Platzhalter für Profilbild

Bisco

Lesejury Star
offline

Bisco ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Bisco über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2021

Magerer Einstieg - Sehr schlechte Vertonung des Hörbuches

Haus der Hüterin: Band 1 - Das Erbe
0

Kurzrezension zur Hörbuchversion:

Da es sich hier nur um den ersten Band handelt, ist es wie ein Einstieg in eine Geschichte welche noch viel Potential entwickeln kann und fantasiereiche Möglichkeiten ...

Kurzrezension zur Hörbuchversion:

Da es sich hier nur um den ersten Band handelt, ist es wie ein Einstieg in eine Geschichte welche noch viel Potential entwickeln kann und fantasiereiche Möglichkeiten bietet.

So hat die junge Rylee mit ihren 18 Jahren ein echt mieses Leben hinter sich und freut sich das Erbe ihrer totgemeinten Eltern anzunehmen. Ein Haus welches als B&B diente und total heruntergekommen ist, jedoch die Flucht von den Adoptiveltern ermöglicht.

Angekommen ist das Haus in einem schrecklichen Zustand. Schon am zweiten Tag steht eine alte Frau vor der Tür und erbittet bei der neuen Hüterin um Unterkunft. Rylee ist total überfordert und wird in den nächsten Tagen immer mehr in die Geheimnisse des Hauses und dessen Zusammenhänge eingeführt. Sie erfährt das ihre Eltern ebenfalls Hüter waren, die Gäste nicht alle menschlich sind und das Haus mit seinen Besuchern wächst.

Die Geschichte ist nicht wirklich herausragend und schnarcht ziemlich vor sich hin. Nervig ist das Rylee alles für einen Scherz handelt. Da wächst ein Fenster in eine vorher vollständige Wand und sie glaubt es wird gleich ein Fernsehteam um die Ecke kommen. Doch irgendwann muss auch das Mädchen mal begreifen was die Wahrheit ist, vor allem wenn immer mehr Besucher erscheinen und diese alle alles in allem sehr besonders sind.

An sich hat die Geschichte die Möglichkeit mehr zu werden, aber ich bezweifle es ernsthaft. An dem gerade mal dreistündigen Hörbuch hat mich vor allem die Sprecherin gestört. Diese ist viel zu alt für die Stimme einer 18-Jährigen und die ältere Frau hat sie so dermaßen überzogen gekrächzt, dass ich diese Stellen zu gerne weggeschaltet hätte.

So kommt das Buch für einen nur mittelmäßigen Einstieg drei Sterne, durch die schlechte Vertonung welche dafür sorgt das ich die Folgebücher beiden werde, sogar nur zwei Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2021

Never Never - Niemals wieder Hoover für mich

Never Never
0

Du weißt nichts mehr. Wer du heißt, wo du bist, was passiert ist. Du erfährst nur zwei Dinge. Du bist ein Mädel, heißt Charlie und da gibt es diesen Jungen. Dann ist der männliche Part. Ihm geht es wie ...

Du weißt nichts mehr. Wer du heißt, wo du bist, was passiert ist. Du erfährst nur zwei Dinge. Du bist ein Mädel, heißt Charlie und da gibt es diesen Jungen. Dann ist der männliche Part. Ihm geht es wie Charlie. Auch er erfährt erstmal nur das er Silas heißt und das Charlie seine Freundin sein soll. Amnesie? Ein Unfall? Eine Erkrankung? What´s happening?

Der Leser erfährt erstmal nicht mehr als Silas und Charlie welche ihre beiden eigenen Kapitel haben, somit aus ihrer jeweiligen Sicht die Geschichte erleben aber in der meisten Zeit dies gemeinsam tun.

So erfahren wir nach und nach das die beiden sehr unterschiedliche Leben haben. Silas mit ihrer Schwester in einem Zimmer wohnt, eine alkoholkranke Mutter hat und der Vater im Knast. Die Familie ist arm und Charlie wohl in ihrer „normalen“ Form sehr asozial. Zudem einiges zum Vorschein kommt, was gegen sie und Silas in der letzten Zeit gesprochen hat.

Silas wiederum kommt aus besser gestelltem Hause. Eine Köchin/Hausfrau welche sie haben seit er ein Kind ist und den beiden so einiges verraten kann wie z.B., dass die beiden seit ihrer Kindheit ein paar waren, kaum dass sie laufen konnten. Aber warum, dass schlechte Verhältnis zwischen den Vätern und das Charlie vor Ort nicht geduldet ist?

Wir erleben alle 48 Stunden das die beiden Ihr Gedächtnis verlieren. Zudem es nicht das erste Mal passiert. Sie haben Briefe wo sie sich aufklären, was sie bereits wissen, wie sie als Personen wahrgenommen werden, wo sie in den letzten 48 Stunden waren. Ein Detektivspiel zur Wahrheitsfindung auf der einen Seite, Selbstfindung von sich ihrer eigenen Person und das Schauspiel vor Freunden und Familie um das Geheimnis zu bewahren. Viel Verantwortung für die beiden jungen Menschen.

So erfahren die beiden und der Leser ab dem zweiten Teil, wo der erste Aussetzer war. Dies geschieht über Briefe. Darüber hinaus erfahren wir viel über Tagebücher, Fotos, Sprachnachrichten und all dem was sie in den letzten Jahren gesammelt haben. Sie erfahren, dass sie das Traumpaar waren, sich wie ein Paar benommen haben, Nähe erleben und dann kam der Bruch. Aber warum dies, wenn Silas Charlie liebt als wäre der Aussetzer nie der da gewesen.

Eine Geschichte über Selbstfindung, Wahrheitsfindung. Seelenverwandtschaft und der Suche nach dem Grund für die Aussetzer.

Zudem sehr viel Liebe und Liebelei, Versprechungen, schöne Worte.

Sry mir fällt es schwer das jetzt richtig positiv zu schreiben. Mir war es einfach zu viel. Zu viele Aussetzer, zu viel Geschichte aus der Vergangenheit, zu viele offene Fragen. Ganz großes Manko: Es gibt keine Auflösung warum es passiert ist. Nach dem Motto: Wenn du den gegenüber wirklich liebst, hört der Spuk auf. Aber warum er erst angefangen hat, ist nicht ersichtlich.

Die Charaktere konnten mich nicht überzeugen und waren wortwörtlich blind vor Liebe. Es steht schon fast das: „Hauptsache wir haben uns, egal was der Grund ist“ im Vordergrund. Klar versuchen sie auch den Grund zu finden, notieren Ergebnisse und dann der große Schrecken im zweiten von den drei Teilen wo das „Warum“ mal so richtig in den Vordergrund rutscht.

Alles in allem kann ich den Hype hier nicht nachvollziehen und würde das Buch nicht weiterempfehlen. Handlung unsinnig. Charaktere zu flach. Zu viel Liebe-geht-über-alles.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2021

Ich muss mich besaufen wie es Easton tat, um dieses Buch zu vergessen

Paper Passion (Paper-Reihe 4)
0

Der vierte Teil „„Das Begehren“ ist anders als die ersten drei Bücher, da hier Easton, das mittlere Kind der Sippe im Mittelpunkt steht.

Die beiden älteren Brüder am College, seine beiden jüngeren Zwillingsbrüder ...

Der vierte Teil „„Das Begehren“ ist anders als die ersten drei Bücher, da hier Easton, das mittlere Kind der Sippe im Mittelpunkt steht.

Die beiden älteren Brüder am College, seine beiden jüngeren Zwillingsbrüder sind wie eine Person, steht er auf alleinigen Posten. So wie die anderen steht ihm Geld, Ruhm und ne Menge Mädchen zur Seite bzw. auch erwachsene Frauen. Doch all das ist für ihn, neben dem erhöhten Alkoholkonsum und den Schlägerpartys, nur die Möglichkeit ein Loch zu füllen. Denn wir erfahren es im Buch immer wieder. Easton ist einsam. Er vermisst seine Mutter und seinen älteren Bruder Reed. Zum Rest der Familie fehlt ihm der Bezug, Football spielt er nur weil man es von ihm erwartet und die Schule ist viel zu leicht für ihn. Er baut also Mist um sich selbst von seiner Einsamkeit abzulenken.

So merkt man immer wieder das er emotional gesehen eine echt arme Socke ist. So ist er begeistert als die neue der Schule das totale Antipüppchen ist. So bringt Hartley ihn nach einer Party wo er es immens übertrieben hat zu sich nach Hause. Nur ist dies nicht der Nobelschuppen den man erwartet, sondern die mieseste Gegend wo man wohnen kann. So erfährt er nach und nach mehr von der distanzierten Schönheit, welche für ihn wie ein Schloss ist, welches zu knacken gilt.

Doch da ist mehr. Easton erfährt die Familiengeschichte und warum sie jobben muss. Er lernt sie kennen und sie schaut hinter seine Fassade. So wird es eine Freundschaft und später auch mehr.

Aber so schön sich das alles anhört, ist das Buch eine reine Achterbahn der Gefühle und des Durchhaltens.

Easton: sexsüchtig, alkoholsüchtig, auf Streit aus. Hat das Gefühl nichts zu verlieren zu haben und lebt so in den Tag. Die Schule ist egal, man verzeiht einen Royal alles. Ein Techtelmechtel mit der Lehrerin gehört dazu.

Hartley: Abweisend, diszipliniert, hat Ziele und arbeitet hart dafür. Doch Easton soll sie aufwärmen und erweichen, sich mehr zu öffnen.

Nun kommt etwas, was man am besten so bezeichnen kann: +1 -2 +1 -3 +1- 2 usw. Jedes Plus ist eine Situation oder eine Tat wo Easton H. etwas Gutes tut oder ihr schafft im Guten näher zu kommen. Jedes Minus seine unbegrenzte Dummheit die sie zurückweichen lässt. Er kann im Buch nicht einen Abend am Stück nicht scheiße bauen und so ist es ein ständiges Hin- und Her.

Er will ihr helfen, er will für sie besser werden, er schwört dem Alkohol ab um für das bessere denken wieder zu trinken. Leider ist dieser Unsinn, mit der größte Bestandteil des Buches. Für seine fast 18 Jahre ist er naiv und dumm, bekommt nichts auf die Reihe. Schwört sich zu bessern und versaut es wieder. Es hat schon was psychisch Krankes an sich, dabei gibt er selbst zu als Kind wurde ADHS diagnostiziert. Doch dies passt nicht für mich ins Bild. Am Ende des Buches gibt es dann noch eine richtig heftige Szene welche den Übergang in den fünften Teil schaffen soll. Dieser wird dann aus ihrer Sicht stattfinden.

Ich habe eine mehrere Jahre große Pause zwischen Teil drei und vier gehabt und habe mich nach dem zu Ende bringen dieses Teils dazu entschlossen weder den fünften Teil noch die Nebengeschichte „Paper Party“ wo Gideon im Mittelpunkt ist zu lesen. Die besten Teile sind eins bis drei, alles danach ist nur noch aufgewärmt und unsympathisch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2021

Viel Werbung für schlechten Inhalt

Das Windsor-Komplott
0

Ich muss vorwegsagen, ich bin nicht die große Krimileserin. Aber ich freue mich immer mal wieder, wenn ich einen erwische, der mich doch überzeugen kann. Sei es in der Geschichte, den Charakteren, den ...

Ich muss vorwegsagen, ich bin nicht die große Krimileserin. Aber ich freue mich immer mal wieder, wenn ich einen erwische, der mich doch überzeugen kann. Sei es in der Geschichte, den Charakteren, den besonderen Schliff.

Wie ich dieses Buch sah war mein erster Gedanke: Die Queen geht mit ihrem schwarzen Humor auf Verbrecherjagd. Aber leider ist dem weit gefehlt.

Den Inhalt aus dem Klappentext werde ich hier nicht wiedergeben, sondern nur kurz erklären warum für mich dieses Buch nicht mehr als zwei Sterne verdient hat, dabei ist zu verstehen, es ist eine Bewertung auf der Grundlage das es mir nicht gefallen hat aber nicht, weil es schlecht in sich geschrieben ist.

Kritikpunkt 1.: Die Queen selbst ermittelt nicht. Es sind ihre Hausangestellten, von der jungen Sekretärin Rozie, über den Stallmeister, über jeden der sich dafür anbietet und den die Queen sich dafür aussucht. Denn immerhin kann sie selbst dem nicht nachgehen, sie ist ja ein Staatsoberhaupt. Und niemand nimmt sie ernst. Alle denken ihr Hirn wäre so alt wie ihr Körper und unterschätzen sie und ihren meisterhaften Verstand. Aber genau das war es, worauf ich mich gefreut hätte. Das sie Shelock Holmes spielt und nicht die anderen.

Kritikpunkt 2: Wo bleibt der schwarze Humor? Die Zweideutigkeit beim Dialog? Die Queen selbst hat ihre Art Humor, die selbst die Anwesenden kaum verstehen, und stellenweise auch für den Leser, der ihre Gedanken liest/hört, kann diesen nicht unbedingt nachvollziehen. Aber darüber hinaus fehlt mir genau das.

Kritikpunkt 3 und 4: Zu viel von dem was man nicht braucht. Zu viele Charaktere die vorgestellt werden und die dem Verbrechen mit einbezogen werden. Da wären drei Tote, viele Verdächtige und somit viele Dialoge für Rozie und andere die ermitteln. Zugleich werden viele Bedienstete erwähnt und die Namen sind dann doch nur Schall und Rauch, von den Toten mal abgesehen. Hier viel mir selbst im Zuhören es sehr schwer zu verstehen wer gerade sprach, da es nur eine Sprecherin gibt.

Zu viel Politik. Es ist ein toter Russe und Putin wird als Schuldiger benannt. Ein Spitzel soll am Hofe sein. Also wird die Politik der Welt großartig breitgetreten. Leider war dies sehr ermüdend aber für den Hintergrund am Ende, warum die Morde geschehen tatsächlich wichtig.

Kritikpunkt 5: Der Grund für drei Tote die anscheinend nichts miteinander zu tun hatten. Sry, aber ohne zu spoilern: Das war wohl nichts.

Das Buch war für mich daher im Ganzen alles aber nicht das was ich erwartet hätte. Keine tollen Charaktere, langweilige Story, fehlender Humor. Die Masse an fünf Sternen welche das Buch erhält (Papierform) ist für mich in mindestens 80 % mal wieder der Tatsache zu verschulden, dass man das Buch als Rezensionsexemplar erhalten hat und sich mit den Seitenbetreibern gut stellen will.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2021

Wenn die Sprache der Blumen noch das Highlight abgeben

Vanitas - Schwarz wie Erde
0

Vanitas ist ein Thriller für die hartgesottenen Fans von Ursula Poznanski. Denn von einem überragenden Thriller kann man hier leider nicht sprechen.

So hat das Buch einen echt guten Einstieg um dann abzuflauen ...

Vanitas ist ein Thriller für die hartgesottenen Fans von Ursula Poznanski. Denn von einem überragenden Thriller kann man hier leider nicht sprechen.

So hat das Buch einen echt guten Einstieg um dann abzuflauen bis hin zu einem nicht sehr überraschenden Ende.

Wir starten in Wien in einer Friedhofsgärtnerei. Dort ist Caroline. Diese arbeitet seit zehn Monaten dort und kämpft immer noch damit auf diesen Namen zu hören. Denn es ist nicht ihr richtiger. Sie lebt dort mit neuem Namen, neuer Friseur, neuen Job und der täglichen Angst das ihre Vergangenheit sie aufholen könnte.

Denn sie war Polizeispitzel und hat in Frankfurt mitgeholfen eine brutale Bande zu sprengen. Nur das es nicht so ganz geklappt hat und man diese im Glauben lässt das Caro tot ist. Eine offizielle Beerdigung tat ihren Teil dazu.

Doch sie lässt das Gefühl nicht los immer beobachtet zu werden und das die Frankfurter nach Wien kommen werden um zu sie ermorden. So ist sie wenig begeistert als Robert, der Polizeikommissar, sie nach München in einen Fall einbringen will.

Dort gab es mehrere Tote auf Baustellen und es gibt einen Zusammenhang mit dem Bauriesen Lambert. Die Tochter Tamara wird in München die neue Nachbarin für Caro, welche nun unter neuen Namen dort einzieht. Sehr schnell ist Tamara begeistert von ihr und dem nahen Alter.

Caro beginnt sich nun auf die Suche nach Spuren und wer die „Unfälle“ verursacht.

Leider beginnt hier das tiefe Tal der Langeweile. Wo der Einstieg noch interessant war ist hier nichts mehr los. Caro sagt von sich selbst, dass sie Todesangst hat und Paranoia jederzeit von der Bande erwischt werden zu können. Lässt sich aber auf die Aufgabe ein und geht furchtlos auf Bälle, läuft verkleidet draußen rum und stellt sehr offensichtlich Fragen. Diese Diskrepanz passte für mich kein bisschen. Auch ihr Charakter ist nicht greifbar und war mir sehr unsympathisch.

Darüber hinaus sind es so viele Charaktere. Der Opa, der Sohn, der jüngste Spross. Drei Baufirmen mit drei Stammbäumen. So wie weitere Randfiguren und davon viele. Ich fand es einfach übertrieben und zu viel, benötigt die Geschichte aber im Hinblick darauf wo es hinausläuft.

Leider ist zu schnell erkennbar wer ganz dick mit in dem Ärger mitspielt. Und das sage ich, die selten sowas schnell sieht und mich eher überraschen lässt. Hier ist jeder Krimi und Thriller Fan mit dem Kennerblick nach nur wenig Zeit schon darüber informiert was los ist.

Für mich war es nach am interessantesten zu lesen welche Botschaften die Blumen teilweise haben. Darüber hinaus war es einfach nur noch die gähnende Leere. Der zweite Teil hat sich bereits von meinen Ebook Reader verabschiedet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere