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Veröffentlicht am 03.06.2021

Nette Geschichte für die 14-17-Jährigen

Underworld Chronicles - Verflucht
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„Mit Underworld Chronicles – Verflucht“ ist eines auf jeden Fall, nämlich ein Hingucker. Das Cover ist auffallend und verspricht ein Fantasyabenteuer mit Vampiren. Jedoch lernen wir im Buch mehr als nur ...

„Mit Underworld Chronicles – Verflucht“ ist eines auf jeden Fall, nämlich ein Hingucker. Das Cover ist auffallend und verspricht ein Fantasyabenteuer mit Vampiren. Jedoch lernen wir im Buch mehr als nur ein paar Blutsauger kennen. Denn die Wesen der Unterwelt sind vielseitig.
So lernt die frisch 20 gewordene Nora diese hautnah kennen. Bis jetzt hat die junge Frau immer nur über einen Chat über den Club gelesen und deren Besucher, aber niemals vermutet, dass sie dort mal zu Gast sein wird. Dabei ist Nora selbst was Besonderes. Wenn diese Menschen oder Wesen berührt, kann sie dessen Gefühle und Gedanken sehen. Daher hat Nora ein einsames Leben. Keine Freunde und keine Familie. Auch mehr als einmal erfahren wir im Buch das sie als junges Mädchen sexuell Misshandelt wurde. So lässt sie auch, neben dem Problem der Fähigkeit, aus diesem Grund keine Männer an sich ran.
Doch ihr Leben soll sich innerhalb eines Tages ändern. Der Nachbarssohn der sie entführen will wird gestoppt und Nora lernt die Besucher und Bewohner der Unterwelt kennen.
So erfährt sie von Vampiren, Trollen und der Organisation FUA, dem Gegenstück zum menschlichen FBI. So lernt sie Nick von der GUA kennen oder den Nachtclubbesitzer Troll Terrance. Zusammen mit ihnen und anderen wird sie sich auf die Suche nach vermissten Frauen machen.
Meine Meinung zum Buch (Vorsicht enthält Spoiler, werden aber gekennzeichnet):
Wenn das Buch etwas war, dann war es sehr schnell gelesen. Die 304 Seiten waren auf dem Ereader innerhalb von fünf Stunden weggesnackt. Das lag nun weniger an den wenigen Seiten als mehr an der doch sehr einfachen Schreib- und Sprachweise. Die Charaktere haben einen recht normalen bis stellenweisen sehr einfachen Sprachgebraucht, Szenen wurden nicht übertrieben stark bis ins kleinste Detail beschrieben. Das machte den Lesefluss sehr angenehm, aber man hat vom reinen Aufbau des Buches eher das Gefühl die Hauptgruppe ist hier die der 12-17-jährigen Leser.
Die Charaktere waren alle sehr umfangreich ausgebaut gewesen, so dass man sich ein gutes Bild zu jedem machen konnte und trotzt vieler Namen die Übersicht gut behalten werden konnte.

Spoilerstart:

Nora als Hauptperson ist für mich persönlich ein schwieriger Fall gewesen. Ich muss sagen, sie war für mich die Verkörperung der absoluten Gegensprüche. Mehr als einmal erwähnt sie den Protagonisten gegenüber, in eindeutigen oder manchmal auch nur in der Andeutung, dass sie sehr schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht hat. Aber hat so gar kein Problem, nachdem sie erst entführt wird mit Option auf Vergewaltigung, dann bei einem Meistervampir unterworfen zu werden, dann schlussendlich bei einem männlichen Troll in seine Wohnung unter einer Brücke einzuziehen. Mann 1 will sie, auf den ersten Blick, vergewaltigen. Und ihre Gabe hat es ihr auch gesagt. Vampirmann 2 wird sie zu seiner Lustsklavin machen wie schon die Vorgängerin, auch hier war die Gabe aufschlussreich. Trollmann 3, seine Gedanken sind lieb, ok ich fahre mit ihm. Passte für mich absolut nicht und war daher sehr widersprüchlich. Leider wird das Thema sexueller Gewalt auch zu sehr am Rande abgehandelt, so dass es schon fast zu verharmlost wirken kann. Die Triggerwarnung ist hier auf jeden Fall nötig.

Darüber hinaus ist ihre Auffassungsgabe von Freundschaften schon sehr daneben. Ein Leben lang hatte sie keine. Dann lernt sie einen Haufen Leute innerhalb von wenigen Stunden kennen. Davon arbeiten zwei für die FUA, einer will sein Clanmitglied wiederhaben und alle sind am Auflösen des Falles interessiert wozu Noras Gabe gebraucht wird. Niemand redet da von Freundschaft, aber sie sagt zu allen: Ich habe euch so lieb, ich mag euch meine Freunde. Echt jetzt? Da ist doch gar kein Fundament geschweige die Zeit für sowas da gewesen um zur Freundschaft zur wachsen.
Dann bekommt sie vom Troll noch nen Laptop und ein Auto geschenkt. Leider selbst für eine Fantasygeschichte ist das zu viel des Guten.

Spoilerende.

Leider ist für mich die ganze Geschichte nicht wirklich ausgereift. Man erfährt zu wenig von Noras Gabe, woher sie diese hat. Wahrscheinlich wird dies im zweiten Teil aufgegriffen. Dazu ihre komische Ader zu denken, zu fühlen und zu handeln, die an eine 14—Jährige mit Schizophrenie erinnert.
Ich würde gerne positiver dem Buch gegenüberstehen, kann es jedoch leider nicht. Für Teenies ist es sicherlich ein sehr schönes, spannendes Buch, ich habe jedoch leider zu viele negative Punkte für mich, als dass ich es besser als mit drei Sternen bewerten kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2021

Die kleine Schwester ist erwachsen geworden

Hidden Legacy - Saphirflammen
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An dieser Stelle möchte ich mich zuerst einmal beim LYX.digital Verlag und bei netgalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken. Da ich die Bücher sonst als Hörbücher höre, war es interessant ...

An dieser Stelle möchte ich mich zuerst einmal beim LYX.digital Verlag und bei netgalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken. Da ich die Bücher sonst als Hörbücher höre, war es interessant diese in diesem Zusammenhang erstmals als E-Book lesen zu dürfen.

Wir befinden uns drei Jahre nach dem Teil 3,5 wo wir die Hochzeitsvorbereitungen von Nevada und Rogan, durchgeführt durch Catalina erlebt haben. Das traute Paar hat ihre persönliche Hauptgeschichte bis zum dritten Teil gehabt und nun nimmt Catalina als neue Herrin des anerkannten Hauses Baylor die Zügel in die Hand.

Die mittlerweile 21-Jährige übernimmt dabei die volle Verantwortung über das Haus und hat dieselbe Entscheidungsmacht wie zuvor Nevada sie hatte. So muss sie auch nicht überlegen als sie erfährt, dass eine gute Freundin ihre Mutter und ihre Schwester bei einem Brand verloren hat, welche ganz klar einem Anschlag verschuldet war. Somit begibt sich Catalina in offizieller Manier als Detektei Baylor auf die Suche nach den Tätern. Nicht anders als schon in den Teilen davor soll es Tote und Verletzte geben. Viele Veränderungen und neue Verbündete werden Teil des Teams.

So erfahren wir das sie von Mrs. Rogan trainiert wird, denn ihre Kraft, die Leute zu zwingen sie zu lieben und sie somit als Sirene auszeichnet, ist nach wie vor immens gefährlich. So fühlt sie sich dem auch nicht immer gewachsen. Mrs. Rogan ist aber eine geduldige Lehrerin und genau das braucht Catalina.

Aus dem dritten Teil schon bekannt ist Alessandro Sagredo. Wenn auch nur kurz durch die Prüfung zur Hochbegabten. Der Schwarm ihrer Kindheit ist aber ein ziemliches Arschloch und bringt auf seinem Weg sehr viele Menschen um. Doch es kommt zu dem was Nevada schon mit Rogan hatte. Viele kleine und große Zickereien die dann doch in Liebe wachsen. Leider ist die Geschichte an der Stelle nicht so gut geworden bei Nevada und Rogan. Zudem man Fan vom BadBoy Image sein muss. Meins ist es leider überhaupt nicht.

Die Familie rund um Catalina ist wie immer auf ihre Art und Weise charmant und liebevoll untereinander. Mal im Witz, mal im Ernst. Aber immer dabei um Leben zu retten. Leider hat Nevada aber nur kleine Kurzauftritte die sich telefonisch ankündigen. Ich muss leider sagen, sie fehlt mir schon sehr.

Leider hat sich für mich die Geschichte schon sehr gezogen und ich muss sagen, es war auch nicht mehr die Spannung und die Hingabe wie im ersten bis dritten Teil für mich da. Ich habe diese als Hörbuch gehört und nun gelesen. Einen Unterschied macht dies nicht. Aber es ist Nevada welche mir fehlt. Sie ist härter und direkter, sie sagt was sie denkt und pfeifte Rogan auf seinen Platz zurück. Diese Zänkereien und ihre Magie fehlen mir jetzt schon.

Catalina mit ihrer ganz eigenen Art gibt dem Buch einen frischen Wind, auch wenn die Geschichte schon den gleichen roten Faden hat wie die Vorgänger. Aber wer die ersten Teile mag, sollte auch hier mal reinhören. Es ist halt nur so als Vorwarnung, keine Nevada-Baylor-Story mehr, sondern eine Catalina-Nevada-Story.

Für mich persönlich, wird es der letzte Teil sein, denn ich habe nun gesehen, dass die Synchronstimme von Nevada auch bei Catalina weitermacht und dies passt leider nicht. Zudem mich Catalina in Kombination mit dem BadBoy für mich eine falsche Richtung der Geschichte ist.

Veröffentlicht am 13.05.2021

Zu lange und langweilige Story mit schwachem Ermittlerpaar

Tag der Erlösung
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Mitten im Osten von Deutschland wird auf einem Zusammenschluss der rechten Partei „Die Weißen“ ein Angriff auf deren Mitglieder verübt. Mit einer Armbrust so wie mit einer Pistole werden zwei Leute getötet. ...

Mitten im Osten von Deutschland wird auf einem Zusammenschluss der rechten Partei „Die Weißen“ ein Angriff auf deren Mitglieder verübt. Mit einer Armbrust so wie mit einer Pistole werden zwei Leute getötet. Eine Massenpanik bricht aus und das ganze wurde durch Journalisten live aufgezeichnet. Hier ist der Verdacht, dass der Angriff von der linken Szene kommt schnell gegeben.

Die Ermittler Laura Westermann und Steven Haberland sind Profis im Bereich der Ermittlungen rund um die linke Szene. Für beide beginnt eine Suche nach Antworten und einer Gruppe von Menschen die einem „Deutsch-Kurs“ angehört haben. Wer ist aber nun wirklich welcher Gesinnung zuzuschreiben? Was passiert in Hamburg, Dresden und im Bundesland Bayern und gehört am Ende alles zusammen?

Die Geschichte zeigt die Mitglieder der rechten Partei als extrem gewalttätig und dass diese über Leichen gehen. Aber auch die linken Anhänger sind nicht wesentlich besser. Die Geschichte hat jedoch eine starke Hand die Menschen in die eine oder andere Gruppe zu drängen, außen vor bleiben nur die Ermittler. Alle anderen werden in dieses System reingenommen.

Wir erleben eine Vielzahl von Personen, beider Fraktionen und aus Nebengeschichten, dass man schon mitschreiben muss um den Überblick zu behalten wer wozu gehört, wobei auch hier das nicht immer ganz sicher ist. Hinzu kommen zwei Firmen, welche als Deckung für die jeweiligen Ausrichtungen dienen sollen.

Neben der Jagd auf die Täter welche Übergriffe auf die „Die Weißen“ verübt haben, werden es immer mehr Opfer. Teilweise bewusst, teilweise aus Unfällen heraus. Aber immer sind es Menschen die in den politischen Sumpf mit hineingehören.

Zudem gibt es die Nebenstory, wo wir erfahren das Laura einen Sohn hat. Der gerade mal 19-Jährige hat erfahren das sein Vater doch nicht tot ist und begibt sich auf die Suche nach diesem und um sich die Frage beantworten zu lassen, warum seine Mutter sagte dieser wäre tot. So erfahren wir auch von einem Geheimnis von Laura, welche sie als Grund für das Aus ihrer Karriere sieht.

Zudem das Ermittlerteam auf Hamburg und den Osten und zwischenzeitlich Bayern verteilt eingesetzt wird und die Geschichte somit verschiedene Sichtweisen und Schauplätze bietet. Auch die politischen Hauptpersonen haben ihre eigenen Kapitel.

Ich würde gerne sagen das Buch hat mir sehr gut gefallen, kann dies leider aber nicht. Zum einen war mir die Recherche nicht sauber genug. Es gibt kein Bonn-Meckenheim. Meckenheim gehört zum Rhein-Sieg-Kreis und ist nicht der Stadt Bonn angeschlossen. Es liegt nur geografisch in der Nähe zu Bonn. Hier wären Bezeichnungen wie Meckenheim oder Meckenheim bei Bonn besser gewesen. Immerhin hat der Autor Königswinter nicht an Bonn geheftet. Denn dies ist ebenfalls Teil des Rhein-Sieg-Kreises.

Dann missfiel mir die viel zu große Anzahl an Personen im Buch. Den Überblick zu behalten hätte bedeutet, sich ständig Notizen machen zu müssen und das macht mir dann keinen Spaß.

Und als letzten Kritikpunkt muss ich leider sagen, dass mir die Ermittler Laura und Steven beide sehr unsympathisch waren. Beide sind für mich weder die fittesten in ihrem Job noch emotional oder empathisch erschienen.

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Veröffentlicht am 19.04.2021

Schwächer als der erste Teil

Märchenfluch, Band 2: Die Rache der Fee
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Der zweite Teil dieser etwas anderen Märchengeschichte begeistert auf den ersten Blick wieder wortwörtlich mit einem wunderschönen, farbenstarken Cover. Aber auch ohne Einband ist das Hardcover sehr schön. ...

Der zweite Teil dieser etwas anderen Märchengeschichte begeistert auf den ersten Blick wieder wortwörtlich mit einem wunderschönen, farbenstarken Cover. Aber auch ohne Einband ist das Hardcover sehr schön. Denn die Deckel selbst sind in einem so schönen lila gestaltet und dazu die Blumenverzierung.
Leider überzeugte mich der Inhalt nicht so sehr wie das Äußere, zudem der zweite Teil für mich um einiges schwacher als der erste war. Wo ich im ersten noch begeistert war über die Vielfalt der Märchenfiguren und ihren Fähigkeiten, kommen diese im zweiten Teil viel zu kurz.
Es geht weiter nachdem der Rosenstock niedergebrannt wurde. Jonathan schwört auf Rache und sucht viel Kontakt zu Flo. Die wiederum hat das Gefühl es ist alles irgendwie komisch um sie herum. Sie erinnert sich nicht an ihre Oma Gracia Wieland, genauso wenig wie ihre Mutter und die anderen des Märchenvolks.
Dafür steht ein junges Mädchen vor ihrer Tür und behauptet ihre Schwester zu sein, diese ist auf der Suche nach der unbekannten Oma. Doch Flos Fähigkeit Flüche zu brechen sollen ihr und ihrer Schwester auf der Suche nach verschwundenen Agenten, nach der Großmutter und bei der Aufdeckung von Geheimnissen helfen.
So begibt sich Flo zudem auf eine sehr dumme Eifersuchtsszenerie wegen Hektor. Bei den beiden ist bis auf einen Kuss noch nichts gelaufen und sie tut schon so, als wären sie bereits verheiratet und er darf keiner anderen Frau hinterherschauen. Da merkt man doch wie jung und naiv ihre Figur ist. Leider zu Lasten dieser. Sry aber wer in ihr eine reife und erwachsene 16-Jährige sieht, so wie sie sich selbst auch sieht, hat selbst noch nicht die nötige Reife erlangt. Denn ihr Verhalten ist teilweise unangebracht und kindisch.
Leider war für mich alles sehr schwach und langweilig.
Wirklich positiv fand ich im ganzen Band nur Scitus. Der hilft Flo wo er nur kann und das obwohl er als so negativ dargestellt wird. Dabei versucht er Flo die ganze Zeit auf eine Gefahr hinzuweisen. Aber sie ignoriert ihn konsequent, sehr erwachsen…
Den dritten Teil werde ich auch noch lesen/hören, jedoch ist es für mich eine starke Schwächung zum ersten Teil. Ich hoffe im dritten wieder mehr von Rapunzel und den anderen tollen Charakteren zu lesen. Denn diese waren mir viel zu schwach vertreten.

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Veröffentlicht am 10.03.2021

Hypebuch: nein definitv nicht. Die Hoffnung liegt auf den zweiten Teil

Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern
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„Zehn Jahre musst du opfern.“ Zehn Jahre welche die Menschen als Sklaven für die Ebenbürtigen abarbeiten müssen. Mehr als nur ein Zweiklassensystem erleben wir in diesem Buch. Die mächtigen Ebenbürtigen ...

„Zehn Jahre musst du opfern.“ Zehn Jahre welche die Menschen als Sklaven für die Ebenbürtigen abarbeiten müssen. Mehr als nur ein Zweiklassensystem erleben wir in diesem Buch. Die mächtigen Ebenbürtigen mit ihrem „Geschick“, mit welchen Sie Menschen manipulieren können, Gedanken löschen und verändern. Daneben die wenigen normalen Menschen.

Jeder normale Bürger muss in seinem Leben diesen Schritt gehen. So auch die Familie von Luke.
Die Eltern haben sich zum 10. Geburtstag der kleinen Schwester dazu entschieden, diese Zeit anzutreten. Denn seine Eltern haben der Meinung das es der perfekte Zeitpunkt ist. Seine jüngste Schwester kommt dann volljährig aus der Zeit raus. Er und seine Schwester sind dann in den Zwanzigern. Im Anschluss können sie dann endlich reisen und sich ein eigenes Haus leisten. Doch Luke hat recht, wenn er einwendet das beide bis dahin keinen Job erlernt haben und wovon sie sich ein Haus kaufen sollen. --- Hier fand ich die Entscheidung der Eltern nicht nachvollziehbar. Die jüngste Tochter ist 10!, die älteste hat gerade eine Zulassung zu einer Universität bekommen wo sie Medizin studieren kann. Nach der Sklavenzeit wird sie dies nicht mehr reinschaffen. Vor allem da es keine Altersgrenze nach oben gibt, diese Zeit abzuarbeiten. Ich hätte dann bis ins hohe Alter gewartet und mit 60+ das Ganze gemacht. Lieber im Alter in der Sklaverei sterben als vorher das Leben ruinieren.

So hat Abigail organisiert das alle an die gleiche Stelle kommen. Zur schwerreichen und einflussreichen Familie Jardine. Doch alle kommen dahin außer Luke. Der kommt in die Fabrikstadt Millmoor. Dort heißt es sechs Tage die Woche arbeiten, Hunger haben, im Dreck legen und der Gefahr täglich zu sterben ausgesetzt sein. Doch er findet schnell Anschluss an eine Gruppe von Menschen welche im Untergrund arbeiten und mit Hilfe von Freunden in der Politik das System der Sklaverei stürzen wollen.

Neben diesen beiden Spielstädten lesen wir in manchen Kapiteln aus der Sicht der Familienmitglieder der Jardines. Sowie auch weiteren Personen welche in der Politik unterwegs sind. – Leider war es mir zu viel an Personen. Zu viele Namen, zu viele Verbindungen und stellenweise waren gerade dies die ermüdensten Kapitel gewesen.

Was haben wir nun: Die Sklaverei. Die Opfer dieser. Die Befürworter dieser. Entscheidungen, Reaktionen, einen Kampf im Untergrund, einen offenen Kampf im Vordergrund. Alles in allem war für mich die Geschichte aber nicht rund gewesen. Es zieht sich, wirkt langweilig und verrät noch viel zu wenig.
Wir erfahren schon noch das Luke eine Besonderheit für die Familie darstellt und es würde mich nicht wundern, wenn es sich am Ende noch herausstellen sollte das er nicht das leibliche Kind ist oder nur zur Hälfte und er Geschick hat. Alternativ ist er das Bild für die Revolution, ala Katniss Everdeen.

Da ich den zweiten und dritten Teil noch im Schrank habe, werde ich diese noch lesen. Aber erst in ein paar Monaten.

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