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Veröffentlicht am 06.03.2017

Freundinnen fürs Leben

Die Nightingale-Schwestern
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Wir schreiben das Jahr 1934. Im Londoner Nightingale Hospital sucht man dringend neue Krankenschwestern. Es bewerben sich 3 junge Frauen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen. Millie die Aristokratin ...

Wir schreiben das Jahr 1934. Im Londoner Nightingale Hospital sucht man dringend neue Krankenschwestern. Es bewerben sich 3 junge Frauen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen. Millie die Aristokratin will sich noch keinen Ehemann suchen und lieber etwas Nützliches tun. Das erste Praktikum versaut sie allerdings. Helen steht unter der Vorherrschaft ihrer Mutter, die nicht ahnt, dass Helen ein Geheimnis vor ihr verbirgt. Dora stammt aus einer ärmlichen Familie und hat noch 4 Geschwister. Wer eignet sich jetzt als echte Nightingale Schwester?

Dora hatte es schon fast geschafft, sich selbst einzureden, sie wolle keine Krankenschwester mehr sein, als dann doch noch der ersehnte Brief eintraf. Sie wurde angenommen und war überglücklich endlich der Klebstofffabrik Good bye zu sagen. Ihr Dienst im Krankenhaus beginnt auf der Orthopädie für Männer, eine Station mit 30 Betten. Man nannte die Station Blake. Millie die von der Oberin immer nur Benedict genannt wurde darf ihr Praktikum noch einmal wiederholen und befindet sich in der Probezeit. Helen ist nun schon im zweiten Lehrjahr. Eine sehr strebsame junge Frau die allerdings nicht viel redet. Kein Wunder, wenn man zwanzig Jahre unter der Fuchtel der Mutter steht. Die sie immer daran erinnert, dass sie die Mutter in gewisser Weise im Nightingale zu repräsentieren hat. Fehler werden nicht geduldet. Millie und Dora bestehen ihr Praktikum mit Erfolg. Die drei Frauen freunden sich an.

In diesem 585 seitigen Taschenbuch wird über die ersten 12 Monate der drei Schwestern geschrieben, die sie zusammen verbringen. Helen ist ja bereits im zweiten Jahr dort. Die drei waren mir sehr sympathisch, wenn auch Helen erst sehr verschlossen war. Was doch für ein Trill früher herrschte, das wäre heute nicht mehr möglich. Damals durften die Lernschwestern in Uniform niemals mit einem Mann sich unterhalten, sich nicht schminken und nicht einmal laut lachen. In ihrer dreijährigen Ausbildung lebten die Lernschwester immer zu dritt oder viert in einem viel zu engen Zimmer. Die Heimleiterin war unerbittlich, das Licht wurde um 10 Uhr abgeschaltet. Alle Schwestern mussten bis 10 im Zimmer sein.

Der Alltag im Krankenhaus wird im flüssigen Schreibstil verfasst, man erfährt was so alles gemacht werden muss vom Gebisse reinigen bis hin zu Einläufen und Verband wechseln bei den Patienten. Die strenge Hand der Oberin lernten sie allzu oft kennen.

Als Nick Riley sich in Dora verliebte und sie einmal zart küsste, da ergriff Dora die Panik. Erinnerungen an den Stiefvater kamen zurück. Die Person Alf war mir sehr unsympathisch, er hat Dora im zarten Alter von 13 sexuell missbraucht. Er schenkt ihr dann vor allen eine Uhr, es darf nichts raus kommen. War das früher eigentlich immer so das vor allem Stiefväter die Kinder der angeheirateten Mutter missbrauchten? Ich kann mir gut vorstellen, was sie durchgemacht hat.Dora traut sich nicht darüber mit der Mutter zu sprechen. Als Sie ins Krankenhaus einzog, da schnappt sich Alf die andere Tochter Josie und verging sich an ihr. Ob er seine gerechte Strafe bekam erfährt man nicht im Buch. Nick Riley verpasste ihm einen Faustschlag in einer dunklen Gasse. Josie wünschte ihm den Tod. Da dies Band 1 ist, wird wohl in den nächsten Bänden wahrscheinlich noch mehr von seinen Vergehen ihm zu hören sein.

Es war das erste Buch, welches ich von Donna Douglas gelesen hatte. Das Buch hat mir gut gefallen besonders zwischendrin immer wieder die Familienrückblicke. Das machte die Geschichte richtig spannend. Ich bin gespannt wie es weitergehen wird.

Veröffentlicht am 06.03.2017

Keinen Titel für den Besten

Deutscher Meister
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Johann Trollman ist ein talentierter Boxer, er ist Sinti im Volksmund auch Zigeuner genannt. Im Juni 1933 tritt er gegen den Deutschen Witt im Ring an. Es geht um die deutsche Meisterschaft im Boxen. Zeitgleich ...

Johann Trollman ist ein talentierter Boxer, er ist Sinti im Volksmund auch Zigeuner genannt. Im Juni 1933 tritt er gegen den Deutschen Witt im Ring an. Es geht um die deutsche Meisterschaft im Boxen. Zeitgleich boxt Schmeling in New York um den WM Titel und verliert. Trollmann trat an, er musste siegen.

Er gewinnt den Kampf über 15 Runden. Die Funktionäre können ihm den Sieg nicht verweigern, sie geben ihm allerdings nicht den Titel. Trollmann Sieger nach 12 Runden, aber kein Meistertitel. Und kein Kranz. Er muss noch einmal gegen einen anderen deutschen Faustkämpfer antreten. Diesen gewinnt er auch.

Im Boxsport wurde schon immer betrogen. Boxen unter dem Nazi Regime war nicht einfach. Man verlangte das Siegen der arischen Rasse. Nur das zählte. Es ging um die nationale Ehre beim Boxen. Jeder Treffer in der Boxrunde am Körper des Gegners sei ein Treffer für den Führer. Zigeuner haben sich zu beugen.

Die Methoden des Boxtrainings wurden so detailliert erzählt und über viele Seiten hingezogen, dass hat mich etwas geärgert. Die 15 Runden des Kampfes sind meiner Meinung nach auch zu sehr in die Länge gezogen worden. Man muss natürlich auch die Seiten füllen, ich finde es allerdings überflüssig jede Linke so ausführlich zu beschreiben. Der Schreibstil gefiel mir gut, die Autorin hat eine erstaunliche Sachkenntnis der damaligen Zeit.

Ich musste einige Male stoppen und nachdenken.

Die Sache mit dem KZ zum Ende im Epilog berührte mich schon sehr. Zur Wehrmacht einziehen und kämpfen dafür war er gut, aber nicht für den Titel eines deutschen Meisters.

Veröffentlicht am 14.02.2017

Die erste große Liebe und dann kommt die Flut

Sturmherz
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Die Literaturagentin Alexa Petri ist 38 und führt ein sorgenfreies unabhängiges Leben in Berlin. Bis sie die Nachricht erhält, dass ihre Mutter in Hamburg einen Schlaganfall erlitt und im Koma liegt. Alexa ...

Die Literaturagentin Alexa Petri ist 38 und führt ein sorgenfreies unabhängiges Leben in Berlin. Bis sie die Nachricht erhält, dass ihre Mutter in Hamburg einen Schlaganfall erlitt und im Koma liegt. Alexa wird urplötzlich aus ihrer heilen Welt herausgerissen. Sie soll als Vormund ihrer Mutter eingesetzt werden. Das Vehältnis zu ihrer Mutter ist alles andere als harmonisch. Sie hat nie erfahren, warum ihre Mutter in der Vergangenheit einige Mnate sich von ihr abwandte, obwohl sie noch ein Kind war.

In den Unterlagenihrer Mutter findet sie schließlich einen sehr gefühlvoll geschriebenen Brief. Dieser gibt ihr Rätsel auf bis ein älterer Herr - wohl ein Freund ihrer Mutter - in ihr Leben tritt. Dieser scheint ein Freund von Cornelia zu sein. Er erzählt der Tochter wie es damals in den 60zigern war. Wie das war, als die Flut am 16. Februar 1962 über Hamburg hereinbrach. In den Zeitsprüngen zwischen den 60zigern und 8o zigern kommen immer mehr Geheimnsse ans Licht. Ich habe mitgezittert, das Conny es schafft mit Richard nach Amerika in ein neues Leben zu reisen. Dann kommt die große Flut, die Deiche brechen und Richard verliert Conny im Wasser.

Corinna Bomann hat einen sehr spannenden und einfühlsamen Roman geschrieben. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und nicht langatmig. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte einlesen, diese hat mich emotional doch ziemlich aufgewühlt. Ich bin selbst Mutter zweier Töchter, so ganz verstand ich es nicht, dass man sich von seinem Kind abwendet. Die erste große Liebe soll schuld gewesen sein und viele Missverständnisse und ein trauriges Schicksal.

Alexa lernt ihre Mutter dann von einer ganz anderen Seite kennen. Kann sie sich noch einmal mit ihr aussprechen bevor sie die Augen schließt? Was wurde aus Richard? Wer ist dieser ältere Mann der mit seinem Sohn Ethan in Hamburg auftaucht?

Das Buch bekommt von mir den Unterhaltungswert von 4 Sternen. Ich könnte mir vorstellen, dass das mal verfilmt wird.

Veröffentlicht am 10.02.2017

Schöne glaubwürdige Geschichte

Milchkaffee in New York
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Auf dem Flug nach New York lernen sich Sophia und Flo per Zufall kennen, weil sie nebeneinander sitzen. Flo fliegt für 6 Monate als Au pair nach NY. Sophia für 6 Monate als Assistenztrainerin einer Damen ...

Auf dem Flug nach New York lernen sich Sophia und Flo per Zufall kennen, weil sie nebeneinander sitzen. Flo fliegt für 6 Monate als Au pair nach NY. Sophia für 6 Monate als Assistenztrainerin einer Damen Soccer elf.

Die beiden treffen sich auch während ihrem Aufenthalt in der Stadt die niemals schläft. Es entwickeln sich bald Gefühle bei Sophia und Flo. Es gibt aber auch noch Nina eine Fußballerin, welche sich in Sophia verliebt. Sophia will nur Flo. Wie aber entscheidet sich Flo? Eifersucht und Missverständnisse tauchen auf. Wer am Ende von den beiden Sophia nach Deutschland begleitet, das verrate ich nicht.

Milchkaffee in New York hatte ich in 2 Tagen ausgelesen. Ich fand die Handlung gut und Sophia und Flo waren mir von Anfang an sympathisch. Echte Spannung beginnt als Nina intrigiert.

Jenny Green schreibt einfühlsam, ich mag ihren Schreibstil. Die Geschichte ist glaubwürdig in diesem Buch. Man kann keinen großen literarischen Schreibstil verlangen bei den Büchern aus dem elles Verlag. Jenny ist eine junge Autorin. Sie ist auf einem guten Weg immer bessere Bücher zu schreiben. Dieses ist jetzt das 3. Buch von ihr, welches ich gelesen habe. Ich konnte mich an Plätze erinnern in dem Buch, welche ich selbst besucht hatte. Dabei blickte ich in Gedanken zurück. Ich war auch schon für 1 Woche in New York. Eine tolle Metropole.

Ich möchte noch anmerken, das Buch und die Handlung ist eher etwas für die jüngere Generation so bis knapp unter 30. Es ist auch für nicht Fußball begeisterte zu empfehlen, weil es eine schöne glaubwürdige Geschichte ist. Die Stadt New York wird an einigen Plätzen richtig gut beschrieben.


Veröffentlicht am 14.05.2026

witzige Geschichte

1000 letzte Dates
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Vom Vater ihres Kindes getrennt lebend mit einem Sohn wohnt sie in Berlin. Wir begleiten Anna im besten Frauen Alter in den Dreißigern beim Sinnieren über Liebe, die besten Date-Orte und die angebliche ...

Vom Vater ihres Kindes getrennt lebend mit einem Sohn wohnt sie in Berlin. Wir begleiten Anna im besten Frauen Alter in den Dreißigern beim Sinnieren über Liebe, die besten Date-Orte und die angebliche Bindungsangst ihrer Generation. Und bei ihren Dates: Bei manchen Begegnungen kommt sie an ihre Grenzen, bei fast allen lernt sie etwas über sich. Ist sie verklemmter als gedacht? Oder doch gar nicht so feministisch? Sucht sie den Mann fürs Leben oder nur ein bisschen Spaß?

Sie spricht über Dates und erstellt Listen. Sie ist schon zu lange arrogant, um sich von einer App anzeigen zu lassen, wie sie funktioniert. Sie ist aber ehrlich genug, sagen zu können, dass sie keinen richtigen Plan entwickelt hat. Wie zeigt sie denn nun Menschen, an denen sie interessiert ist? Welcher Tag ist der Beste für ein Date? Es kommt auch auf die richtige Location an. Gegen Dates in der Kneipe ist sie als Kneipen-Girl sehr angetan, aber richtig sexy erscheint ihr ein Date in der Galerie. Wobei ihr das offensive Flirten im ICE Zug auch gelegen kommt. Wie ist das eigentlich bei einer Einladung zum Essen, wer zahlt die Rechnung?

Die Autorin präsentiert uns auf eine sehr amüsante Art mit teilweise ehrlichen Passagen, was Anna auf ihrer Suche erlebte. Ihr Fazit mit 36 Jahren hat mich nachdenken lassen. Wie sie den Druck aus allen Seiten rausnimmt und mit denen sie glücklich ist, die sie hat, fand ich bemerkenswert.

Ich hatte lustige und nachdenkliche Unterhaltung, es war für mich mal ein Buch total anders, was ich sonst lese. 1000 letzte Dates empfehle ich gerne weiter für Frauen, die auf der Suche nach einem Partner sind und sich Dating Tipps holen wollen.

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