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Thorsten erbt unverhofft von seiner Lillemor einen Hof im schwedischen Gödseltorp. Doch dieser Glücksfall wird von privaten Rückschlägen überschattet. Freundin Tanja verläßt ihn, um mit seinem Freund ein ...

Thorsten erbt unverhofft von seiner Lillemor einen Hof im schwedischen Gödseltorp. Doch dieser Glücksfall wird von privaten Rückschlägen überschattet. Freundin Tanja verläßt ihn, um mit seinem Freund ein neues Leben anzufangen, sein Vater ist total gegen Gödseltorp, für ihn ist es nur ein Drecksnest. Er beschließt, nach Schweden zu gehen und dort ein Buch zu schreiben. Doch das Auto, was er sich für die Reise kauft, ist eine Schrottlaube. Auf der Autobahn liest er den Anhalter Rainer auf, durch und durch ein Hippie. Als sich ihre Wege trennen, vertauschen sie das aus Versehen das Gepäck. Nun steht Thorsten ohne Erbvertrag, Handy und Geld im Gödseltorp. Als wäre das nicht schon schlimm genug, erwarten ihn dort noch Björn, der schießwütige Hofverwalter, der ihm ohne Erbvertrag kein Wort glaubt und ihm den Zutritt zum Wohnhaus verwehrt und die Bevölkerung, die allesamt den Hof kaufen wollen. Warum wohl?

An und für sich eine gute Handlung, die nur nicht so sehr lustig rüber kommt, wie man anhand des viel Komik versprechenden Covers erwartet. Es dauert ein wenig, bis man sich in Thorsten als Hauptperson hinein versetzen kann. Man würde ihn am liebsten so einige male schütteln wollen, damit er mal wach wird. Der Schreibstil ist schön flüssig und locker, so daß man das Buch recht schnell beendet hat. Aber ein anspruchsvolles Buch, für das man länger benötigt, sollte hier wohl auch wirklich niemand erwarten.

Insgesamt ein Buch, das man ruhig mal zwischendurch lesen kann, man muß diese Art von Buch allerdings mögen.

Veröffentlicht am 17.02.2017

Lohnt zu lesen

Die Chronistin der Staufer
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Henrike tötet ihren Vater, einen welfischen Ministerialen und muß fliehen. Auf ihrer Flucht trifft sie den zukünftigen Kaiser Friedrich Barbarossa und stiehlt dessen Pferd, und schließt sich Wanderhuren ...

Henrike tötet ihren Vater, einen welfischen Ministerialen und muß fliehen. Auf ihrer Flucht trifft sie den zukünftigen Kaiser Friedrich Barbarossa und stiehlt dessen Pferd, und schließt sich Wanderhuren an. Als sie auch deren Tätigkeiten aufnehmen soll, flieht sie wieder und lebt fortan als Mann. Sie landet als Mönch verkleidet im Kloster Lorch und beginnt eine Chronik über Friedrich zu schreiben. Eines Tages begegnen sich beide wieder.

"Die Chronistin der Staufer" ist ein in zwei Handlungen geteiltes Buch. Auf der einen Seite ist die Geschichte Henrikes, auf der anderen die Friedrichs. Beide Teile sind schön flüssig geschrieben und gut lesbar. Wobei die vielen Personen, vor allem im doch sehr geschichtlich geprägten Teil von Friedrich, doch manchmal für Verwirrung sorgen. Hilfreich ist dabei das Personenverzeichnis am Ende des Buches. Auffällig ist hier die gute Aufbereitung der Geschichte Friedrichs, die augenscheinlich sehr gut recherchiert ist und fundiertes Wissen vermittelt.

Ein Buch, daß sich auf jeden Fall lohnt zu lesen!

Veröffentlicht am 17.02.2017

Mystery

Todesengel von Föhr
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Kyra Althoff feiert ihren 30. Geburtstag, als sie in ihrer Abstellkammer ein altes Buch findet. Sie will es als Tagebuch nutzen, in welches sie zu jedem Tag einen positiven Zeitungsausschnitt klebt. Die ...

Kyra Althoff feiert ihren 30. Geburtstag, als sie in ihrer Abstellkammer ein altes Buch findet. Sie will es als Tagebuch nutzen, in welches sie zu jedem Tag einen positiven Zeitungsausschnitt klebt. Die Überraschung ist groß, als sie es aufschlägt und bereits einen Zeitungsartikel vorfindet. Doch dieses ist nicht positiv, sondern beinhaltet einen schrecklichen Unfall mit Todesfolge. Ihre Nachbarn Sam und Evelyn offenbaren ihr das Geheimnis des Buches. Es ist das Tagebuch Luzifers und nur alle 333 Jahre für 7 Jahre sichtbar - und nur für eine auserwählte Jungfrau. Die dort täglich erscheinenden Artikel beinhalten Vorfälle, die in 3 Tagen tatsächlich geschehen. Sam und Evelyn gehören einer Geheimorganisation an, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Geschehnisse zu verhindern und die Jungfrau zu beschützen. Denn dieser Schutz ist dringend notwendig, denn auch eine Gruppierung von Satanisten ist sehr hinter diesem Buch her. Für Kyra beginnt eine Zeit, in der sie niemandem mehr trauen darf...

Heike Denzau hat hier mal ein Buch geschrieben, daß ganz anders als ihre übrigen Bücher ist. Kein Regionalkrimi, sondern ein Mystery Thriller. Und es ist ihr gelungen. Der Schreibstil ist wie bei ihr gewohnt flüssig und spannend, es kommt niemals Langeweile auf. Die Charaktere sind sehr liebevoll beschrieben, man bekommt direkt ein Bild vom Wesen der Personen und schließt sie entweder ins Herz oder mag sie nicht. Auch humorvolle Elemente sind hier zu finden, ich denke da an Kaktus Elvis, der seinen Namen nicht ohne Grund bekommen hat....Das Buch ist von Anfang an spannend, der Leser merkt bis zur letzten Seite nicht, wer hier ein falsches Spiel spielt.

Einziger Punkt, der mich ein wenig gestört hat, ist die Tatsache, daß die Insel Föhr eine kleine Nebenrolle spielt und eigentlich durch jede andere Insel ausgetauscht werden könnte. Da war ich bei Heike Denzau und dem Emons Verlag nicht drauf vorbereitet, denn beide sind für ihren regionalen Bezug bei mir sehr hoch angesehen. Ich mußte mich erst daran gewöhnen, daß es hier anders ist. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht, dies Buch zu lesen!