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Veröffentlicht am 05.01.2021

Wunderschöne Geschichte

Weil du mich riefst
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INHALT:
Tina führt mit ihrem Vater zusammen ein Restaurant in London. Eines Tages behauptet ein Gast, dass der Armreif, den Tina trägt, aus Zypern stammt. Das weckt sofort die Neugier in ihr, mehr darüber ...


INHALT:
Tina führt mit ihrem Vater zusammen ein Restaurant in London. Eines Tages behauptet ein Gast, dass der Armreif, den Tina trägt, aus Zypern stammt. Das weckt sofort die Neugier in ihr, mehr darüber zu erfahren, denn der Armreif gehört ihrer Mutter und ihr Vater bestreitet vehement, dass eine Verbindung zu Zypern besteht. Tina aber beschliesst, ihren Urlaub mit ihrer besten Freundin für Nachforschungen zu nutzen und fliegt auf die Insel der Götter. Dort angekommen ist sie sofort fasziniert von der malerischen Landschaft, aber auch von dem hilfsbereiten Alec. Doch er scheint etwas vor ihr zu verbergen. Hat es mit der Geschichte ihrer Eltern zu tun?
MEINE MEINUNG:
In, für mich erstem Buch der Autorin, entführt sie mich nach Zypern. Schon das Cover mit seinen schönen sommerlichen Farben hat meine Neugier geweckt. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch hat sich durchgehend sehr flüssig lesen lassen und durch die bildhafte Sprache entsteht ein Kopfkino von der wundervollen Natur und der schönen Insel. Wir haben hier einen Vergangenheitsstrang (1974) und einen Gegenwartsstrang und beide konnten mich gleichermaßen begeistern. Man fühlt sich als Leser in beiden Zeiten angekommen und vor allem die Geschichte der Vergangenheit fand ich sehr spannend, interessant und auch sehr emotional. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und vielschichtig. Ihr Agieren untereinander wirkte authentisch, genau wie die Figuren selbst. Die Spannung und auch die Dramatik steigern sich im Laufe der Geschichte immer mehr und besonders die Schicksale in der Vergangen gingen mir sehr zu Herzen und hilflos konnte ich nur lesen und nicht helfen.
FAZIT:
Eine spannende, interessante und emotionsgeladene Familiengeschichte in einer wunderschönen Kulisse, die mich begeistern konnte. Symphatische und authentische Charaktere.

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Veröffentlicht am 04.12.2020

Erschreckend und brutal

Nur Heringe haben eine Seele
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INHALT:
Weil Rudolf Pleil mit nur 23 Jahren einen Kaufmann erschlagen hat, wird er zu zwölf Jahren Zuchtaus verurteilt. In der Haft selber brüstet er sich dann mit der Behauptung, er habe mindestens 25 ...


INHALT:
Weil Rudolf Pleil mit nur 23 Jahren einen Kaufmann erschlagen hat, wird er zu zwölf Jahren Zuchtaus verurteilt. In der Haft selber brüstet er sich dann mit der Behauptung, er habe mindestens 25 Frauen missbraucht und getötet. Elf Morde können ihm die Ermittler zuordnen, nachdem sie seine Angaben überprüft haben. Im Herbst 1950 beginnt der Prozess und gilt als der spektakulärster im Nachkriegsdeutschland. Pleil wird zu einer lebenslangen Haft verurteilt. In diesem Tatsachenroman von Fred Sellin legt Pleil seine Lebensbeichte ab - ein Psychogramm eines Serienmörders und zeigt, was der Krieg aus einem Menschen gemacht hat.
MEINE MEINUNG:
Es sind die Geständnisse des besten Totmachers - das behauptet Rudplf Pleil von sich und schon diese Aussage jagd mir eine Gänsehaut ein. Der Autor Fred Sellin hat in dem Fall Rudolf Pleil ausgiebig und sehr gewissenhaft recherchiert und diesen auf Tatsachen beruhenden Roman verfasst. Wir erfahren die Lebensgeschichte von einem Mörder. Der Autor hat dafür Gerichtsakten durchforstet, in Zeugenaussagen und Gutachten recherchiert und so eine Art Tagebuch geschrieben. Das Buch liest sich so, als wenn man Rudolf Pleil zuhört, als wenn er erzählt und das gibt dem Roman dann auch seine Brisanz und seine Deutlichkeit. Es ist eine einfache Sprache und doch erzeugt sie so viel in mir. Immer wieder werden auch Gutachten, handschriftliche Aufzeichnungen und auch Gerichtsurteile eingefügt. Für mich war das ganze Buch sehr erschreckend und ich war schockiert und doch musste ich immer weiter lesen, gerade auch, weil es auf Tatsachen beruht und so eine ganz andere Dimension bekommt. Der Roman hat mich sprachlos zurückgelassen. Nach den Verhandlungen erhielt er "lebendslänglich" , hatte aber bis zum Ende kein Einsehen.
FAZIT:
Erschreckend und schockierend und brutal.

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Veröffentlicht am 30.11.2020

Interessante Charaktere und sehr spannend

Im schwarzen Wasser
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INHALT:
Hamburg 1774: Der Gerberlehrling Jakob findet eines Morgens im Mai an der kleinen Alster einen Leichnam, der in der ätzenden Lohebrühe liegt. Der Stadtphysikus stellt fest, dass es Mord war. Das ...

INHALT:
Hamburg 1774: Der Gerberlehrling Jakob findet eines Morgens im Mai an der kleinen Alster einen Leichnam, der in der ätzenden Lohebrühe liegt. Der Stadtphysikus stellt fest, dass es Mord war. Das Opfer war ein Erfinder von technischen Geräten und neu in der Stadt. Wem konnte er im Weg gewesen sein? Der Weddemeister Wagner und die Komödiantin Rosina nehmen die Ermittlungen auf. Im Zentrum ihrer Nachforschungen steht das Einbeckhaus und auch die Totenkammer der Stadtleichenfrau. Sie ist für die Entsorgung von Leichen zuständig und hat Verbindungen zu allen Kreisen. Doch kurz darauf ist sie verschwunden.
MEINE MEINUNG:
Dies ist der elfte Teil der Reihe um die Komödiantin Rosina. Kaum angefangen zu lesen, fand ich mich schon mitten in der Geschichte und mitten im Mordfall wieder. Zum besseren Verständnis gibt es am Anfang des Buches ein Personenregister und am Ende des Buches in Glossar, welches mir beides sehr gut geholfen hat. Sofort erkennt man die detailverliebte Recherche der Autorin, alles ist sehr bildhaft beschrieben, wodurch man sich beim Lesen alles und alle sehr gut vorstellen kann. Auch der Schreibstil ist der Zeit von damals angepasst und man kann in die Zeit wunderbar eintauchen. Die Protagonistin Rosina hat mir sofort gefallen. Sie ist ein Energiebündel und immer sofort bei der Sache. Obwohl sie mittlerweile sesshaft geworden ist, lässt die es sich nicht nehmen, wieder zu ermitteln und sich damit auch in Gefahr zu begehen. Beim Lesen erfährt man viel vom alten Hamburg und von den Bewohnern der Stadt und alles wird sehr ruhig und besonnen erzählt und unsere Rosina bringt viel Schwung in das Buch.
FAZIT:
Ein spannender Kriminalroman im historischen Hamburg und eine sehr liebenswerte Proragonistin.

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Veröffentlicht am 13.11.2020

Authentisch und lebensnah

Schwestern fürs Leben
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INHALT:
Flensburg 1919: Für Ole Danneberg, dem Inhaber des Rumhaus Danneberg, kommt es überhaupt nicht in Frage, die Geschäfte des Hauses einer seiner vier Töchter zu übertragen. Auch jetzt nicht, nachdem ...


INHALT:
Flensburg 1919: Für Ole Danneberg, dem Inhaber des Rumhaus Danneberg, kommt es überhaupt nicht in Frage, die Geschäfte des Hauses einer seiner vier Töchter zu übertragen. Auch jetzt nicht, nachdem sein Sohn sein Leben im ersten Weltkrieg verloren hat. Doch die vier sehr unterschiedlichen Töchter wollen sich diesem veraltetem Weltbild nicht mehr unterordnen und beginnen jede ihren zu führen. Lenes Kampf ist es, eines Tages das Rumhaus zu führen und dafür muss die einen hohen Preis zahlen. Ihre Schwestern hingegen kämpfen für das Recht, eigene Wege zu gehen und ihre Träume zu leben und dabei ist das Recht auf Freiheit für alle in Gefahr.
MEINE MEINUNG:
Wir lernen die Schwestern im Jahre 1919 kennen und begleiten ihren Lebensweg dann bis hin zum Jahre 1945. Das finde ich immer sehr aufschlussreich und interessant. Am Anfang des Buches lernen wir sie und ihre Familienkonstellation gut kennen. Der Roman ist in drei Teile unterteilt und in jedem begleiten wird eine der Schwestern vordergründlich. Dadurch lernt man diese dann sehr gut kennen. Ich fand die Geschichte sehr fesselnd erzählt. Immer ist irgendetwas spannendes passiert und immer mussten sie handeln und agieren. So kam keine Langeweile auf. Der Schreibstil der Autorin hat sich sehr flüssig lesen lassen. Ich habe mit jeder der Schwestern mitgefiebert und habe auch viel von ihren Gefühlen und Gedanken erfahren, was sie mir sehr viel näher gebracht hat. Auch wird hier sehr geschickt der Zeitgeist von damals eingeflochten, genauso wie die politische Entwicklung. Das macht diesen Roman sehr authentisch und lebensnah. Ein Personenregister am Anfang des Buches hat mir sehr geholfen, die Personen und Familien einzuordnen. Es war eine sehr umfassende und auch kompakte Geschichte, die ich fesselnd und interessant fand.
FAZIT:
Authentisch, lebensnah und wunderbar zu lesen.

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Veröffentlicht am 09.11.2020

Endlich wieder Beckett

Versteckt
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INHALT:
144 Seiten und drei Kurzgeschichten, die einem eine Gänsehaut bereiten. Spannend, clever und atmosphärisch. Ein Mann kehrt in sein Heimatdorf zurück und plötzlich sind da die Erinnerungen an einen ...


INHALT:
144 Seiten und drei Kurzgeschichten, die einem eine Gänsehaut bereiten. Spannend, clever und atmosphärisch. Ein Mann kehrt in sein Heimatdorf zurück und plötzlich sind da die Erinnerungen an einen vergangenen, dunklen Sommer. Seine Freunde und er machten auf einer Mülldeponie eine schreckliche Entdeckung.
Ein Bankangestellter glaubt, dass er alles im Leben erreicht hat und plötzlich gibt es da diesen Überfall.
Ein Junge verläuft sich und findet auf einer Farm Zuflucht. Er ist froh, bei Mrs. Perrin unterzukommen doch dann beginnt der Alptraum.
MEINE MEINUNG:
Für mich ist es ein Muss, alles was Simon Beckett schreibt und veröffentlicht, zu lesen. Ich lese eigentlich weniger Kurzgeschichten, aber auf dieses Büchlein habe ich mich sehr gefreut. Ich muss sagen, auch hier konnte er bei mir punkten und ich habe mit grossem Interesse gelesen und sogar vergessen, dass es Kurzgeschichten sind. Sehr gelungen finde ich das Cover, welches wunderbar zu seiner Robert Hunter Reihe passt. Im Vorwort erklärt er dem Leser, wie und wann es zu den Geschichten kam und schon das fand ich interessant. Für mich wurde in der ersten Kurzgeschichte viel an Spannung aufgebaut und ich ich finde, sie hat sich wunderbar lesen lassen. Die zweite Geschichte ist sehr kurz. Auch hier hat er es geschafft, mir Gänsehaut zu bescheren und mir haben meine Bilder im Kopf schon sehr viel Unruhe gebracht. Bei der dritten Geschichte, die ja eine Märchenadaption war, hatte ich das völlig vergessen. Ich war so gefangen und gefesselt von der Storie. Sicher, es sind Kurzgeschichten und das Buch ist dünn, aber dennoch hat Simon Beckett es in der Kürze geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen und Spannung aufkommen zu lassen.
FAZIT:
Wie nicht anders vom Autor zu erwarten, fand ich diese Kurzgeschichten sehr spannend. Ich hätte mir noch viele weitere gewünscht.

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