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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2021

Einige Überraschungen haben in Band 2 den Leser erwartet, auch wenn das Tempo hier etwas gedrosselt wurde.

Ruby
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Meinung:

In „Ruby: Verfluchtes Glück“ muss Ruby sich grausamen Gegebenheiten stellen. Ihre Gabe scheint für sie in ihrer jetzigen Situation nicht gerade ein Geschenk zu sein. Ob es ihr gelingt ihr Schicksal ...

Meinung:

In „Ruby: Verfluchtes Glück“ muss Ruby sich grausamen Gegebenheiten stellen. Ihre Gabe scheint für sie in ihrer jetzigen Situation nicht gerade ein Geschenk zu sein. Ob es ihr gelingt ihr Schicksal in bessere Bahnen zu lenken, ist abzuwarten. Wird sie Verbündete finden. Oder sich alleine durchschlagen müssen? Oder ist sie letztlich doch verloren und muss sich ihrem von Anderen vorbestimmten Schicksal beugen.

Ruby hat auf ihrer Flucht damals ein modernes Zeitalter besucht und die Unterschiede zu ihr Heimat stechen immer mal wieder hervor, sei es durch ihre Wortwahl oder Umstände, oder durch die Klassifizierung ihrer Heimat. Vieles dort ist Tradition, und ein Hinterfragen ist ungern gesehen. Wie beim damaligen Adel regieren die Herrschaften, und der Wert einer Frau bestimmt sich durch ihre Gabe, den Mann, den sie heiratet, und wie viele Kinder sie gebären wird oder geboren hat.

Ruby ist der Vogel im goldenen Käfig. Trotzdem bewahrt sie ihr gutes Herz und stellt ihr Glück hinter das von anderen. Sie hat ein Kämpferherz und lässt sich, egal wie aussichtslos es erscheint, nicht die Hoffnung und Aussicht auf Freiheit nehmen.

König Leon stieg leider in meinen Augen nicht in seinem Ansehen. Seine Art lässt nur ein Gefühl zu: - Verachtung. Er ist der geborene Gegenspieler von Ruby und kennt keine Grenzen.

Ich habe Band 2 als sehr ruhig im Vergleich zum Vorgänger empfunden. Dennoch gab es auch hier einige spannende Szenen und das gewollte Kribbeln von Gefahr, welches die Autorin geschickt im Leser weckt.

Fazit:
Einige Überraschungen haben in Band 2 den Leser erwartet, auch wenn das Tempo hier etwas gedrosselt wurde. Rubys Gefühlslage ist die des Lesers und, wie auch Ruby, hoffen wir auf ein Wunder. Leider deutet der Cliffhanger daraufhin, dass die Lage sich eher verschlimmert hat. Ich muss daher unbedingt erfahren, ob es Ruby Zukünftig gelingt, ihr eigenes Glück zu finden.

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Veröffentlicht am 26.01.2021

Ein tolles Buch um die Vorweihnachtszeit zu genießen...

Sheriff Peng – Weihnachten in der Kaktuswüste
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Meinung:

Wie bringt man Kindern bei, dass nicht der Wert eines Geschenks entscheidend ist? Das hat sich wohl auch der Autor Kai Renners gedacht. In „Sheriff Peng: Weihnachten in der Kaktuswüste“ geht ...

Meinung:

Wie bringt man Kindern bei, dass nicht der Wert eines Geschenks entscheidend ist? Das hat sich wohl auch der Autor Kai Renners gedacht. In „Sheriff Peng: Weihnachten in der Kaktuswüste“ geht es um den Sinn des Schenkens. Entscheidend ist hierbei nicht der Wert eines jeden Geschenks, sondern ob es vom Herzen kommt. Pengs Freund Hüha denkt, dass er kein Geschenk zu Weihnachten bekommen wird und seine trüben Gedanken gefährden das Weihnachtsfest.

Zu Beginn kommen uns sicher einige Begebenheiten unglaublich bekannt vor. Eins ums andere dachte ich: „Oh, das haben wir auch in unserer Kindheit so gemacht“.

Die Charaktere waren niedlich und jeder unterschied sich auch optisch von dem anderen. Eine bunte Mischung aus tierischen Freunden hat Sheriff Peng um sich versammelt.

Die Illustrationen waren für Kinderaugen einladend gestaltet. Das Wort „Qualitätsware“ hätte ich allerdings durch ein leichteres Wort in Hinblick auf die Zielgruppe ersetzt. Es wirkte für mich etwas fehl am Platz. Ansonsten halte ich es für ein durch und durch gelungenes Buch.

Fazit:

„Sheriff Peng: Weihnachten in der Kaktuswüste“ versucht auch den Kleinsten den Sinn des Schenkens zu übermitteln. Ein tolles Buch um die Vorweihnachtszeit zu genießen, und nicht zu vergessen, dass am Ende nicht das Geschenk, sondern die Geste des Schenkens und aneinander Denkens zählt.

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Veröffentlicht am 25.01.2021

Weg von dem Altbekannten...

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft (Band 1)
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Meinung:

In „Kaleidra: Wer das Dunkel ruft“, eröffnet sich Emilia eine neue faszinierende Welt. Vieles ist neu. Die Logen sowie auch die Materie und deren Kräfte. Einiges hat sich zwar vor ihren Augen ...

Meinung:

In „Kaleidra: Wer das Dunkel ruft“, eröffnet sich Emilia eine neue faszinierende Welt. Vieles ist neu. Die Logen sowie auch die Materie und deren Kräfte. Einiges hat sich zwar vor ihren Augen verborgen und doch erschließen sich ihr ganz neue Möglichkeiten, – mit eingebunden allerlei Gefahren. Drei verschiedene Orden; Gold, Silber und Quecksilber. Jeder Orden hat seine ganz eigenen Ziele, und dann ist da noch das sagenumwobene Voynich-Manuskript. Doch was verbringt sich dahinter, und wem kann Emilia eigentlich vertrauen?

Emilia mochte ich als Protagonistin sehr. Sie ist clever, und doch braucht sie Zeit, all das Neue zu verarbeiten. Ihre Fähigkeiten und Auffassungsgabe hat mir sehr gut gefallen, wie auch ihr Drang Rätseln nachzugehen. Sie hat außerdem einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und ist sehr tough.

Ben ist selbstsicher und Teil der neuen Welt, die Emilia noch so fremd ist. Er wirkt kühl und überlegen mit einem verborgenen Kern an Weichheit. Früh hat er sich seine Ziele gesteckt und sie nie aus den Augen verloren.

Die chemischen Reaktionen überschlagen sich manchmal innerhalb der Geschichte. Ich denke gerade „Chemie-Liebhaber“ würden sich über so ein Fantasy Häppchen freuen. Mir gefällt die Geschichte trotzdem, ich hinterfrage einfach nicht wie eine „Zauberformel“ oder ein „Zauberspruch“ funktioniert, und so fällt es leichter sich darauf einzulassen. Mir gefiel diese Andersartigkeit der Geschichte.

Der Leser muss im ersten Band einiges verarbeiten. Die chemischen Elemente, die diese Geschichte beinhaltet, machen sie zu etwas Besonderes. Ein Buch mit einer solchen „Magie“, in dem Fall mit einer chemischen Komponente, habe ich bisher noch nicht gelesen. Auch gibt es einiges über die Orden zu lernen. Wir entdecken diese bisher verborgene Welt mit Emilia gemeinsam.

Mir hat der Handlungsverlauf sehr gut gefallen, auch wenn er durch die Einführung in die Orden und deren Besonderheiten manches Mal einen kleinen „Dämpfer“ verpasst bekommen hat. Ich bin aber überzeugt davon, dass es in Band 2 sicher dafür schneller vorangehen wird. Auch der Schreibstil der Autorin macht es durch ihre klaren Beschreibungen einfach, sich auf die Geschichte einzulassen. Mit dieser Autorin hätte man sicher mehr Spaß auf Klassenausflügen gehabt. Humor kam auch nicht zu kurz.

Fazit:

Weg von dem Altbekannten in ein neues Abenteuer mit einer ganz für mich noch unbekannten Magie, der „Chemie“. Wer auf der Suche nach etwas Neuem ist, dem dürfte „Kaleidra: Wer das Dunkel ruft“ sehr gefallen. Die Geschichte besticht durch Geheimnisse, Magie, Chemie und den Hauch des Unbekannten. Auch der Zeitverlauf der Vergangenheit stachelte mich als Leserin auf, mehr Erfahren zu wollen. Am Ende sind so viele Fragen offen, und diesen Cliffhanger habe ich so nicht kommen sehen. Ich brenne darauf herauszufinden wie es mit Emilia weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 10.11.2020

Witzige und auflockernde Dialoge mit vereinzeltem plattdeutschem Wortschatz.

Miep & Moppe
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Meinung:

„Miep und Moppe: Wohngemeinschaft mit Kaninchen“ von Stine Oliver ist ein unterhaltsames Kinderbuch. Persönlich würde ich euch empfehlen, Band 1 zuerst zu lesen, denn am Rande werden einige Ereignisse ...

Meinung:

„Miep und Moppe: Wohngemeinschaft mit Kaninchen“ von Stine Oliver ist ein unterhaltsames Kinderbuch. Persönlich würde ich euch empfehlen, Band 1 zuerst zu lesen, denn am Rande werden einige Ereignisse aus dem vorherigen Band angeschnitten. Gerne wollt ihr ja sicher auch zuvor wissen wie Miep und Moppe sich gefunden haben.

Diese Geschichte wird im Wechsel aus der Sicht von Miep und Moppe erzählt. Über jedem Kapitelbeginn thront eine süße Illustration von dem Charakter dessen Sicht wir gerade wahrnehmen.

Dadurch dass Miep eine Wandlerin ist, gibt es einen ganz zarten Fantasy-Hauch innerhalb der Geschichte, auch wenn sie sich in unserer Mitte abzuspielen scheint. Miep war authentisch und hatte das pragmatische Denken eines Kindes in ihrem Alter.

Moppe ist Mieps Austauschkaninchen und sorgt mit weiteren Tierchen für ganz viel Wirbel in Mieps Leben. Manchmal wirkte Moppe nicht wie ein Kaninchen, sondern wie der neugierige kleine Bruder von Miep. Die beiden sind ein unschlagbares Team. Allerdings war Moppes Nuscheln für mich meist ein größeres Problem, als dass es plattdeutsche Worte hätten darstellen können. Natürlich macht es Moppe nicht weniger sympathisch und gibt seinem Charakter eine eigene unverkennbare Note.

Wir dürfen die beiden durch ihren neuen Alltag begleiten, wobei für Miep ja alles schon Normalität ist. Aber ist nicht alles anders seit Moppe da ist und deshalb auch für sie vieles neu? Eben anders und spannender? Natürlich gibt es auch in Mieps Alltag kleine Hürden, die es zu meistern gilt. Wir lernen nebenher auch einige Tiere kennen, und ein paar ihrer Eigenarten werden angeschnitten.

Der Schreibstil war kindgerecht gehalten und stellte dennoch, durch die für mich noch nicht bekannten Wörter auf Plattdeutsch, eine Herausforderung dar. Ich hatte trotzdem beim Lesen große Freude. Einige Worte waren mir bekannt, andere haben mich bezüglich der Bedeutung neugierig gemacht. So bin ich immer mal zum Glossar am Ende der Geschichte gewandert, um etwas nachzusehen. In den Fußzeilen lieferten sich Miep und Moppe einen regen Austausch, der mich immer wieder amüsierte.

Fazit:

Witzige und auflockernde Dialoge mit vereinzeltem plattdeutschem Wortschatz. Miep und Moppe sind ein chaotisches Duo und erleben zusammen allerhand! Einige Weggefährten kreuzen ihren Weg und sorgen mit dafür, dass es garantiert nicht langweilig wird. Auf jeden Fall ein etwas anderes Kinderbuch für Kinder, welches aber durch die leichte Atmosphäre schnell durch die Seiten trägt. Dieses junge Team lädt auf jeden Fall zum Schmunzeln ein.

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Veröffentlicht am 07.08.2020

Ein aufregendes magisches Abenteuer!

Dark Charm
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Meinung:

„Dark Charm“ von Alex Bell zieht uns in die gefährlichsten Orte von Baton Noir. Jude steht einigen Herausforderungen gegenüber die sie so nicht kommen gesehen hat. Wer rechnet denn auch damit ...

Meinung:

„Dark Charm“ von Alex Bell zieht uns in die gefährlichsten Orte von Baton Noir. Jude steht einigen Herausforderungen gegenüber die sie so nicht kommen gesehen hat. Wer rechnet denn auch damit bei einer Beerdigung von einem Geist befallen zu werden? Mitunter ist dies aber am Ende nicht ihr einziges Problem. Es tun sich immer mehr auf, wie eine Achterbahnfahrt, die erst durch die Trauerfeier begonnen zu haben scheint.

Rote Haare, bodenständig und jeden Tag um ihr täglich Brot bangend so habe ich Jude im Buch immer ein Stück besser kennengelernt. Sie ist hitzköpfig, direkt und doch auch unglaublich fürsorglich, einfühlsam, sich selbst oft zurückstellend. Die Jazzmusik ist unter anderem ihre große Leidenschaft. Und die Vergangenheit ruht wie ein unruhiger Schatten auf ihren Schultern. Sie hat es hart im Leben getroffen, und dennoch gibt sie nicht auf. Ich mochte ihre Charakterzüge sehr, einfach auch weil sie immer nachvollziehbar waren.

Neben Jude lernen wir noch weitere Charaktere kennen, die einen hohen Stellenwert in ihrem Leben haben, z. B. ihr Vater, der eine geschundene Seele ist, gebrochen durch die Vergangenheit. Ivory Monette hingegen ist gerissen und rachsüchtig. Zumindest scheint es oberflächlich so. Sie ist unglaublich mächtig selbst als Geist immer noch.

Unglaublich viele magische Elemente wurden in die Geschichte eingewoben. Mich als Leser hat die Welt regelrecht beflügelt. Immer neue Dinge konnte ich entdecken. Viele Hintergrundgeschichten einiger Charaktere wurden mir als Leser zuteil. Die Welt besteht aus viel mehr als nur Vampiren! Lasst euch da nicht vom Klappentext beirren. Hier handelt es sich nicht um eine typische Vampirgeschichte. Vampire stehen nach meiner Meinung auch nicht im Mittelpunkt. Diese Geschichte ist deutlich facettenreicher und vielfältiger, auch von den Wesen her! Der Schreibstil ließ die Umgebung und die Magie aufleben. Einzig bei den Rückblicken hätte ich mir einen geschmeidigeren Übergang gewünscht. Für mich waren diese so manches Mal etwas zu schnell.

Fazit:

Zwischen Voodoo Zauber und Dark Charms erwartet uns ein aufregendes magisches Abenteuer rund um Jude. Jude macht innerhalb der Geschichte eine tolle Entwicklung mit. Dies gefiel mir inkl. der abwechslungsreichen Handlung besonders. Ich mochte die Welt und die magischen Elemente, die Wesen und Gegebenheiten, die in der Geschichte präsent waren. Die Hintergrundgeschichten die sich Jude während ihres Abenteuers erschließen, aber auch die Magie der Dark Charms haben mir gefallen. Lediglich bei Rückblenden hätte ich mir einen geschmeidigeren Übergang gewünscht. Dennoch, es gibt da bei weitem mehr zu entdecken, als eigentlich zuerst vom Klappentext versprochen wurde. Es war unglaublich facettenreich und ich glaube, ich habe im ersten Band nur einen Bruchteil davon erfasst, was noch alles passieren könnte oder möglich sein kann. Ich hoffe ja inständig, dass es einen 2. Band geben wird, weil ich mich schwer von dieser Welt trennen kann und nach dem Ende gerne erfahren würde wie Judes Leben weiter verläuft.

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