Kurzweilig, schön für Zwischendurch, aber schwieriger Anfang
Café au Love. Ein Sommer in den HamptonsInhalt
Um Geld für ihr Studium zu verdienen, arbeitet Emma in einem Café in den Hamptons. Einerseits mag sie das Café richtig gerne und findet die Atmosphäre dort toll. Doch andererseits versteht sie sich ...
Inhalt
Um Geld für ihr Studium zu verdienen, arbeitet Emma in einem Café in den Hamptons. Einerseits mag sie das Café richtig gerne und findet die Atmosphäre dort toll. Doch andererseits versteht sie sich mit ihrem Chef Leo und ihrer Kollegin nicht. Sie machen ihr die Arbeit schwer und suchen nur nach einem Grund, sie wieder zu entlassen. Zu allem Übel fühlt sie sich trotz alldem auch noch zu Leo hingezogen. Überraschenderweise scheint auch Leo nicht ganz abgeneigt zu sein...
Meine Meinung
Ich hatte mich vorher nicht groß mit dem Buch beschäftigt und mir deshalb auch keine Gedanken über meine Erwartungen oder Ähnliches gemacht. Ich habe einfach drauf los gelesen und war vor allem, von der Entwicklung der Geschichte überrascht.
Die Handlung fand ich anfangs sehr interessant und hat mich neugierig gemacht. Allerdings habe ich etwas gebraucht, um Emmas Hintergrund zu verstehen. Dieser hat sich nur aus dem Gespräch mit ihrer besten Freundin ergeben, weswegen sich erst nach und nach ein Gesamtbild ergeben hatte. Zudem ist mir anfangs der ganze Hamptons-Lifestyle unangenehm aufgefallen. Ich hatte schon damit gerechnet, dass die Dinge Thema sein werden, aber man wurde doch recht schnell da hineingeworfen und ein wenig überladen. Im weiteren Verlauf legte sich das und es wurde auch ein bisschen kritisch hinterfragt, was mir wiederum gut gefallen hat.
Ebenso fand ich, dass die Handlung anfangs ein wenig vor sich hin plätscherte. Doch ab einem bestimmten Punkt, kamen spannende Elemente und Dinge, mit denen ich so nicht gerechnet hätte, hinzu, die mich fesseln und überraschen konnten. Das hat der Handlung etwas Schwung gegeben und auch zur Entwicklung der Charaktere beigetragen.
Bei Emma wusste ich zunächst gar nicht so richtig, wie ich sie einschätzen sollte. Im Umgang mit ihrer besten Freundin hatte es den Anschein, dass sie den Hamptons-Lifestyle ebenfalls lebt. Andererseits hat sie immer gesagt, dass sie ganz anders ist und ihr mit Vorurteilen begegnet wird. Je weiter die Handlung fortschritt, desto besser konnte ich mir ein Bild von ihr machen und mit ihr mitfiebern. Dennoch konnte ich keine richtige Bindung zu ihr aufbauen, was ich schade fand.
Der Schreibstil war einfach und locker gehalten, sodass er wunderbar zu dem Setting passte und sich das Buch auch leicht lesen ließ. In den ernsteren Momenten kamen auch die Gefühle gut rüber, sodass mich die entscheidenden Stellen auch berühren konnten.
Die sommerliche Atmosphäre hat mir gut gefallen und mir auch ein entsprechendes Gefühl beim Lesen vermittelt. Dennoch hatte die Atmosphäre an den entsprechenden Stellen auch einen ernsten Touch bekommen, was sehr passend war und mir gut gefallen hat.
Insgesamt hat mir das Buch gut für Zwischendurch gefallen. Gerade der Einstieg in die Geschichte war für mich persönlich etwas durchwachsen, aber je weiter die Handlung fortschritt, desto besser wurde sie.