Profilbild von 19Wuermchen58

19Wuermchen58

Lesejury Star
offline

19Wuermchen58 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit 19Wuermchen58 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2021

Freude über die Fotos ... Enttäuschung über die Gedichte

Unterwegs in Zeiten der Corona
1

Das Buch kommt in einem sehr handlichen Hardcover Format daher. Das Motiv und der Titel des Buches haben mich sehr neugierig gemacht. Gedichte zu Fotos, auf diese Kombination war ich sehr gespannt, und ...

Das Buch kommt in einem sehr handlichen Hardcover Format daher. Das Motiv und der Titel des Buches haben mich sehr neugierig gemacht. Gedichte zu Fotos, auf diese Kombination war ich sehr gespannt, und interessiert, wie die Autorin dies umgesetzt hat.

Gleich auf der ersten Seite blickte mich ein niedliches Rotkehlchen an. Ein sehr schönes Foto. Ich liebe diese Vogelart, zumal uns in unserem Garten schon seit vielen Jahren ein Rotkehlchen treu geblieben ist. Nach einem verträumten, kurzen innehalten wechselte mein Blick zu dem Gedicht auf der gegenüberliegenden Seite. Was ich dann las, waren in meinen Augen abgehackte Gedanken der Autorin, die sie in kurze Sätze verpackt hat. Tut mir sehr leid, aber diese Zeilen haben in meinen Augen nichts mit einem Gedicht zu tun. Ein Gedicht muss mich emotional berühren, dabei helfen schon ein paar gut platzierte poetische Wörter oder Sätze. Leider hat mich, bis auf ein Gedicht, kein Text auch nur annähernd berühren können. Mag sein, dass die Autorin bei ihren Beobachtungen und Erlebnissen berührt wurde, aber ich kann dies in den Texten nur erahnen, gefühlsmäßig ist da bei mir nichts angekommen. Ebenso gut hätte ich zu den Fotos Erklärungen aus einem Sachbuch lesen können. Sachlich und informativ.

Hervorheben möchte ich das Gedicht : " Auf der Tagung im Jahr 2020 ". Die Zeilen reimen sich, wobei dies für mich nicht ausschlaggebend ist, und ich spürte darin ein zu Papier gebrachtes Gefühl der Autorin. Leider ist dies aber für das gesamte Werk zu wenig. Die Fotos sind ausnahmslos schön. Da ich ein absoluter Fan von Versen bin ( gelegentlich schreibe ich selbst welche ) war ich auf die Kombination " Gedichte und Fotos " sehr gespannt. Leider wurden meine Erwartungen nur im Bezug auf die Fotos erfüllt. Grundsätzlich möchte ich aber erwähnen, das Gedichte das persönliche Gefühl ansprechen, und man dahingehend ein Gedicht nicht in gut oder schlecht eingruppieren sollte. Jeder Leser*in hat dazu seine ganz persönliche Meinung, die respektiert werden sollte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2021

Zwei Jungsmütter erzählen ...

Mama allein zu Haus
0

In diesem Buch erzählen zwei Freundinnen, Barbara Becker und Christiane Soyke , wie die Zeit nach dem flügge gewordenen Nachwuchs weiter geht. Sie sprechen über ihre ganz persönlichen Gefühle, die entstehen, ...

In diesem Buch erzählen zwei Freundinnen, Barbara Becker und Christiane Soyke , wie die Zeit nach dem flügge gewordenen Nachwuchs weiter geht. Sie sprechen über ihre ganz persönlichen Gefühle, die entstehen, wenn die Kinder das Elternhaus endgültig verlassen. Sicherlich kann sich in diesen Schilderungen so manche Mutter , beziehungsweise Familie, wiederfinden. Dieser Abnabelungsprozess geht an keiner Mutter vorbei, und so ganz unterschiedlich sind dabei die Gefühle nicht. Dennoch ist es lesenswert was "Barbara und Christiane" so zu berichten haben. Deren Umfeld besteht aus einen stabilen Netz von sozialen Beziehungen, bei denen sich beide Frauen Rat und Beistand holen können. Dies ist nicht selbstverständlich, und so ist es interessant wie das Leben der beiden Frauen " ohne " Kinder weitergeht.

Mich hat dabei das Leben von " Barbara " etwas mehr interessiert, da ich sie als sehr interessante Person schon bei Interviews und Berichterstattungen erleben durfte. Und nicht zuletzt bei der Tanzshow " Lets dance ". Wie ein fehlender Mosaikstein habe ich sie nun auch als Mutter kennengelernt, da sie offen über ihre Gefühle berichtet . Dabei haben aber Schilderungen von " Christiane " nicht gestört, wobei mich ihr Familienleben im eigentlichem Sinne nicht besonders interessiert hat.

Die lockere Schreibweise und der wohldosierte Humor machen das Lesen zum Spaßerlebnis, und es lohnt sich dieses Buch zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.06.2020

Einen Tsunami kann man nicht wegwünschen

Die Perlenfarm
0

Nachdem ich das verlockende Cover gesehen, und den Klappentext gelesen habe, war ich sehr neugierig auf diese Geschichte.

Der Titel " die Perlenfarm " ist sehr vielversprechend, und ich habe mir einen ...

Nachdem ich das verlockende Cover gesehen, und den Klappentext gelesen habe, war ich sehr neugierig auf diese Geschichte.

Der Titel " die Perlenfarm " ist sehr vielversprechend, und ich habe mir einen schönen Roman mit einigen Abenteuern vorgestellt. So begann diese Geschichte auch sehr vielversprechend, indem ich viel von der interessanten und mühsamen Perlengewinnung erfahren habe. Dabei entwickelte sich auch eine schöne Liebesgeschichte, die leider plötzlich ein jähes Ende nahm, wie auch der Klappentext des Buches informiert. Dann begannen die Abenteuer durch Europa, Amerika und Afrika, mit etlichen Wirrungen und Irrungen. Es reihten sich unterschiedliche Aktionen aneinander. Erzählungen und Gespräche wurden ausschweifend dargestellt. Etliche Seiten wurden dem Bankwesen, bestimmten Hotels und Restaurants gewidmet. Dazwischen wurde immer wieder schon Bekanntes wiederholt. Freilich waren auch spannende Szenen und thrillernahe Handlungen eingefügt, aber oft überwogen Gespräche und Handlungen, die ich weder gutheißen noch nachvollziehen konnte.

Mich konnte diese Geschichte leider nicht fesseln, und ich bin über das Verhalten einiger Protagonisten mehr als enttäuscht.

Wer aber an weitgefächertem Bankwesen, oder an religiösen Rückblicken interessiert ist, mag Freude an diesem Roman haben. Für mich stand aber die Perlenfarm im Vordergrund. Leider kam diese aber bei 444 Seiten entschieden zu kurz. Etwa 100 Seiten weniger, eine kompakte, schlüssige Handlung und viel mehr Perlenfarm hätten diesem Roman gut getan.
Ebenfalls habe ich von einem Schmerz des Verlustes bei keinem Protagonisten etwas gespürt. Mag sein, dass dieses an der Schreibweise liegt, die oftmals den Lesefluss stark gehemmt hat.

Ich hatte eine andere Vorstellung von diesem Buch, und daher kann ich nur 3 Sterne vergeben.

Der Klappentext und das Cover haben mich als Lese-Interessentin doch ziemlich in die Irre geführt.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.05.2020

Blumen damals und heute

Das Buch der Blumen
0

Dieses Büchlein vermittelt Informationen speziell ausgewählter Blumen. Es ist interessant zu lesen, wo die Pflanzen ihren Ursprung haben, und welche Anekdoten sich auch schon in historischen Zeiten um ...

Dieses Büchlein vermittelt Informationen speziell ausgewählter Blumen. Es ist interessant zu lesen, wo die Pflanzen ihren Ursprung haben, und welche Anekdoten sich auch schon in historischen Zeiten um sie rankten. Das Buch ist in einzelne Kapitel unterteilt, sodass man Stück für Stück in das Reich von zwölf Blumenarten eintauchen kann. Für mich hätten die Ausflüge in die damaligen Zeiten weniger intensiv behandelt werden können. Ich bevorzuge eher aktuelle Informationen, und diese sollten schon tiefgründig sein. Besonders der Teil der Wildkräuter weist viele Lücken auf. Gerade, aber nicht nur in diesem Teil des Buches hätte ich mir Fotos, Illustrationen oder Zeichnungen gewünscht, die das Geschriebene wunderbar ergänzt hätten. Ich kann daher dieses Büchlein auch nur Leserinnen oder Lesern empfehlen, denen geschichtliches Wissen von Blumen wichtig ist, und die auf Bebilderung keinen Wert legen. In dem gesamten Buch zeigt sich keine Pflanze in ihrer Schönheit, diese Bilder müssen vor dem geistigen Auge entstehen. Das Buch kommt in einem handlichen Format daher, und ist bedingt durchaus als Geschenk geeignet. Schmunzeln muss ich aber über den Satz auf der Cover-Rückseite: " Dieser Band ersetzt den schönsten Strauß und verblüht nie ". Um dem beizupflichten müsste ich meine Fantasie stark überstrapazieren, daher nehme ich es lieber mit einer Portion Humor. Mich kann dieses Buch nicht vollkommen zufrieden stellen, daher kann ich nur 3 Sterne vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.01.2025

Altern aus Sicht von Elke Heidenreich

Altern
0

Elke Heidenreichs Werke werden regelmäßig ausgezeichnet, und ihr jetziges Buch "Altern" hat den Spiegel Bestseller Platz 1 erreicht.

Bisher hatte ich von ihr noch kein Buch gelesen. Der Zufall wollte ...

Elke Heidenreichs Werke werden regelmäßig ausgezeichnet, und ihr jetziges Buch "Altern" hat den Spiegel Bestseller Platz 1 erreicht.

Bisher hatte ich von ihr noch kein Buch gelesen. Der Zufall wollte es, dass mir dieses Buch geschenkt wurde. Elke Heidenreich schreibt in einer leicht zu lesenden und lockeren Art, sodass dieses kleine Büchlein mit seinen 111 Seiten schnell zwischendurch zu lesen ist. Sie berichtet über ihren persönlichen Weg des Alterns, schildert Erlebnisse aus ihrem Leben, und berichtet auch, wie ihr Umfeld auf ihren Lebensweg reagiert hat. Wie es ihre Art ist, gibt sie auch allgemeine Ratschläge zum Altern. Hier kann man ihr beipflichten oder auch nicht. Meine Meinung war gegenüber ihrer oft konträr. Sicherlich wollte sie häufig mit ihren Aussagen provozieren, oder besonders witzig sein, aber so manche Bemerkung empfand ich unpassend.

Sehr gestört hat mich die Aneinanderreihung von Zitaten von Philosophen und Schriftstellern. Diese zahlreichen Fremdbeiträge füllen natürlich das Buch, ohne die es noch weniger Seiten gehabt hätte, als es jetzt schon aufweist.

Als ich ihre herauszulesende Meinung über Allergien las, hat dies in meiner Bewertung einen weiteren Stern gekostet. Zwar muss man den Satz auf Seite 107...und wir pflegen unsere Allergien ....im Zusammenhang lesen, aber ich bemerke, dass sie dahingehend nicht recherchiert hat. Wenn sie hier wieder ihre Ironie diesbezüglich durchblicken lassen wollte, so hätte sie besser um dieses bedeutsame medizinische Thema einen großen Bogen gemacht, auch wenn sie nicht näher auf das Thema eingegangen ist. Ein oder zwei Sätze in den Text " einzuwerfen " sind in meinen Augen unpassend.

Nach Beendigung des Buches wundert es mich, dass dieses Werk den Spiegel Bestseller Platz 1 erreicht hat. Ob es wohl an dem bekannten Autorinnen Namen liegt?
Eine Leseempfehlung kann ich nur bedingt aussprechen, und in Anbetracht des Buchpreises eher nicht. Wer sich aber für den persönlichen Lebensweg von Elke Heidenreich interessiert, der könnte an diesem Buch Gefallen finden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere