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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2020

Faszinierend, mitreißend und zum Nachdenken anregend​

Mut zur Freiheit
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"Mut zur Freiheit" ist eines dieser Bücher, die man nicht mehr weglegen kann.

Yoenmi beschreibt ihre Kindheit und Jugend unter der nordkoreanischen Kim-Diktatur. Sie beschreibt das Abenteuer und die ...

"Mut zur Freiheit" ist eines dieser Bücher, die man nicht mehr weglegen kann.

Yoenmi beschreibt ihre Kindheit und Jugend unter der nordkoreanischen Kim-Diktatur. Sie beschreibt das Abenteuer und die Schrecken ihrer Flucht über die chinesische Grenze und ihr weiteres Leben in Südkorea. Man lernt einiges über die koreanische Kultur, Sitten und Gebräuche. Aber auch auf die nordkoreanischen Methoden der Machthaber wird eingegangen, oder besser gesagt aufgeklärt.

Yoenmi Park ist im selben Alter wie ich. Deswegen finde ich es um so erstaunlicher durch welche Schicksale jemand geprägt wird und was es für einen riesigen Unterschied macht, in welche Umstände man hinein geboren wird. Ich kann #inordertolive jedem ans Herz legen, der mal über den Tellerrand hinausschauen möchte. Es ist ein sehr interessantes Buch und ich hoffe, dass es noch viele Leserinnen und Leser begeistern wird.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Manche Kämpfe finden nicht nur im Ring statt

Punch
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„Punch“ von Paul Garbulski ist kein Roman, der sich gemütlich lesen lässt: er trifft. Die Geschichten spielen zwischen Rummelplatz, Boxring und Spielhöllen und zeigen Menschen, die am Rand der Gesellschaft ...



„Punch“ von Paul Garbulski ist kein Roman, der sich gemütlich lesen lässt: er trifft. Die Geschichten spielen zwischen Rummelplatz, Boxring und Spielhöllen und zeigen Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen und trotzdem weiterkämpfen. Da ist ein ukrainischer Boxer, der Gewissensbisse hat weil er nicht in den Krieg gezogen ist,, eine junge Frau, die nach einem Kampf sucht und ein Journeyman, der im Ring wie im Leben Niederlagen gewohnt ist. Zwischen Zuckerwattestand, grellen Lichtern und der Ringecke, in der Blut von der Stirn gewischt wird, entsteht ein Bild von Leben, die sich wie Faustschläge anfühlen.

Autor Paul Garbulski erzählt diese Schicksale mit einer besonderen Sprache: Dialoge wechseln sich mit kurzen erzählerischen Fragmenten ab, die teilweise fast poetisch wirken. Gerade das hat mir beim Lesen sehr gefallen. Immer wieder zeigt die Erzählperspektive, wo sich Menschen in ihrer Seele ähneln, wo sie sich begegnen, und wo Gefühle unausgesprochen bleiben. Der Rummelplatz wird dabei zu mehr als nur einem Ort des Vergnügens: Er wird zu einem Kaleidoskop von Existenzen, die zwischen Mut und Angst, Kampf und Aufgeben, Heimat und Exil stehen. „Punch“ ist damit ein intensiver, dichter Roman über Menschen, deren Geschichten sonst leicht übersehen werden.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Perfekt für cozy Lesestunden

Glück aus heiterem Himmel
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Manche Geschichten fühlen sich an wie ein warmer Tee an einem verregneten Tag. Sie sind sanft, tröstend und einfach wohltuend. Genau dieses Gefühl hat mir "Glück aus heiterem Himmel" von Nelly Berlin gegeben. ...

Manche Geschichten fühlen sich an wie ein warmer Tee an einem verregneten Tag. Sie sind sanft, tröstend und einfach wohltuend. Genau dieses Gefühl hat mir "Glück aus heiterem Himmel" von Nelly Berlin gegeben.

Elsie ist chaotisch, abergläubisch, liebenswert und steckt mitten in einer handfesten Lebenskrise. Statt Doktortitel und Forschungslabor gibt es Aushilfsjobs, Selbstzweifel und das Gefühl, komplett festzustecken. Umso schöner ist es, sie auf ihrem Weg zu begleiten – voller Humor, Herzenswärme und kleiner Alltagskatastrophen.

Die Begegnung mit dem charmanten Biochemiker Bo bringt frischen Wind in ihr Leben und sorgt für viele süße, witzige und emotionale Momente. Dabei gelingt es Nelly Berlin, Romantik und Wissenschaft auf wunderbar leichte Weise zu verbinden. Die Frage, ob Liebe Schicksal, Chemie oder beides ist, zieht sich charmant durch die gesamte Geschichte.

Besonders gefallen hat mir die Balance aus Humor, Gefühl und ernsteren Themen wie Selbstzweifel, Neuanfang und Mut zur Veränderung. Elsies innere Zerrissenheit wirkt authentisch, ihre Entwicklung ist berührend und die Dynamik zwischen ihr und Bo einfach zum Verlieben.

Ein herzerwärmender, leichter Liebesroman, der perfekt für gemütliche Lesestunden zum Abschalten, Lächeln und Wohlfühlen ist.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Ein leiser Roman, der laut nachhallt

Zwei Leben
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1971, ein Dorf in Süddeutschland:
Roberta kehrt nach ihrer Schneiderlehre auf den Hof ihrer Eltern zurück. Sie liebt die körperliche Arbeit und die Natur, doch tief in ihr lebt der Wunsch nach einem eigenen, ...

1971, ein Dorf in Süddeutschland:
Roberta kehrt nach ihrer Schneiderlehre auf den Hof ihrer Eltern zurück. Sie liebt die körperliche Arbeit und die Natur, doch tief in ihr lebt der Wunsch nach einem eigenen, selbstbestimmten Leben und dem Traum, Kleider zu entwerfen. Im Dorf allerdings zählen Disziplin, Arbeit und Tradition. Ihre Träume passen hier nicht ins Bild.

Dann gibt es da noch Wilhelm, den Pfarrerssohn, den Roberta liebt und wegen dem sie bleibt. Seine Mutter Gertrud hingegen leidet unter dem Landleben. Sie fühlt sich eingeengt, abgestempelt, unfrei. Nur Wilhelm hält sie zurück.

Als beide Frauen schwanger werden, stehen sie vor Entscheidungen, die ihr Leben nachhaltig beeinflussen könnten. Doch ein tragisches Unglück wirft beide auf völlig neue Wege und zwingt sie, sich selbst, ihre Wünsche und ihre Zukunft neu zu definieren.

„Zwei Leben“ von Ewald Arenz ist ein feinfühliger, leiser und unglaublich atmosphärischer Roman über Freiheit, Erwartungen und die Last familiärer Pflichten. Arenz schreibt mit einer beeindruckenden emotionalen Tiefe und zeigt zwei Frauen, die trotz vollkommen unterschiedlicher Sehnsüchte in derselben engen Welt um ihr Glück ringen.

Mit 368 Seiten ist er auch für den nächsten Urlaub perfekt fürs Handgepäck geeignet, egal ob auf dem Weg zum Skifahren oder an den Strand.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Ein neuer Sturm für Jan Tommen

Am Ende des Sturms
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Ein lebloser Körper in einer Badewanne: Routine für Jan Tommen und sein Team. Doch was harmlos beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Fall voller Geheimnisse, falscher Identitäten und einer Spur, die ...


Ein lebloser Körper in einer Badewanne: Routine für Jan Tommen und sein Team. Doch was harmlos beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Fall voller Geheimnisse, falscher Identitäten und einer Spur, die bis nach Italien führt.

Autor Alexander Hartung schafft es auch im zwölften Band, die Spannung von Anfang an hochzuhalten. Zwischen Berlin und Sardinien entfaltet sich ein Netz aus Lügen und Schuld, das die Lesenden bis zur letzten Seite fesselt. Besonders stark fand ich die Dynamik im Ermittlerteam und die atmosphärischen Schauplätze, die das Kopfkino sofort anschalten.

„Am Ende des Sturms“ ist ein Krimi, der nicht mit Effekthascherei arbeitet, sondern mit psychologischer Tiefe, Tempo und Figuren, die man einfach gern begleitet.

Für alle, die intelligente Ermittlerkrimis mit emotionaler Spannung lieben und Jan Tommen schon seit Band 1 verfolgen: Dieser Teil ist ein Muss.

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