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Erdbaerchen

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.11.2020

Wer ist ohne Schuld?

Ohne Schuld
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Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk, wenn man es denn so nennen will, habe ich bereits von Lovelybooks bekommen. Vielen Dank für das Leseexemplar. Ich hab schon so lange nichts mehr von Charlotte Link gelesen, ...

Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk, wenn man es denn so nennen will, habe ich bereits von Lovelybooks bekommen. Vielen Dank für das Leseexemplar. Ich hab schon so lange nichts mehr von Charlotte Link gelesen, wobei ich sie früher echt gern gelesen habe.

Diesmal geht's um ein Ermittlerduo, Kate Linville und ihr Chef Caleb Hale, die beide einem Mann auf der Spur sind, der im Zug von London nach York einen Anschlag auf eine Dame ausüben möchte, der jedoch Dank Kate misslingt.
Später stürzt eine andere Frau beim Radfahren über einen gespannten Draht. Auch auf sie wird geschossen. Die einzige Verbindung bisher ist die Tatwaffe.

Schon den Beginn fand ich sehr spannend. Ich bin total gut in das Buch hinein gerutscht und baute auch gleich Sympathie für die beiden Ermittler auf. Beim Lesen geht es dann Schritt für Schritt voran. Man kann jede Handlung gut nachvollziehen und ihr ohne größerer Anstrengung folgen.
Auch die Kapitel sind super aufgebaut. Hier haben wir größere, nach Datum und kleinere Unterkapitel bei denen wir in die verschiedenen Sichtweisen der Personen eintauchen.
Was mir auch besonders gut gefallen hat ist, dass die Autorin genau weiß wieviel sie wann Preis gibt. Sie hat hier für mich immer den richtigen Zeitpunkt gewählt, um den Leser ein paar der Puzzleteile zukommenzulassen, allerdings wiederum auch nicht allzu viel. So bleibt es weiterhin spannend und wird zugleich nicht langweilig.
Das Ende bleibt dann leider auch eher offen. Normalerweise hasse ich so etwas. Hier finde ich es jedoch sehr passend und toll gewählt, um den Leser dran bleiben zu lassen. Vielleicht gibt es ja noch einen Teil in dieser Serie, in dem wir mehr darüber erfahren?

Fazit: Nicht allzu brutaler, super konstruierter Krimi.

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Veröffentlicht am 22.03.2021

Auris Teil 2

Die Frequenz des Todes
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Ein Notruf geht ein. Eine Mutter bittet um Hilfe. Ihr Baby sei verschwunden. Leider ist gegen Ende jedoch nicht mehr viel zu verstehen. Da kommt unser phonetischer Forensiker ins Spiel, Dr. Hegel. Der ...

Ein Notruf geht ein. Eine Mutter bittet um Hilfe. Ihr Baby sei verschwunden. Leider ist gegen Ende jedoch nicht mehr viel zu verstehen. Da kommt unser phonetischer Forensiker ins Spiel, Dr. Hegel. Der allerdings darf sich aufgrund seiner Fußfessel nicht außer Haus begeben. Wie wird er diesen Fall wohl lösen können?

Das Buch war von Beginn an spannend und konnte mich fesseln. Die Kapitel waren kurz, was mir persönlich immer sehr gut gefällt, da der Lesefluss besser aufrecht erhalten wird. Der Handlung kann man gut folgen. Jedoch finde ich, dass bei diesem Teil Hegel mehr in den Hintergrund rückt. Außerdem würde ich empfehlen, die Teile nacheinander zu lesen und einen nicht allzu großen Zeitraum dazwischen verstreichen zu lassen. Es wird immer wieder auf die vorherige Geschichte verwiesen, die ich leider nicht mehr so ganz klar in meinem Kopf hatte und man dann als Leser mit einigen Fragezeichen in den Augen da sitzt.

Das Ende war leider etwas zu vorhersehbar. Hier hätte ich mir eine Wende a la Fitzek gewunschen. Dennoch eine klare Empfehlung an alle Thrillerfans!!

Fazit: Ein sehr gelungener Thriller, der Freude auf den dritten Teil macht.

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Veröffentlicht am 23.02.2021

Voller Humor

Totentanz im Pulverschnee
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Wer kennt denn schon den Herrn Bussi? Ich machte erst in "Totentanz im Pulverschnee" Bekanntschaft mit dem lieben Herrn Gruppeninspektor.
Dieser fährt mit seiner lieben Frau Muttern nach Maria Schnee, ...

Wer kennt denn schon den Herrn Bussi? Ich machte erst in "Totentanz im Pulverschnee" Bekanntschaft mit dem lieben Herrn Gruppeninspektor.
Dieser fährt mit seiner lieben Frau Muttern nach Maria Schnee, das im schönen Tiroler Ländle liegt und wird prompt verwickelt in einen Mordfall.

Was den Leser, so wie den Herrn Gruppeninspektor, anfangs noch glauben lässt man wäre in einer Komödie gefangen, wird schon bald bitterer Ernst, als es dann tatsächlich einen Mordfall zu klären gibt. Die Spannung hält sich allerdings in Grenzen. Trotz allem verliert man die Motivation zum Lesen in keinster Sekunde, da es während der gesamten Ermittlungsarbeit immer wieder Momente gibt, die einem vor Lachen den Bauch halten lassen.
Gegen Ende hin merkt man auch, dass das Cover mehr als gelungen ist. Der Fuchs dürfte hier auf gar keinen Fall fehlen.
Und natürlich wird der Leser mit einer Überraschung belohnt. Denn zu all dem Humor gesellt sich eine Auflösung, mit der wohl niemand gerechnet hätte.

Fazit: Ein Krimi, der jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

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Veröffentlicht am 10.02.2021

Die Geschichte einer Löwenmutter

Die Verlorenen
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Bess lebt in armen Verhältnissen und muss deshalb ihr neugeborenes Baby in einem Heim abgeben, weil sie selbst nicht fähig ist, ihre kleine Tochter zu ernähren. Nach sechs Jahren hat sie allerdings so ...

Bess lebt in armen Verhältnissen und muss deshalb ihr neugeborenes Baby in einem Heim abgeben, weil sie selbst nicht fähig ist, ihre kleine Tochter zu ernähren. Nach sechs Jahren hat sie allerdings so viel zusammen gespart, um ihre Tochter wieder zu sich zurück holen zu können. Doch diese wurde bereits abgeholt.

Der Leser wird in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück katapultiert. Bess wohnt in einem der ärmsten Viertel in London. Bei diesem bildlichen Schreibstil fühlte ich mich selbst als Bess und tauchte in ihre Welt ab. Wenn sie sich durch die verschiedenen Örtlichkeiten bewegte, war auch ich es, die dort zu jener Zeit herumstreifte.
Die Geschichte war so voller Emotion. Ich war hin und hergerissen von dieser Gefühlswelt und versuchte nicht nur Bess zu verstehen, denn auch Alexandra, die Frau, die Bess' Tochter aus dem Heim holte, hatte mit den Schatten ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Diese lernt man im zweiten Teil etwas besser kennen. Insgesamt ist das Buch in vier Teile gegliedert, die abwechselnd aus Bess' und Alexandras Sicht erzählt. Die Handlung selbst war mir fast etwas zu rasch erzählt. Da hätte sich die Autorin ruhig an ein paar Seiten mehr herantrauen dürfen. Trotzdem ein sehr bewegendes Buch, das eine Leseempfehlung von mir erhält.

Fazit: Eine emotionsgeladene Geschichte einer Mutter, die um ihr Kind kämpft.

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Veröffentlicht am 12.01.2021

Kennst du deine Familie wirklich?

Herzgrab
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Auch im neuen Jahr geht es spannend weiter.

Diesmal habe ich das Ehepaar Elena und Peter Gerink kennen gelernt. Sie arbeitet als Privatdetektivin, er beim BKA.
Elena erhält den Auftrag den verschwundenen ...

Auch im neuen Jahr geht es spannend weiter.

Diesmal habe ich das Ehepaar Elena und Peter Gerink kennen gelernt. Sie arbeitet als Privatdetektivin, er beim BKA.
Elena erhält den Auftrag den verschwundenen Vater von Monica Del Vecchio zu finden.
Peter ermittelt in einem Vermisstenfall, nämlich ist auch Monicas Tante Teresa Del Vecchio verschwunden.

Wer die Reihe um Marteen S. Sneijder und Sabine Nemez kennt wird hier womöglich ein wenig enttäuscht sein. Der Leser wird zwar mit allerhand Todesfällen konfrontiert, jedoch nicht abgeschwächter Form. Die Brutalität hält sich also in Grenzen.
Zudem ist die Familientragödie so verworren, dass ich jedem empfehle die Beziehungen der einzelnen Personen mitzuschreiben. Ich habe mich am Ende fast nicht mehr ausgekannt wer mit wem wie zusammenhängt.
Anfangs beginnt die Geschichte in Wien zu spielen. Da ich den 1. Bezirk selbst sehr gut kenne, konnte ich mir ein genaues Bild vom Schauplatz machen. In Florenz wurde es dann schon etwas schwieriger. Schade, dass der Autor auf die zwei Orte nicht näher eingegangen ist. Ich hätte mir ein wenig detailreichere Beschreibungen gewunschen.
Ab dem letzten Drittel dachte ich mir dann immer wieder: ich hab noch so viele Seiten vor mir, was soll denn jetzt noch großartig passieren? Die Handlung wird immer verstrickter und übertriebener. Hier hätte ein kurzes Ende wohl besser gepasst, als ein langgezogenes, bei dem mir dann der Kopf vor lauter merkwürdiger Verknüpfungen schwirrte.
Fazit: Irrsinnig spannend, allerdings ein wenig zu übertrieben und verworren.

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