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Veröffentlicht am 09.06.2021

Tiefgründige Gedankenwelt

Federflaum
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In dem Buch „Federflaum“ von Christa Eckert geht es um Judith, die vor ihrem Partner und Vater ihrer kleinen Tochter Amber, Alexander, flüchtet. Sie zieht zu Bea aufs Land und findet in ihr eine Freundin. ...

In dem Buch „Federflaum“ von Christa Eckert geht es um Judith, die vor ihrem Partner und Vater ihrer kleinen Tochter Amber, Alexander, flüchtet. Sie zieht zu Bea aufs Land und findet in ihr eine Freundin. Eines Tages liest sie alte Aufzeichnungen von Bea, eine Art Tagebuch. Sie lassen sie in ihre eigene Geschichte blicken und sie bemerkt, dass es da doch Ähnlichkeiten gibt. Aus diesen Aufzeichnungen von Bea lernt sie viel und sie fängt an, über sich nachzudenken. Vielleicht ist es doch nicht richtig, Amber ihren Vater vorzuenthalten? Sie beschließt, Alexander zu schreiben.


Das Buch ist sehr tiefgründig und spricht Themen an, die eher nicht so oft angerührt werden. Das ist schön, aber mir war es manchmal zu viel, es war zu intim. Ich konnte mich mit dem Schreibstil anfreunden und fand es sehr angenehm zu lesen. Manchmal war der Inhalt sehr fesselnd und ich wollte gerne weiterlesen. Aber manchmal war es eher langweilig und langatmig erzählt, sodass es mir schwerfiel weiterzulesen. Es ist manchmal berührend, manchmal möchte ich es lieber gar nicht wissen. Ich habe die Emotionen mitgefühlt mit Judith, konnte sie aber nicht verstehen. Denn mit der Hauptperson konnte ich mich gar nicht identifizieren. Es war manchmal ein bisschen seltsam. Ich finde, der größte Teil des Buches besteht nicht aus Handlung, sondern aus Gedanken. Es passiert nicht viel. Der Leser liest meist über Judiths Gedanken und zwischendurch kommen dann Beas Seiten dazu. Dann denkt sie wieder nach.


Ich geben dem Buch 3,5 Sterne, mache hier aber drei draus. Ich habe gemerkt, dass der Autorin der Inhalt sehr wichtig ist und dass hinter diesem Buch sehr viel Geduld und Mühe gesteckt haben müssen.

Ich kann nicht sagen, ob ich das Buch empfehlen würde, das kommt darauf an. Es ist meines Erachtens etwas speziell, aber schon lesenswert. Ich denke nur, dass es nicht jedem gefällt.


Trotzdem danke, dass ich diese Leseerfahrung machen durfte!

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Veröffentlicht am 06.06.2021

Italienischer Mord

Adria mortale - Bittersüßer Tod
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In dem Krimi geht es darum, dass in dem kleinen italienischen Dorf Pesaro del Monte piccolo Cattolica ein Bewohner mit Platzwunde tot aufgefunden wird. Erst wird ein Unfall vermutet, aber dann stellt sich ...

In dem Krimi geht es darum, dass in dem kleinen italienischen Dorf Pesaro del Monte piccolo Cattolica ein Bewohner mit Platzwunde tot aufgefunden wird. Erst wird ein Unfall vermutet, aber dann stellt sich heraus, dass vielleicht doch ein Mord passiert ist? Comissaro Garibaldi ermittelt, was sich jedoch als schwierig erweist, da viele der Dorfbewohner nur äußerst ungern Auskunft geben. Also nimmt Federica, in deren Pension der tote Lehrer gewohnt hat, den Fall an sich...

Ich würde dieses Buch Krimi-Liebhabern, die viel Zeit haben, empfehlen. Es ist ein bisschen verwirrend alles, da so viele verschiedene Charaktere auftreten. Ich fand das einerseits gut, da der Leser mitdenken musste, aber andererseits kam ich manchmal auch einfach nicht mehr mit. Der Schreibstil der Autorin Magherita Giovanni hat mir sehr gut gefallen. Verwinkelte Sätze und ein ständiger, raffinierter Perspektivwechsel. Es gibt, würde ich sagen, keine richtige Hauptperson, denn der Leser liest abwechselnd aus allen Perspektiven. Das wechselt manchmal auch mitten in einer Konversation zwischen den beiden Protagonisten und zwar gestaltet die Autorin das so, dass der Leser es nicht merkt so richtig. Das ist richtig gut. Des weiteren möchte ich erwähnen, dass das Buch dadurch spannender gemacht wurde, dass nach jedem Kapitel eine Anspielung auf den Leser wartet. Eine Anspielung darauf, dass wir den Täter gefunden haben. Sonst war es leider etwas langatmig. Zwischendurch war es mir manchmal fast etwas zu langweilig, da die ganze Zeit ausführlich für diesen einen Fall ermittelt wird. Da hat mir ein bisschen die Spannung gefehlt. Die kam dann aber am Ende noch dazu, das fand ich sehr gelungen.

Insgesamt jedoch ein echt guter Krimi, der mit viel Hingebung geschrieben wurde. Ich gebe hier 4 Sterne und würde es auch empfehlen!

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  • Spannung
Veröffentlicht am 02.05.2021

Das zweite Abenteuer in Zamonien geht los!

Das Labyrinth der Träumenden Bücher
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Der zweite Band aus der Feder von Mythenmetz… Wenn du den ersten Band gelesen hast, dann musst du auch den zweiten Band lesen, ist doch klar! Aber ich warne dich vor, meiner Meinung nach ist er nicht so ...

Der zweite Band aus der Feder von Mythenmetz… Wenn du den ersten Band gelesen hast, dann musst du auch den zweiten Band lesen, ist doch klar! Aber ich warne dich vor, meiner Meinung nach ist er nicht so mitreißend wie der erste Band!

Nachdem Mythenmetz vor 200 Jahren aus der Stadt der Träumenden Bücher, die damals in Flammen stand, geflohen war, ist er nun ein berühmter Dichter geworden. Doch sein Leben ist eintönig. Er vermisst die Lebenslust seiner Jugend, die er damals verspürt hatte. Um wieder mal ein kleines Abenteuer zu erleben, beschließt er, erneut nach Buchhaim zu reisen, um zu sehen, wie die Stadt nach dem Brand wieder aufgebaut worden ist. Doch das Buchhaim von früher gibt es nicht mehr. Als Mythenmetz in der Stadt ankommt, ist vieles anders… Er möchte natürlich alles über die neue Stadt der Träumenden Bücher erfahren, besonders über die Kunst des Puppetismus. Doch dann passiert etwas Unerwartetes und Mythenmetz findet sich in seinem Alptraum wieder…

Nach dem ersten Teil war ich natürlich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Doch meine Erwartungen wurde ein bisschen enttäuscht. Es ist am Anfang sehr unterhaltsam und man freut sich, dass man wieder dabei sein kann, auf einer Reise von Mythenmetz. Die Verwandlung der Stadt ist sehr, sehr deutlich zu erkennen und der Leser trauert ein bisschen dem guten, alten Buchhaim nach (zumindest war es bei mir so). Walter Moers beschreibt die aktuellen Zustände in der Stadt und ich konnte mir alles sehr gut bildlich vorstellen. Doch ungefähr in der Mitte des Buches wird ein Ereignis beschrieben, dass ein bisschen langweilig für den Leser ist. Und zwar geht die Hauptfigur, Mythenmetz, in ein Theater und schaut sich ein Stück an. Bei diesem Stück handelt es sich aber um seine eigene Geschichte, „Die Stadt der Träumenden Bücher“, welche der Leser ja meist schon gelesen hat. Dadurch, dass sich dieses Stück über mehrere Kapitel spannt und alles sehr genau beschrieben wird, wirkt es etwas langatmig auf den Leser, bei mir war es auf jeden Fall so, und er beginnt sich zu langweilen. Denn er kennt es ja schon. Das war z.B. etwas, das mich gestört hat und danach wurde die Geschichte in eine andere Richtung, als vor dem Thaterstück, gelenkt. Es ging nur noch um ein Thema, den Puppetismus. Das ist natürlich erstmal sehr unterhaltsam, aber wenn auf den nächsten 150 Seiten nichts anderes mehr kommt, wird es immer weniger unterhaltsam. Ich musste mich ein bisschen antreiben um es auch wirklich alles zu lesen. Doch es hat sich gelohnt, für das Ende. Da wird es plötzlich wieder sehr, sehr spannend. Der Autor hört an einer Stelle auf, wo es eigentlich verboten sein sollte, da er den Leser in seiner brennenden Neugierde zurücklässt.

Hier noch ein wichtiger Hinweis (!): Du musst unbedingt das Nachwort von Walter Moers lesen!!!

Nun aber mal weg vom Inhalt, ich könnte ganze Kapitel darüber schreiben. Der Schreibstil dieses Buches ist unverändert geblieben, genauso wie beim ersten Teil. Ich finde, Walter Moers hat einen sehr angenehmen Schreibtstil und ich lese gerne Bücher von ihm. Ein Merkmal ist in dieser Geschichte, dass er immer an „seine geliebten Freunde“ schreibt. Und am Anfang der beiden Bände ist jeweils, ein sehr abschreckender Einstieg zu lesen. Lass dich davon nicht irritieren, es ist ein weiteres Merkmal dieser zwei Bände, und wenn du die erste Passage überstanden hast, geht es „normal“ weiter…

Noch ein Tipp von mir: Wer den zweiten Band lesen möchte, sollte sich auf jeden Fall den dritten Band gleich daneben legen (so wie ich es leider nicht gemacht habe…)!

Ich wünsche dir viel Spaß und Geduld beim Lesen, es ist auf jeden Fall eine interessante Leseerfahrung und eine schöne Lektüre, um mal abzuschalten.

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Veröffentlicht am 12.04.2021

Stimmungsvolles Spiel der Worte

Die Erfindung der Welt
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Ein mysteriöser Brief erreicht die Schriftstellerin Aliza Berg. Darin wird sie gebeten, einen Roman über das Leben zu schreiben, es geradezu neu zu entdecken. Der anonyme Auftraggeber lockt mit Geld. Die ...

Ein mysteriöser Brief erreicht die Schriftstellerin Aliza Berg. Darin wird sie gebeten, einen Roman über das Leben zu schreiben, es geradezu neu zu entdecken. Der anonyme Auftraggeber lockt mit Geld. Die junge Frau lässt sich auf das Abenteuer ein und fährt nach Litstein, den Ort ihrer Recherchen. Sie wohnt im Schloss der ansässigen Adelsfamilie. Graf und Gräfin geben eine steile Romanvorlage, aber auch die anderen Einwohner wecken die Neugier der Autorin. So nimmt die Geschichte Fahrt auf und der Leser lernt gemeinsam mit der Schriftstellerin dieses eigentümliche Fleckchen Erde kennen. Dank des Perspektivwechsels des Erzählers sogar aus mehreren Blickwinkeln.

Thomas Sautner bedient sich einer zarten Sprache, die auf eine feine Beobachtungsgabe schließen lässt. Diese Sprache nimmt einen mit, lässt einen tief eintauchen in die fremde Welt. Seine Art, den Wald aus Sicht der Pflanzen und Tiere zu beschreiben, ist ein kleines Meisterwerk. Es eröffnet dem Leser stets eine neue Perspektive. Sehr nahbar und mittendrin.

Die menschlichen Beziehungen wirken dagegen im Laufe der Geschichte immer gekünstelter. Sie verlieren sich in einem Meer der großen philosophischen Lebensfragen. Insbesondere zum Ende hätte der Geschichte aus meiner Sicht weniger Dramatik gut getan.
Das Scheitern der Hauptfiguren ist nur eine Frage der Zeit. Sautner gewinnt diesem Scheitern zwar etwas Tröstliches ab, lässt den Leser aber gleichzeitig über einige offene Fragen im Unklaren.

Lesenswert ist das Buch allemal. Schon allein der wortgewaltigen Sprache wegen ist der Roman ein stimmungsvoller Genuss.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2021

Stimmungsvolles Spiel der Worte

Die Erfindung der Welt
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Ein mysteriöser Brief erreicht die Schriftstellerin Aliza Berg. Darin wird sie gebeten, einen Roman über das Leben zu schreiben, es geradezu neu zu entdecken. Der anonyme Auftraggeber lockt mit Geld. Die ...

Ein mysteriöser Brief erreicht die Schriftstellerin Aliza Berg. Darin wird sie gebeten, einen Roman über das Leben zu schreiben, es geradezu neu zu entdecken. Der anonyme Auftraggeber lockt mit Geld. Die junge Frau lässt sich auf das Abenteuer ein und fährt nach Litstein, den Ort ihrer Recherchen. Sie wohnt im Schloss der ansässigen Adelsfamilie. Graf und Gräfin geben eine steile Romanvorlage, aber auch die anderen Einwohner wecken die Neugier der Autorin. So nimmt die Geschichte Fahrt auf und der Leser lernt gemeinsam mit der Schriftstellerin dieses eigentümliche Fleckchen Erde kennen. Dank des Perspektivwechsels des Erzählers sogar aus mehreren Blickwinkeln.

Thomas Sautner bedient sich einer zarten Sprache, die auf eine feine Beobachtungsgabe schließen lässt. Diese Sprache nimmt einen mit, lässt einen tief eintauchen in die fremde Welt. Seine Art, den Wald aus Sicht der Pflanzen und Tiere zu beschreiben, ist ein kleines Meisterwerk. Es eröffnet dem Leser stets eine neue Perspektive. Sehr nahbar und mittendrin.

Die menschlichen Beziehungen wirken dagegen im Laufe der Geschichte immer gekünstelter. Sie verlieren sich in einem Meer der großen philosophischen Lebensfragen. Insbesondere zum Ende hätte der Geschichte aus meiner Sicht weniger Dramatik gut getan.
Das Scheitern der Hauptfiguren ist nur eine Frage der Zeit. Sautner gewinnt diesem Scheitern zwar etwas Tröstliches ab, lässt den Leser aber gleichzeitig über einige offene Fragen im Unklaren.

Lesenswert ist das Buch allemal. Schon allein der wortgewaltigen Sprache wegen ist der Roman ein stimmungsvoller Genuss.

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