Das kleine Nashornmädchen zeigt in diesem ansprechenden Bilderbuch, was ihren Papa so besonders macht. Mal ist er lustig, stürmisch, übermütig, dann schusselig oder einfach nicht da, weil er arbeiten muss. ...
Das kleine Nashornmädchen zeigt in diesem ansprechenden Bilderbuch, was ihren Papa so besonders macht. Mal ist er lustig, stürmisch, übermütig, dann schusselig oder einfach nicht da, weil er arbeiten muss. Trotzdem liebt das Nashornmädchen seinen Papa und kann gar nicht ohne ihn.
Die Illustration von Guido van Genechten passen wunderbar zu den Situationen und Eigenschaften. Die Gesichtsausdrücke sind gelungen. Der Text besteht aus der normalen Erzählung und wird durch Sprechblasen erweitert. In vielen lustigen Alltagsszenen dürfte jedes Kind sich und/oder seinen Papa wiedererkennen. Erfrischend und mal was Anderes ist die Darstellung der Familie als Nashörner.
Der kleine Ritter weiß nicht, was auf der anderen Seite der Mauer in der Mitte des Buches ist, doch er ist sich sicher, dass es dort ganz schrecklich sein muss und dass dort gefährliche Wesen wohnen. Während ...
Der kleine Ritter weiß nicht, was auf der anderen Seite der Mauer in der Mitte des Buches ist, doch er ist sich sicher, dass es dort ganz schrecklich sein muss und dass dort gefährliche Wesen wohnen. Während er noch seine Vorurteile über die "andere Seite" kundtut, merkt er nicht, dass ihm buchstäblich auf seiner eigenen Seite das Wasser bald bis zum Hals steht. Gerade noch rechtzeitig wird er auf die andere Seite geholt und merkt, dass man sich vielleicht doch immer erst selbst ein Bild von einer Sache machen sollte.
Jon Agee hat ein Bilderbuch gezaubert, durch das auch sehr Kleine schon verstehen können, dass man die Dinge kennenlernen muss und Vorurteile fehl am Platz sind. Vor allem in der heutigen Zeit unbedingt zu empfehlen!
Pip und Posy sind im Garten. Während Pip Gartenarbeiten erledigt und dabei eine Schnecke findet, lärmt Posy immer wieder. Als die Schnecke sich erschreckt, schickt Pip Posy weg, welche daraufhin ganz traurig ...
Pip und Posy sind im Garten. Während Pip Gartenarbeiten erledigt und dabei eine Schnecke findet, lärmt Posy immer wieder. Als die Schnecke sich erschreckt, schickt Pip Posy weg, welche daraufhin ganz traurig ist. Doch dann will eine Krähe die Schnecke davontragenund Posy lärmt zur rechten Zeit, um sie zu retten.
In bewährt kurzen Sätzen erzählt Axel Scheffler eine Geschichte über Freundschaft, Rücksicht und Sich-vertragen. Seine typischen Illustrationen sind immer wieder schön für Kinder. Ein tolles Pappbilderbuch für ganz Kleine ab 2. Hurra!
Die Hasen haben den Bus gekapert und Rasen jetzt durch die Stadt, bereit für jede Menge Unsinn. Sie rasen an der Haltestelle und den Wartenden vorbei, überfahren beinahe die Pandas am Zebrastreifen und ...
Die Hasen haben den Bus gekapert und Rasen jetzt durch die Stadt, bereit für jede Menge Unsinn. Sie rasen an der Haltestelle und den Wartenden vorbei, überfahren beinahe die Pandas am Zebrastreifen und fliegen an den Schafen vorbei. Auch im Bus passiert so manches Lustige. Der Text - immer anders auf den Seiten platziert - wiederholt sich teilweise mantraähnlich und enthält einige Reime. Dies drückt hervorragend die Schnelligkeit des Buses aus. Die Bilder stehen dem in nichts nach. Man sieht den Bus förmlich vorbeiflitzen. Der Illustrator schafft eine lebendige Atmosphäre. Die Tierfiguren sind einfach toll und überall gibt es etwas zu entdecken. Meine Tochter musste oft lachen, was will man mehr?
Tamsyn lebt wie eine Prinzessin im Palast, seit sie als Findelkind vom Königspaar wie eine eigene Tochter aufgenommen wurde. Doch sie ist das Prügelmädchen am Hof. Wann immer ihre Schwestern etwas anstellen, ...
Tamsyn lebt wie eine Prinzessin im Palast, seit sie als Findelkind vom Königspaar wie eine eigene Tochter aufgenommen wurde. Doch sie ist das Prügelmädchen am Hof. Wann immer ihre Schwestern etwas anstellen, erhält sie die Strafe dafür. Zum Glück heilen ihre Wunden unheimlich schnell und sobald die Prinzessinnen heiraten werden, wird sie frei sein, so verspricht es ihr bester Freund und Chef der Palastwache. Doch dann fordert der Herrscher und Verteidiger der Grenzlande eine Tochter des Königs zur Frau. Auch diese Bürde und damit die Wut des gefürchteten Kriegers Fell nimmt Tamsyn auf sich. Mit ihm reist sie in die entlegene Region und trotz allem entflammt zwischen den beiden eine ungeahnte Leidenschaft.
Die Inhaltsbeschreibung hat mich neugierig gemacht, da ich noch nie ein Buch mit einer arrangierten Ehe gelesen habe. Hier kommen noch besondere Umstände hinzu. Tamsyn ist eine außergewöhnliche junge Frau, die mutig und tapfer jede Strafe für ihre Schwestern hinnimmt, immer mit dem Ziel vor Augen, dass die Qualen ein absehbares Ende haben und sie dann frei über ihr Leben entscheiden kann. Sie ist stark, sorgt sich um die Prinzessinnen, gleichzeitig merkt sie, dass sie anders ist als sie. Ihre fragwürdige Herkunft ist interessant.
Fell hingegen ist ein brutaler Krieger, der für das Königreich die Grenzen schützt und nun als Gegenleistung die Ehe mit einer Prinzessin und damit Einlass ins Königshaus fordert. Leider ist er auch gutgläubig und erkennt die LIst erst, als es zu spät ist. Seine Ehefrau nimmt er mit in die unwirtlichen Grenzlande, wo es seltsame, gefährliche Gebiete gibt, in denen es noch Magie zu geben scheint, obwohl das Königshaus alles getan hat, diese auszurotten.
Mir gefällt, wie man über die Figuren, ihre Gespräche und die Reise zu den Grenzlanden, diese fantastische Welt kennenlernt, in der es sogar Drachen gegeben haben soll. Überall lauern Gefahren, die Tamsyn völlig unbekannt sind und dennoch versucht sie sich zu behaupten. Die arrangierte Ehe konnte ich mir anfangs nicht vorstellen, doch die Autorin schafft es, diese feurig und glaubwürdig darzustellen. Die Dynamik zwischen den Protagonist*innen fand ich spannend und gerade der Charakter des männlichen Parts ist doch so ganz anders, als man ihn zunächst einschätzt und überrascht mich ein ums andere Mal. Irgendetwas ist zwischen Fell und Tamsyn und vor allem bei letzterer ahnt man ein Geheimnis. Manch anderen Plottwist habe ich nicht kommen sehen und so führt das Ende zu einem Cliffhanger, der mich neugierig auf den zweiten Band macht. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir, da sie sich nicht ewig mit dem Worldbuilding aufhält und ewig beschreibt, sondern die Welt sich Stück für Stück aus den Gedanken und Gefühlen der Charaktere ergibt. Auch die wenigen gezielt gesetzten spicy Szenen sind mit Bedacht verfasst und passend zur Situation der Hauptfiguren. Insgesamt ein vielversprechender Auftakt. 4,5 Sterne