tolle Familiengeschichte, politisch spannend
Jaffa RoadRezension zu „Jaffa Road“ von Daniel Speck
Daniel Speck schreibt mit einem angenehmen Schreibstil, der leicht und flüssig zu lesen ist und die Leser direkt ins Geschehen katapultiert. Ich konnte die Sonne ...
Rezension zu „Jaffa Road“ von Daniel Speck
Daniel Speck schreibt mit einem angenehmen Schreibstil, der leicht und flüssig zu lesen ist und die Leser direkt ins Geschehen katapultiert. Ich konnte die Sonne in Italien fühlen und die Gerüche auf der Jaffa Road riechen.
Der „leichte“ Schreibstil zeugt aber keinesfalls von mangelnder Tiefe. Im Gegenteil, der aufmerksame Leser wird sich einige intelligente Zitate markieren können, die zum Nachdenken anregen und berühren.
Das Thema und die Beschreibungen sorgen, wie auch schon bei „Piccola Sicilia“ dafür, dass die Geschichte nicht nur so am Leser vorbeizieht. Im Gegenteil: man fiebert mit den Charakteren mit.
Die Sprünge zwischen Gegenwart und Zukunft sind inhaltlich so miteinander verknüpft, dass man voll im Geschehen bleibt und sofort in die jeweilige Zeitebene hineinfindet.
Ebenfalls wie schon bei den zwei vorherigen Romanen besticht auch „Jaffa Road“ durch eine Vielschichtigkeit von Themen. Es geht nicht nur um den historisch-politischen Hintergrund, den Konflikt in Israel/Palästina, sondern auch um persönliche Konflikte der Protagonisten.
So bleibt die Spannung stets erhalten und wird nach und nach aufgelöst.
Moritz, Nina und Joelle kennen wir schon aus „Piccola Sicilia“, aber „Jaffa Road“ lässt sich auch unabhängig gut lesen und verstehen.
Moritz und Joelle haben/hatten ein bewegtes Leben. An diese Stelle möchte ich nicht zu viel über die Charaktere verraten, da ihre Geschichte einen großen Teil der Spannung ausmacht. Aber: Nina ist sehr sympathisch, Joelle eine Kämpferin. Elias lässt sich lange kaum einschätzen, wird aber ein spannender Charakter.
Insgesamt ist „Jaffa Road“ ein fantastischer Roman, der eine tolle Erzählweise vorweisen kann und mit einer faszinierenden Thematik besticht. Die realen historischen Hintergründe machen den Roman authentisch und noch fesselnder. Absolut lesenswert, wie auch die anderen beiden Bücher des Autors!