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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2021

Ein harter Weg

Wild Card
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In Wild Card – Ein postapokalyptischer Roadtrip erzählt Nina Casement die Geschichte von Kore, die sich nach einem Meteoriteneinschlag allein durch die zerstörte Welt schlagen muss. Ihre Reise scheint ...

In Wild Card – Ein postapokalyptischer Roadtrip erzählt Nina Casement die Geschichte von Kore, die sich nach einem Meteoriteneinschlag allein durch die zerstörte Welt schlagen muss. Ihre Reise scheint schier endlos zu sein und Hunger, Durst und Einsamkeit prägen ihren Weg. Doch Kore kämpft um ihr Dasein und um einen Weg, weitere Überlebende zu finden.

Was bei diesem Buch direkt auffällt: Es ist unbeschönigt. Die Kores Geschichte beginnt mittenddrin, als sie schon eine geraume Zeit durch die einsame Welt streift. Damit man als Leser aber weiß, wie alles begann, gibt es auch Erzählungen von „Früher“. Dadurch wird man zwar direkt ins kalte Wasser geworfen, aber man erfährt auch alle nötigen Hintergrundinformationen.

Da Kore größtenteils allein unterwegs ist, gibt es kaum Dialoge. Das macht natürlich Sinn und vermittelt das richtige Gefühl, wird dadurch aber leider manchmal etwas trocken. Auch Kore bleibt dadurch manchmal etwas blass. Obwohl sie ein starker kämpferischer Charakter ist, hätte ich mir manchmal mehr Gefühl gewünscht. Vermutlich wäre das auf Kores Reise aber ein absoluter Stolperstein gewesen.

Was mir auch sehr gefällt sind die Tricks, die Kore anwendet. Man kann die Recherchearbeit beim lesen förmlich spüren und ich fühle mich jetzt sehr gut vorbereitet auf einen möglichen Meteoriten-Einschlag 😀

Fazit

Eine für mich etwas andere Dystopie, da man eine eher normale Protagonistin begleitet, die schon eine Entwicklung durchlebt hat. Auf positive Weise finde ich sie deshalb eher interessant als non-stop spannend, auch wenn es durchaus spannende Momente gibt.

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Veröffentlicht am 18.02.2021

Eine traumhafte GEschichte

Muse of Nightmares - Das Erwachen der Träumerin
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Achtung!! Fortsetzung von Strange the dreamer!!

„Und oft genug entscheiden sich ganze Schicksale, nur weil jemand sich nicht entscheiden kann.“

Sarai ist die Muse der Albträume und hat schon so einiges ...

Achtung!! Fortsetzung von Strange the dreamer!!

„Und oft genug entscheiden sich ganze Schicksale, nur weil jemand sich nicht entscheiden kann.“

Sarai ist die Muse der Albträume und hat schon so einiges Schreckliches gesehen. Doch nun erwartet sie ihr persönlicher Albtraum. Dabei steht alles auf dem Spiel, was es überhaupt zu verlieren gibt: Ihre Liebe Lazlo, ihre Geschwister und alle Bewohner von Weep…

Gleich zu Beginn: Diese Bücher wurden im Deutschen zweigeteilt. Was im Original also als Dilogie geschrieben wurde, ist hier mal eben eine Reihe aus vier Bänden. Das tut den Büchern meiner Meinung nach gar nicht gut und ich kann nur empfehlen, sie direkt hintereinander zu lesen. Deshalb rezensiere ich auch beide Teile als ein Buch.

Die Geschichte von Lazlo, Sarai und der Stadt Weep ist wortwörtlich traumhaft und ich liebe die Atmosphäre und den Schreibstil, der dazu beiträgt. Natürlich ist der sehr ausgeschmückt und teils kitschig, aber das macht ihn auch sehr besonders. Trotzdem lassen sich die Bücher aber flüssig und schnell lesen.

Die Charaktere mag ich größtenteils sehr, aber gerade Sparrow hat es mir sehr angetan, weil sie so zart und doch stark wirkt. Natürlich sind Sarai und Lazlo aber das Traumpaar schlechthin. Die Entwicklung der meisten Charaktere ist nicht mehr allzu groß, aber es gibt einen Charakter (ich will nicht spoilern :D), der mich positiv sehr überrascht hat. Allerdings ist er fast schon etwas zu kurz gekommen.

Generell sind mir die altbekannten Charaktere nicht präsent genug. Zu Beginn des ersten Teils tauchen noch neue Figuren auf, die meiner Meinung nach zu viel Platz einnehmen. Dafür, dass sie eben erst in Muse of nightmares so richtig auftauchen, liegt der Fokus für mich zu sehr darauf. Dadurch kommt mir das Ende leider auch sehr langatmig vor.

Fazit

Ich liebe die Reihe, aber es gibt einfach eine Wendung, die mir persönlich nicht zugesagt hat. Trotzdem ist der Schreibstil zauberhaft und auch die Charaktere wachsen dem Leser ans Herz. Eine Geschichte über Hoffnungen und Träume und über Liebe, Freundschaft, Familie und Toleranz.

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Veröffentlicht am 17.01.2021

Ein Soulman, eine Prinzessin und eine schwarze Katze

Ministry of Souls – Das Schattentor
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„Das Herz ist ein gefährliches Ding. Es füllt sich schnell mit Licht oder Dunkelheit. Und du musst aufpassen, was du hineingibst. Ist es Liebe, dann wirst du von Güte erfüllt. Ist es Hass, dann wirst du ...

„Das Herz ist ein gefährliches Ding. Es füllt sich schnell mit Licht oder Dunkelheit. Und du musst aufpassen, was du hineingibst. Ist es Liebe, dann wirst du von Güte erfüllt. Ist es Hass, dann wirst du von ihm verzehrt.“ – Naimas Vater

Im London 1850 kümmern sich die Soulmen um die Seelen verstorbener Menschen und geleiten sie in die Zwischenwelt. Jack möchte noch ein vollwertiger Soulman werden, doch schon bei seinem ersten Außeneinsatz verbreitet er pures Chaos. Im Buckingham Palast soll er die Geister einer arabischen Gesandtschaft ausfindig machen, doch Jack findet heraus, dass Prinzessin Naima noch lebt. Als er von einem Schattenbiest angegriffen wird, versucht Jack sie zu retten – und befördert sie ausgerechnet in die Zwischenwelt. Logisch, dass dies das ganze Gleichgewicht durcheinander bringt.

Auf diese Fantasy-Geschichte habe ich mich besonders gefreut und ich wurde nicht enttäuscht! Akram El-Bahay hat einen leichten, humorvollen aber spannenden Schreibstil, der aber eventuell das Wort Indes ein wenig zu oft beinhaltet 😀 Ich wollte hier eigentlich einen Satz mit indes einbauen, aber das Wort kommt so selten in Büchern vor, für mich klingt das einfach seltsam – ich weiß gar nicht wie man das einbaut! Wer also ein Trinkspiel zum Buch starten will: Hier habt ihr euer Wort!

Das Schöne an diesem Buch ist die Verbindung des alten nostalgischen Londons mit der orientalischen arabischen Kultur. Dieser Mix ist super interessant und gut gelungen. Während Jack einen etwas trotteligen, aber indes (Ha!) nicht dummen Europäer darstellt, ist Naima eine starke Prinzessin, die ein wenig an Jasmin aus Aladdin erinnert. Meine Lieblingscharaktere sind aber Kater Ramses und Oz. Ich mag auch die Anspielung von Oz‘ Namen sehr, feier ich immer noch!

Fazit

Ein humorvolles aber spannendes Abenteuer, dass sich durch den flüssigen Schreibstil und der passenden Seitenanzahl das Prädikat „Zum Verschlingen geeignet!“ verdient hat.

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Veröffentlicht am 14.11.2020

Schweigen ist Gold?!

All das Ungesagte zwischen uns
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Morgan verliert in nur wenigen Sekunden zwei der wichtigsten Menschen ihres Lebens: Ihren Mann Chris und ihre Schwester Jenny. Doch als ob das nicht schon genug wäre, merkt sie, wie viele Lügen seit Jahren ...

Morgan verliert in nur wenigen Sekunden zwei der wichtigsten Menschen ihres Lebens: Ihren Mann Chris und ihre Schwester Jenny. Doch als ob das nicht schon genug wäre, merkt sie, wie viele Lügen seit Jahren Bestandteil ihres Lebens sind. Doch das will sie ihrer 16-jährigen Tochter verheimlichen. Sie will ihre glücklichen Erinnerungen am Leben halten. Doch je mehr sie das versucht, desto höher werden die Mauern zwischen Mutter und Tochter.

Auf meinen ersten CoHo habe ich mich unendlich gefreut. Und in einem Punkt auf jeden Fall zu Recht: Ihr Schreibstil ist wahnsinnig gut. Authentisch, passend gefühlvoll, nicht zu kitschig aber kitschig genug. Es wird immer deutlich warum eine Person etwas tut, selbst wenn es für den Leser mal nicht nachvollziehbar ist.

Die Geschichte selbst ist an manchen Stellen etwas schwierig, aber darauf gehe ich nach dem Fazit ein, da das Spoiler enthalten wird 🙂 Einiges wirkt auf mich zu gestellt. Die Geschichte ist zwar nah an der Realität und könnte so bestimmt passieren, aber in einem Buch wirkt das schnell mal geplant. Was ich sehr mag, ist dass man Morgans und Claras Sichtweisen liest. So steht man als Leser zwischen den Fronten und es baut sich Spannung auf, obwohl recht vorhersehbar ist, was passiert.

Morgan und Clara sind… schwierig 😀 Morgan ist sehr selbstlos und beschützt ihre Tochter wie eine Bärin, was dann aber manchmal das Problem ist. Clara benimmt sich nicht nur ihrer Mutter sondern auch andern Menschen gegenüber oft völlig daneben, obwohl sie eigentlich einen sehr tollen und bemerkenswerten Charakter hat. Die beiden männlichen Protagonisten sind wirklich toll. Jonah ist ruhig und zurückhaltend aber sanft und das ist echt erfrischend, denn er hat trotzdem den ein oder anderen Makel oder Moment. Miller ist liebevoll und freundlich. Endlich mal Nice Guys statt Bad Boys! Die Liebesgeschichten haben dabei das passende Tempo, nachvollziehbare Krisenmomente und sind authentisch.

Fazit

Eigentlich eine tolle Geschichte, wobei mir gerade der Mutter-Tochter-Aspekt total gefällt. Es geht um Liebe, Treue und Familie, also nicht nur um Anziehung und Sixpacks 😉

Aber (Achtung kleiner Spoiler!)

Ich komme mit dieser Über-Kreuz-Liebesgeschichte nicht so gut klar. Mir fiel das beim Lesen wirklich schwer und das sind Themen, mit denen ich persönlich oft nicht so viel anfangen kann, weil das auf mich oft zu gestellt und geplant wirkt.

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Veröffentlicht am 21.10.2020

Mein letzter Tag in Redwood

Redwood Dreams – Es beginnt mit einem Knistern
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Parker ist der Sheriff in Redwood und ein wahrer Traumkerl: Hilfsbereit, freundlich und immer gut gelaunt. Maddie dagegen wird behandelt wie eine Aussätzige. In der High School war sie die klischeehafte ...

Parker ist der Sheriff in Redwood und ein wahrer Traumkerl: Hilfsbereit, freundlich und immer gut gelaunt. Maddie dagegen wird behandelt wie eine Aussätzige. In der High School war sie die klischeehafte Zicke und danach haben ihr Vater und ihr Ex den Bewohnern Redwoods richtige Schwierigkeiten bereitet. Dabei tut Maddie alles, um die Fehler gut zu machen, die gar nicht ihre waren. Eigentlich sind Maddie und Parker ja noch Erzfeinde aus Schulzeiten, aber irgendwie scheint Parker der Einzige zu sein, der sich für die wahre Maddie interessiert.

Das war sie nun also. Meine letzte Reise nach Redwood. Obwohl mir die ersten beiden Bände noch mit Abstand am besten gefallen haben, liegt mir jeder Band am Herzen. Wegen der Bewohner, dem Setting und der ganzen Atmosphäre. Bei diesen Büchern kann ich komplett abschalten und mal wieder tief durch atmen. Und auch der letzte Band lässt mich lächelnd zurück.

Parker ist ein ganz toller Kerl, der mir aber zu wenig Ecken und Kanten hat. Gut, manchmal ist er etwas aufdringlich, aber ansonsten ist er fast schon zu perfekt, sodass Flynn auf dem Thron der Redwood-Book-Boyfriends sitzen bleibt. Maddie ist eine interessante Protagonistin, die überraschend selbstlos ist. Es gibt viele Protagonistinnen, die immer erst an die anderen denken, aber bei keiner ist es so ausgeprägt wie bei Maddie.

Die Handlung ist mir persönlich manchmal zu überspitzt oder übertrieben, da hätte es etwas weniger auch getan. Ebenso beim Ende, doch das ist in dem Fall vollkommen ok für mich, weil es zum ganzen Ende der Serie total passt. Außerdem liebe ich den Schreibstil. Bei diesen Geschichten MUSS ich einfach immer zum Buch greifen und sitze lächelnd davor.

Fazit

Für mich sind diese Bücher der Inbegriff von „Wohlfühlmoment“. Das schlechte an ihnen: Es gibt kein echtes Redwood 🙁 Dieses Spin-Off der Haupttrilogie kann jedenfalls mithalten und ist eine wundervolle Ergänzung.

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