Tiefgründige Gedankenwelt
FederflaumIn dem Buch „Federflaum“ von Christa Eckert geht es um Judith, die vor ihrem Partner und Vater ihrer kleinen Tochter Amber, Alexander, flüchtet. Sie zieht zu Bea aufs Land und findet in ihr eine Freundin. ...
In dem Buch „Federflaum“ von Christa Eckert geht es um Judith, die vor ihrem Partner und Vater ihrer kleinen Tochter Amber, Alexander, flüchtet. Sie zieht zu Bea aufs Land und findet in ihr eine Freundin. Eines Tages liest sie alte Aufzeichnungen von Bea, eine Art Tagebuch. Sie lassen sie in ihre eigene Geschichte blicken und sie bemerkt, dass es da doch Ähnlichkeiten gibt. Aus diesen Aufzeichnungen von Bea lernt sie viel und sie fängt an, über sich nachzudenken. Vielleicht ist es doch nicht richtig, Amber ihren Vater vorzuenthalten? Sie beschließt, Alexander zu schreiben.
Das Buch ist sehr tiefgründig und spricht Themen an, die eher nicht so oft angerührt werden. Das ist schön, aber mir war es manchmal zu viel, es war zu intim. Ich konnte mich mit dem Schreibstil anfreunden und fand es sehr angenehm zu lesen. Manchmal war der Inhalt sehr fesselnd und ich wollte gerne weiterlesen. Aber manchmal war es eher langweilig und langatmig erzählt, sodass es mir schwerfiel weiterzulesen. Es ist manchmal berührend, manchmal möchte ich es lieber gar nicht wissen. Ich habe die Emotionen mitgefühlt mit Judith, konnte sie aber nicht verstehen. Denn mit der Hauptperson konnte ich mich gar nicht identifizieren. Es war manchmal ein bisschen seltsam. Ich finde, der größte Teil des Buches besteht nicht aus Handlung, sondern aus Gedanken. Es passiert nicht viel. Der Leser liest meist über Judiths Gedanken und zwischendurch kommen dann Beas Seiten dazu. Dann denkt sie wieder nach.
Ich geben dem Buch 3,5 Sterne, mache hier aber drei draus. Ich habe gemerkt, dass der Autorin der Inhalt sehr wichtig ist und dass hinter diesem Buch sehr viel Geduld und Mühe gesteckt haben müssen.
Ich kann nicht sagen, ob ich das Buch empfehlen würde, das kommt darauf an. Es ist meines Erachtens etwas speziell, aber schon lesenswert. Ich denke nur, dass es nicht jedem gefällt.
Trotzdem danke, dass ich diese Leseerfahrung machen durfte!