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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2021

Angenehm zu lesen

Die Bücherfrauen
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„Man soll denen, die man liebt, Raum geben, selbst wenn man alles fest zusammenhält.“ Einer meiner Lieblingssätze aus „Die Bücherfrauen“. Der Vergleich wird im Bezug auf das Einnähen eines Knopfes gemacht, ...

„Man soll denen, die man liebt, Raum geben, selbst wenn man alles fest zusammenhält.“ Einer meiner Lieblingssätze aus „Die Bücherfrauen“. Der Vergleich wird im Bezug auf das Einnähen eines Knopfes gemacht, passt aber perfekt ins Leben.
Im Buch wird die Geschichte der ersten Bibliotheken in Kansas dem Leser nähergebracht. In der Gegenwart begleiten wir die drei sehr unterschiedlichen Frauen Angelina, Traci und Gayle. Wobei nur Angelina für die Rückblicke in die Vergangenheit der ersten Bibliotheken verantwortlich ist.
Alle drei kommen aus grundverschiedenen Ecken und Verhältnissen, sind aber gleich stark verzweifelt und nähern sich im Laufe der Geschichte an.
Der Aufbau ist in sehr unterschiedlich langen Kapiteln gehalten. Jedes Kapitel aus Sicht einer der drei Frauen, wobei die Überschrift vorab anzeigt, bei welcher Figur wir uns befinden.
Der Schreibstil von Romalyn Tilghman ist angenehm zu lesen, wenngleich mir ein wirklicher Höhepunkt gefehlt hat. Dafür punktet das Cover bei mir. Ich finde es schlicht aber harmonisch. Fast etwas karg, wie das Leben im Nirgendwo in Kansas angeblich ist. Beim Titel bin ich mir nicht schlüssig, ob er sich auf die Frauen der Vergangenheit beziehen soll, da diese die Bibliotheken aufgebaut haben, oder auf die in der Gegenwart.
Einen positiven Eindruck habe ich aus den Landschaftsbeschreibungen und der Darstellungen der Lebensweise mitgenommen.

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Veröffentlicht am 21.01.2021

Bin nicht wirklich warm geworden

Das Tiroler Zahlenrad
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Auch wenn ich es versucht habe, aber so richtig warm bin ich mit dem Zahlenrad nicht geworden.
Der Aufbau und die Kapiteleinteilung sind in meinen Augen gut gemacht. Man kann sich schnell einen Überblick ...

Auch wenn ich es versucht habe, aber so richtig warm bin ich mit dem Zahlenrad nicht geworden.
Der Aufbau und die Kapiteleinteilung sind in meinen Augen gut gemacht. Man kann sich schnell einen Überblick verschaffen, wo man was finden kann. Dass die Arbeit mit dem Zahlenrad nicht so von heute auf morgen im kleinen Finger stecken würde, war mir vorher bewusst. Daran kann es also auch nicht liegen.
Es gibt viele Beispiele wie sich die Zahlen untereinander verhalten, worauf man achten soll und so weiter.
Im letzten Kapitel wird der Umgang mit dem Zahlenrad im Alltag beschrieben. Ich gestehe, dass ich so weit gar nicht gekommen bin. Habe ich mich doch zu sehr auf die Geburtszahlen meiner Umgebung konzentriert? Jedenfalls versuchte ich mit den Geburtsdaten meiner Familie zu arbeiten und hinter das System zu blicken. Zu erkennen wie hier die Menschen beschrieben werden. Aber entweder habe ich einen zu vernebelten Blick auf meine Mitmenschen, oder bei uns passten einfach alle Zahlen für jeden.
Wenn ich die vielen positiven Bewertungen lese, suche ich automatisch den Grund bei mir. Vielleicht liegt er ja da irgendwo. Ich lege dieses Buch jetzt leider aus der Hand ohne damit glücklich geworden zu sein.

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Veröffentlicht am 10.12.2020

Kalte Winternächte sind nicht automatisch hoch erotisch

Heiße Geschichten für geile WinterNächte | Erotische Geschichten
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Der Titel „Heiße Geschichten für geile Winternächte“ verspricht in zweierlei Hinsicht interessante Episoden. Die elf Kurzgeschichten handeln an unterschiedlichen Schauplätzen, aber natürlich alle im Winter. ...

Der Titel „Heiße Geschichten für geile Winternächte“ verspricht in zweierlei Hinsicht interessante Episoden. Die elf Kurzgeschichten handeln an unterschiedlichen Schauplätzen, aber natürlich alle im Winter.

Mit nicht ganz 200 Seiten ist das Buch überschaubar und schnell gelesen. Leider bezieht sich das schnell gelesen in diesem Fall darauf, dass ich irgendwann den Geschichten nur mehr halbherzig gefolgt bin. Ich konnte doch so einige Handlungen nicht nachvollziehen. Und dabei erwarte ich von erotischen Geschichten durchaus keine Realitätstauglichkeit. Doch je näher sie dieser kommen, desto mitreißender lesen sie sich.

Hier bewegt sich Holly Rose für meinen Geschmack zu weit weg vom Vorstellbaren (in Bezug auf die Handlungen ihrer Figuren), aber auch zu weit entfernt von Unglaubwürdigem, sodass die Geschichten auch nicht unter Fantasie laufen können.

Überzeugt hat mich dieses Buch definitiv nicht. Ein Wort vielleicht noch zu den erotischen Szenen. Die Beschreibung in Kombination mit der teilweise eigenwilligen Wortwahl hat bei mir kein Kopfkino auslösen können. Doch ich rechne die verschiedenen Handlungsorte und nicht alltäglichen Ideen positiv an.

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Veröffentlicht am 30.11.2020

Möglichkeiten, auf größere Fragen Antworten zu bekommen

Out of body
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Astralreisen – Das letzte Abenteuer der Menschheit. William Buhlman unterteilt sein Buch in zwei Teile. Das erste Drittel besteht aus dem Erforschen und die letzten zwei Drittel aus dem Lösen des Rätsels. ...

Astralreisen – Das letzte Abenteuer der Menschheit. William Buhlman unterteilt sein Buch in zwei Teile. Das erste Drittel besteht aus dem Erforschen und die letzten zwei Drittel aus dem Lösen des Rätsels. So zumindest die Inhaltsangabe.

„Out of Body“ beschreibt Astralreisen des Autors über einen Zeitraum von zirka 20 Jahren. Ich habe sie als interessant empfunden. Die Reisen führten in Dimensionen mit höherer Schwingung, leichterer Dichte. Beschreibungen der Welten bleiben allerdings vage.

Der Leser erhält vom Autor Hilfsmittel an die Hand mit denen er mit viel Geduld ebenfalls außerkörperliche Reisen antreten kann.

Bei mir haben sich allerdings Fragen aufgetan und wurden bis zum Schluss nicht befriedigend beantwortet. Diese Art des Reisens und die Erfahrungen, Abenteuer und Antworten auf größere Fragen zu erhalten, sind vielleicht für Forscher nützlich. Ich streite nicht ab, dass sie auch die Neugierde jedes einzelnen Lesers reizen können. Mir wäre es hilfreicher vorgekommen, könnte ich dadurch Fragen auf dieses, jetzige, unmittelbare Leben hier finden. Vielleicht ist aber auch nur mein Blickwinkel zu klein.

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Veröffentlicht am 27.10.2020

Nicht absehbare letzte Wendung, trotzdem zu flach

Lady Arrington und die tödliche Melodie
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Die Handlung auf einem Kreuzfahrtschiff spielen zu lassen, hat etwas Reizvolles. Bis auf die Tatsache dass der oder die Täterin nicht einfach verschwinden kann, hätte sich diese Geschichte aber auch in ...

Die Handlung auf einem Kreuzfahrtschiff spielen zu lassen, hat etwas Reizvolles. Bis auf die Tatsache dass der oder die Täterin nicht einfach verschwinden kann, hätte sich diese Geschichte aber auch in einem Hotel zutragen können. Mir kam mitunter der Flair einer Kreuzfahrt zu kurz.

Die Idee der Geschichte selbst finde ich interessant und mit verwirrenden kleinen Nebengeschichten aufgehübscht. Trotzdem konnte es mich nicht über den Umstand hinwegsehen lassen, dass „Lady Arrington und die tödliche Melodie“ in meinen Augen zu flach blieb. Es gab nicht wirklich Höhepunkte, vom Mord einmal abgesehen. Die Figuren sind unterschiedlich, aber alle sehr britisch-kühl. Wäre ja noch vertretbar, da das Schiff in England ablegt. Doch leider entwickeln sich die Figuren auch nicht sichtbar weiter.

Lady Arrington ist eine nette ältere Dame. Leicht vergleichbar mit Miss Marple wenn auch in gehoberen Kreisen ansässig. Auch sonst werden gängige Klischees bedient. Der Kapitän als Seebär, das Stubenmädchen und ihr Freund als junges Pärchen mit Schwierigkeiten, der Steward oder Offizier als selbstverliebter Schönling, das Mordopfer als eigenwilliger Künstler, ein Kritiker als hart und herb, eine Operndiva als von sich eingenommen, und so weiter.

Von Charlotte Gardener kenne ich ansonsten keine Bücher um einen Vergleich zu haben. Ihr Schreibstil ist mir insoferne entgegengekommen, da ich ihn als angenehm und flüssig zu lesen empfand.

Einstufen würde ich das Buch als leichte Lektüre für Zwischendurch. Ausspannen und eine Tasse Tee genießen, geht hierbei ganz gut.

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