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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.04.2026

Eine wunderbare Mutmachgeschichte

Ein komischer Vogel (Ein komischer Vogel, Bd. 1)
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In Frau Amsels Nest liegt plötzlich ein Ei, das ihr gar nicht gehört. Das Ei sieht auch ganz anders aus als ihre eigenen Eier. Doch, da sie die Eier sowieso ausbrüten muss, stört es sie nicht, noch ein ...

In Frau Amsels Nest liegt plötzlich ein Ei, das ihr gar nicht gehört. Das Ei sieht auch ganz anders aus als ihre eigenen Eier. Doch, da sie die Eier sowieso ausbrüten muss, stört es sie nicht, noch ein weiteres Ei zu wärmen. Als dann eines Tages die Amselkinder schlüpfen, sind auch sie ganz aufgeregt, welches Tier wohl in dem roten Ei lebt. Als dann auch die Schale dieses Eis platzt, staunen alle erst einmal. Denn der Vogel sieht ein wenig komisch aus. Ganz anders als alle Vögel zusammen.
Und dann entpuppt er sich auch noch als echter Tollpatsch. Denn er kann weder besonders gut fliegen, noch Würmer fangen.
Trotzdem haben ihn alle gern. Und dann kommt der Tag, an dem auch er zeigen kann, was er kann.

Ich bin sowohl ein Fan von Michael Engler als auch von der Illustratorin Joëlle Tourlonias.
Michael Englers Geschichten sind immer herzerwärmend, geben jedoch trotzdem auch eine kleine Botschaft mit.
In dieser Geschichte wird ein kleiner Drache in einer Vogelfamilie ohne weiteres akzeptiert, obwohl er sogar das Nestchen zerstört. Doch sowohl Frau Amsel, als auch seine Geschwister sind immer an seiner Seite und machen ihm Mut. Sie verstoßen oder verspotten ihn nicht.
Am Ende sind sogar alle ganz stolz auf ihn. Dieses Buch soll jedem Mut machen. Jeder hat andere Talente. Jeder kann etwas anderes besonders gut. Irgendwann wird man sein Können den anderen zeigen können.
Es geht aber auch um Akzeptanz. Wir sollten alle so akzeptieren, wie sie sind, mit ihren Stärken und Schwächen.
Und diese Werte schon unseren Kleinsten mit auf ihren Wegen zu geben, finde ich besonders wertvoll und wichtig.
Dazu finde ich die Illustrationen auch wunderschön gestaltet. Joëlle hält sich hier nicht mit viel Schnickschnack auf. Sie konzentriert sich auf das Wesentliche. So bleibt die gesamte Konzentration an der Geschichte haften. Unsere Kinder werden hier nicht abgelenkt.
Das Zusammenspiel von Tourlonias und Engler ist einfach perfekt!

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Für jung und alt

Der Stoff, aus dem die Dinge sind
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Ein Kinderbuch über Pflanzen.
Allerdings wurde es wirklich super interessant aufbereitet. Und eigentlich wollte ich es meiner Stieftochter zu Ostern schenken, da die Altersempfehlung ab 8 Jahren ist. Jedoch ...

Ein Kinderbuch über Pflanzen.
Allerdings wurde es wirklich super interessant aufbereitet. Und eigentlich wollte ich es meiner Stieftochter zu Ostern schenken, da die Altersempfehlung ab 8 Jahren ist. Jedoch haben meine zwei kleinen Mäuse (5 und 3) dieses Buch total gern. Wir lesen immer nur zwei Pflanzen, da die Aufmerksam dann nachlässt.
Zwar sind die Informationen kurz zusammengefasst, für so einen kleinen Kopf sind da aber ganz schön viele neue Wörter dabei. Zudem geht es auch immer etwas in der Geschichte zurück, damit können Kindergartenkinder noch nicht so viel anfangen.
Aber wie gesagt, sogar für die Kleinen ist es total interessant zu lesen. Es gibt auch oft witzige Infos, wie zb dass man mit Riesenkürbisse Bootrennen fährt.
Uns gefallen aber nicht nur die Informationen, die wir hier bekommen und die sogar für uns Erwachsene echt interessant sind, (sogar mein Mann setzt sich immer zu uns, wenn ich wieder mal eine neue Pflanze vorlese) denn viele Dinge wussten wir selbst noch gar nicht. Uns gefallen auch die bunt gestalteten Seiten sehr. Auf den linken Seiten erfährt man allerhand über die jeweilige Pflanze. Wo kommt sie her, wie hat man sie verwendet, wo kommt sie heutzutage vor?
Die rechte Seite zeigt eine Illustration der jeweiligen Pflanze in groß. Dort wird genau beschrieben wie ihre Blüten aussehen, die Frucht, was daran essbar ist, etc.
Einzig den Titel finde ich persönlich etwas unpassend bzw. irritierend. Ich dachte nämlich ehrlich gesagt, dass jede Pflanze für die Herstellung einer Sache dient. Aber die Kartoffel, der Kürbis, bleibt ein Lebensmittel, wird also nicht in einen Gegenstand eingearbeitet.
Das ist aber schon das einzige, was mich ein wenig gestört hat.

Fazit: Wir sind total begeistert von diesem Buch und können es nur jedem weiterempfehlen, egal ob groß oder klein. Die bunten Seiten machen es sehr anschaulich, sodass sich vor allem Kinder ein gutes Bild von den jeweiligen Pflanzen machen können. 

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Veröffentlicht am 26.02.2021

Konnte mich überzeugen

Heimweh nach uns
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Lena und Malte haben zwei Kinder und auch im Job läuft es bei beiden super. Doch der Alltag hat sie vollends gefangen genommen. Beiden bleibt kaum Zeit füreinander, was Lena stark zusetzt.

Die Handlung ...

Lena und Malte haben zwei Kinder und auch im Job läuft es bei beiden super. Doch der Alltag hat sie vollends gefangen genommen. Beiden bleibt kaum Zeit füreinander, was Lena stark zusetzt.

Die Handlung plätschert eher so dahin, doch sie ist geprägt von Stress und Traurigkeit, was den Leser glauben lässt, er erlebt diese Situation selbst. "Entschleunigen" heißt das Zauberwort. Doch wie soll das funktionieren, wenn beide in Job und Kinderbetreuung gefangen sind?
In manchen Situationen entdeckt man sich sicher selbst wieder.
Ein ganz wichtiges Thema in diesem Buch ist auch die Zeit zu zweit. Darauf sollte man in dem ganzen Alltagstrubel nie vergessen!

Die Geschichte von Lena und Malte liest sich sehr schnell. Zudem lernt man die Protagonisten immer besser kennen, entwickelt schnell Sympathien und baut Verständnis für den ein oder anderen auf.
Mich konnte die Autorin mit ihrem emotionalen Schreibstil ab der ersten Seite für sich gewinnen. Eine klare Leseempfehlung!

Fazit: Regt zur Selbstreflexion an und lässt den Leser nicht ganz ohne Tränen zurück.

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Veröffentlicht am 13.12.2020

Fesselnd

Der Bruder
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Das Cover sagte mir so gar nicht zu. Dafür klang der Klappentext umso spannender:

Die Mutter der jungen Architekturstudentin Sloane verschwindet spurlos. Alles deutet auf Selbstmord hin. Zur selben Zeit ...

Das Cover sagte mir so gar nicht zu. Dafür klang der Klappentext umso spannender:

Die Mutter der jungen Architekturstudentin Sloane verschwindet spurlos. Alles deutet auf Selbstmord hin. Zur selben Zeit erhält Sloane ein Angebot, das sie nicht ausschlafen kann. Sie soll ein Denkmal entwerfen für einen anonymen Auftraggeber. Dieser allerdings möchte, dass Sloane selbst herausfindet wie die sechs Personen, für die das Denkmal sein soll, mit dem Auftraggeber in Verbindung stehen.

Mein erstes Buch von John Katzenbach und ich kann euch gleich verraten: es wird bestimmt nicht mein letztes sein. In die ersten zwei Prologe konnte ich mich nur schwer hineinlesen. Danach allerdings war ich gleich mitten drin im Geschehen.
Die Protagonistin Sloane war mir nicht gleich zu Beginn sympathisch, das baute sich erst mit zunehmender Handlung auf. Ich denke jedoch, dass der Autor den Charakter absichtlich etwas undurchschaubarer gewählt hat, um gleich zu Beginn Spannung aufzubauen, obwohl da ja noch nicht wirklich viel passiert. Somit wird der Leser bereits auf den ersten Seiten aufgefordert seine Gehirnzellen zu aktivieren und eigene Vermutungen aufzustellen.
Nach etwa 100 Seiten nimmt die Handlung dann Fahrt auf. Es fiel mir mit zunehmender Seitenanzahl immer schwerer das Buch aus der Hand zu legen.
Zudem gibt es mehrere Handlungsstränge bei denen man immer selbst versucht Verknüpfung herzustellen.
Ein Buch, bei dem einfach alles passt, Atmosphäre, Spannung, Lesevergnügen.

Fazit: John Katzenbach weiß wie man dem Leser Gänsehaut einjagd.

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Veröffentlicht am 11.12.2020

Nemez'und Sneijders zweiter Fall

Todesurteil
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In diesem Band verhilft Sneijder Nemez zu ihrem BKA Studium. In seinem Unterrichtsgebiet nehmen sie eine Reihe von nicht aufgeklärten Mordfällen durch, bei denen Sabine meint einen Zusammenhang zu erkennen. ...

In diesem Band verhilft Sneijder Nemez zu ihrem BKA Studium. In seinem Unterrichtsgebiet nehmen sie eine Reihe von nicht aufgeklärten Mordfällen durch, bei denen Sabine meint einen Zusammenhang zu erkennen. Doch niemand will sie anhören. Also beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln und gefährdet somit nicht nur ihren Studienplatz.

Ich habe Sabine und Marteen mittlerweile so sehr in mein Herz geschlossen. Auch, wenn ich die beiden bereits sehr gut kenne, hat es mir doch Spaß gemacht zu lesen, wie sie sich denn noch ein bisschen näher kennen gelernt haben und die gemeinsame Ermittlung sie zusammengeschweißt hat. Schließlich ist das erst ihr zweiter gemeinsamer Fall und sie waren davor noch nicht so eng miteinander verbunden wie in den folgenden Teilen.
Andreas Gruber zählt zudem mittlerweile auch zu meinen Lieblingsautoren. Seine Handlung ist immer total komplex und super spannend geschrieben, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Die 574 Seiten hatte innerhalb zweier Tage durch. Bei dieser verworrenen Handlung muss man das Buch allerdings auch zügig lesen, da man sonst den Faden verliert. Am Ende klärt sich dann mit der ein oder anderen Überraschung auf. Einige Verdächtige hatte ich bereits selbst im Visier. Bei anderen war ich doch etwas geschockt. Trotz allem war die Auflösung logisch und gut erklärt.

Fazit: Grausam, spannend, raffiniert.

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