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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2021

Was ist normal?

Sara auf der Suche nach Normal
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Sara ist ein Mädchen mit diversen psychischen Problemen. Sie leidet an Panikattacken, schizophrenen Episoden, Depressionen, kann mit Fremden nicht sprechen und überhaupt an einem "normalen" Schülerleben ...

Sara ist ein Mädchen mit diversen psychischen Problemen. Sie leidet an Panikattacken, schizophrenen Episoden, Depressionen, kann mit Fremden nicht sprechen und überhaupt an einem "normalen" Schülerleben nicht teilhaben. Sie hat keine Freunde und ihr größter Wunsch ist es, endlich wieder gesund zu werden und ein normales Leben zu führen. Und dann taucht eines Tages Erin in ihrem Leben auf und ändert darin so einiges.

Mich hat das Buch sehr gefangen genommen. Es ist in der Ich-Perspektive und sehr offen und flüssig geschrieben, so dass man sich gut in Sara hineinversetzen kann. Sie ist trotz ihrer Erkrankung eine sehr starke Persönlichkeit, die mir sehr sympathisch war. Ich habe richtig mit ihr mit gelitten bzw. mich in guten Momenten mit ihr gefreut. Auch Erin, die trotz der Umstände ihre Freundin wird, ist toll.

Bisher hatte ich noch kaum Berührungspunkte mit psychischen Störungen, vor allem nicht bei Kindern. Das Buch hat mich darum sehr nachdenklich gemacht, was meine Definition von "normal" betrifft, und wirkt auch immer noch nach. Eine wirklich gute und wichtige Geschichte, die ich eigentlich allen, Jugendlichen und Erwachsenen, empfehlen würde.

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Veröffentlicht am 10.03.2021

Mord in der Seniorenresidenz

Schach mit toter Dame
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Der inzwischen 13. Fall von Loretta Luchs und ihren Freunden spielt in der Seniorenresidenz, in der die rüstigen und krimibegeisterten Schwestern Käthe und Cäcilie leben. Der Tod eines Mitbewohners kommt ...

Der inzwischen 13. Fall von Loretta Luchs und ihren Freunden spielt in der Seniorenresidenz, in der die rüstigen und krimibegeisterten Schwestern Käthe und Cäcilie leben. Der Tod eines Mitbewohners kommt ihnen komisch vor, zumal aus seinen Räumen einige wertvolle Gegenstände verschwunden zu sein scheinen. Sie bitten Loretta um Hilfe, die es dann auch noch mit weiteren Diebstählen, einer zweiten Leiche und einem strengen Chefkoch zu tun bekommt.

Ich habe diesen neuen Band wirklich genossen. Loretta ist sehr sympathisch, zwar intelligent und mit dem richtigen Spürsinn für Kriminalfälle, aber eben trotzdem ein normaler Mensch mit Fehlern und Unzulänglichkeiten. Und ihre Mitstreiter habe ich ebenso alle ins Herz geschlossen. Die Geschichte selbst wird flüssig und spannend erzählt, ab und an gewürzt mit Ruhrpott-Slang. Es macht einfach Spaß, dabei zu sein. Es ist vielleicht nicht der spannendste Mord, von dem ich je gelesen habe. oder der am besten konstruierte Fall, dafür ist es aber bestes Lesevergnügen und wenn das Buch beendet ist, hat man das Gefühl, ein paar neue Freunde gewonnen zu haben.

Für alle Loretta-Fans ganz unbedingt zu empfehlen. Und wer die Reihe nicht kennt, kann zwar theoretisch mit diesem Band anfangen, aber ich würde trotzdem empfehlen, beim ersten Teil zu beginnen und dann den ganzen Spaß der Reihe nach zu genießen.

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Veröffentlicht am 30.11.2020

Kaleidra 1

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft (Band 1)
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Während eines Schulbesuchs im Museum entdeckt die 17jährige Emilia, dass sie scheinbar als einzige in der Lage ist, die ausgestellten Seiten eines uralten Manuskriptes zu lesen: das Voynich-Manuskript. ...

Während eines Schulbesuchs im Museum entdeckt die 17jährige Emilia, dass sie scheinbar als einzige in der Lage ist, die ausgestellten Seiten eines uralten Manuskriptes zu lesen: das Voynich-Manuskript. Während ihre Mitschüler sich auf den Heimweg machen, kehrt sie noch einmal ins Museum zurück und trifft dort nicht nur einen seltsamen Fremden, sondern wird auch in einen Strudel von Ereignissen hineingezogen, die ihre bisherige Weltvorstellung komplett durcheinanderbringen.

Die Geschichte beginnt ziemlich rasant und bietet schon in den ersten Kapiteln sehr viele Informationen, die ich als Leserin erst mal verdauen musste. Allerdings war es auch gleichzeitig schon so spannend und geheimnisvoll, dass ich das Buch keinen Augenblick aus den Händen legen wollte. Emilia, die bisher ein ganz normales Leben mit ihrer alleinerziehenden, sehr viel arbeitenden Mutter lebt, muss feststellen, dass sie eigentlich ein Mitglied eines geheimnisvollen Alchemistenordens ist und nun in einen Wettlauf um die Enthüllung eines unglaublichen Geheimnisses und in den Kampf rivalisierender Orden geraten ist.

Die Handlung enthält einen unheimlichen fesselnden Mix aus Magie, Chemie, Geschichte und faszinierenden Rätseln, und einem guten Schuss tragischer Romantik. Die Protagonisten, eine Gruppe von jungen Alchemisten, alle mit besonderen Fähigkeiten, sind sympathisch, auch wenn ich besonders mit Ben und seinem widersprüchlichen Verhalten am Anfang Schwierigkeiten hatte. Im Laufe der Geschichte erfährt man mehr über ihn und über die Gründe für sein Verhalten und dann kam ich auch besser mit ihm klar. Was die Story für mich besonders macht, ist vor allem aber die Chemie, die hier einen wirklich großen Raum in der Handlung einnimmt. Chemie bzw. chemische Elemente sind nicht nur Zutaten für alchemistische Zaubereien, sondern werden auch zum kämpfen verwendet. Sie sind wichtiger Bestandteil der jeweiligen Persönlichkeiten und grenzen die jeweiligen Orden voneinander ab. Ich habe bisher noch kein Buch gelesen, in dem Chemie eine so große und spannende Rolle spielt. Eine wirklich absolut tolle Idee.

Ich war und bin immer noch sehr begeistert von diesem ersten Band der Trilogie und ich kann die Fortsetzungen kaum abwarten.

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Veröffentlicht am 13.11.2020

Sauerteigbrote ganz unkompliziert

Brot backen in Perfektion mit Sauerteig
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Brot backen ist ja gerade sehr "in". Ich mache es schon eine Weile länger, weil ich den Duft von frischgebackenem Brot absolut unwiderstehlich finde. Auch Sauerteig habe ich schon seit langer Zeit in meinem ...

Brot backen ist ja gerade sehr "in". Ich mache es schon eine Weile länger, weil ich den Duft von frischgebackenem Brot absolut unwiderstehlich finde. Auch Sauerteig habe ich schon seit langer Zeit in meinem Kühlschrank, der gehegt und gepflegt wird. Aber da auch bei mir nicht immer alles gelingt und ich gerne noch weitere Brotrezepte ausprobieren wollte, habe ich mir dieses Buch gekauft.

Lutz Geissler beschreibt darin absolut anfängergeeignet, wie man zu tollen Brotergebnissen kommt. Aufzucht und Pflege des Sauerteigs, einfache und etwas schwierigere Rezepte, Variationen.... Alles super beschrieben und bebildert. Klar, einiges wusste ich schon, aber ich habe trotzdem auch sehr viel dazugelernt. Und von den Rezepten bin ich sehr angetan, sie funktionieren sehr gut und das Brot schmeckt hervorragend.
Für alle Hobby-Brotbäcker auf jeden Fall zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 13.11.2020

Wunderschön und traurig zugleich

Der Gesang der Flusskrebse
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Kya wächst in den 1960er Jahren in der Marsch von North Caronlina auf. Die Familie lebt abgeschieden von der Welt mitten in den Sümpfen. Als Kya gerade mal 6 Jahre alt ist, verlässt die Mutter die Familie ...

Kya wächst in den 1960er Jahren in der Marsch von North Caronlina auf. Die Familie lebt abgeschieden von der Welt mitten in den Sümpfen. Als Kya gerade mal 6 Jahre alt ist, verlässt die Mutter die Familie und taucht nicht wieder auf. Nach und nach gehen auch Kyas Geschwister sowie zuletzt ihr alkoholkranker und brutaler Vater und lassen das Kind komplett allein im Sumpf zurück. Kya ist auf sich allein gestellt und versucht, in der Einsamkeit und Wildnis zu überleben.
Eines Tages stirbt ein junger Mann, ihr Ex-Freund und das seltsamen Mädchen aus dem Sumpf muss sich mit einer Mordanklage auseinandersetzen.

Dieses Hörbuch hat mich sehr gefesselt, dabei aber auch sehr traurig und melancholisch gemacht. Ich habe sehr mit Kya mitgelitten, war mit ihr gemeinsam wütend, verzaubert von der Natur und auch verwirrt wegen der wenigen Beziehungen zu anderen Menschen, die sie im Laufe der Geschichte hat.
Die Beschreibungen der Natur, der Gefühle und der Lebensweise der Menschen dort zur damaligen Zeit haben mich sehr berührt und die Sprecherin hat alles in einer so ruhigen und angenehmen Art vorgetragen, dass ich noch ewig hätte weiterhören können.
Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen.

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