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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Großes Potential mit einigen Kritikpunkten...

Die fünfte Welle
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"Die 5. Welle" von Rick Yancey habe ich schon vor einigen Wochen zu ende gelesen, aber ich habe mich unheimlich schwer getan hierfür eine passende Rezension zu schreiben.
Ich bin mit unheimlich großen ...

"Die 5. Welle" von Rick Yancey habe ich schon vor einigen Wochen zu ende gelesen, aber ich habe mich unheimlich schwer getan hierfür eine passende Rezension zu schreiben.
Ich bin mit unheimlich großen Erwartungen an dieses Buch gegangen, da mir "Die 5. Welle" erstmals im Radio bei "EinsLive" aufgefallen ist. Normalerweise stimmt der Buchgeschmack mit der "EinsLive Bücherfrau" ziemlich mit meinem überein und sie kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.
Ich habe mich also wahnsinnig auf das Lesen gefreut. Nur war es dann doch nicht so wie ich erwartet und erhofft habe...

Kurzbeschreibung:

Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ...

Meine Meinung:

Die ersten Seiten des Buches haben mich wirklich gefesselt. Cassie, die sechzehnjährige Hauptprotagonisten führt den Leser in ihre Welt ein. Außerirdische haben die Erde angegriffen und die Menschheit wurde von 4 "Wellen" überrollt und ist beinahe komplett ausgerottet.

"Die erste Welle: Licht aus. Die Welt versinkt in vollkommener Finsternis. Es sterben rund 500.000 Menschen. Es funktionieren keine Autos mehr und es herrscht das blanke Chaos.
Die zweite Welle: Hohe Brandung. Es herrscht große Verwüstung und viele weitere Menschen müssen ihr Leben lassen.
Die dritte Welle: Seuche. Der rote Tod lässt die Menschen von innen verbluten und sie gehen jämmerlich zugrunde. Eine Heilung scheint es nicht zu geben.
Die vierte Welle: Silencer. Die Anderen. Sie sind überall und sie wollen nur eins: Die Menschheit auslöschen.
Die fünfte Welle: ?"

Cassie hat ihre Mutter durch den roten Tod verloren und ist nun mit ihrem Vater und ihrem kleinen Bruder Sam auf der Suche nach weiteren Überlebenden. Bei einem fürchterlichen Zwischenfall verliert sie ihren Vater und Sam wird von einem Bus angeblich in Sicherheit gebracht.
Doch Cassie ist mehr als skeptisch, was eine generelle Eigenschaft von ihr ist und ihr einziges Ziel ist es ihren Bruder wieder zu finden.
Durch viele Rückblenden erlebt man gemeinsam mit Cassie erneut die einzelnen Wellen und hier fing für mich das Problem des Buches an.
Der Blick in die Vergangenheit war mir persönlich zum Teil einfach zu lang. Vielleicht bin ich ungeduldig, aber ich wollte wissen wie es weiter geht und nicht wie Cassies ehemalige Highschool Zeit war und welchen wundervollen Typen sie angehimmelt hat.
Natürlich macht jede Szene Sinn und zum Ende des Buches finden auch alle Handlungstränge wieder zu einem großen ganzen zusammen, trotzdem hatte die Geschichte für mich einige Längen.

Rick Yancey hat das Buch in mehrere Teile unterteilt. Im zweiten Teil übernimmt plötzlich ein Fremder Protagonist das erzählen um dann im dritten Teil wieder zurück zu Cassie zu springen. Natürlich ist dieser Perspektivenwechsel nichts ungewöhnliches in einem Roman, aber hier wurde ich irgendwie ein wenig aus der Story gerissen und der Wechsel war etwas verwirrend.
Obwohl der Schreibstil des Autors flüssig zu lesen ist, konnte ich manchen Gedankensprüngen einfach nicht ganz folgen.
Das schlimme ist, ich finde das Buch wirklich nicht schlecht, ich habe wahrscheinlich einfach nur "mehr" oder etwas anderes erwartet. Deswegen versuche ich diese Rezi so Objektiv wie möglich zu halten. Ich hatte eine düstere Dystopie mit einer sympathischen Hauptprotagonistin erwartet, aber für mich ist "Die 5. Welle" eher ein Science Fiction / Endzeit Roman, dessen großer Pluspunkt definitiv der realistische Weltenentwurf und eine ebenfalls beängstigend realistische Zukunftsvision ist ( falls man einen Angriff von Auserirdischen als realistisch ansehen möchte. Aber falls er stattfinden würde, wäre der hier dargestellte Verlauf absolut denkbar)
Mit Cassie allerdings bin ich nie so richtig warm geworden. In Teil Vier des Buches trifft Cassie auf den mysteriösen Evan und hier hatte ich ein wenig das Gefühl, dass man endlich ein Stückweit einen Einblick in ihre wirkliche Gefühlswelt bekommt. Durch die schrecklichen Geschehnisse der ersten 4 Wellen ist sie natürlich ängstlich, unheimlich misstrauisch und fast ein wenig Gefühlskalt, aber trotzdem konnte ich nicht immer ganz mit ihr mitfühlen.
Zum Ende des Buches wird die ganze Geschichte dann aber plötzlich doch noch richtig rasant, einige Wendungen waren völlig unvorhersehbar, bei einigen anderen hatte ich schon früh die richtige Vermutung. Aber es kommt auf jeden Fall Spannung auf und man fiebert auf das hoffentlich erlösende Ende hin.
Das hat mir allerdings dann wieder nicht so gut gefallen und Cassie hat es auf den letzten Seiten des Buches noch geschafft mir richtig unsympathisch zu werden.
Trotz all meiner Kritikpunkte hat "Die 5. Welle" aber wirklich viel Potential und ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weiter geht und ich hoffe das Cassie mir noch eine anderer Seite von sich zeigen wird.

Fazit:

Ich glaube, wenn ich völlig ohne Erwartungen und ohne mich vorher mit dem Buch beschäftigt zu haben angefangen hätte zu lesen, hätte ich das Buch sogar richtig gut gefunden. Durch die hohe Erwartungshaltung war ich aber ein wenig Enttäuscht. Ich empfehle daher sich einfach auf die Geschichte einzulassen, ich denke dann wird jeder Liebhaber von Endzeitgeschichten begeistert sein.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Irgenwie konfus, mit einer unsympathischen und namelosen Protagonisten glänzt es mit einen grandiosen Schreibstil...

Ein Lied, so süß und dunkel
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Kurzbeschreibung:
Ihre Freundschaft ist so tief wie ihre Seele – ihre Liebe so abgründig wie das Jenseits.

Sie und Aurora … das ist für immer! So unterschiedlich die Mädchen auch sind – Aurora zart wie ...

Kurzbeschreibung:
Ihre Freundschaft ist so tief wie ihre Seele – ihre Liebe so abgründig wie das Jenseits.

Sie und Aurora … das ist für immer! So unterschiedlich die Mädchen auch sind – Aurora zart wie das Sonnenlicht, sie so düster wie die Mitternacht –, ihr Leben ist ein einziger gemeinsamer magischer Rausch aus Partys, Musik und Kunst. Doch als Jack in ihr Leben tritt, ist es wie ein schmerzhaft schöner Riss in ihrem Traum. Dieser begnadete Junge, der die Menschen mit seinen Liedern betört, hat nicht Aurora gewählt, sondern die Freundin in ihrem Schatten. Doch dann taucht Minos auf, ein zwielichtiger Clubbesitzer, der Jack und Aurora einen teuflischen Pakt anbietet. Als die zwei gemeinsam nach L.A. verschwinden, kann nur sie die beiden vor ihrem Verderben bewahren …
Meine Meinung:
Schon lange ist mir eine Rezension nicht so schwer gefallen, wie es diese hier tun wird. Ich bin
ganz ehrlich, ich habe das Buch jetzt ein paar Tage sacken lassen (und die Rezi vor mir her
geschoben), weiß aber eigentlich immer noch nicht so genau, was ich von "Ein Lied, so süß
und dunkel" halten soll.

Der erste Punkt, der mich leider bis zum Ende des Buches gestört hat ist, dass man den
Namen der Hauptprotagonistin (aus deren Sicht die Geschichte auch erzählt wird) nicht
erfährt.
Irgendwie fehlte mir dadurch Nähe zu ihr, sie blieb mir bis zum Ende des Buches fremd.

Die Erzählerin und Aurora leben ein Leben, dass nicht so ist, wie es andere Jugendliche
erleben.
Auroras Vater war ein berühmter Musiker, nahm sich aber früh das Leben. Ihre Mutter ist
Drogenabhängig und kümmert sich so gut wie gar nicht um ihre Tochter.
Die beiden Mädchen verbringen beinahe jeden Tag miteinander, gehen gemeinsam auf
Partys, betrinken sich und scheinen sich auch sonst um nichts wirklich wichtiges im Leben
kümmern zu müssen.
Obwohl mich das Buch wahnsinnig gefesselt hat und ich es in nur 2 Tagen durch hatte, wusste
ich bis mindestens Seite 150 überhaupt nicht, wohin die Geschichte eigentlich will.
Wahrscheinlich ist der unheimlich interessante Schreibstil der Autorin "Schuld", dass ich das
Buch so verschlungen habe, obwohl mir Story und Protagonistin nicht wirklich zugesagt haben.
Sarah McCarrys Art die Geschichte zu erzählen, kann man nicht wirklich mit anderen Büchern
vergleichen. Sie schreibt unheimlich blumig, mit vielen Metaphern und fast schon poetisch.

"Eine einzelne Note, leise und süß, reist von den Sternen herab und sinkt schwerelos zu
Boden, und dann noch eine und noch eine, sanft wie feiner Sprühregen. Ich habe so etwas
noch nie gehört.
Seine Musik ist wie der wogende Ozean, der Wind, der übers offene Meer weht, der entfernte
Schrei einer Möwe. Sie fährt durch meine Haare, streicht über meine Haut, füllt meinen Mund
und gleitet übermeine Zunge..."

Zitat der Erzählerin, als sie das erste Mal Jacks Musik hört.

Ungefähr im letzten Drittel des Buches wendet sich die Geschichte und führt plötzlich in eine Richtung, die ich nicht wirklich erwartet habe.
Insgesamt ist "Ein Lied, so süß und dunkel" zum Teil etwas konfus. Viele Rückblenden und Erinnerungen der Erzählerin waren für mich nicht immer nachvollziehbar und passten manchmal nicht wirklich in den Fluss der Geschichte.
Was mich wohl wahrscheinlich am meisten gestört hat, war die Distanz zur Protagonistin.
Die namenlose Erzählerin, war mir die ganze Zeit über ziemlich unsympathisch.
Ich mochte weder ihren Musik Geschmack, ihren Kleidungsstil und am wenigsten ihre lockere Einstellung zu Alkohol und Drogen.
Das einzige, was sie etwas sympathisch wirken ließ, ist ihre bedingungslose Liebe und Loyalität ihrer Freundin Aurora gegenüber, die durch ihre oberflächliche und arrogante Art allerdings auch nicht wirklich zu meinen favorisierten Protagonisten gehört.
Generell sind der Umgang mit Drogen in dem Buch meiner Meinung nach bedenklich, vor allem, wenn das Buch für Jugendliche ab 14 Jahren gedacht sein soll.
So wie die Autorin den Konsum beschreibt, wirkt es auf mich gefährlich verharmlost und viel zu "normal".
Fazit:
Auch wenn ich viele Kritikpunkte an dem Buch finden konnte, hat es mir trotz allem auf eine neuartige Art gefallen, wahrscheinlich hauptsächlich, weil ich den Schreibstil von Sarah McCarry wirklich großartig fand.
Wer auf der Suche nach einem Fantasy Roman ist, wird hier sicher enttäuscht. Wer es allerdings schafft sich einfach auf die Geschichte einzulassen und die tolle Art zu Schreiben genießen kann, wird trotz fehlendem Sympathieträger sicher Freude an dem Buch haben.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein spannender Fantasy Roman

Spirit - Du gehörst mir
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Meine Meinung:

Also erst einmal muss ich gestehen, dass mich das Cover des Buches schon so verzaubert hat, dass ich dieses Buch einfach unbedingt lesen musste. Gepaart mit dem Klappentext verspricht das ...

Meine Meinung:

Also erst einmal muss ich gestehen, dass mich das Cover des Buches schon so verzaubert hat, dass ich dieses Buch einfach unbedingt lesen musste. Gepaart mit dem Klappentext verspricht das Buch eine spannende und mysteriöse Geschichte und das Autorenduo Carrie Jones und Steven E. Wedel haben diese Erwartung auch erfüllen können.
Die Story wird Abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptprotagonisten Aimee und Alan erzählt, so das man sich als Leser sehr gut in beide Charaktere hineinversetzen kann.

Aimee lebt mit ihrem Vater, ihrem Großvater und ihrem kleineren Bruder zusammen und führt eigentlich eine gute Beziehung zu ihrem Freund Blake.
Schon seit längerer Zeit hat Aimee merkwürdige Träume, sie sieht schreckliche Dinge, die kurze Zeit später passieren.
Als jedoch der Vater ihrer besten Freundin Courtney auf dem Meer verschwindet, scheinen sich plötzlich viele Menschen zu verändern.
Blake wird Besitzergreifend, Courtney sehr launisch und auch bei anderen Mitschülern fällt Aimee eine höhere Gewaltbereitschaft auf.

Als Courtneys Cousin Alan nach Maine zieht um Courtney Familie zu unterstützen beginnen sich die mysteriösen Dinge zu häufen.

Alan und Aimee fühlen sich voneinander angezogen und scheinen beide dem Übernatürlichen nicht abgeneigt zu sein. Auch wenn Alan seinen Vater nie kennen gelernt hat, weiß er doch, dass er ein Navajo war und versucht die indianischen Mythen zu verstehen.

Gemeinsam versuchen die Beiden heraus zu finden, warum immer wieder schreckliche Unfälle am naheliegenden Fluss passieren und vermuten, dass ein Dämon den sie Flussmann nennen von Courtney Besitz ergreifen will.

Sowohl Aimee, wie auch Alan waren für mich sehr sympathische Protagonisten. Beide sind unheimlich hilfsbereit und versuchen alles um Courtney zu helfen. Obwohl Aimee eigentlich eher vorsichtig und ein wenig ängstlich ist, wächst sie immer wieder über sich hinaus und ist oft Mutiger als sie von sich selbst erwartet.

Ich mochte vor allem den Einfluss der indianischen Mythen auf die Geschichte. Und Alan, als langhaariger Halbindianer ist definitiv ein cooler Charakter, derabsolut überzeugen konnte.

Auch wenn einige Fragen ungeklärt bleiben und man nicht alles "Übernatürliche" erklärt bekommt, hat mir "Spirit" gut gefallen. Der angenehme Schreibstil der beiden Autoren hat mich nur so über die Seiten fliegen lassen und das Buch war trotz stolzer 416 Seiten sehr kurzweilig und hatte für mich keine überflüssigen Längen.

Fazit:

"Spirit - Du gehörst mir" ist ein schönes Fantasy Buch, dass dem Leser ein paar schöne und spannende Lesestunden beschert. Auch wenn die Inbesitznahme durch einen Dämon keine Neue Idee ist, konnte mich die Mischung von Geisterwelt, Dämonen und Navajo Mythen überzeugen und vor allem die beiden Hauptprotagonisten machen das Buch zu einem Lesenswerten Buchgenuss.

Um volle 5 Drachen zu bekommen, fehlte mir das "gewisse Etwas", aber mit sehr guten 4 Drachen kann ich das Buch jedem Liebhaber von übernatürlichen Romantasy Geschichten auf jeden Fall empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine schöne neue Idee...,

Cold Fire
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Klappentext:

Lara Anderson, 18 Jahre alt, lebt in einer amerikanischen Kleinstadt. Sie begegnet Logan, dem Anführer der Secutor. Secutor sind nichtmenschliche Wesen, die Erinnerungen beeinflussen können. ...

Klappentext:

Lara Anderson, 18 Jahre alt, lebt in einer amerikanischen Kleinstadt. Sie begegnet Logan, dem Anführer der Secutor. Secutor sind nichtmenschliche Wesen, die Erinnerungen beeinflussen können. Logan beginnt sich für Lara zu interessieren, als er bemerkt, dass sie seinen Manipulationen widersteht. Ein Secutor kann sich normalerweise nicht verlieben, dennoch erobert Lara Logans Herz im Sturm. Als ein Feind Logans von Lara und ihrer Liebe erfährt, will er Lara benutzen, um Logan endgültig zu besiegen. Um seine Geliebte zu beschützen, setzt Logan alles aufs Spiel.

Meine Meinung:

Cold Fire ist der Debüt Roman von Katrin Gindele und handelt von der achtzehnjährigen Lara Anderson.
Sie lebt eigentlich ein normales Leben an einer amerikanischen Highschool, bis ihr scheinbar als einziger auffällt, dass merkwürdige Dinge geschehen.
Wieso wundert sich niemand über den fremden Jungen auf den Schulfotos? Warum scheint jeder sich an ihn erinnern zu können, als wäre er immer schon an ihrer Schule gewesen und warum fallen niemanden diese wundervollen grünen Augen auf?
Erst ist Lara nur neugierig auf Logan, dann fasziniert und bald schon wird mehr aus dieser Fasziniation, denn Logan ist anders und nur Lara scheint dies zu bemerken.

Da der Klappentext es schon verrät, kann ich Euch ja sagen, dass Logan Erinnerungen manipulieren, sowie Illusionen erschaffen kann, da er ein Secutor ist. Nur Lara kann durch die Illusionen hindurch sehen und sieht Logan in seiner wahren Gestalt.
Schnell verlieben die beiden sich, was die anderen Secutor anfangs überhaupt nicht billigen. Logans Gefühle werden aber so sehr verstärkt, dass er bereit ist alles für sie zu tun und sie vor allem zu beschützen.

Eigentlich bin ich immer nicht so leicht von dieser "Liebe auf den ersten Blick" Sache zu begeistern, aber Katrin Gindele hat es geschafft, die Geschichte glaubhaft und gefühlvoll zu schreiben, so dass man den beiden Hauptprotagonisten gerne die große Liebe wünscht. Natürlich gibt es aber einen Widersacher, der den beiden das Leben schwer macht.

Lara war mir von Anfang an ziemlich sympathisch. Ihr ständiges Zuspätkommen würde mich wohl wahrscheinlich wahnsinnig machen, wäre ich ihre Freundin, aber es macht sie so schön menschlich und nicht so unnahbar, wie manche perfekten Protagonistinnen. Logan ist der klassische Gentleman Typ, den aber eine mysteriöse Aura umgibt.
Wirklich gut gefallen hat mir die neue Idee, der Secutor. Illusionen und Beeinflussung von Erinnerungen waren für mich eine neue, spannende Idee und mit ihrem Beschützerinstinkt erinnern die Secutor ein wenig an Schutzengel.
Mit einem detaillierten und flüssigen Schreibstil schafft es die Autorin den Leser in die Geschichte zu ziehen und in ihren Bann zu halten.
Auch wenn Laras und Logans Story im mittleren Teil des Buches etwas ruhiger wird, kommt zum Ende noch mal richtig Spannung in die Geschichte, die einen neugierig auf einen zweiten Teil zurück lässt.
Fazit:
Eine schöne neue Idee, die mich auch durch ihren angenehmen Schreibstil begeistern konnte. Auch wenn es im mittleren Teil ein paar Längen gab, hat mich die Geschichte gefesselt und ich freue mich auf mehr aus Katrin Gindeles "Feder"...

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine Geschichte mit einer innovativen Idee, die Spannend und unterhaltsam zugleich ist!

Er kam
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Kurzbeschreibung:

ER=GOTT
Alice (18) hat schon mehr als genug Probleme. Sie muss mit einem tragischem Schicksalsschlag fertig werden und ihr Abitur bestehen. Als ihr plötzlich verschiedene Persönlichkeiten ...

Kurzbeschreibung:

ER=GOTT
Alice (18) hat schon mehr als genug Probleme. Sie muss mit einem tragischem Schicksalsschlag fertig werden und ihr Abitur bestehen. Als ihr plötzlich verschiedene Persönlichkeiten begegnen, die alle behaupten Gott zu sein, gerät Alices Welt vollends aus den Fugen. Während ihre Schwester und ihre Freunde sie für geisteskrank halten, begreift Alice nach und nach, dass es wirklich einen Gott gibt. Doch Gott hat ein Problem, eine multiple Persönlichkeitsstörung verschleiert seinen Blick. Als Gott dann noch auf die Idee kommt, die Menschheit zu dezimieren und ein Spiel zu beginnen, nimmt die Geschichte eine tragische Wendung. Kann Alice Gott vom Gegenteil überzeugen? Teil Eins einer packenden Fantasytrilogie um Freundschaft, Größenwahn und Liebe.

Meine Meinung:

Als ich den Klappentext gelesen habe und dazu dieses düstere Cover gesehen habe, war mein erster Gedanke: Wie strange ist das denn, bitte?

Ein Gott der unter multipler Persönlichkeitsstörung leidet und ein tödliches Spiel mit der Menschheit spielen will?
Das Buch klingt nicht nur cool, es ist auch definitiv richtig klasse.
Alice, die achtzehnjährige Protagonistin des Buches hat einen schweren Schicksalsschlag erlitten und lebt seit kurzem gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester bei ihrem Alkoholabhängigen Vater.

Als hätte sie nicht schon Probleme genug bekommt sie auch noch merkwürdige Träume, aus denen sie mit Schmerzen und Verletzungen erwacht. Natürlich glaubt ihr niemand und ihre Schwester beginnt sich große Sorgen um ihren Geisteszustand zu machen.

Alice sieht Gott in verschiedenen Persönlichkeiten und das nicht mehr nur in ihren Träumen. Der ebenso charmante, wie gefühlskalte Eduard bringt kurzerhand einen Kioskbesitzer um, nur um in Ruhe mit Alice reden zu können.
Nach und nach stellt sich heraus, dass eine der Persönlichkeiten ein grausames Spiel mit der Menschheit plant und diese zum Zeitvertreib beinahe ausrotten will.
Natürlich steht Alice vor dem Problem, dass sie den Menschen helfen möchte, ihr aber niemand glaubt.

Larissa Reiters Schreibstil ist wunderbar flüssig und angenehm zu lesen. Sie schafft es der Geschichte, trotz düsterer und teilweise melancholischer Stimmung eine große Portion Humor und Sarkasmus hinzuzufügen, so dass ich neben Schockmomenten auch immer wieder herzhaft lachen musste.
"Er kam" ist einfach herrlich skurril und ein Roman, den man wirklich in keine Schublade stecken kann, weil er einfach anders ist.
Die Idee, genauso wie die Umsetzung der Story konnten mich komplett überzeugen und ich freue mich schon sehr darauf mehr von Larissa Reiter zu lesen!

Fazit:

Wer auf der Suche nach etwas neuem und anderem ist, sollte sich "Er kam" auf jeden Fall merken. Eine Geschichte mit einer innovativen Idee, die Spannend und unterhaltsam zugleich ist!
Da sich leider noch ein paar kleine "Fehlerchen" in das Buch geschlichen haben, die aber bei der nächsten Ausgabe überarbeitet werden, gibt es einen kleinen Punkt Abzug, aber ansonsten kann ich Larissa Reiters Erstling absolut empfehlen...