Pip und Posy sind im Garten. Während Pip Gartenarbeiten erledigt und dabei eine Schnecke findet, lärmt Posy immer wieder. Als die Schnecke sich erschreckt, schickt Pip Posy weg, welche daraufhin ganz traurig ...
Pip und Posy sind im Garten. Während Pip Gartenarbeiten erledigt und dabei eine Schnecke findet, lärmt Posy immer wieder. Als die Schnecke sich erschreckt, schickt Pip Posy weg, welche daraufhin ganz traurig ist. Doch dann will eine Krähe die Schnecke davontragenund Posy lärmt zur rechten Zeit, um sie zu retten.
In bewährt kurzen Sätzen erzählt Axel Scheffler eine Geschichte über Freundschaft, Rücksicht und Sich-vertragen. Seine typischen Illustrationen sind immer wieder schön für Kinder. Ein tolles Pappbilderbuch für ganz Kleine ab 2. Hurra!
Die Hasen haben den Bus gekapert und Rasen jetzt durch die Stadt, bereit für jede Menge Unsinn. Sie rasen an der Haltestelle und den Wartenden vorbei, überfahren beinahe die Pandas am Zebrastreifen und ...
Die Hasen haben den Bus gekapert und Rasen jetzt durch die Stadt, bereit für jede Menge Unsinn. Sie rasen an der Haltestelle und den Wartenden vorbei, überfahren beinahe die Pandas am Zebrastreifen und fliegen an den Schafen vorbei. Auch im Bus passiert so manches Lustige. Der Text - immer anders auf den Seiten platziert - wiederholt sich teilweise mantraähnlich und enthält einige Reime. Dies drückt hervorragend die Schnelligkeit des Buses aus. Die Bilder stehen dem in nichts nach. Man sieht den Bus förmlich vorbeiflitzen. Der Illustrator schafft eine lebendige Atmosphäre. Die Tierfiguren sind einfach toll und überall gibt es etwas zu entdecken. Meine Tochter musste oft lachen, was will man mehr?
Lene und ihre Zwillingsschwester Elsa haben endlich Sommerferien. Neben der Hilfe in der elterlichen Pension sind Strandbesuche und Eis essen mit der besten Freundin ein Muss. Doch da ist auch noch Lenes ...
Lene und ihre Zwillingsschwester Elsa haben endlich Sommerferien. Neben der Hilfe in der elterlichen Pension sind Strandbesuche und Eis essen mit der besten Freundin ein Muss. Doch da ist auch noch Lenes Herzklopfen wegen ihres Klassenkameraden Mats, bei dem es ihr immer die Sprach verschlägt. Außerdem möchte sie ein Thema für den Artikel finden, den sie schreiben möchte. Als Frida, die mit ihrer Mutte in der Pension wohnt, auftaucht, ist Lene zunächst gar nicht begeistert. Das Mädchen ist ihr zu arrogant und dann versteht es sich auch noch blendend mit Mats. Doch dann erfährt sie, dass Frida Probleme hat und möchte ihr helfen. Als ein Heuler in Gefahr gerät , ist sie ebenfalls zur Stelle.
Im ersten Band der Seasid Sisters dreht sich alles um Lene, eines der Mädchen aus der Clique, die sie zusammen mit ihrer Schwester und ihrer besten Freundin bildet. Sie hat mir von Anfang an gefallen, sie wirkt sehr überlegt und vernünftig und interessiert sich für das, was auf der Welt passiert. Besonders die Natur und die Meeresküste ihrer Heimat liegt ihr sehr am Herzen. Rosenholm ist ein typischer Touristenort mit Läden und Eiscafé und im Sommer kommen sehr viele Besucher. Einige davon lernt man auch etwas besser kennen, z.B. Frida und ihre Mutter und eine weitere Familie. Lene ist immer sehr darauf bedacht freundlich und hilfsbereit zu sein, doch manchmal kann sie nicht aus ihrer Haut und das fand ich sehr sympathisch. Zudem schwärmt sie sehr für Mat, einen Jungen aus ihrer Klasse, ist da aber noch sehr unsicher, was die Begegnungen der beiden etwas chaotisch, aber witzig macht.
Die Autorin bringt die Gefühle von Lene sehr gut rüber. Bei den anderen Charakteren hätte ich mir manchmal noch etwas mehr Tiefe gewünscht, aber ich denke, die bekommen wir dann in den Folgebänden, in denen nacheinander alle einmal die Hauptrolle spielen. Das sommerliche Flair ist ebenfalls gut gelungen, man spürt förmlich die Meeresbrise und spürt den Sand unter den Füßen. Daher ist das Buch für meine Begriffe besonders als Ferienlektüre super geeignet. Auch dass es um Themen geht, die Leser*innen ab 10 Jahren sicher sehr interessieren, ist ein Pluspunkt. Neben ganz vielen Freundschaftsaspekten, geht es um die erste Liebe, Umweltschutz, Naturverbundenheit und Familie. Überall gibt es Anknüpfungspunkte für Kinder und auch Jugendliche. Besonders toll fanden wir, dass die Mädchen mit einem alten Wohnwagen, ihr eigenes Reich im Garten haben, wo sie sich treffen können. Das erinnerte mich an den Garten meines Opas, wo es einen solchen auch für uns Kinder gab. Das besondere Aufeinandertreffen mit einem bedrohnten Tier war wirklich rührend schön. Zusammem mit der tollen Gestaltung des Umschlags und des Farbschnitts ein schönes Sommerbuch. 4,5 Sterne
Faye wächst als Tochter des Gärtners im magischen Schloss eines der vier großen Zauberer auf. Als dieser plötzlich verstirbt ohne es zu merken, wird ihr die unrühmliche Aufgabe zugeteilt, ihn darüber in ...
Faye wächst als Tochter des Gärtners im magischen Schloss eines der vier großen Zauberer auf. Als dieser plötzlich verstirbt ohne es zu merken, wird ihr die unrühmliche Aufgabe zugeteilt, ihn darüber in Kenntnis zu setzen. Dummerweise hat der Gute zu Lebzeiten vergessen, einen Lehrling als Nachfolger auszubilden, so dass er nun einen magischen Wettstreit um sein Erbe ausruft, an dem jedoch nur Jungen teilnehmen dürfen. Das Event ist in vollem Gange, als es immer wieder zu Zwischenfällen kommt. Faye allein scheint es möglich, den Angriff durch eine noch unbekannte Macht zu vereiteln.
Aufmerksam wird man auf das Buch schon allein durch die auffällige Gestaltung des Covers und des Farbschnitts. Im ersten Moment dachte ich, es handle sich vielleicht um eine Graphic Novel in Maga-Art. Tatsächlich enthält das Buch viele SW-Illustrationen in diesem Stil und auch dass Faye mit Fellohren abgebildet ist kommt nicht von ungefähr. Der Autor baut hier sowohl märchenhafte und magische als auch moderne Elemente in seine Geschichte ein. Vor allem die Protagonistin Faye gefällt mir. Zunächst ist sie noch etwas unsicher und zurückhaltend, als ihre die schwere Aufgabe, die Todesnachricht zu überbringen, auferlegt wird. Doch man merkt schnell, dass so viel mehr in ihre steckt. Sie ist wissbegierig und hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Dass nur Jungen an dem Wettbewerb teilnehmen dürfen, findet sie nicht gut. Auch die Nebencharaktere sind nicht immer mit den ihnen zugewiesenen Rollen einverstanden. So geht es viel um Selbstbestimmung, Gerechtigkeit unter den Geschlechtern und überhaupt den Zusammenhalt der Menschen in schwierigen Situationen. Alles hochaktuelle Themen in unserer Zeit. Hier werden sie zu einem spannenden Märchenabenteuer verwoben, in dem es sowohl lustige als auch spannende Momente gibt. Nicht immer läuft alles glatt, doch Faye lernt schnell dazu und man ahnt schon, worauf es am Ende hinauslaufen könnte. Trotzdem passiert bis dahin richtig viel. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass der Ort nicht ganz so statisch gewesen wäre. Alles spielt sich auf dem Schlossgelände ab. Dabei wäre ich so gern auch mal tiefer in das sehr gefährlich und wundersam beschriebene Gewächshaus gereist. Doch auch so kommt keine Langeweile auf, gibt es doch zahlreiche zauberhafte Momente, mit denen nicht nur Faye, sondern auch die unerfahrenen Bewerber umgehen müssen.
Natürlich gibt es auch eine böse Macht gegen die man ankämpfen muss, der Zauberer selbst ist recht cringe und die Botschaft finde ich für Kinder der heutigen Generation sehr gelungen. Alles in allem ein tolles Märchen mit viel Zauberei und inspirierenden Denkanstößen. 4,5 Sterne
Edira ist wie ihre Tante eine Threadmenderin. Sie kann die Lebensfäden der Menschen sehen und sie heilen. Der Preis dafür ist die Verkürzung ihrer eigenen Lebenszeit, daher verbirgt sie ihr Talent. Doch ...
Edira ist wie ihre Tante eine Threadmenderin. Sie kann die Lebensfäden der Menschen sehen und sie heilen. Der Preis dafür ist die Verkürzung ihrer eigenen Lebenszeit, daher verbirgt sie ihr Talent. Doch als ihre Brüder an einer unheilbaren Seuche erkranken, wird sie entdeckt und geht einen Handel mit der Familie Fernglove ein. Diese sind Ever und somit unsterblich, einflussreich und leben fernab der normalen Menschen in einem prächtigen Anwesen. Edira soll als Nachfolgerin ihrer Tante eine Heilmethode für die Seuche finden, dafür schützt Familienoberhaupt Orin ihre Brüder mit seinem Zauber vor dem Tod. Eine schwierige Aufgabe, die Edira das Leben kosten könnte.
Das Cover dieses Fantasy-Romans ist nicht umsonst so düster gehalten. Nicht nur die Menschenwelt, sondern auch die der Ever ist irgendwie dunkel und mysteriös. Die Autorin versteht es perfekt, diese Atmosphäre durchgehend zu halten und immer nur kurze Blicke hinter die Fassade zu gewähren. So entsteht vor dem Auge der Leser*innen eine ganz besondere Welt, die man weiter erkunden und entschlüsseln möchte. Die Protagonistin Edira gefiel mir ganz gut. Sie ist vorsichtig und ein Familienmensch. Ihre Brüder sind allerdings die einzigen, die von dieser Familie noch übrig sind. Als sie erkranken, setzt sie natürlich alles daran, sie zu retten. Selbst ihr eigenes Leben würde sie geben. Anders als bei normalen Krankheiten ist die Seuche selbst durch sie als Threadmenderin nicht heilbar. Ihre Anstrengungen, eine Möglichkeit zu entdecken, sind unnachgiebig. Sehr rätselhaft ist die Ever-Familie, die sie dafür zu sich holt. Sämtliche Mitglieder der Ferngloves scheinen Geheimnisse zu haben. Doch vor allem Orin ist sehr rücksichtsvoll und gutaussehend. Im Gegensatz zu seinem Bruder, der brutal und unfreundlich erscheint.
Das Anwesen und die ganze Welt der Ever ist geheimnisvoll und überall gibt es Magie, dennoch scheint etwas ganz und gar nicht zu stimmen. Man weiß hier gar nicht, wem man vertrauen soll. Manchmal ist Edira hier etwas zu vertrauensvoll, wobei ihr auch wenig anderes übrig bleibt. Der Erzählstil ist sehr ruhig, fast schleichend und irgendwie zeitlos. Zauberaction sucht man hier vergebens, aber genau das macht den Reiz der Geschichte mit aus. Die Frage, ob Edira rechtzeitig eine Möglichkeit findet, die Seuche zu heilen, trieb mich um und vor allem auch die Frage, was dann passiert. Denn dass hinter allem mehr steckt, als die Unsterblichen zugeben wollen, war mir von vornherein klar und vor allem eine Sache kam dann auch wenig überraschend. Am Ende fügt sich jedoch alles zu einer runden, außergewöhnlichen Fantasygeschichte. 4,5 Sterne