Hat mich gut unterhalten
Der Tote am KirchturmDieser Krimi ist der zweite Fall rund um den pensionierten Metzgermeister Ludwig Wimmer, der nichts mehr liebt, als seine Nase in anderer Leute Angelegenheiten zu stecken.
An einem kalten Adventsabend ...
Dieser Krimi ist der zweite Fall rund um den pensionierten Metzgermeister Ludwig Wimmer, der nichts mehr liebt, als seine Nase in anderer Leute Angelegenheiten zu stecken.
An einem kalten Adventsabend wird der begabte Gitarrist Benedikt Singer neben der evangelischen Kirche tot aufgefunden. Singer ist durch ein vergiftetes Nasenspray gestorben Da der Tote sowohl eine Noch-Ehefrau und als auch eine Lebensgefährtin hatte, heften sich die Kriminalbeamten Konrad und Stimpfle an die Fersen der beiden Frauen.
Davon bekommt Ludwig Wimmer vorerst gar nicht mit, weil er ein paar Tage auf Urlaub ist. Nach seiner Rückkehr schlägt Enkelin Anna vor, ein wenig zu ermitteln. Das lässt sich Wimmer nicht zweimal sagen und so stellen die beiden Hobby-Ermittler ihre eigenen Recherchen an. Zunächst scheinen Polizei und Amateure parallel zu ermitteln, doch als es dann eine zweite Leiche gibt, ist klar, dass sie sich erstens ins Gehege kommen und zweitens sich selbst in große Gefahr begeben.
Meine Meinung:
Der Autor schafft es immer wieder, den Metzgermeister mit seinen oft unkonventionellen Ansätzen zu einem Gehilfen der Polizei zu machen. Gemeinsam mit seiner Enkelin, die im Gegensatz zu ihm, in der digitalen Welt zu Hause ist, gelingt es dem umtriebigen Metzger, den Täter ausfindig zu machen.
Gut gefällt mir, dass hier niemand ein Wunderwuzzi sein muss und die eine oder andere Panne sein darf. Herrlich sind auch die Dialoge in der bayrischen Mundart. Und Stimpfle, der einst der Liebe wegen nach Bayern gezogen ist, darf in seinem „zugroasten“ schwäbischen Dialekt schwätzen.
Liebevoll sind die regionalen Eigenheiten von Land und Leuten herausgearbeitet. So muss ein Regional-Krimi sein! Ein bisschen Augenzwinkern wegen des Lokalkolorits und der manchmal schrulligen Mitspieler.
Fazit:
Hier habe ich mich gut unterhalten gefühlt und gebe gerne 5 Sterne.