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Veröffentlicht am 05.04.2021

Fantasievoll, zauberhaft und einfühlsam

Ella Löwenstein - Eine Welt voller Wunder
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Ella Löwenstein ist alles andere als normal. Denn sie ist dazu fähig, magische Wesen wahrzunehmen! Gerne wird sie von Klassenkameradin und Nachbarin Friederike damit aufgezogen und gehänselt.
Als eines ...

Ella Löwenstein ist alles andere als normal. Denn sie ist dazu fähig, magische Wesen wahrzunehmen! Gerne wird sie von Klassenkameradin und Nachbarin Friederike damit aufgezogen und gehänselt.
Als eines Tages Kasimir, ein Heidekobold, mitten in ihrem Zimmer auftaucht, ändert sich Ellas Leben schlagartig. Er braucht dringend ihre Hilfe und lässt einfach nicht locker. Und so landet Ella schnell in der Anderwelt, in der es von magischen Wesen nur so wimmelt! Doch diese neue Welt birgt zahlreiche Gefahren...

Aufmerksam geworden auf "Ella Löwenstein - Eine Welt voller Wunder" sind wir direkt durch das wundervolle Cover. Es ist mit so viel Liebe zum Detail gestaltet und wirkt, im Zusammenspiel mit dem silber changierendem Titel, einfach magisch!
Im Innenteil des Buches hingegen geht es ein wenig schlichter zu. Hier sind lediglich einige kleine, schwarz-weiße Vignetten vorzufinden, die zwar ein wenig Abwechslung zum Text bieten, aber nur recht selten abgedruckt sind.

Die anfängliche Enttäuschung darüber ist jedoch schnell verflogen, sobald wir erst einmal richtig in die Geschichte eingetaucht sind.
Denn die Geschichte rund um die junge Ella sprüht nur so vor Magie! Allein die Anderwelt ist wirklich wundervoll beschrieben. Als Leser haben wir uns gefühlt, als würden wir selbst uns auf eine Entdeckungsreise quer durch eine neue, fantastische Welt begeben. Hinzu kommen zahlreiche zauberhafte, magische Wesen. Diese sind ebenfalls äußerst detailgetreu beschrieben und wirken fast schon zum Greifen nah. Hier wird Fantasie gepaart mit einer Menge Authentizität groß geschrieben! Es ist wunderschön, wie viel Kreativität und Mühe in diesem Aspekt steckt. Und genau das lieben wir so sehr an diesem Kinderbuch!

Ebenso sehr jedoch mochten wir die Protagonistin Ella. Die Passagen, in denen sie auf Grund ihres "Andersseins" ausgeschlossen und teils sogar gemobbt wird, sind uns sehr ans Herz gegangen. Wir konnten sehr gut nachvollziehen, wie es ihr deswegen gehen muss. Umso schöner fanden wir es, dass sie ihre Lebensfreude dennoch nicht verloren und dennoch so viel für ihre Freunde riskiert hat.
Wir finden, dass Ella als Protagonistin toll gewählt ist und sind uns sicher, dass sich viele Kinder gut mit ihr identifizieren werden können.

Wer Lust auf ein zauberhaftes Kinderbuch mit einer authentischen Protagonistin und ganz viel Magie hat, ist mit "Ella Löwenstein" genau richtig beraten. Trotz leichter Längen in der Handlung haben wir sehr mit ihr mitgefiebert und viel Spaß beim Entdecken der Anderwelt gehabt.
4,5/5 Sterne

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.02.2021

Überaus aktuell und dadurch umso packender!

CO2 - Welt ohne Morgen
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Während eines Klimacamps im fernen Australien werden 12 Kinder aus 12 unterschiedlichen Nationen entführt. Um die Kinder wohlbehalten jemals wiedersehen zu können, stellen die Entführer die Forderung an ...

Während eines Klimacamps im fernen Australien werden 12 Kinder aus 12 unterschiedlichen Nationen entführt. Um die Kinder wohlbehalten jemals wiedersehen zu können, stellen die Entführer die Forderung an die Regierungen und Bürger dieser Welt, diverse Klimaziele binnen kürzester Zeit erfüllen zu müssen. Ansonsten werden die Kinder nach und nach die Auswirkungen des klimaschädlichen Gases in extremster Form zu spüren bekommen - und das vor laufender Kamera...

Vorab möchte ich kurz anmerken, dass ich üblicherweise alles andere als die typische Thrillerleserin bin. Das Genre liegt für gewöhnlich außerhalb meiner Komfortzone. Nachdem ich jedoch den Klappentext näher unter die Lupe genommen habe stand für mich fest, dass ich "CO2 - Welt ohne Morgen" sehr gerne eine Chance geben und etwas Neues probieren möchte.
Und, so viel kann ich bereits verraten,: Dieser kleine Exkurs hat sich definitiv gelohnt!

Zugegeben, zu Beginn des Buches war ich mir da nicht so sicher. Es geht gleich mit mehreren unterschiedlichen Handlungssträngen los, die mich im ersten Augenblick ein wenig erschlagen haben. Es ist einfach unheimlich viel auf einmal passiert und ich hatte Mühe, alles in eine sinnvolle Reihenfolge zu ordnen.
Glücklicherweise hat sich das nach und nach gelegt, als Leserin habe ich mich schnell an den vielschichtigen Aufbau gewöhnt. Im Nachhinein finde ich, dass genau dies diesen Thriller so besonders und aufregend macht.
Es ist bemerkenswert, wie der Autor Tom Roth es schafft, zahlreiche und sehr komplexe Stränge miteinander zu einem netzartigen Gebilde zu verknüpfen, und dabei stets den roten Faden im Blick behält.
Dinge, die mir im ersten Augenblick dubios erschienen, finden erst im Laufe des Lesens ihren Sinn, glänzen dann durch ihre unglaublich geniale Positionierung.

Neben diesem Aspekt konnte mich vor allem die konstante Spannungskurve mitreißen. Obwohl ich nach einer erschreckenden Offenbarung am Anfang Sorge hatte, dass damit dem Buch etwas Biss genommen wird, hat sich dies nicht unbedingt bewahrheitet. Durch viele andere Ereignisse, Überraschungen und Wendungen wird man als Leser ordentlich aus Trab gehalten, man möchte das Buch kaum zur Seite legen.

Alles in einem empfehle ich diesen Thriller gerne weiter. Er hat mir einige nervenaufreibende und fesselnde Lesestunden bereitet sowie einen interessanten Einblick in die Thematik rund um den Klimawandel geboten. Gerade die Vermischung aus verschiedenen Sichtweisen darauf ist hier positiv anzumerken.
Einen kleinen Abzug gibt es auf Grund der zahlreichen Figuren und deren Sichtweisen, die meinen Lesefluss leicht zum Stocken gebracht haben.
4,5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 29.01.2021

Super schönes Jugendbuch mit dem gewissen Etwas

Cold Day in the Sun
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Als einziges Mädchen in einem Jungeneishockeyteam stößt Holland des Öfteren auf offene Ablehnung. Sie hat es satt, ständig mit Aussagen und Unterstellungen, sie würde einem Jungen den rechtmäßigen Platz ...

Als einziges Mädchen in einem Jungeneishockeyteam stößt Holland des Öfteren auf offene Ablehnung. Sie hat es satt, ständig mit Aussagen und Unterstellungen, sie würde einem Jungen den rechtmäßigen Platz wegnehmen, konfrontiert zu werden.
Als ihre Mannschaft für eine Live-Übertragung im Fernsehen ausgewählt wird, erhält Holland endlich die Gelegenheit, sich zu beweisen. Zahlreiche Menschen sind alles andere als begeistert davon. Unerwarteterweise erhält sie Unterstützung von Wes - ausgerechnet der Teamkapitän, der ihr das Training zur Hölle macht...

Als ich das erste Mal auf "Cold Day in the Sun" aufmerksam geworden bin, habe ich eine klassische, stereotypische Jugendgeschichte erwartet, die nette Unterhaltung für Zwischendurch bietet.
Auf den ersten Seiten während des Lesens hat sich dies zunächst bestätigt. Ich hatte Mühe, richtig in die Geschichte eintauchen zu können und war zeitweise fast ein wenig genervt von Holland, die scheinbar alles als Angriff auf ihr Geschlecht wertete.

Nach einigen weiteren Kapiteln allerdings wurde mir bewusst, dass ich mit dieser Einschätzung vollkommen falsch gelegen habe. Denn diese Geschichte ist so viel mehr als nur ein nettes Buch für Zwischendurch.
Angefangen bei der Atmosphäre, die wunderbar winterlich anmutet und hervorragend zum Thema "Eishockey" passt, bis hin zum amerikanischem Flair, der ein wenig an "High School Musical" erinnert und wunderbar eingefangen wurde, war alles wundervoll stimmig.
Gleiches gilt für die Geschichte selbst. Die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten ist zwar an manchen Stellen durchaus vorhersehbar, bietet aber dennoch einige Überraschungen. Vor allem aber wärmt sie das Herz des Lesers. Dieses Buch ist eine Geschichte, die den Leser vollkommen einhüllt, ihn leiden, aber auch die gleiche Freude, den gleichen Stolz wie die Figuren empfinden lässt.

Während ich mich zunächst an Hollands Haltung bezüglich ihrer Position als einziges Mädchen gestört habe und sie als anstrengend empfand, legte auch das sich größtenteils wieder. Seite für Seite konnte ich mich besser in ihre Gefühlswelt hineinversetzen, sie als Mensch besser verstehen.
Dieses Jugendbuch macht vor allem Mädchen Mut, sich in von Männern dominierten Bereichen durchzusetzen, an ihre Träume zu glauben und niemals aufzugeben. Nichtsdestotrotz hätte ich mir gewünscht, dass diese Thematik ein wenig intensiver behandelt wird. Zeitweise wurde mir noch zu sehr an der Oberfläche gekratzt.

Alles in einem allerdings empfehle ich das Buch wärmstens an junge Leser weiter, die dringend ein wenig Ablenkung und Entspannung benötigen. Ich hatte definitiv einige schöne Lesestunden und gerade zum Ende hin konnte ich mich wunderbar in das verschneite Amerika träumen.
4,5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 08.12.2020

Eine herzerwärmende Geschichte über die Freundschaft zwischen einem Mädchen und einem Mammut

Das Eismonster
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Ins Museum soll ein echtes Mammut gebracht werden! Das will sich die zehnjährige Elsie, die im schrecklichen Waisenhaus Wurmig aufgewachsen ist, auf keinen Fall entgehen lassen. Gemeinsam mit dem Professor ...

Ins Museum soll ein echtes Mammut gebracht werden! Das will sich die zehnjährige Elsie, die im schrecklichen Waisenhaus Wurmig aufgewachsen ist, auf keinen Fall entgehen lassen. Gemeinsam mit dem Professor will sie das eingefrorene Mammut zum Leben erwecken. Aber als dieser das Eismonster plötzlich einsperren will, muss Elsie handeln...

Dieses Kinderbuch ist definitiv einzigartig.
Auf jeder einzelnen Seite wird mit verschiedenen Schriftgrößen und -arten gespielt, niedliche Illustrationen (ein großes Lob vor allem an die hübsche Charakterübersicht, diese ist uns besonders in Erinnerung geblieben!) lockern den Text wunderbar auf. So lässt sich das Buch binnen kürzester Zeit verschlingen. Beigetragen dazu hat sicherlich auch der tolle Schreibstil, der die Geschichte schön in Szene setzt und es dem Leser enorm leicht macht, sich alles hervorragend vorstellen zu können.

Aber nicht nur die formalen Dinge konnten und begeistern. Auch die Geschichte selbst, inklusive der sympathischen und taffen Protagonistin, hat uns viel Freude bereitet. Sie vereint historische, fantastische, spannende und humorvolle Elemente in sich und nimmt sich selbst oftmals nicht ganz ernst. So eignet sich "Das Eismonster" optimal für einen gemütlichen und entspannten Lesenachmittag vor dem Kamin. Aber auch zum Vorlesen sollte sich dieses Kinderbuch durch die relativ kurz gehaltenen Kapitel gut eignen. An der Stelle sei jedoch gesagt, dass das Buch einige recht brutale oder eklige Passagen enthält, weswegen wir das empfohlene Lesealter ein wenig höher ansetzen würden.

Was uns ebenfalls negativ aufgefallen ist, war das vermeintliche "Gratis-Mammut". Wir haben uns nach dem Teaser auf dem Cover auf ein kleines Lesezeichen oder Sonstiges gefreut, letztendlich handelte es sich bei dem Mammut aber nur um eine Illustration auf dem Schutzumschlag, den man dafür kaputtschneiden müsste.

Alles in einem aber mochten wir dieses Kinderbuch doch recht gerne. Vor allem den dynamischen Text haben wir genossen.
4,5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 18.11.2020

Gelungene Fortsetzung - spannend und überaus mitreißend

Wenn die Nacht stirbt und dunkle Mächte sich erheben
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Noch immer haben Read und ihre Freunde mit den Erlebnissen in der alten Kirche zu kämpfen. Noch immer verfolgen sie die furchtbaren Erfahrungen bis in die tiefsten und dunkelsten Ecken.
Doch als Rabiana ...

Noch immer haben Read und ihre Freunde mit den Erlebnissen in der alten Kirche zu kämpfen. Noch immer verfolgen sie die furchtbaren Erfahrungen bis in die tiefsten und dunkelsten Ecken.
Doch als Rabiana - die böse Königin - plötzlich beschließt, in der Schule zu bleiben, Hunter sich immer seltsamer verhält und Tara Reads baldigen Tod voraussieht, stehen der kleinen Gruppe ein weiteres Mal schwere Zeiten bevor...

Vorab: Bei "Wenn die Nacht stirbt und dunkle Mächte sich erheben" handelt es sich um den zweiten Band einer Reihe. Ich würde unbedingt empfehlen, für ein nahtloses Verständnis zuvor den Vorgänger zu lesen.
Des Weiteren möchte ich darauf hinweisen, dass hier explizite Gewaltszenen auftauchen. Wer damit nicht klarkommt, dem würde ich von der Lektüre dieses Buches eher abraten.

Auch der zweite Band rund um Read, Hunter und ihre Freunde beginnt mit einem fesselnden Prolog. Durch viel Bewegung, detaillierte Beschreibungen und unerwartete Ereignisse kommt reichlich Spannung auf und ähnlich wie im ersten Teil wird der Leser vollkommen gefesselt.
Leider nimmt der Prolog bereits einige Kleinigkeiten vorweg, sodass der Leser im Laufe des Buches teilweise nicht mehr die Möglichkeit hat, selber mitzurätseln. Nichtsdestotrotz ist auch der Weg zu den schockierenden Erlebnissen im Vorspann durchaus interessant zu lesen.

Dazu trägt vor allem auch die gelungene Mischung aus Fantasy in Form von unterschiedlichen Magieelementen, ein wenig Romance und verschiedensten Intrigen bei. All dies erschien mir wirklich stimmig und toll umgesetzt!

Vor allem begeistern konnten mich hier jedoch die Charaktere. Vor allem die Nebencharaktere weisen unheimlich viel Tiefgang aus und werden genau passend ausgeschmückt. Habe ich bei Band eins noch bemängelt, dass sie stellenweise nicht greifbar waren, war ich hier begeistert von dem vollständigen und spannenden Bild, dass Lisa Lamp von ihnen für den Leser zeichnet. Sowohl Nicole als auch Hunter sind für mich persönlich besonders hervorgestochen, wobei auch der Rest der Clique glänzen konnte.

Was mir hingegen nicht ganz zugesagt hat und wofür ich leider einen halben Stern abziehen muss, waren einige seltsame Formulierungen im Text. Viele Figuren trugen zahlreiche eher irritierende Synonyme, auch der "nicht vorhandene Bart" brachte mich manchmal ein wenig aus dem Konzept.

Alles in einem ist dieser Band aber eine gelungene Fortsetzung, die ich sehr gerne verschlungen habe. Ich bin nach dem fiesen Cliffhanger gespannt auf die Fortsetzung!
4,5/5 Sterne

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