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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2021

Schwächer als der erste Teil

Märchenfluch, Band 2: Die Rache der Fee
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Der zweite Teil dieser etwas anderen Märchengeschichte begeistert auf den ersten Blick wieder wortwörtlich mit einem wunderschönen, farbenstarken Cover. Aber auch ohne Einband ist das Hardcover sehr schön. ...

Der zweite Teil dieser etwas anderen Märchengeschichte begeistert auf den ersten Blick wieder wortwörtlich mit einem wunderschönen, farbenstarken Cover. Aber auch ohne Einband ist das Hardcover sehr schön. Denn die Deckel selbst sind in einem so schönen lila gestaltet und dazu die Blumenverzierung.
Leider überzeugte mich der Inhalt nicht so sehr wie das Äußere, zudem der zweite Teil für mich um einiges schwacher als der erste war. Wo ich im ersten noch begeistert war über die Vielfalt der Märchenfiguren und ihren Fähigkeiten, kommen diese im zweiten Teil viel zu kurz.
Es geht weiter nachdem der Rosenstock niedergebrannt wurde. Jonathan schwört auf Rache und sucht viel Kontakt zu Flo. Die wiederum hat das Gefühl es ist alles irgendwie komisch um sie herum. Sie erinnert sich nicht an ihre Oma Gracia Wieland, genauso wenig wie ihre Mutter und die anderen des Märchenvolks.
Dafür steht ein junges Mädchen vor ihrer Tür und behauptet ihre Schwester zu sein, diese ist auf der Suche nach der unbekannten Oma. Doch Flos Fähigkeit Flüche zu brechen sollen ihr und ihrer Schwester auf der Suche nach verschwundenen Agenten, nach der Großmutter und bei der Aufdeckung von Geheimnissen helfen.
So begibt sich Flo zudem auf eine sehr dumme Eifersuchtsszenerie wegen Hektor. Bei den beiden ist bis auf einen Kuss noch nichts gelaufen und sie tut schon so, als wären sie bereits verheiratet und er darf keiner anderen Frau hinterherschauen. Da merkt man doch wie jung und naiv ihre Figur ist. Leider zu Lasten dieser. Sry aber wer in ihr eine reife und erwachsene 16-Jährige sieht, so wie sie sich selbst auch sieht, hat selbst noch nicht die nötige Reife erlangt. Denn ihr Verhalten ist teilweise unangebracht und kindisch.
Leider war für mich alles sehr schwach und langweilig.
Wirklich positiv fand ich im ganzen Band nur Scitus. Der hilft Flo wo er nur kann und das obwohl er als so negativ dargestellt wird. Dabei versucht er Flo die ganze Zeit auf eine Gefahr hinzuweisen. Aber sie ignoriert ihn konsequent, sehr erwachsen…
Den dritten Teil werde ich auch noch lesen/hören, jedoch ist es für mich eine starke Schwächung zum ersten Teil. Ich hoffe im dritten wieder mehr von Rapunzel und den anderen tollen Charakteren zu lesen. Denn diese waren mir viel zu schwach vertreten.

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Veröffentlicht am 10.03.2021

Hypebuch: nein definitv nicht. Die Hoffnung liegt auf den zweiten Teil

Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern
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„Zehn Jahre musst du opfern.“ Zehn Jahre welche die Menschen als Sklaven für die Ebenbürtigen abarbeiten müssen. Mehr als nur ein Zweiklassensystem erleben wir in diesem Buch. Die mächtigen Ebenbürtigen ...

„Zehn Jahre musst du opfern.“ Zehn Jahre welche die Menschen als Sklaven für die Ebenbürtigen abarbeiten müssen. Mehr als nur ein Zweiklassensystem erleben wir in diesem Buch. Die mächtigen Ebenbürtigen mit ihrem „Geschick“, mit welchen Sie Menschen manipulieren können, Gedanken löschen und verändern. Daneben die wenigen normalen Menschen.

Jeder normale Bürger muss in seinem Leben diesen Schritt gehen. So auch die Familie von Luke.
Die Eltern haben sich zum 10. Geburtstag der kleinen Schwester dazu entschieden, diese Zeit anzutreten. Denn seine Eltern haben der Meinung das es der perfekte Zeitpunkt ist. Seine jüngste Schwester kommt dann volljährig aus der Zeit raus. Er und seine Schwester sind dann in den Zwanzigern. Im Anschluss können sie dann endlich reisen und sich ein eigenes Haus leisten. Doch Luke hat recht, wenn er einwendet das beide bis dahin keinen Job erlernt haben und wovon sie sich ein Haus kaufen sollen. --- Hier fand ich die Entscheidung der Eltern nicht nachvollziehbar. Die jüngste Tochter ist 10!, die älteste hat gerade eine Zulassung zu einer Universität bekommen wo sie Medizin studieren kann. Nach der Sklavenzeit wird sie dies nicht mehr reinschaffen. Vor allem da es keine Altersgrenze nach oben gibt, diese Zeit abzuarbeiten. Ich hätte dann bis ins hohe Alter gewartet und mit 60+ das Ganze gemacht. Lieber im Alter in der Sklaverei sterben als vorher das Leben ruinieren.

So hat Abigail organisiert das alle an die gleiche Stelle kommen. Zur schwerreichen und einflussreichen Familie Jardine. Doch alle kommen dahin außer Luke. Der kommt in die Fabrikstadt Millmoor. Dort heißt es sechs Tage die Woche arbeiten, Hunger haben, im Dreck legen und der Gefahr täglich zu sterben ausgesetzt sein. Doch er findet schnell Anschluss an eine Gruppe von Menschen welche im Untergrund arbeiten und mit Hilfe von Freunden in der Politik das System der Sklaverei stürzen wollen.

Neben diesen beiden Spielstädten lesen wir in manchen Kapiteln aus der Sicht der Familienmitglieder der Jardines. Sowie auch weiteren Personen welche in der Politik unterwegs sind. – Leider war es mir zu viel an Personen. Zu viele Namen, zu viele Verbindungen und stellenweise waren gerade dies die ermüdensten Kapitel gewesen.

Was haben wir nun: Die Sklaverei. Die Opfer dieser. Die Befürworter dieser. Entscheidungen, Reaktionen, einen Kampf im Untergrund, einen offenen Kampf im Vordergrund. Alles in allem war für mich die Geschichte aber nicht rund gewesen. Es zieht sich, wirkt langweilig und verrät noch viel zu wenig.
Wir erfahren schon noch das Luke eine Besonderheit für die Familie darstellt und es würde mich nicht wundern, wenn es sich am Ende noch herausstellen sollte das er nicht das leibliche Kind ist oder nur zur Hälfte und er Geschick hat. Alternativ ist er das Bild für die Revolution, ala Katniss Everdeen.

Da ich den zweiten und dritten Teil noch im Schrank habe, werde ich diese noch lesen. Aber erst in ein paar Monaten.

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Veröffentlicht am 04.03.2021

Familiengeschichte welche die DDR in negativer Perspektive wiedergibt

Geteilte Träume
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Vorweg möchte ich mich an dieser Stelle beim Lübbe Verlag und bei Bloggerjury.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken.

Wir lernen die junge Ingke kennen. Das 18-Jährige kommt aus einer ...

Vorweg möchte ich mich an dieser Stelle beim Lübbe Verlag und bei Bloggerjury.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken.

Wir lernen die junge Ingke kennen. Das 18-Jährige kommt aus einer wohlbehüteten Familie in der es in der Kindheit des Mädchens nie Schicksalsschläge gab. Doch nun erfährt sie, dass ihre Mutter an Krebs erkrankt ist. Die Familie möchte Ingke nicht um eine Spende bitten, da sie sich auf ihr Abitur vorbereiten soll. Doch das Mädchen lässt sich nichts vorschreiben und erfährt durch den Bluttest das sie nicht blutsverwandt ist. Ihre Adoption lässt sie aus allen Wolken fallen und sie sehr wütend werden. Ihre Adoptivfamilie erklärt ihr, dass Ihre leibliche Mutter zu DDR-Zeiten die Flucht in den Westen antrat und sie somit in ein Heim kommt.

Ingke will es nicht nachvollziehen können. Immerhin ist es 1992 und die DDR für sie eine Zeit in der Vergangenheit, welches Ihr Leben kaum beeinflusst. Ist sie nun eine Beerenhein oder eine Schröder? Und welche Eigenschaften und Gene hat sie geerbt? Was war denn bloß so schlimm in der DDR um diesen Schritt zu gehen?

Genau dies erfährt sie, in dem sie mit jedem, aber wirklich jedem in der Adoptivfamilie und auch der blutsverwandten spricht und sich die Vergangenheit erklären lässt. Um zu verstehen wer mit wem verwandt ist, gibt es eine sehr gute Übersicht am Ende des Buches, welche ich empfehle erstmal anzuschauen.

Dann beginnt die große Geschichtenerzählung aus der Vergangenheit aller Familienmitglieder. Von ihrem Onkel dessen große Liebe verboten war. Da er in der DDR lebt und sie in der BRD. Für sowas muss man dann in die Nachbarländer fahren, um dort Zeit verbringen zu können. Von seiner Schwester die während ihres Studiums mit der Stasi zusammenarbeiten musste.

Ingke erfährt nach und nach immer mehr über die Zeiten der DDR. Von Verlust und Verrat, von Frauen die sich verkaufen müssen um ihr Land zu schützen und Männer die noch größere Verbrechen begangen haben. Von der Flucht in den Westen, das Leben vor Ort, der Angst vor der Staatspolizei.

Leider erfährt man fast nur negatives, als wäre das Leben der DDR eine reine Zumutung gewesen und alles schlecht. Natürlich ist es anders als das Leben in der DDR aber so schlimm es dargestellt wird, ist es etwas übertrieben. Zudem in der Familie so ziemlich alles Negative angehäuft passiert ist.

Leider kam mir Ingke als Figur zu kurz. 95% der Geschichte basiert auf der Vergangenheit und weniger um die Gegenwart. Das das Mädchen aber wirklich mit jedem reden musste um Verständnis zu haben, zur Adoption freigegeben zu werden und dass ihre Mutter aus gutem Grund geflohen ist, war für das Buch zwar die Basis, aber so doch recht übertrieben. Allein die Geschichte, wo ein Grundstück durch Bereitwilligung zur Vergewaltigung, dieses vor der Abnahme schützt, hätte mir gereicht um die Zeiten zu verstehen.

Für Liebhaber der DDR und Familiengeschichten mit viel Story und Hintergrund ist diese jedoch ein empfehlenswertes Buch.

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Veröffentlicht am 27.02.2021

Das etwas andere Naturbuch

Der Braune Bär fliegt erst nach Mitternacht
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Die Autorin Johanna Romberg arbeitet als Journalistin und ist in ihrer Freizeit begeisterte „Birdwatcherin“. Vögel zu beobachten und sich um das Thema Natur und dem damit verbundenen Naturschutz ist ihr ...

Die Autorin Johanna Romberg arbeitet als Journalistin und ist in ihrer Freizeit begeisterte „Birdwatcherin“. Vögel zu beobachten und sich um das Thema Natur und dem damit verbundenen Naturschutz ist ihr wichtig.

In ihrem Buch bringt sie dem Leser neben einer sachlichen Erklärung die persönliche Ebene zur Natur näher. In neun Kapiteln erfahren wir viel von der Vielfalt der Natur und wie jeder von uns etwas zum Erhalt beisteuern kann. Am Ende jedes Kapitel erfahren wir in einem KURZAUSFLUG etwas über eine Pflanzenart. Dies lockert die etwas längeren Kapitel auf und geben dem Ganzen noch etwas Abwechslung.

Jedes Kapitel mit seinem sachlichen Inhalt, beinhaltet aber auch die menschliche Seite der Geschichte. Von Menschen die der Botanik oder den Tieren helfen. Vom professionellen Helfer der in einem e.V. ist, es beruflich macht oder der Mensch der zufällig in die Thematik reingerutscht ist.

Sehr schön sind die Bilder welche ein jedes Kapitel eröffnet haben.

Die Einleitung in das Buch war mir persönlich etwas zu langatmig gewesen. Über die Naturverschmutzung, die Ausrottung und das Schrumpfen des Lebensraumes der Tiere ist mehr als genügend bekannt und leider hat es mich doch eher entmutigt diese Einleitung bis zum Ende zu lesen.

Die einzelnen Kapitel sind schöngeschrieben, leicht zu verstehen und abwechslungsreich. Die Menschen die in den Kapiteln wirken sind sympathisch und man ist dankbar für ihre Hilfe an der Natur. Sehr schön fand ich, weil es auch einfach für jedermann ist, ist die Pflanzenchallange.

Darüber hinaus war mir das Buch aber trotz allem fast schon etwas zu trocken. Für meinen Geschmack fehlt dem Buch noch ein bisschen die Leichtigkeit. Zu viele Fachwörter, zu viele Details, die so manchen abhalten könnte es bis zum Ende durchzulesen. Für Fans der Natur und die sich eine Motivation suchen wollen mitzuhelfen, kann dieses Buch eine sehr interessante Hilfe sein, denn man sieht wie andere es auch schon schaffen. Dazu noch die Vielfalt der deutschen Tierwelt, welche viel zu wenig Beachtung bekommen.

Und der braune Bär, gehört zu den Nachttieren, er steht immer um 1:00 Uhr in der Nacht pünktlich auf und fliegt dann sein Revier ab.

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Veröffentlicht am 23.02.2021

Den Tsokos muss ich mit der Lupe suchen - ansonsten stabiler Krimi

Die siebte Zeugin
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Ein Familienvater verabschiedet sich von seiner Tochter, geht in eine Bäckerei und erschießt dort einen Mann. Ohne Widerstand zu leisten lässt sich dieser verhaften und der Skandalprozess für Berlin beginnt. ...

Ein Familienvater verabschiedet sich von seiner Tochter, geht in eine Bäckerei und erschießt dort einen Mann. Ohne Widerstand zu leisten lässt sich dieser verhaften und der Skandalprozess für Berlin beginnt. Was bewegte den Familienvater zu dieser Tat?

Den Grund will Strafverteidiger Rocco Eberhardt herausfinden. Auf einen Freispruch kann man nicht hoffen, aber er ist gewollt ihm zu helfen und zugleich dem Erzfeind, Oberstaatsanwalt Bäumler, einen Strich durch die Rechnung machen.

In recht kurzen Kapiteln, die teilweise nicht mal eine Seite lang sind, erfahren wir nach und nach die Hintergründe für die Tat. Warum wurde der Rechtsanwalt Lindner erschossen? Was bewegte Nölting zur Tat? Wusste seine Familie davon?

Für Rocco und seinen Ermittler sind das viele offene Fragen. Der er seinen Job wie ein Spiel sieht und nicht gerne verliert, hat das erste Mal das Bedürfnis es richtig anzugehen. Denn es ist eine Familie die hier auseinandergerissen werden soll. So wie es bei seiner der Fall ist. Denn im Leben von Rocco läuft auch nicht alles rund.

Wir erleben einen Justiz-Krími, mit dem Kampf um die Wahrheit, Bestechung und Eigeninteresse.
Wer eine einfache Lektüre sucht, wo der Täter bereits bekannt ist und das Motiv auch schon auf den ersten Seiten ersichtlich ist, ist hier richtig. Spannung kam für mich leider kaum auf. Auch der Titel, auf den Mann hin fieberte, war leider etwas irreführend. So hofft man das die 7. Zeugin etwas Besonderes zu Tage bringt, aber wurde dann doch sehr enttäuscht.

Ein weiterer Minuspunkt war für mich, dass hier Tsokos zwar auf dem Buch draufsteht, im Buch aber nicht wirklich zu finden ist. Seine sonstigen sehr detailreichen und zu hundert Prozent fachmännischen Fakten zur Rechtsmedizin sind hier nur minimal aufzufinden. Er bestätigt nur das Lingner tot ist und die Schüsse bewusst gesetzt wurden. Danke, dass war auch ohne Studium schnell begreifbar. Daher wäre es in der Konsumwelt, eine klassische Mogelpackung. Leider auch für mich.

Alles in allem ist eine nette Lektüre. Das Ende vom Buch ist zugleich eine Vorschau, auf den nächsten Teil und was hier Bestandteil der Geschichte sein wird. Aber es ist der erste Teil in sich geschlossen, auch wenn manche Leute von einem Cliffhanger sprechen. Dem ist nicht so.

Für mich wäre Tsokos ein Kaufargument gewesen. Da ich das Buch jedoch als Rezensionsexemplar erhalten habe, hier ein Dankeschön an Wasliestdu.de, bin ich froh es so erhalten zu haben. Den zweiten Teil werde ich jedoch nicht mehr lesen.

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