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Veröffentlicht am 05.03.2021

Gabrielles Schwester

Die dritte Frau
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Als junger Autor war unser namenloser Protagonist von einem Gemälde im Louvre so fasziniert, dass sein Erstlingswerk von dem Gemälde "Gabrielle d'Estrees und eine ihrer Schwestern" handelte. Gabrielle ...

Als junger Autor war unser namenloser Protagonist von einem Gemälde im Louvre so fasziniert, dass sein Erstlingswerk von dem Gemälde "Gabrielle d'Estrees und eine ihrer Schwestern" handelte. Gabrielle war die Mätresse des französischen Königs Heinrich IV und sollte nach dem Willen des Königs seine Frau werden. Intrigen und Machtverhältnisse ließen es nicht zu, er heiratete Maria de Medici, doch nebenher hatte er ein Verhältnis mit Henriette, ebendieser Schwester Gabrielles von dem Gemälde. Unser Autor hat sich nur mit dem Schicksal Gabrielles befasst, was ihm einem ungehaltenen Brief einbrachte. Er ignorierte diesen bis jetzt.
Nach persönlichen Problemen steckt er in einer Schaffenskrise. Seine Agentin bringt ihn dazu, sich erneut mit seiner Vergangenheit auseinander zu setzen. Er setzt sich mit dem Absender in Verbindung um zu erfahren, dass der alte Mann inzwischen verstorben ist, seine Nichte Camille kümmert sich um den umfangreichen Nachlass. Wie sich herausstellt ist sie eine direkte Nachfahrin Henriettes und im Besitz interessanter Dokumente. Doch so einfach kommt unser Autor nicht an diese Unterlagen, er wird quasi Häppchenweise vertröstet. Camille spielt ein undurchsichtiges Spiel mit ihm, sie möchte, dass er einen Roman über Henriette schreibt, jedoch zu ihren Bedingungen.
Auch wenn das Gemälde eines unbekannten Malers und das Leben Henriettes im Mittelpunkt des Romans stehen ist er doch mehr ein aktuelles Buch. Camille ist die dritte Frau und um sie und ihr Leben geht es. Der Schreibstil ist ein wenig schwierig, es ist kein Roman zum schnellen Lesen, jeder Satz benötigt Aufmerksamkeit. Ich kenne den Roman "die Purpurlinie" nicht und auch wenn man ihn zum Verständnis nicht benötigt, fehlt mir das Hintergrundwissen.

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Veröffentlicht am 03.02.2021

wer einmal lügt

Darling Rose Gold
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Als junge, alleinerziehende Mutter hat es Patty Watts nicht leicht. In ihrer Kindheit und Jugend wurde sie vom Vater geschlagen und von der Mutter missachtet. Der Vater von Rose Gold wollte bereits vor ...

Als junge, alleinerziehende Mutter hat es Patty Watts nicht leicht. In ihrer Kindheit und Jugend wurde sie vom Vater geschlagen und von der Mutter missachtet. Der Vater von Rose Gold wollte bereits vor der Geburt des Kindes nichts mehr mit ihr zu tun haben. Ihrem kleinen Mädchen möchte sie nun all die Liebe schenken, die sie selbst vermisste. Dann wird Rose Gold krank, sie behält keine Nahrung bei sich, wird immer schwächer. Erst als Rose Gold im Teenageralter ist merkt sie, dass sie krank gemacht wurde, von ihrer eigenen Mutter. Fünf Jahre Haft bekam Patty. In dieser Zeit wurde aus Rose Gold eine junge Frau, gesünder und selbstbewusst, doch auch sie lernte, durch kleine Schummeleien, Lügen und Mitleid erheischenden Taten sich das Leben leichter zu gestalten. Als Patty entlassen wird nimmt Rose Gold ihre Mutter bei sich auf, beide im gegenseitigem Misstrauen.
Das Münchhausen Syndrom, der Wunsch nach Liebe und Anerkennung, stehen im Mittelpunkt des aus wechselnder Sicht und unterschiedlichen Zeitebenen geschriebenen Romans. Wie leicht es doch ist, Menschen zu täuschen. Wer beim Lügen ertappt wurde dem glaubt man nicht, auch wenn er die Wahrheit sagt.

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Veröffentlicht am 23.01.2021

erinnert an Hitchcockfilme

Frostgrab
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Zehn Jahre sind vergangen, seit dem Verschwinden von Saskia. Und nun erhält Milla eine Einladung zu einem Treffen der ehemaligen Clique an dem Ort in den französischen Alpen wo Saskia das letzte Mal gesehen ...

Zehn Jahre sind vergangen, seit dem Verschwinden von Saskia. Und nun erhält Milla eine Einladung zu einem Treffen der ehemaligen Clique an dem Ort in den französischen Alpen wo Saskia das letzte Mal gesehen wurde. Die Clique besteht aus Snowboardern mit Ambitionen, zu den olympischen Spielen zu fahren. Doch neben der Fokussierung auf ihren sportlichen Erfolg gibt es unter den jungen Sportlern Liebesbeziehungen und Eifersüchteleien, immer wieder wechselnde Beziehungen, Neid und Missgunst. Einerseits hilft man sich untereinander, andererseits gibt es auch Aktionen, die die Gesundheit des Gegners massiv beeinträchtigen können. Besonders Saskia legt sich mit jedem an, sogar ihr Bruder, der sie häufig verteidigt, kommt an seine Grenzen. Wie sich bald herausstellt hat jeder der jetzt, zehn Jahre später, Anwesenden einen Grund, Saskia tot zu sehen.
In der Bergunterkunft ist diese Gruppe von der Außenwelt abgeschnitten worden, ihre Handys sind verschwunden und es passieren lauter seltsame Dinge, es wird direkt unheimlich.
Aus Millas Sicht erleben wir abwechselnd die Zeit des Trainings und das Wiedersehen und Aufarbeiten der Ereignisse in der heutigen Zeit. Jeder misstraut jedem, jeder hat ein Geheimnis. Einen großen Raum nimmt das Snowboarden ein, viele Fachbegriffe werden verwendet. Doch auch Nichtkenner werden nicht überfordert und können mühelos dem Inhalt folgen. Psychologisch sehr interessant, es erinnert ein wenig an Hitchcockfilme. Leider gibt es ein paar Längen in den Beziehungsgeschichten, die die Spannung herausnehmen.

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Veröffentlicht am 09.12.2020

erschreckendes Zukunftsszenario

QualityLand 2.0 (QualityLand 2)
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Peter Arbeitsloser, der Protagonist aus dem ersten Band QualityLand, ist auch diesmal die Hauptperson. Als Maschinentherapeut versucht er, Geräte, die nicht mehr funktionieren, zu heilen. In nicht allzu ...

Peter Arbeitsloser, der Protagonist aus dem ersten Band QualityLand, ist auch diesmal die Hauptperson. Als Maschinentherapeut versucht er, Geräte, die nicht mehr funktionieren, zu heilen. In nicht allzu ferner Zukunft wird die Welt mehr von Maschinen und dem Internet als von Menschen geleitet. Es gibt Levels und je höher das Level einer Person ist, um so mehr darf er, um so mehr Privilegien hat er. Peter Arbeitsloser lebt einigermaßen gut auf einem niedrigen Level, sein Privatleben zwischen seiner Ex Sandra Admin und seiner Liebe Kiki, die ihn verlassen hat, ist recht chaotisch. Er wohnt mit seinen Maschinen, wie dem Sexroboter Romeo, dem Kampfroboter oder der Drohne mit Höhenangst, er unterhält sich auch mit ihnen. Bis plötzlich Kiki wieder in sein Leben tritt und Hilfe benötigt. Ihr Leben wird vom Puppenspieler bedroht.
Das Leben in QualityLand wird von der Technik beherrscht, alles wird gesteuert. Ein interessantes Berufsleben finden so gut wie gar nicht mehr statt, die meisten Menschen langweilen sich. Autos fahren selbstständig, Drohnen bringen alles ins Haus, selbst die Kinder werden von einer automatischen MAMA beaufsichtigt. Wir leben auf einem heißen Planeten, Venedig liegt unter Wasser und im Norden Schwedens kann man es im Sommer noch aushalten. Sieht so unsere Zukunft aus?
Mit sehr viel Ironie und doch immer wieder Anklänge an aktuelle Ereignisse schildert Marc-Uwe Kling ein erschreckendes Zukunftsszenario.

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Veröffentlicht am 06.11.2020

starke Frau

Das Erbe der Päpstin
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Freyas Mutter wurde im 9. Jahrhundert von den Dänen entführt. Sie lebte seitdem als Sklavin und auch ihre beiden Töchter Asta und Freya wurden wie Sklaven behandelt. Als ihr eigener Vater die hübsche Asta ...

Freyas Mutter wurde im 9. Jahrhundert von den Dänen entführt. Sie lebte seitdem als Sklavin und auch ihre beiden Töchter Asta und Freya wurden wie Sklaven behandelt. Als ihr eigener Vater die hübsche Asta vergewaltigen wollte und die Mutter getötet wurde, flüchteten die beiden jungen Frauen. Ein beschwerlicher Weg führte sie in den Heimatort ihrer Mutter in der Hoffnung, dort auf ihren Großvater zu treffen. Freya hatte sich bereits auf der Flucht für Männerkleidung entschieden und diese Verkleidung half ihr in einer von Männern dominierten Welt weiter. Dadurch lernte sie lesen und schreiben. Ihr Weg führte weiter nach Rom, wo sich ihr Großvater befinden sollte. Bei ihrem Besuch dort traf sie auf die Päpstin Johanna, die sich ihr als Frau offenbarte. Die Begegnung war nur kurz, doch für Freya sehr nachhaltig, da sie medizinische Ratgeber geschenkt bekam. Ihre Reise führte sie immer weiter, nach Frauenchiemsee und Paris, teilweise freiwillig, meistens jedoch auf der Flucht vor Feinden.
Der historische Roman beruht auf wenige Fakten, die Geschichte an sich ist mehr ein Liebesroman und ein Roman über eine starke Frau, die sich von den Männer ihr Leben nicht vorschreiben lassen will. Das der Titel an den erfolgreichen Roman die Päpstin erinnert lässt die Verkaufszahlen sicherlich ansteigen, der Inhalt hat jedoch herzlich wenig damit zu tun. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und mit den zu bestehenden Abenteuern auch spannend.

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