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Veröffentlicht am 19.12.2020

Keine leichte Kost

Zugvögel
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Ich muss gestehen, dass dieses Buch es mir zu Beginn nicht leicht gemacht hat. Es hat seine Zeit gedauert, bis ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte und mir dann auch noch bewusst geworden war, dass ...

Ich muss gestehen, dass dieses Buch es mir zu Beginn nicht leicht gemacht hat. Es hat seine Zeit gedauert, bis ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte und mir dann auch noch bewusst geworden war, dass sich die Geschichte in der Zukunft abspielt.

Auch mit der Protagonistin Franny hatte ich so meine Probleme. Sie ist ein rastloser und getriebener Mensch, ihre Sprunghaftigkeit und ihre Handlungen konnte ich zu Beginn kaum nachvollziehen. Die Autorin gewährt uns nach und nach Einblicke in Frannys Vergangenheit (leider nicht chronologisch), so dass sich das Puzzle allmählich zu einem Bild zusammensetzt. Irgendwann verstand ich sie besser und kam ihr näher.

Die anderen Charaktere sind ebenfalls sehr speziell. Sie haben alle irgendwelche Kanten oder Macken, gestalten die Geschichte aber interessanter und vielfältiger.

Im weitesten Sinn kommen in dieser Dystopie auch der Artenschutz und der Klimawandel zur Sprache. Aber bei diesen Themen wird nur an der Oberfläche gekratzt.

Wirklich überrascht hat mich das Ende. Mit dieser Wendung hätte ich nicht gerechnet und es hat mich sehr berührt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat mir die Geschichte doch noch gut gefallen, so dass es von mir vier Sterne gibt.

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Veröffentlicht am 04.12.2020

Gelungener Auftakt

Das Unrecht der Väter
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Mit „Das Unrecht der Väter“ startet die neue Falkenbach-Saga von Ellin Carsta. Sie nimmt uns mit nach Bernried am Starnberger See, Mitte der dreißiger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts.

Schnell wird ...

Mit „Das Unrecht der Väter“ startet die neue Falkenbach-Saga von Ellin Carsta. Sie nimmt uns mit nach Bernried am Starnberger See, Mitte der dreißiger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts.

Schnell wird klar, dass die drei Kriegskameraden und jetzigen Freunde und Geschäftspartner ein Geheimnis hüten, dessen Aufdeckung sie ruinieren und die Familien zerstören könnte. Sie wollen dieses Geheimnis unter allen Umständen gewahrt wissen. Zusätzlich Spannung kommt auf, weil es auch bei den übrigen Familienmitgliedern Geheimnisse zu geben scheint … egal ob Ehefrauen, Tochter, Söhne oder Schwiegertöchter.

Die völlig verschiedenen Charaktere sind sehr gut und authentisch beschrieben. Ihre Handlungen passen zu ihrem jeweiligen Naturell. Mich hat die eine oder andere Person aufgrund ihrer Entwicklung überraschen können.

Der flüssige und fesselnde Schreibstil ließ die Seiten nur so dahinfliegen. Dazu tragen auch die ständigen Perspektivwechsel bei. Besonders gut gefallen haben mir die „Zitate“ der jeweils nachfolgenden Person vor jedem neuen Kapitel. Sie sagen einiges über die Person aus.

Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich das fehlende Personenverzeichnis. Denn gerade zu Beginn tat ich mich etwas schwer mit der Anzahl der vorkommenden Personen. Wer gehört zu wem und wohin? Außerdem hat mich gestört, dass keins der angesprochenen Geheimnisse bis zum Schluss gelüftet wurde. Mir waren es zu viele lose Enden zum Schluss. Daher gibt es von mir einen Punkt Abzug für einen wirklich sehr gut gelungenen Start in diese Saga.

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Veröffentlicht am 24.11.2020

Troubadix großer Auftritt

Asterix - Der Goldene Hinkelstein
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Bei diesem Werk handelt es sich um eine wiederentdeckte Ausgabe eines Schallplattenbuches aus dem Jahr 1967. Es ist einem völlig anderen Layout als die bisher bekannten Hefte gestaltet … großformatige ...

Bei diesem Werk handelt es sich um eine wiederentdeckte Ausgabe eines Schallplattenbuches aus dem Jahr 1967. Es ist einem völlig anderen Layout als die bisher bekannten Hefte gestaltet … großformatige farbige Zeichnungen und Texte im Stil von Theatermanuskripten.

Der Text wurde von René Goscinny verfasst. Ich persönlich fand den Text etwas holprig und sperrig. Ungewöhnlich ist natürlich, dass jeweils der Name des Akteurs dem Text vorangestellt ist und das stört den Lesefluss.

Die großformatigen, durchweg farbigen (etwas aufgefrischten) Illustrationen von Albert Uderzo sind gewohnt genial und werten dieses Heftchen definitiv auf.

In der ganz unterhaltsamen Geschichte hat Troubadix einen großen Auftritt. Und wie gewohnt werden Römer von Asterix und Obelix verhauen.

Von mir gibt’s für diese kurze Geschichte hauptsächlich aufgrund der tollen Zeichnungen vier Sterne.

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Veröffentlicht am 10.11.2020

Unterhaltsamer Weihnachtskrimi

Leise rieselt der Tod
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Uli Aechtner hat es mit „Leise rieselt der Tod“ einen Krimi geschaffen, der auch Weihnachtsflair, idyllisches Dorfleben und sogar etwas Romantik beinhaltet. Und wie es sich für einen Weihnachtskrimi gehört ...

Uli Aechtner hat es mit „Leise rieselt der Tod“ einen Krimi geschaffen, der auch Weihnachtsflair, idyllisches Dorfleben und sogar etwas Romantik beinhaltet. Und wie es sich für einen Weihnachtskrimi gehört fließt wenig bis gar kein Blut. Die Geschichte ist unterhaltsam und wartet mit unerwarteten Wendungen sowohl für die Charaktere als auch für mich auf.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen. Auch wenn es nicht hochdramatisch zugeht, fand ich die Geschichte spannend und habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen.

Insgesamt hat mir die Geschichte einige unterhaltsame und vergnügliche Lesestunden bereitet und bekommt von mir vier Sterne.

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Veröffentlicht am 04.11.2020

Ein Idol stürzt

Opfer ohne Gewissen
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Der Titel lässt schon ahnen, dass in diesem Fall nicht das Opfer den bedauernswerten Part inne hat. Mal ein ganz anderer Ansatz für eine Krimi, aber von skandinavischen Krimis bin ich schon öfters überrascht ...

Der Titel lässt schon ahnen, dass in diesem Fall nicht das Opfer den bedauernswerten Part inne hat. Mal ein ganz anderer Ansatz für eine Krimi, aber von skandinavischen Krimis bin ich schon öfters überrascht worden.

Auch für Kommissar Casper Munk ein nicht ganz einfacher Fall. Je weiter er in seinen Ermittlungen fortschreitet, desto mehr muss er seine Meinung über sein ehemaliges Idol revidieren. Viele Spuren, die aber alle im Nichts enden. Munk greift zu sehr drastischen Mitteln, um diesen Fall abzuschließen.

Ein einfacher, aber fesselnder Schreibstil, der den Leser zügig durch das Buch trägt. Zum Ende wird es richtig spannend und das Ende konnte mich überraschen.

Ein unblutiger Krimi, der die Sympathie des Lesers im Verlauf immer mehr weg vom Opfer und auf den Täter transportiert. Mich hat das Buch gut unterhalten und gerne vergebe ich vier Sterne.

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