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Veröffentlicht am 26.11.2020

Wege, Wunder, Weltreisen

Juno und die Reise zu den Wundern
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Wenn Schauspieler/innen sich in neue Geschichten, Welten und Charaktere einleben, halten wir das für etwas ganz Normales. Aber was passiert, wenn eine Schauspielerin eine Geschichte niederschreibt in der ...

Wenn Schauspieler/innen sich in neue Geschichten, Welten und Charaktere einleben, halten wir das für etwas ganz Normales. Aber was passiert, wenn eine Schauspielerin eine Geschichte niederschreibt in der es um das finden von Zielen und neuen Wegen geht? Nun, „Juno und die Reise zu den Wundern“ entsteht. Die Schauspielerin und Autorin Judith Hoersch hat sich mit ihrer Geschichte über Wunder und Fantasie zwischen den Buchseiten des 150-seitigen Buches verewigt.

Junos Reise führt uns über verschiedene Kontinente. Während die Protagonistin auf der Suche nach ihren Lebenszielen eine Weltreise antritt, fragt man sich selbst so einiges über seine Ziele. Mit kleinen süßen Illustrationen von Maria Martin wird den Orten und Ereignissen zusätzlich Leben eingehaucht.

Das Buch ist an einem Leseabend mit einer Tasse des Lieblingstees gut durchzulesen. Nichtsdestotrotz sollte man sich für dieses wunderbare Buch ein wenig Zeit nehmen und es zu genießen.
Denn nicht nur Reisen werden hier groß geschrieben sondern auch Entschleunigung.

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Veröffentlicht am 26.11.2020

Schneesturm-Magie

Dort, wo die Zeit entsteht
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Dieses 175 Seiten beschäftigten mich noch einige Tage nachdem ich sie zugeklappt hatte. Claudia Wengenroth schaffte es in „Dort, wo die Zeit entsteht“ gleich ab der ersten Seite einen Bezug in mein eigenes ...

Dieses 175 Seiten beschäftigten mich noch einige Tage nachdem ich sie zugeklappt hatte. Claudia Wengenroth schaffte es in „Dort, wo die Zeit entsteht“ gleich ab der ersten Seite einen Bezug in mein eigenes Leben aufzubauen. Ich kann nicht genau sagen, was es ist, aber die Beziehung aus „dem Alltag entfliehen“ und einem immer wieder auftretender mystischer Bezug zur Bergwelt haben mich fasziniert.

Es ist kurz nach Weihnachten und damit der Zeit der Rauhnächte, als eine junge Ärztin versucht ihren anstrengenden Aufgaben für ein paar dienstfreie Tage zu entkommen. Auf der Berghütte ihrer Familie findet sie die Zeit für sich, die sie braucht, um ihre Klinikerlebnisse zu verarbeiten. Mit jedem Tag auf der Hütte kommt sie aber auch mit den alten Geschichten des Landes immer stärker in Berührung. Fragt sich nur was ist Traum und was ist Wirklichkeit?

Mit einem wunderbaren Schreibstil, dem Heimatbezug und dem Aspekt, dass wir alle doch nur Menschen sind hat Claudia Wengenroth definitiv ein Buch geschaffen, dass ich wieder einmal an einem kuscheligen Herbst- oder Winterabend lesen werde.

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Veröffentlicht am 26.11.2020

Faszinierend, mitreißend und zum Nachdenken anregend​

Mut zur Freiheit
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"Mut zur Freiheit" ist eines dieser Bücher, die man nicht mehr weglegen kann.

Yoenmi beschreibt ihre Kindheit und Jugend unter der nordkoreanischen Kim-Diktatur. Sie beschreibt das Abenteuer und die ...

"Mut zur Freiheit" ist eines dieser Bücher, die man nicht mehr weglegen kann.

Yoenmi beschreibt ihre Kindheit und Jugend unter der nordkoreanischen Kim-Diktatur. Sie beschreibt das Abenteuer und die Schrecken ihrer Flucht über die chinesische Grenze und ihr weiteres Leben in Südkorea. Man lernt einiges über die koreanische Kultur, Sitten und Gebräuche. Aber auch auf die nordkoreanischen Methoden der Machthaber wird eingegangen, oder besser gesagt aufgeklärt.

Yoenmi Park ist im selben Alter wie ich. Deswegen finde ich es um so erstaunlicher durch welche Schicksale jemand geprägt wird und was es für einen riesigen Unterschied macht, in welche Umstände man hinein geboren wird. Ich kann #inordertolive jedem ans Herz legen, der mal über den Tellerrand hinausschauen möchte. Es ist ein sehr interessantes Buch und ich hoffe, dass es noch viele Leserinnen und Leser begeistern wird.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Manche Kämpfe finden nicht nur im Ring statt

Punch
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„Punch“ von Paul Garbulski ist kein Roman, der sich gemütlich lesen lässt: er trifft. Die Geschichten spielen zwischen Rummelplatz, Boxring und Spielhöllen und zeigen Menschen, die am Rand der Gesellschaft ...



„Punch“ von Paul Garbulski ist kein Roman, der sich gemütlich lesen lässt: er trifft. Die Geschichten spielen zwischen Rummelplatz, Boxring und Spielhöllen und zeigen Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen und trotzdem weiterkämpfen. Da ist ein ukrainischer Boxer, der Gewissensbisse hat weil er nicht in den Krieg gezogen ist,, eine junge Frau, die nach einem Kampf sucht und ein Journeyman, der im Ring wie im Leben Niederlagen gewohnt ist. Zwischen Zuckerwattestand, grellen Lichtern und der Ringecke, in der Blut von der Stirn gewischt wird, entsteht ein Bild von Leben, die sich wie Faustschläge anfühlen.

Autor Paul Garbulski erzählt diese Schicksale mit einer besonderen Sprache: Dialoge wechseln sich mit kurzen erzählerischen Fragmenten ab, die teilweise fast poetisch wirken. Gerade das hat mir beim Lesen sehr gefallen. Immer wieder zeigt die Erzählperspektive, wo sich Menschen in ihrer Seele ähneln, wo sie sich begegnen, und wo Gefühle unausgesprochen bleiben. Der Rummelplatz wird dabei zu mehr als nur einem Ort des Vergnügens: Er wird zu einem Kaleidoskop von Existenzen, die zwischen Mut und Angst, Kampf und Aufgeben, Heimat und Exil stehen. „Punch“ ist damit ein intensiver, dichter Roman über Menschen, deren Geschichten sonst leicht übersehen werden.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Perfekt für cozy Lesestunden

Glück aus heiterem Himmel
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Manche Geschichten fühlen sich an wie ein warmer Tee an einem verregneten Tag. Sie sind sanft, tröstend und einfach wohltuend. Genau dieses Gefühl hat mir "Glück aus heiterem Himmel" von Nelly Berlin gegeben. ...

Manche Geschichten fühlen sich an wie ein warmer Tee an einem verregneten Tag. Sie sind sanft, tröstend und einfach wohltuend. Genau dieses Gefühl hat mir "Glück aus heiterem Himmel" von Nelly Berlin gegeben.

Elsie ist chaotisch, abergläubisch, liebenswert und steckt mitten in einer handfesten Lebenskrise. Statt Doktortitel und Forschungslabor gibt es Aushilfsjobs, Selbstzweifel und das Gefühl, komplett festzustecken. Umso schöner ist es, sie auf ihrem Weg zu begleiten – voller Humor, Herzenswärme und kleiner Alltagskatastrophen.

Die Begegnung mit dem charmanten Biochemiker Bo bringt frischen Wind in ihr Leben und sorgt für viele süße, witzige und emotionale Momente. Dabei gelingt es Nelly Berlin, Romantik und Wissenschaft auf wunderbar leichte Weise zu verbinden. Die Frage, ob Liebe Schicksal, Chemie oder beides ist, zieht sich charmant durch die gesamte Geschichte.

Besonders gefallen hat mir die Balance aus Humor, Gefühl und ernsteren Themen wie Selbstzweifel, Neuanfang und Mut zur Veränderung. Elsies innere Zerrissenheit wirkt authentisch, ihre Entwicklung ist berührend und die Dynamik zwischen ihr und Bo einfach zum Verlieben.

Ein herzerwärmender, leichter Liebesroman, der perfekt für gemütliche Lesestunden zum Abschalten, Lächeln und Wohlfühlen ist.

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