emotional berührend Mut machende Geschichte
Die Nachtbusheldenkonnte mich als Kinder- und Jugendbuch überzeugen.
Die ungewöhnliche Perspektive, die Sichtweise des Antihelden, in diesem Falle jungen Mobbers Hector, ließ mich als Leser ein seinen Gedanken, seinen Gefühlen ...
konnte mich als Kinder- und Jugendbuch überzeugen.
Die ungewöhnliche Perspektive, die Sichtweise des Antihelden, in diesem Falle jungen Mobbers Hector, ließ mich als Leser ein seinen Gedanken, seinen Gefühlen teilnehmen. Machte ihn mir als Leser zutiefst unsympathisch kennt doch jeder den ein oder anderen Mitschüler, der sich so – oder so ähnlich verhält. Und verstärkt so die Antipathie gegen Hector. Macht ihn zu einem Unsympathischen und schwierigen Charakter, der es dem Leser nicht leicht macht, die Geschichte zu lesen.
Andererseits wecken Hectors Schilderungen sicherlich beim ein oder anderen Leser Erinnerungen an ein ähnliches Verhalten seitens der Erwachsenen. Das Gefühl Hectors, von seinen Eltern, aber auch seinen Lehrern als Enttäuschung wahrgenommen zu werden. Als ungeliebt dürfte jeder Leser mehr oder weniger häufig bereits erfahren haben.
Ebenso, die Wirkungen die Freunde auf unser eigenes Verhalten haben, waren für mich als Leser deutlich erkennbar und nachvollziehbar.
Die Angst der Mobbingopfer, die Untätigkeit der übrigen, die Einzelnen, die sich den Mobbern entgegenstellen. Und die Erwachsenen, die es häufig nicht schaffen, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Ihn sogar gar nicht wahrnehmen, untätig bleiben.
Die Mechanismen wie Mobbing funktioniert, die Hilflosigkeit und Ohnmacht der Erwachsenen, aber auch die der Schüler, ihre Gefühle und Motive wurden sehr gut eingefangen, fein herausgearbeitet und dem Leser deutlich gemacht.
Das Hector durchaus weiß, was richtig und falsch ist, konnte man als Leser immer wieder bemerken. Er steht zu seinen Streichen, wird nicht zum Lügner. Seine Hoffnungslosigkeit jemals die Sichtweise der Erwachsenen auf sich selbst zu ändern wird deutlich.
Sein gefangen sein, in seiner Rolle wird deutlich spürbar, als der zu Beginn „harmlose Streich“ gegenüber dem Obdachlosen ungeahnte Dimensionen annimmt.
Er zum ersten Mal in seinem Leben jemandem gegenübersteht der den Mut hat, ihn für sein Verhalten in angemessener, sinnvoller Form zu „bestrafen“. Von ihm erwartet, das Richtige zu tun. Und nicht vor ihm einknickt und zurückschreckt.
Dieses Verhalten ihm Gegenüber, sein im tiefsten Innern verstecktes Rechtsbewusstsein und die nachfolgenden Ereignisse bewirken, das Hector sich nach und nach weiterentwickelt und ihn zu einer Änderung seines Verhaltens bringt.
Fazit:
Von mir eine klare Leseempfehlung.
Eine Geschichte, die bewegt, nachdenklich stimmt und den Finger in die Wunde steckt. Die Mechanismen des Mobbings aufzeigt. Unser aller Verhalten gegenüber Obdachlosen hinterfragt und an den Pranger stellt. Unsere Sichtweise auf Obdachlose, auf den Einzelnen verändern kann.