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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2021

Historisch, spannend, romantisch

Die Schmetterlingsinsel
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Der Roman wird aus Sicht verschiedener Epochen erzählt. Die Hauptprotagonistin Diana, in der Jetzt-Zeit, und unterschiedliche Begebenheiten in anderen Zeitebenen, wie z. B. aus dem 19. Jh. auf Ceylon oder ...

Der Roman wird aus Sicht verschiedener Epochen erzählt. Die Hauptprotagonistin Diana, in der Jetzt-Zeit, und unterschiedliche Begebenheiten in anderen Zeitebenen, wie z. B. aus dem 19. Jh. auf Ceylon oder nach dem 2. Weltkrieg auf dem englischen Familienanwesen der Tremaynes. Der Autorin gelingt es gut diese Abschnitte harmonisch zu verbinden. Mir persönlich hat dabei der Teil über die beiden Schwestern auf Ceylon im 19. Jh. am Besten gefallen. Erfährt man doch hier auch viel über den Teeanbau, die Kultur aber auch Mystik der Insel Ceylon. Im Verhältnis zu den Schwestern, die sehr tiefgründig beschrieben werden, und sie einem somit schnell ans Herz wachsen, konnte ich nicht richtig mit Diana warmwerden. Es war aber interessant mit zu verfolgen, wie sie das Geheimnis letztlich lüftet. Die dabei beschriebenen Familienverhältnisse waren mir allerdings teilweise zu kompliziert konstruiert und dadurch etwas arg bemüht. Aber kann man darüber hinweg lesen, hat man eine spannende, historisch durchaus informative und romantische Lektüre, die einen dank des flüssigen Schreibstils in eine andere Welt entführen kann. Mich hat der Roman jedenfalls gut unterhalten.

Veröffentlicht am 30.03.2021

Thriller mit Mystery-Elementen

Eisiges Blut
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Robert Masello hat einen einzigartigen Roman geschrieben, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Sein Talent, die Spannung langsam aufzubauen, während er die Geschichte von der viktorianischen Vergangenheit ...

Robert Masello hat einen einzigartigen Roman geschrieben, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Sein Talent, die Spannung langsam aufzubauen, während er die Geschichte von der viktorianischen Vergangenheit mit Sinclair als Soldat in der 17. Lancers-Division im Krimkrieg und Eleanor als Krankenschwester, die Seite an Seite mit Florence Nightingale sich um Verwundete Soldaten dort kümmerte, bis hin zu den schockierenden und gewalttätigen Ereignissen in der Gegenwart, als die Forscher am Südpol angegriffen werden und albtraumhafte Kämpfe kämpfen müssen, ist ihm wirklich gut gelungen.
Die zwei miteinander verwobenen Geschichten bieten einen großartigen Mix aus Geschichte, Romantik, Wissenschaft und Horror. Der komplexe Plot und die gut charakterisierten Figuren sowie das gelungene Finale ergeben einen spannenden Roman der mich wirklich überrascht hat. Mich hat das Buch gut unterhalten und vergebe dafür 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.03.2021

Atmosphärisch dichter Krimi mit interessanten Charakteren

Totenpfad
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Dies ist ein gelungener Einstieg in Elly Griffiths' Serie um die forensische Archäologin Ruth Galloway, Ihr Spezialgebiet sind Knochen. Als die Knochen eines Kindes in den Sümpfen gefunden werden, wird ...

Dies ist ein gelungener Einstieg in Elly Griffiths' Serie um die forensische Archäologin Ruth Galloway, Ihr Spezialgebiet sind Knochen. Als die Knochen eines Kindes in den Sümpfen gefunden werden, wird Ruth von DCI Harry Nelson gerufen, um die Knochen zu datieren. Nelson hofft, dass es sich bei den Knochen um die eines vermissten Mädchens handelt, das vor zehn Jahren verschwunden ist, denn er würde den Fall gerne für ihre Eltern abschließen. Die Knochen sind jedoch viel älter und Ruth glaubt, dass sie mit einem eisenzeitlichen Henge in Verbindung stehen könnten, an dessen Freilegung sie vor einigen Jahren beteiligt war. Als ein weiteres junges Mädchen vermisst wird, wird Ruth in die Ermittlungen hineingezogen...
Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, ist einmal das Setting und dann die Charaktere.
Die Beschreibungen des Gebietes der Nordküste rund um Norfolk und die der Hauptfiguren Ruth und Nelson sind wunderbar authentisch und passen zu der teils mystisch angehauchten Geschichte. Aber auch die anderen Charaktere begeistern beim Lesen, haben sie doch durchweg ihre kleinen Macken und Schrullen. Der Krimi selbst hat eine sehr atmosphärische und bedrohliche Note und passt somit wiederum in dieses trostlose und windumtoste Gebiet.
Kurzum: „Totenpfad“ ist ein solider Start in die Ruth-Galloway-Reihe und verspricht zudem eine interessante Serie zu werden. Von mir gibt es für diesen 1. Teil 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.03.2021

Eher fantastischer Abenteuer-Roman als Thriller

Der Wolkentempel
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Dieses Buch würde ich jetzt nicht unbedingt dem Genre Thriller zuordnen, eher als fantastischen Abenteuer-Roman bezeichnen. Aber sieht man einmal davon ab, hält man ein Buch in Händen, dass
neben der durchaus ...

Dieses Buch würde ich jetzt nicht unbedingt dem Genre Thriller zuordnen, eher als fantastischen Abenteuer-Roman bezeichnen. Aber sieht man einmal davon ab, hält man ein Buch in Händen, dass
neben der durchaus gut durchdachten und spannend erzählten Handlung dieses 1. Teil der Luca-Matthews-Reihe noch so einiges mehr enthält.
So gibt es detaillierte Beschreibungen der majestätischen Hochgiebirgsberge des Himalaya, vom Land und der Kultur Tibets, des faszinierenden Klosterlebens und der andauernden Auseinandersetzung mit den Chinesen. Das alles schildert der Autor, selbst Bergsteiger und Extremabenteurer, anschaulich und lebendig. Ebenfalls nicht zu vergessen die gut beschriebenen Charaktere, ein bezaubernder Shangri-La-ähnlicher Schauplatz, ein moderner Schreibstil, Spannung bis zum Ende und eine verdammt gute Handlung runden diesen ersten Teil zu einer wirklichen fesselnden Lektüre ab. Von mir gibt es dafür 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.03.2021

John Wayne Cleaver kämpft weiter

Mr. Monster
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„Mr. Monster“ ist nach „Ich bin kein Serienkiller“ der zweite Teil über John Wayne Cleaver. Er ist 16 und sagt über sich, er ist ein Soziopath. Er ist davon absolut überzeugt, will so einer aber nicht ...

„Mr. Monster“ ist nach „Ich bin kein Serienkiller“ der zweite Teil über John Wayne Cleaver. Er ist 16 und sagt über sich, er ist ein Soziopath. Er ist davon absolut überzeugt, will so einer aber nicht sein und kämpft täglich darum ein guter, sprich normaler Teenager, zu sein.
Irgendwie ist mir John mittlerweile ans Herz gewachsen. Sein persönlicher Kampf als ganz gewöhnlicher Mensch über den Tag zu kommen, finde ich überzeugend und mitreißend erzählt. Doch in diesem Buch passiert es fast, dass Mr. Monster die Oberhand gewinnt. Aber John lässt in seinem Kampf nicht locker, koste es was es wolle.
Der 2. Teil hier ist eine exzellent geschriebene Geschichte mit einem komplexen John Wayne Cleaver, bei dem sowohl die dunkle als auch die helle Seite hervorragend charakterisiert ist. Jetzt freue ich mich auf den nächsten Band in der Hoffnung, dass ich als Leser dann erfahre, ob sich der Kampf für John gelohnt hat.
Dieser Thriller hat mir besser gefallen als Teil 1, er war für mich „runder“ in der Story und deshalb vergebe ich 4 von 5 Sterne.