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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2021

Nicht ganz so spannend wie die Vorgänger

Der Chemiker
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»Der Chemiker« ist ein Soziopath, der das Trinkwasser von Chicago vergiften will. Fünfzigtausend Menschen, so sein diabolischer Plan, will er zur Strecke bringen - und so zum gefährlichsten Terroristen ...

»Der Chemiker« ist ein Soziopath, der das Trinkwasser von Chicago vergiften will. Fünfzigtausend Menschen, so sein diabolischer Plan, will er zur Strecke bringen - und so zum gefährlichsten Terroristen in der Geschichte der USA werden. Wird ihn Jack stoppen können, und nebenbei entscheiden, ob sie den überraschenden Heiratsantrag ihres Freundes Latham annehmen soll? Und all das, ohne dabei ihren Ruf und ihre geistige Gesundheit zu ruinieren?

Wie bei den vorherigen Bänden liebe ich Konraths Art zu schreiben. Der Humor, gepaart mit Spannungselementen ist einfach wundervoll. Die sarkastische Ader von Jack ist einfach genau mein Ding. Aber leider überzeugte mich der Band, im Gegensatz zu den vorherigen, nicht ganz.
Die Entlarvung des Chemikers fand ich verhältnismäßig banal & längst nicht so spannend aufgebaut, wie in Jacks anderes Fällen. Ebenso war mir Jack ein wenig zu superheldenhaft. Adrenalinschübe hin oder her, sie ist schwer verletzt & rettet trotzdem noch die Stadt, hängt sich an einen Hubschrauber & stellt den Chemiker.

Davon abgesehen wachsen mir Jack & Herb aber immer mehr ans Herz. Ich liebe die Zwischensequenzen, die sich mit Jacks Privatleben befassen, weil es weder zu viel noch zu wenig ist. Die Geschichte mit Latham, ihrem Vater, dem Partnerwechsel ... man merkt richtig, wie Jack sich in den einzelnen Bänden verändert & wächst.
Ich hatte kurz die Befürchtung, dass Herb nun nicht mehr an ihrer Seite stehen würde, was aber zum Glück unbegründet war. Ich würde ihn tatsächlich vermissen.

Nicht ganz so stark wie die Bände davor, aber immer noch lesenswert. & auch diesmal liegt der Nachfolgeband schon neben mir bereit.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Kein konstanter Spannungsbogen

Grausame Vergeltung
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Eine bereits verweste & geköpfte Leiche einer Frau wird entdeckt. Kurz darauf wird eine weitere
Leiche gefunden. Detective Inspector Lorne Simpkins und ihr Partner,
Detective Sergeant Pete Childs, übernehmen ...



Eine bereits verweste & geköpfte Leiche einer Frau wird entdeckt. Kurz darauf wird eine weitere
Leiche gefunden. Detective Inspector Lorne Simpkins und ihr Partner,
Detective Sergeant Pete Childs, übernehmen den Fall. Um dem Mörder auf
die Spur zu kommen, müssen sie eine Verbindung zwischen den beiden
Morden herstellen. Die Zeit drängt, denn nach einem dritten Mord steht
für Lorne fest: Sie haben es nicht nur mit einem grausamen Serienmörder
zu tun, sondern dieser Serienmörder hat auch noch sie und ihre Familie
im Visier.
Lorne war mir von Anfang an sympathisch. Ich hab sie gerne durch ihren Arbeitsalltag mit Kollege Pete begleitet, ihr ihm Ehestreit mit Mann Tom zur Seite gestanden & die aufkeimende Affäre mit Jacques erlebt.
Lornes Privat- & Gefühlsleben nahm verhältnismäßig viel Platz ein, jedoch war mir das in diesem Fall gar nicht so unangenehm.

Ich fand es ein bisschen schade, dass die Beweggründe der Täter so früh aufgeklärt wurden. Ich hätte gerne noch ein wenig mitgerätselt & später erst den "Aaaaaachsoooo"-Effekt gehabt.
Auch war mir der Charakter des Täters ein wenig zu sprunghaft. Am Anfang ist er äußerst brutal & später ist er wie ausgetauscht & verhält sich fast fürsorglich.

Die Polizeiarbeit, das was ich eigentlich wirklich gerne lese, da ich die Gedankengänge immer super finde, lief leider etwas schleppend & träge.

Auch der Schluss war im Verhältnis eher ein wenig lahm. Alles was die Geschichte vorher an Fahrt aufgenommen hatte, verebbte gegen Ende leider ein wenig.

Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Teilweise waren Szenen so detailliert beschrieben, dass ich den Geruch der jeweiligen Situation fast riechen konnte. Ebenso detailreich & brutal waren die Verstümmelungen der Leichen beschrieben, was man jedoch als Thrillerfan gewöhnt ist.

Auch wenn mir ein paar Dinge gefehlt haben, vor allem ein konstanter Spannungsbogen, habe ich es in einem Rutsch durchgelesen & kann es für einen Lesetag empfehlen.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Überraschender Twist

Die Therapie
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Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt. Vier Jahre später: ...

Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt. Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird ...

Fitzeks Schreibstil ist einfach gut, da kann man nichts gegen sagen. Dennoch hatte ich oft Durststrecken, in denen ich mir mehr Spannung gewünscht hätte. Nichtsdestotrotz war mein Interesse geweckt & ich wollte nach jeder Seite wissen, wie es weitergeht & was in der Geschichte noch auf mich wartet.

Auch wenn ich eigentlich nicht so der Fitzek Fan bin, hat mich das Ende dennoch irgendwie total aus der Bahn geworfen & letztendlich überzeugt. Ebenso die durchweg düstere & bedrückende Stimmung hat ihren positiven Teil zu meiner Bewertung beigetragen.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Enttäuschendes Ende, dennoch spannend!

Splitter
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Was wäre, wenn wir die schlimmsten Ereignisse unseres Lebens für immer aus dem Gedächtnis löschen könnten? Und was, wenn etwas dabei schiefginge?

Die Geschichte hat mich an sich sehr gefesselt, was zum ...

Was wäre, wenn wir die schlimmsten Ereignisse unseres Lebens für immer aus dem Gedächtnis löschen könnten? Und was, wenn etwas dabei schiefginge?

Die Geschichte hat mich an sich sehr gefesselt, was zum größten Teil daran lag, dass mir der Protagonist einfach unfassbar sympathisch war. Ich fieberte mit Marc, versuchte mit ihm sein Gedächtnis wieder zu finden, um am Ende alles infrage zu stellen.

Bis kurz vor Schluss war die Handlung wirklich spannend & ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Die Geschichte wurde immer verstrickte, immer verrückter & spannender, um dann ... leider abzuflachen.
Es ging mir bei Fitzek schon ein paar Mal so, dass die Spannung super aufgebaut wurde & mich das Ende aber dann leider enttäuschte, weil es so banal & gar nicht mal so clever durchdacht ist. Als alter Thriller-Fan hoffte ich auf eine tolle Wende & eine smarte Auflösung am Schluss. Leider blieb diese aus & ließ mich ein wenig enttäuscht zurück.

Der Schreibstil hingegen ist wirklich toll. Fitzeks bildhafte Sprache schafft es immer wieder mich zu fesseln, auch wenn mich das Ende nicht ganz zufrieden stellen konnte.

Ein spannendes Buch mit leider nicht ganz so spannendem Ende, obwohl es so viel Potenzial gehabt hätte.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Nicht ganz so stark wie der erste Teil

Prey – Deine Tage sind gezählt
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Es ist zwei Uhr nachts, als Jefferson in einem Diner auf eine platinblonde Frau mit Lederjacke trifft, die vor seinen Augen den Koch ersticht. Dann geht sie seelenruhig davon ... Eine Provokation, die ...

Es ist zwei Uhr nachts, als Jefferson in einem Diner auf eine platinblonde Frau mit Lederjacke trifft, die vor seinen Augen den Koch ersticht. Dann geht sie seelenruhig davon ... Eine Provokation, die Winter nicht ignorieren kann. Das Spiel ist eröffnet.

Auch dieser Band startet sofort mit einem Mord und schmeißt den Leser direkt ins Geschehen. Wie im ersten Teil sind die Charaktere sehr plastisch, rund und realistisch beschrieben, was mir half, sofort einen Draht zu ihnen aufzubauen. Das komplette Buch ist ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen der zunächst unbekannten Mörderin des Kochs und Jefferson samt seiner alten Kollegin Mendoza. Genau das war es aber auch, was mich ein bisschen störte. Man erfuhr zwar immer mehr über einen Fall, der sich bereits vor 6 Jahren ereignete, dessen Lösung sich langsam wie ein Puzzle zusammensetzte, jedoch war dies für meinen Geschmack zu sehr in die Länge gezogen. Die Spannung hinkte hin und wieder nach, was die tollen Charaktere zwar oft wieder wett machten, mich aber trotzdem ein wenig unzufrieden zurück ließ.
Obwohl das Ende vorauszusehen war, hinterließ mich die letzte Seite doch mit einem kurzen Gänsehautmoment.

Ich bin hin und her gerissen, werde aber Band 2, den ich versehentlich ausließ, dennoch lesen.

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