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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2017

Zwischendurch ein bisschen zäh, aber ansonsten sehr gut

Fingerhut-Sommer
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Auch der fünfte Band der Reihe hat mir gut gefallen. Wie bereits gewohnt, bekommt man eine Mischung aus trockenem Humor, Krimi und Fantasy, die mir sehr zusagt und die unterhaltsame Lesestunden bietet. ...

Auch der fünfte Band der Reihe hat mir gut gefallen. Wie bereits gewohnt, bekommt man eine Mischung aus trockenem Humor, Krimi und Fantasy, die mir sehr zusagt und die unterhaltsame Lesestunden bietet. Der Fall an sich war wirklich interessant und hier ist es wirklich gelungen, eine scheinbar normale Ermittlung mit übernatürlichen Elementen auszustatten. Die Reaktionen der anderen Polizisten auf Peters Vorgehen und seine Theorien waren unglaublich komisch, aber auch, wie er als Stadtmensch mit dem Landleben zurechtkam, war unterhaltsam.
Da es um Kinder ging, war der Fall natürlich besonders brisant und man war als Leser gespannt, ob alles gut ausgehen würde, aber natürlich war ich auch neugierig, inwiefern Magie involviert ist. Dabei gab es einige Wendungen, die ich nicht erwartet hatte, gerade gegen Ende, und ich mochte auch, wie der Autor mit den gängigen Klischees über Fantasywesen spielt und sie ins komplette Gegenteil verkehrt. Dennoch muss ich sagen, dass ich den Mittelteil ein bisschen zäh fand und auch die Konfrontation am Ende sich etwas zu schnell aufgelöst hat. Davon abgesehen war der Krimi für mich jedoch sehr zufriedenstellend.

Von den bereits bekannten und vertrauten Hauptcharakteren spielen eigentlich nur Peter und Beverly. Das war ein bisschen schade, da ich die anderen Charaktere - gerade Nightingale - besonders mag und gerne mehr von ihnen gesehen hätte, aber Aaronovitch hat es geschafft, sie trotzdem präsent wirken zu lassen und dem Leser ein paar interessante neue Hintergrundinformationen über sie zu geben. Vor allem die Entwicklung um Lesley ist sehr vielversprechend und ich bin gespannt, wie es im nächsten Band weitergehen wird.
"Fingerhut-Sommer" bekommt 3,5/5 Sternen.

Veröffentlicht am 17.02.2017

In der zweiten Hälfte sehr spannend

Dünentod
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"Dünentod" hat mir nicht ganz die Geschichte geliefert, die ich erwartet hatte. Das Attentat auf die Nordseefähre spielt eine sehr wichtige Rolle und dominiert die zweite Hälfte der Geschichte, aber zu ...

"Dünentod" hat mir nicht ganz die Geschichte geliefert, die ich erwartet hatte. Das Attentat auf die Nordseefähre spielt eine sehr wichtige Rolle und dominiert die zweite Hälfte der Geschichte, aber zu Beginn steht etwas anderes im Vordergrund - ein Anschlag auf eine Kollegin des Protagonisten, die nur knapp mit dem Leben davonkommt. Tjark Wolf versucht herauszufinden, wer ihr das angetan hat, und stößt dabei auf die Indizien, die ihn auf das geplante Attentat aufmerksam machen. Bis zu diesem Punkt war die Geschichte eher ruhig; die Ermittlungen waren gut dargestellt und als Leser wusste man schon, dass etwas großes, schreckliches passieren würde, aber die Polizei kam erst nach und nach dahinter und dieser Prozess war glaubwürdig geschildert. Dazu gab es noch persönliche Verwicklungen der Ermittler, die für mich weniger interessant waren, aber dazu beigetragen haben, dass man die Figuren näher kennen lernen konnte.

Die zweite Hälfte dagegen war durchgehend spannend, obwohl der Täter von Anfang an fest steht. Wie die Inhaltsangabe schon verrät, muss der Protagonist versuchen, einen Attentäter in sehr kurzer Zeit zu stoppen, während alle äußeren Umstände gegen ihn arbeiten. Der Täter war dabei eine echte Bedrohung - fest entschlossen, sehr gut vorbereitet, ausreichend motiviert und im Glauben, das einzig richtige zu tun - und das Leben zahlreicher Menschen stand auf dem Spiel, nicht zuletzt das des Protagonisten, den der Leser bereits ausgiebig kennen gelernt hatte, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Die Geschichte war sehr fesselnd und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und ob die Katastrophe verhindert werden kann oder nicht, gerade, weil die Lage sich immer mehr zugespitzt hat.

Am Ende werden beide Handlungsstränge aufgeklärt, aber der Autor wirft eine Theorie in den Raum, der das Potential für einen späteren Band hat und ich hoffe, dass er diesen Fall noch einmal aufgreifen wird, da diese Geschichte sehr vielversprechend wäre. Dieser Band bekommt 4 Sterne und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen.

Veröffentlicht am 13.02.2017

Interessant, aber...

Die Flammenreiter-Chroniken
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Zu Beginn muss ich sagen, dass es auf jeden Fall eine gute Idee ist, die beiden Bücher in einer Gesamtausgabe zu verkaufen - "Gestohlenes Herz" kann meiner Meinung nach nicht wirklich gut alleine stehen ...

Zu Beginn muss ich sagen, dass es auf jeden Fall eine gute Idee ist, die beiden Bücher in einer Gesamtausgabe zu verkaufen - "Gestohlenes Herz" kann meiner Meinung nach nicht wirklich gut alleine stehen und dient vielmehr der Hinführung zur Geschichte sowie der Vorstellung des Konflikts um das wertvolle Drachenauge. Die Romanze findet im ersten Teil ebenfalls eher im Hintergrund statt und erst in "Gefährlicher Tanz" kommen Alec und Rayne sich richtig näher; obwohl die erste Geschichte eine gute Basis für die spätere Handlung geboten hat und es ein paar interessante Momente gab, weiß ich nicht, ob sie mich motiviert hätte, gleich den nächsten Band zu lesen.

Zusammen genommen haben mir beide Teile gut gefallen. Das World Building war interessant und ich mochte die alternative historische Entwicklung, die sich aus der Existenz von Drachen ergibt. Leider muss ich sagen, dass dieser Aspekt ziemlich kurz gekommen ist. Man erfährt einiges über die Vampire (Nosferatú), die Wandler und natürlich die Hintergründe der beiden Protagonisten, aber die Drachen sind noch am Ende des Buches ziemlich geheimnisvoll. Ich hätte gerne mehr über sie erfahren, obwohl es unterhaltsam ist zu spekulieren, was sein könnte.
Die Suche nach dem Drachenauge, nach dem die Drachenhäuser gieren, da er ihnen Macht verleiht, war spannend dargestellt und ich mochte vor allem, dass die Gegner, die das wertvolle Gut ebenfalls haben wollen, wirklich bedrohlich waren und Alec und Rayne Steine in den Weg legen konnten. Sie haben keine Mühen gescheut, um Rayne einzuschüchtern und ich fand ebenfalls gelungen, dass man lange nicht sicher sein konnte, wem man trauen kann und wem nicht. So blieb die Spannung erhalten. Die Auflösung war überzeugend und wie alles zusammenlief hat mir gefallen, doch der finale Konflikt hätte ruhig etwas ausführlicher dargestellt werden können.

Auch die Liebesgeschichte mochte ich im Großen und Ganzen. Man merkt, dass die beiden sich - trotz der Gefühle, die sie füreinander haben - noch nicht lange kennen und es deshalb Misstrauen geben kann, was für mich erfrischend war. Dass nach Taten, die als Verrat aufgefasst werden konnten, nicht sofort alles wieder gut war, hat mir ebenfalls zugesagt. Ob das Ende mir gefällt, weiß ich allerdings noch nicht; es ist passend und eine logische Konsequenz der Ereignisse, ohne dabei endgültig zu sein, aber ich bevorzuge normalerweise einen anderen Ausgang.
Die Geschichte ist an sich abgeschlossen, jedoch gibt es meiner Meinung nach durchaus noch Potential für mehr, gerade durch den Epilog. Falls es weiter gehen sollte, würde ich den dritten Band auf jeden Fall lesen, doch auch mit diesem Ende könnte ich leben, da die wichtigsten Fragen beantwortet sind.
3,5/5 Sternen

Veröffentlicht am 03.02.2017

Toller zweiter Band

Percy Jackson 2: Im Bann des Zyklopen
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"Im Bann des Zyklopen" hat mir, wie der erste Band, sehr gut gefallen und ich konnte auch dieses Buch nicht aus der Hand legen, bevor ich es beendet hatte. Ich mochte, wie die uns bereits vertrauten Charaktere ...

"Im Bann des Zyklopen" hat mir, wie der erste Band, sehr gut gefallen und ich konnte auch dieses Buch nicht aus der Hand legen, bevor ich es beendet hatte. Ich mochte, wie die uns bereits vertrauten Charaktere sich weiterentwickelt haben, aber Percys neuer Freund Tyson ist mir ebenfalls sehr schnell ans Herz gewachsen und der Autor hat es mühelos geschafft, dass sein Schicksal für mich wichtig ist und ich mit ihm mitfiebere. Ich hoffe, in künftigen Büchern mehr von ihm zu sehen.

Natürlich gibt es in diesem Buch wieder ein Abenteuer, das Percy mit seinen Freunden bestreiten muss und selbstverständlich geraten die Protagonisten von einer Katastrophe in die nächste, wodurch die Geschichte konstant spannend und interessant blieb, obwohl der große Gegenspieler in diesem Band ein wenig in den Hintergrund zu rücken schien. Mir hat gefallen, wie viele mythische Kreaturen und Figuren vorkamen und wie mühelos sie in die Handlung integriert wurden. Alles war stimmig und ergab im Kontext der Bücher Sinn und ich bin schon gespannt darauf, weitere Facetten der Welt zu entdecken, die Riordan erschaffen hat. Ein wenig hat mich gestört, wie zielsicher (fast schon leichtgläubig) Percy in alle möglichen Fallen getreten ist, doch man muss auch bedenken, dass er noch jung ist und erst seit etwa einem Jahr von der Existenz der griechischen Götter weiß, sodass sein Verhalten verständlich ist. Positiv war für mich, wie ehrlich er als Erzähler war, selbst in Bezug auf seine eigenen negativen Gefühle oder Fehler, während er zugleich auch unterhaltsam sein konnte. Die Mischung aus 'normalem', teilweise unsicherem Teenager und Kind eines Gottes ist Riordan gut geglückt, auch bei den anderen Charakteren.

Für mich ist "Im Bann des Zyklopen" ein kleines bisschen schwächer als sein Vorgänger, aber das Buch hat mich trotzdem absolut überzeugt und ich bin schon gespannt, wie es weiter geht - gerade nach diesem Cliffhanger.
4,5/5 Sternen

Veröffentlicht am 03.02.2017

Ein bisschen zäh, aber unterhaltsam

Einfach göttlich
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"Einfach göttlich" hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen; diese Geschichte befasste sich mit Philosophie und Religion und war dabei teilweise ziemlich religionskritisch, was ich auf jeden Fall interessant ...

"Einfach göttlich" hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen; diese Geschichte befasste sich mit Philosophie und Religion und war dabei teilweise ziemlich religionskritisch, was ich auf jeden Fall interessant fand, besonders in Bezug auf die Ursprünge von Göttern und die Quelle ihrer Macht. Pratchetts kleine Spitzen waren dabei meist humorvoll und auch in diesem Buch gab es einige Momente, die ich sehr lustig fand, nicht zuletzt, was der 'Große Gott' über die Philosophen und andere Gläubige zu sagen hatte. Auch die Idee, dass ein Gott nur so stark ist wie die Kraft, mit der an ihn geglaubt wird, fand ich interessant und es regt auf jeden Fall zum Nachdenken an Allerdings muss ich sagen, dass die Handlung etwas zäh und langatmig war und mich zwischenzeitlich nicht wirklich fesseln konnte, und auch mit den Nebenfiguren konnte ich nicht richtig warm werden. Gut fand ich dagegen die Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit, die der Autor meiner Meinung nach gut getroffen hat.
"Einfach göttlich" bekommt von mir 3,5/5 Sternen.