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Veröffentlicht am 16.06.2021

Aus Hass wird Liebe...

Dear Enemy
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„Dear Enemy“ ist der Auftaktband der neuen Reihe „Between Us“ von Kristen Callihan. Ich war schon sehr gespannt auf das Buch. Das Cover sieht mit seinen Farben sehr stylisch und schick aus, sehr auffällig ...

„Dear Enemy“ ist der Auftaktband der neuen Reihe „Between Us“ von Kristen Callihan. Ich war schon sehr gespannt auf das Buch. Das Cover sieht mit seinen Farben sehr stylisch und schick aus, sehr auffällig und gefällt mir richtig gut. Der Schreibstil war wie zu erwarten lockig flockig, modern, leicht zu folgen und unterhaltsam. Die Geschichte wird aus der Sicht von Delilah und Macon erzählt.

Delilah und Macon hassen sich seit der Highschool wie die Pest. Zehn Jahre später ist es nicht anders. Als Delilahs Schwester Sam den nunmehr erfolgreichen Schauspieler Macon etwas Wertvolles entwendet und diese bei der Polizei anzeigen will, muss Delilah alles tun, um ihre Familie zu beschützen. So also tritt sie in die Höhle des Löwen und bietet ihm an, ein Jahr lang als seine persönliche Assistentin und Köchin zu fungieren, um den Schaden wieder gut zu machen. Doch obwohl sie ihre Feindschaft weiter pflegen, sehen beide, dass Hass und Liebe dicht beieinander liegen…

Wir erkennen schon sehr früh, durch den Prolog, wie die beiden zu Feinden wurden und diese auch immer weiter genährt haben. Damals als kleine Kinder und Teenager musste alles so kompliziert, verwirrend und ausufernd gewesen sein. Man kann seine Gefühle nicht einordnen, hat Angst, und macht dann Blödsinn. Ich hätte ihnen damals schon eine klatschen können. Wie gemein können denn kleine, junge Menschen sein?

Macon ist der beliebte, der Star der Schule, Delilah eher die Normale, ehrliche Haut. Beide haben mit Problemen zu kämpfen, den der jeweilig andere nicht wahrnimmt und macht die ganze Situation nur vertrackter. Nun, als Erwachsene können sie noch immer nicht aus ihrer Haut.

Delilah ist direkt, ehrlich, liebevoll, hilfsbereit, so aufopferungsvoll gegenüber ihrer Familie und äußerst loyal. Ich hätte ihr gerne mal gesagt, dass sie sich nicht so kümmern soll, dass sie sich mehr auf sich konzentrieren soll und nicht immer für andere in die Presche springen soll. Das hat mich ein wenig genervt an ihr. Aber sie ist eine richtig sympathische Frau, so herrlich authentisch, man bekommt bei ihr immer was man sieht.

Macon ist nicht wirklich der Strahle-Typ, den er nach außen hin allen zeigt. Er hat seine wahre Natur vor allen verborgen. Er ist ein charmanter, und freundlicher Mensch, doch auch hinterhältig und fies. Er kann so richtig austeilen und findet immer einen wunden Punkt. Als ihm die Chance auftut, dass Delilah in seiner Nähe sein könnte, ergreift er sie sogleich, denn mit ihr ist diese Leere verschwunden, mit ihr kann er er selbst sein. Man merkt da auch sofort, dass seine übliche Selbstsicherheit bröckelt und er unsicher ist. Ich habe ihn, obwohl er ziemlich oft ein Ar*** ist, sehr gemocht.

Mich haben die Streitereien und Wortgefechte der beiden richtig amüsiert, wenngleich sie auch oft zuerst verletzend waren, zum Schluss hin eher ein Geplänkel und Flirterei wurden. Die Chemie hat einfach gepasst und man merkte dies auch. Die zwei haben viel aufzuarbeiten und zu bewältigen, wenn es mit ihnen klappen soll, denn was in der Vergangenheit passiert ist, kann man nicht so einfach vergessen und verzeihen. Da muss man schon daran arbeiten. Sie haben sich auch dabei Zeit gelassen, was ich sehr schön fand.

Es gibt zwei Personen, welche öfter vorkommen. Das wären zum einen North, welcher ein Freund von Macon ist. Ich hätte gerne mehr von ihm zu sehen bekommen, denn er wirkte wie ein echt netter und cooler Kerl, der sich immer prächtig über die Auseinandersetzungen der beiden amüsiert. Und dann noch Delilahs Schwester Sam, welche ich hochkant aus dem Fenster werfen würde. Aus einem Hochhaus, auf eine tiefe, tiefe Schlucht. Man, wie kann man nur so intrigant, manipulativ und höchst gemein sein? Man, der hätte ich gerne mal den Kopf gewaschen, ich verstehe nicht, wie man so sein kann. Sie ist einfach nur fies.

Die Story hat mich gut unterhalten, man konnte herzhaft lachen, bei all dem Gestreite, es war auch mitfühlend und schmerzlich zu sehen, wie die beiden sich gegenseitig verletzen. Es war auch prickelnd, herzlich und toll, wenn auch an manchen Stellen etwas langgezogen, als würden sie nicht vorwärtskommen. Das Ende war mir ein wenig zu seicht, Delilah ließ sich viel zu leicht von Sam manipulieren und Macon rastet zu schnell aus, und dann geht es doch einigermaßen leicht zu bereinigen. Eine Sache wurde immer wieder so erwähnt, aber es wurde nicht eingebaut, worauf ich wirklich schon gewartet habe, dass da noch etwas passiert. Hätte ein interessanter Teil werden können. Aber so war es auch gut. Den Epilog fand ich schön gemacht.

Alles in allem war es wieder ein wunderbares Buch von Kristen Callihan, wenn auch nicht ihr Bestes, doch es hat mich super unterhalten. Der Folgeband „Sweet“ Enemy wird im Oktober erscheinen und da freue ich mich darauf.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 07.04.2021

Neuanfang und Liebesglück! Unterhaltsam und herzlich.

The Brooklyn Years - Wer wenn nicht wir
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„Wer, wenn nicht wir“ ist der dritte Band der „The Brooklyn Years“ Reihe der Autorin Sarina Bowen. Das Cover gefällt mir noch immer ohne Typ besser. Es sieht zwar heiß aus, ist aber zu klischeemäßig. Das ...

„Wer, wenn nicht wir“ ist der dritte Band der „The Brooklyn Years“ Reihe der Autorin Sarina Bowen. Das Cover gefällt mir noch immer ohne Typ besser. Es sieht zwar heiß aus, ist aber zu klischeemäßig. Das Buch wird aus der Sicht von Mike und Lauren erzählt. Am Anfang gibt es noch eine Trigger Warnung. Für mich ein wenig zu weit hergeholt, was für andere aber passen kann.

Mike ist als Torwart einer der Besten, aber seit einem Schicksalsschlag geht es dem alleinerziehenden Vater privat nicht so gut. Als seine einstige Liebe Lauren während der Play-Offs für jemanden einspringt, ist das für Mike die Chance. Er möchte Lauren zurückgewinnen, mit der er die schönste Zeit seines Lebens verbracht hat. Doch Lauren hat sich geschworen, niemals mehr die Grenze zwischen Job und Privatem zu vermischen. Außerdem hat Mike ihr das Herz gebrochen, aber das Prickeln zwischen Mike und ihr ist wie eh und je stärker als alles andere…

Das Buch hat mir wieder ganz gut gefallen, wenn mir auch alles ein wenig zu leicht und einfach ging. Mike ist ein wunderbarer Vater, tut alles für seine „Kleine“. Er ist aufopferungsvoll, stark, beschützerisch, meistens die Entspanntheit in Person. Immer gelassen. Vor Jahren hatte er eine schwere Entscheidung zu treffen, welche gut und gerne für ihn richtig erschien, für Lauren aber nicht so gut gelöst. Er hat sie nicht miteinbezogen, was ich ihm schwer nachtrage. Trotzdem habe ich ihn furchtbar gerne. Denn er ist einfach ein urlieber Typ, charmant, humorvoll und beherzt. Wenn er etwas will, dann startet er los, und hört nicht auf, bis er es hat. Er lässt sich nicht beirren.

Lauren hat ihr Herz verschlossen, nachdem Mike sie einfach so hat sitzen lassen. Sie wirkt seitdem sehr zurückgezogen, grimmig und bedrückt, zornig. Sie hat ihre humorvolle, selbstbewusste Seite zurückgesteckt und sie nicht mehr gefunden, erst als Mike wieder auftaucht, kehrt sie daraus zurück. Sie ist ein hart arbeitender Mensch, tough und stark. Nichts bringt sie aus der Ruhe – bis auf Mike. Sie will sich einen Herzenswunsch erfüllen und dazu macht sie alles, ich fands toll, wenn ich auch hoffte, dass es anders laufen würde mit ihrem Wunsch.

Von Becca und Nate werden wir auch wieder mehr zu sehen bekommen, ich bin wirklich so gespannt auf die beiden. Seine Tochter Elsa ist echt süß, kann aber auch ein Satansbraten sein, vor allem Lauren gegenüber. Da muss man echt Tacheles reden. Wir lernen Hans kennen, welcher echt lieb ist und ein toller Kerl. Seine Mitspieler und Freunde werden wir auch wieder zu Gesicht bekommen, ein paar Spiele können wir auch mitverfolgen. Wieder schön zu sehen.

Ich fand das Buch sehr gut gemacht, es war unterhaltsam und spannend. Nur war es für mich einfach alles zu einfach gemacht. Es wurde zu leicht gelöst, eine Unterredung gab es zwar schon, aber nicht so wirklich. Sie machten einfach da weiter, wo sie aufgehört haben. Mit ein paar kleineren Dramen dazwischen. Da war einfach kein großes Problem, welches man lösen musste. Sie machten einfach weiter.

Trotzdem war es schön zu lesen, wenn es auch nicht ihr bestes Werk war. Es hat mich gut unterhalten, war humorvoll, nervenaufreibend, spannend, herzlich und heiß. Der Schluss war echt süß. Ein gutes Buch, wie man es von Sarina Bowen erwarten kann.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 07.04.2021

Humorvoll, feurig, toll!

Most Wanted Bachelor
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„Most Wanted Bachelor“ ist der vierte Band der „Most Wanted“ Reihe der Autorin Annika Martin. Für mich ist das Buch mit dem ersten Band gleichzusetzen und hat mir ein Ticken weniger gefallen als der Zweite ...

„Most Wanted Bachelor“ ist der vierte Band der „Most Wanted“ Reihe der Autorin Annika Martin. Für mich ist das Buch mit dem ersten Band gleichzusetzen und hat mir ein Ticken weniger gefallen als der Zweite und Dritte. Das Cover ist wie immer typisch stylisch, ein Mann im Anzug, schick und elegant. Die Geschichte wird aus der Sicht von Tabitha und Rex erzählt und man kommt superschnell durch das Geschehen, wird gut unterhalten und hat das Gefühl, zwischen zwei Vulkanen festzustecken.

Der Unternehmer Rex hat einen Plan um einen sehr wichtigen Kunden für sich zu gewinnen. Um diese davon zu überzeugen, dass er sein Playboy Leben aufgegeben hat, wird er eine „Verlobte“ engagieren, welche ihn für zwei Wochen auf einer Yacht zur Seite stehen wird. Diese soll ihn aber nicht in Versuchung führen, denn der Workaholic hat zu arbeiten. Er staunt aber nicht schlecht, wer seine Verlobte spielen soll. Die Hairstylistin Tabitha treibt ihn seit zwei Jahren mit ihrer Fröhlichkeit in den Wahnsinn. Doch gleichzeitig fühlt er sich zu ihr hingezogen wie keine andere, und macht damit seinen Plan für gemeinsame Wochen schier unmöglich…

Schon früh sieht man, wie sich Rex verhält, und auch Tabitha. Ich musste gleich grinsen. Ehrlich. Rex ist ein ziemlicher Workaholic, hasst es einmal nichts zu tun. Er will hoch hinaus, noch höher, als er schon ist. Rex ist grummelig, griesgrämig, brüllt gerne rum und hasst fröhliche Menschen. So könnte man meinen, denn sein Ausdruck bringt fast nie ein Lachen zustande. Bei ihm dreht es sich immer nur um Arbeit, Arbeit und noch mehr Arbeit. Der Mann weiß schon nicht mehr, was Erholung bedeutet. Trotzdem habe ich ihn gerne gehabt, denn er ist auch äußerst aufmerksam, ehrlich, loyal, auch charmant – wenn er will – und auch nur ein Mensch, der einiges durchgemacht hat. Der grummelige Bär hat sich in mein Herz geschlichen.

Tabitha ist einfach genial. Was sie alles für Sprüche draufhat, urkomisch. Sie hat immer eine Retourkutsche parat und ist somit meine Heldin. Mir würde so etwas nie im Traum einfallen. Dabei wirkt sie auch immer so unbekümmert und fröhlich. Sie ist eine feurige, temperamentvolle Frau, sehr selbstbewusst, aber auch nur, weil sie es sich antrainiert hat. Sie ist auch sehr sensibel und verletzbar, was man auf den ersten Blick nicht sieht. Ich finde, sie ist einfach eine prima Person, welche mit den Widrigkeiten des Lebens umgeht, sich danach richtet, wieder aufsteht, und weitermacht, wenn auch mit ein paar Abstrichen. Sie ist absolut sympathisch und eine coole, taffe Persönlichkeit, welche ich furchtbar gerne hab.

Ihre beste Freundin Jada ist auch eine geniale Person, äußerst witzig, immer für Tabitha da, frech und hat den Schalk im Nacken. Wir werden auch wieder Vicky, Mia, Lizzie und Noelle zu Gesicht bekommen. Alle wie immer eine äußerst coole und tolle Truppe, welche mal mehr, mal weniger in die Geschichte mithineinspielen. Noelle bekommt das nächste Buch und da freue ich mich schon, denn ihr „Gegenstück“ wurde schon eingebaut und das scheint äußerst spannend zu werden.

Die Geschichte selbst war witzig, spannend und aufgeheizt. Es gibt wieder einen kleinen Crime-Faktor, welcher die beiden begleitet, und welchen sie aufzudecken versuchen. Währenddessen müssen sie der wichtigen Kundin zeigen, dass er es ernst meint, und Rex möchte Tabitha aus dem Weg gehen, was nicht so einfach ist. Denn ihre Anziehungskraft ist enorm und nicht leicht zu ignorieren.

Es gab immer währenddessen kleinere Dramen, zum Schluss natürlich ein größeres, was für mich dann schon etwas zu leicht aus der Welt geschafft wurde. Aber so nur meine Meinung, ich liebe Dramen und große Gesten. Die Erotik kommt nicht zu kurz, es ist immer wieder sehr humorvoll, temperamentvoll und auch aufregend. Alles in allem ein super Roman, welcher mich toll unterhalten hat. Mit dem zweiten und dritten für mich aber nicht ganz mithalten konnte. Nun freue ich mich schon auf den nächsten Band.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 02.03.2021

Spritzig, humorvoll, schön.

Falling for my Brother's Best Friend (Baileys-Serie 4)
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“Falling for my Brother‘s Best Friend” ist der nunmehr schon vierte Band der “Baileys” Reihe des Autorenduos Piper Rayne. Das Cover hier gefällt mir richtig, richtig gut. Das Outfit ist ursüß und ich fand ...

“Falling for my Brother‘s Best Friend” ist der nunmehr schon vierte Band der “Baileys” Reihe des Autorenduos Piper Rayne. Das Cover hier gefällt mir richtig, richtig gut. Das Outfit ist ursüß und ich fand es einfach total fröhlich. Der Schreibstil ist nach wie vor leicht, locker und schnell zu lesen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Savannah und Liam erzählt.

Savannah hat nach dem Tod ihrer Eltern das Familiengeschäft übernommen und ihre eigenen Bedürfnisse hintenangestellt. Genauso wie ihr Liebesglück. Daher passt es ihr gar nicht, dass sie Gefühle für Liam, den besten Freund ihres kleinen Bruders, entwickelt. Zum Ersten hat sie gar keine Zeit für so etwas, zum Zweiten passt der Frauenheld gar nicht zu ihr, und Drittens - noch zig andere von ihr ausgedachten Gründe… In einer Kleinstadt ist es aber nicht leicht einander aus dem Weg zu gehen, und so langsam erwärmt sich Savannah für diese abstruse Idee…

Ich muss von Anfang an sagen, dass ich Savannah nie ganz leiden konnte. Im ersten war sie ein ziemlicher Grießgram, welches mit Buch zu Buch besser wurde, als man ein wenig mehr über sie erfahren hat. Savannah ist eine organisierte, ruhige Persönlichkeit, welche sich selbst immer hintenanstellt und sich um andere kümmert. Sie wirkt immer sehr kontrollierend, angespannt und hart, was eigentlich nicht so ist. Sie macht dies alles nur für ihre Familie und hat sich selbst verloren. Sie ist eine liebe, herzliche und auch sture Person, doch in diesem Buch wurde sie mir wirklich sympathisch. Sie musste sehr früh, sehr viel Verantwortung übernehmen, musste immer alles geben, damit ihre Familie gut dasteht. Mit Liam streitet sie immer, doch er bringt auch eine gute Seite in ihr hervor. Diejenige, welche lachen kann, sich entspannen und endlich das machen kann, was sie will.

Liam ist ein ruhiger Mensch, denkt immer genau nach, was er sagt und meint dies dann auch so. Als Tattoo Künstler geht es ihm prächtig, er ist sehr kreativ, was man im Laufe des Buches erkennen wird. Er ist in letzter Zeit immerzu frustriert, weil er bei Savannah einfach nicht weiterkommt. Man sieht es geradezu. Man erfährt auch, dass er schon ziemlich lange in sie verschossen ist, denkt aber in einer anderen Liga zu spielen. Er ist ein klasse Kerl, sympathisch, humorvoll, hilfsbereit, süß und charmant. Was er sich für Savannah ausdenkt ist einfach toll, ich finde es schön, dass er so geduldig ist, und sie bei jeder Gelegenheit neckt, was sie zur Weißglut bringt. Einfach zu witzig.

Was wäre ein Buch ohne die anderen Baileys? Juno will noch immer alles und jeden verkuppeln und versucht es auch bei Savannah. Sie bekommt dabei selbst Dori an den Hals, was einfach urkomisch ist. Dori hat mir diesmal nicht so gut gefallen wie sonst, ich weiß auch nicht, doch diesmal wirkte sie doch sehr aufdringlich und sehr offensichtlich. Bei Denver kommt etwas in die Gänge, er soll etwas für einen guten alten Freund erledigen, und trifft dabei auf dessen Tochter? Man bekam dies nicht so genau mit, doch es wurde etwas angedeutet. Ich vermute nach dem Ende, dass Denver das nächste Buch erhält. Bin gespannt darauf. Austin und Holly sind auf ihrer Hochzeitsreise, Brooklyn und Wyatt planen ihre eigene Feier.

Ich fand die Geschichte wieder sehr schön gemacht. Anfangs gab es ja fast nur Kabbeleien und Streitereien zwischen Liam und Savannah. Mit einer Prise Neckerei, Humor und man brauchte auch starke Nerven dafür. Als es in einer dramatischen Szene heftig zugeht, kommen alle beide nach etwas Nachdenken wieder runter und versuchen eine Idee von Liam nachzugehen. Da kommen sich die Zwei endlich etwas näher und man sieht, was es Savannah alles abverlangt hat, für ihre Familie da zu sein. Sich für sie aufopfern zu müssen. Liam bringt die alte Savannah wieder zum Vorschein und das mit einfach Mitteln und jeder Menge Selbstvertrauen.

Zwischen den beiden herrschte immer diese Spannung, man merkte das Prickeln und es wird auch nicht weniger. Savannah ist noch nicht ganz bereit und Liam akzeptiert dies, was aber später zu einem Problem führen könnte. Ich fand die beiden einfach toll zusammen. Liam schafft es endlich Savannah wieder Gefühle zu entlocken. Trotzdem hätte ich zum Schluss gerne ein wenig mehr Drama gehabt und auch mehr Zeit um alles gutzumachen. Aber so war es schnell gelöst, was mir ein wenig fehlte, denn ich liebe gutes Drama.

Ansonsten war es ein echt toller Roman, welcher mich gut unterhalten hat. Er war humorvoll, spritzig, frustrierend, emotional, prickelnd, spannend und einfach lustig mitanzusehen, wie die beiden miteinander umgehen. Der Epilog versprach uns schon richtig spannend zu werden. Denn Erstens tauchte etwas auf, was Savannah und Liam fassungslos gucken lässt – ich will wissen wer!- und Zweitens, für Denver wird eine Einleitung in sein Buch gezeigt, welches sich vielversprechend lustig anhört. Bin gespannt darauf!

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei „Forever by Ullstein“ und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 19.01.2021

Eine düstere, faszinierende Geschichte!

All Saints High - Der Verlorene
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„Der Verlorene“ ist der dritte Band der „All Saints High“ Reihe der Autorin L.J. Shen und hat mir wieder einmal gut gefallen. Zum Cover sage ich wieder nur, dass mir das Taschenbuchformat besser gefällt. ...

„Der Verlorene“ ist der dritte Band der „All Saints High“ Reihe der Autorin L.J. Shen und hat mir wieder einmal gut gefallen. Zum Cover sage ich wieder nur, dass mir das Taschenbuchformat besser gefällt. Es ist stylisch, modern und einfach schön. Das eBook Format ist auch cool und heiß, doch gefällt mir das nicht so klischeemäßige besser. Der Schreibstil war wie zu erwarten, trotz der Schwere des Buches, supertoll zu lesen, sehr fließend, modern und fesselnd. Die Geschichte wird aus der Sicht von Vaughn und Lenora erzählt. Seine Eltern, Vicious und Emilia erhalten auch je ein Kapitel.

Vaughn bekommt eines der begehrtesten Stipendien der Kunstakademie von Lenoras Vater zugesprochen. Nun sieht sie ihre Chance gekommen. Endlich kann sie sich an Vaughn dafür rächen, dass er ihr das Leben an der All Saints High nicht gerade einfach gemacht hat. Es kommt aber anders, denn Lenora soll Vaughns Assistentin werden und mit ihm zusammenarbeiten. Je mehr sie den eiskalten Künstler kennenlernt, desto besser versteht sie, dass hinter seiner Fassade mehr steckt, als man anfangs sieht. Bald schon kann sie das Prickeln, dass sie schon immer gespürt hat, nicht mehr ignorieren…

Der Story vorweg erscheint wieder einmal eine Trigger Warnung. Es gibt wieder einmal Mobbing, Gewalt und noch mehr. Finde ich immer wieder gut, denn da kann man sich schon auf was einstellen.

Die Geschichte hat es wieder mal echt in sich. Mir kam es diesmal aber so vor, als würde man mit etwas weniger Drama in der Schule aufwarten und es ein wenig anders gestalten. Nicht, dass es nicht das Herumgezicke gab und völlig absurde Dinge angestellt werden. Aber da man nicht immer in der Schule ist, wurde das sozusagen aufgelockert. Fand ich gut.

Man erfährt schon ziemlich früh, dass Vaughn einen Plan verfolgt, den er jahrelang und durch Hinterlist und Manipulation ausführen will. Dazu ist ihm jedes Mittel recht. Man erfährt nur lange nicht, was genau er vorhat. Das hat einen echt Hummeln im Hintern gemacht. Vaughn hat mich schon von Anfang an fasziniert, ich wollte unbedingt mehr über ihn erfahren. Er wirkt eiskalt, ohne Gefühle, provoziert gerne, kämpft gerne, hilft mit seltsamen Mitteln und hat ein Geheimnis, welches man allzu gerne herausfinden will. Er ist wirklich ein merkwürdiger Charakter, dem es egal ist, was andere sagen und handelt auch danach. Mit der Zeit erfährt man eben, um welches Geheimnis es sich handelt und man fing an, ihn besser zu verstehen, und warum er dies alles macht. Nun, für mich bleibt er noch immer ein wenig mysteriös, denn manchmal hätte ich ihn einfach gerne mal geschüttelt, vor lauter idiotischer Ideen und im anderen Moment hätte ich ihn einfach gerne in den Arm genommen.

Lenora ist auch ein spezieller Fall. War sie anfangs ein total braves Mädchen, immer rechtschaffen und korrekt, so änderte sich dies nach einem Schicksalsschlag. Sie krempelte ihr Leben um, ihr schien nun alles egal zu sein. Sie ist frech, weiß immer etwas zu kontern und ließ nichts mehr an sich ran. Doch trotz alledem, war sie noch das brave Mädchen, das einfach nur geliebt werden möchte. Sie hat eine tolle Entwicklung durchgemacht, und da hat Vaughn auch irgendwie „geholfen“. In seinem Sinne. Er hat sie stärker gemacht, hat sie dazu gebracht, mit allem fertigzuwerden, dafür zu kämpfen, hat sie dazu gebracht wieder zu lieben. Sie war manchmal echt anstrengend, aber Vaughn nicht minder.

Beide Protagonisten können einen zur Weißglut treiben, einen den letzten Nerv rauben, denn was sie da wieder abgezogen haben. Ich kann es manchmal echt nicht verstehen, wie man sich so verhalten kann, sich immer gegenseitig zu verletzen. Wir bekommen wieder einige andere zu Gesicht, wie Knight, als er noch mit Poppy zusammen war, welche Lenoras Schwester ist. Hunter gibt auch immer wieder seinen Senf dazu, dann noch zwei Zimtzicken, welche man am liebsten auf den Mond schießt, Arabella und Alice. Wir lernen Lenoras Vater Edgar und ihren Onkel Harry kennen. Ihren Vater konnte ich lange nicht verstehen, aber später umso mehr. Harry ist ein Fall für sich, ich will da nicht zu viel sagen, er ist nur das größte Ar***gesicht der Welt. Und dann noch Rafferty, der beste Freund von Lenora, welchen ich irgendwie nicht ausstehen konnte.

Nun, die Story war wieder einmal hartes Treiben. Mobbing auf höchstem Niveau, Gewalt, Zickereien und merkwürdige Entscheidungen. Mir hat es wieder ganz gut gefallen, wenn es mich auch nicht so tief getroffen hat wie bei Luna und Knight. Es ging mir nicht so nahe. Dafür fand ich es toll, dass es nicht so viel Drama gab, jedenfalls weniger.

Es war fesselnd, aufreibend, emotional, kraftraubend, nervtötend, prickelnd, geheimnisvoll und sehr spannend. Ich jedenfalls konnte das Buch, als ich mal angefangen habe, nicht mehr aus der Hand legen. Bis auf ein paar Kleinigkeiten war es wieder ein tolles Buch, welches mich toll unterhalten hat. Bin gespannt, was L.J. Shen nun als nächstes für uns auf Lager hat.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.