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Veröffentlicht am 08.05.2021

Jenseits von Timbuktu

Jenseits von Timbuktu
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Das Buch „Jenseits von Timbuktu“ spielt in Afrika und hat aufgrund dessen direkt meine Aufmerksamkeit geweckt. Ich liebe die Beschreibung der wilden Natur, der Tiere und das Gefühl von Abenteuer beim Lesen. ...

Das Buch „Jenseits von Timbuktu“ spielt in Afrika und hat aufgrund dessen direkt meine Aufmerksamkeit geweckt. Ich liebe die Beschreibung der wilden Natur, der Tiere und das Gefühl von Abenteuer beim Lesen. Die ersten Seiten des Buches haben mich direkt ins Herz getroffen. Schon beim Lesen hat mich Anitas Schicksal stark berührt und ich bewundere ihre Stärke und ihren Umgang mit dem Thema Schuld und Tot.

Nachdem der Grundstein für die Handlung gelegt ist verlagern sich die Geschehnisse nach Afrika und leider fiel es mir hier zunehmend schwer der Geschichte weiter zu folgen. Die Beschreibungen sowie die Handlung haben sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge gezogen. Auch scheinen mir die Beschreibungen der Landschaft etwas trist und ich hatte das Gefühl, dass sich hier die traurige Grundstimmung von Anita wiedergespiegelt hat. Für mich folgte daher ein etwas zäher Abschnitt durch den ich mich etwas durchkämpfen musste. Was ich wiederrum sehr gelungen und interessant fand war die Einbindung von der Geschichte und Politik Afrikas.

Mit der Zeit habe ich wieder besser in die Geschichte hineingefunden, da die Beschreibungen lebendiger wurden und die Handlung an Fahrt aufnimmt. Auch die Nebencharaktere gewinnen mit jeder Seite mehr Tiefe und konnten mich in ihren Bann ziehen. Besonders angetan haben es mir Jill und ihre Tochter Kira, mit welchen ich persönlich noch mehr mitgefiebert habe als mit Anita selbst. Das Buch bleibt bis zum Ende sehr spannend. Oft hatte ich jedoch das Gefühl, dass alle Katastrophen die es überhaupt nur geben kann am Ende gleichzeitig aufgetreten sind. Für mich war es etwas zu viel des Guten, da sich dadurch zum Ende hin die Ereignisse überschlagen haben. Eine durchaus interessante Geschichte die einen guten Einblicken in eine Welt gibt, die man sich manchmal nur schwer vorstellen kann. Die genannten negativen Punkte trüben das Lesegeschehen leider ein wenig.

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Dunbridge Academy - Anywhere von Sarah Sprinz

Dunbridge Academy - Anywhere
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Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht richtig weiß, womit ich anfangen soll… an sich war das Buch ok, aber so richtig gut war es tatsächlich nicht. Fangen wir vielleicht mit dem Positiven an: das Setting. ...

Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht richtig weiß, womit ich anfangen soll… an sich war das Buch ok, aber so richtig gut war es tatsächlich nicht. Fangen wir vielleicht mit dem Positiven an: das Setting. Die Autorin schafft es sehr gut, die Dunbridge Academy lebendig werden zu lassen. Die Internatsatmosphäre kommt unglaublich gut rüber und genauso stelle ich mir persönlich das Internatsleben vor. Auch der Schreibstil war sehr angenehm und ich bin wirklich schnell durch die Geschichte gekommen.

Damit sind die positiven Dinge leider schon fast alle genannt. Emma mochte ich eigentlich gern. Ich kann sie ziemlich gut verstehen und viele ihrer Gedanken nachvollziehen. Auch Henry ist mir eigentlich sehr sympathisch, nur finde ich, dass er sich in Sachen Liebe nicht ganz korrekt verhält. Ich hätte mir gewünscht, dass er seine Angelegenheiten wesentlich früher regelt und moralisch nicht in einen solche Konflikt gerät. Leider konnte ich die Liebesgeschichte zwischen Emma und Henry nicht nachvollziehen und bei mir kam gefühlstechnisch nur wenig an. Dass Emma sich beim ersten Zusammentreffen bereits wünscht, an seiner Schulter einschlafen zu können und beide direkt hin und weg voneinander sind, hat es für mich gleich zu Beginn kaputt gemacht. Wirklich positiv ist mir Grace aufgefallen. Vor ihrem Umgang mit der ganzen Situation ziehe ich meinen Hut.

Henry und Emma sind beide 17 Jahre alt, benehmen sich in meinen Augen aber nicht immer ihrem Alter entsprechend. Auch die erste wirklich intime Szene finde ich von der Örtlichkeit her total unpassend. An dieser Stelle konnte ich nur den Kopf schütteln… aber es war ja „wirklich ziemlich perfekt“.

Den Hype um das Buch kann ich leider gar nicht nachvollziehen. Noch habe ich nicht entschieden, ob ich die Reihe weiterlesen werde.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Vampyria - Der Hof der Stürme von Victor Dixen

Vampyria - Der Hof der Stürme
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Band drei der Vampyria-Reihe hat mich wirklich neugierig gemacht, da ich gespannt war, wie die Reihe zu Ende gehen wird. Band eins hat mir gut gefallen. Düster und morbide kam das Buch daher und hat Lust ...

Band drei der Vampyria-Reihe hat mich wirklich neugierig gemacht, da ich gespannt war, wie die Reihe zu Ende gehen wird. Band eins hat mir gut gefallen. Düster und morbide kam das Buch daher und hat Lust auf mehr gemacht. Band zwei hat mich dahingegen enttäuscht. Mir fehlte es an genau der Kreativität, die mich zuvor so begeistert hatte. Auch hat das Buch für mein Gefühl nur wenig zum Kampf gegen Ludwig den Unwandelbaren beigetragen. Leider musste ich am Ende von Band drei feststellen, dass mir der letzte Teil am wenigsten gefallen hat.

Was mich sehr gefreut hat ist, dass die Kreativität und die morbiden Einzelheiten aus Band eins hier wieder mehr aufgetaucht sind. An diesen Stellen ist es mir immer eiskalt den Rücken runter gelaufen. Auch fand ich die Handlung an sich sehr interessant, auch wenn das Potenzial in meinen Augen nicht ausgeschöpft wurde. Viele Stellen waren für meinen Geschmack zu langgezogen und ich musste mich die ganze Zeit über fragen, wie das Alles am Ende zum Sturz des Unwandelbaren beitragen soll, denn die Seiten wurden immer weniger und es passierte wenig in diese Richtung…

An den Schreibstil von Victor Dixen musste ich mich jedes Mal aufs Neue gewöhnen. Es gibt immer wieder Passagen, über die ich beim Lesen gestolpert bin. Auch mit den Charakteren habe ich leider nach wie vor meine Schwierigkeiten. Was in diesem Buch jedoch komplett überraschend für mich kam, war die Liebesgeschichte. Bis zum Ende konnte ich leider nicht nachvollziehen, wie die Gefühle zustande gekommen sind bzw. auf was diese Beziehung aufbaut.

Alles in allem konnte mich das Buch leider überhaupt nicht überzeugen. Vielen gefällt das Buch jedoch wirklich gut, weswegen ihr euch definitiv selbst ein Bild machen solltet.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Der Schwur der Göttin, Band 2: Before Destiny von Greta Milán

Der Schwur der Göttin, Band 2: Before Destiny
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Band 1 der Dilogie hat mir wirklich gut gefallen und ich war so gespannt wie die Geschichte weitergehen würde. Auch im zweiten Teil mochte ich Nayla unfassbar gern und ich kann ihre Gefühlsausbrüche bis ...

Band 1 der Dilogie hat mir wirklich gut gefallen und ich war so gespannt wie die Geschichte weitergehen würde. Auch im zweiten Teil mochte ich Nayla unfassbar gern und ich kann ihre Gefühlsausbrüche bis auf wenige Stellen nachvollziehen. Es handelt sich um ein Jugendbuch und ich finde, dass eine gute Balance gefunden wurde, was die Charaktere angeht. Häufig sind mir Protagonisten in Jugendbüchern zu naiv, leichtgläubig oder einfach nur nervig. Hier ist das nicht der Fall gewesen, auch wenn Nayla hin und wieder etwas zu sehr in ihrem Liebesdrama versinkt. Auch Cyrian begeisterte mich weiterhin, wobei mich ein anderer Charakter leider sehr enttäuscht hat.

Das war jedoch das einzig Gute, was ich zum zweiten Band sagen kann. Dieses Buch zu lesen hat mein Herz ein wenig gebrochen, da Band eins so vielversprechend war und mich die Thematik absolut begeistert hat. In diesem Buch dagegen passierte viel zu wenig und was sich in Band eins noch angefühlt hat „wie auf Zuckerwatte zu gleiten“ verwandelte sich in eine wirklich holprige Straße voller tiefer Schlaglöcher. Ich habe gewartet und gewartet doch die ganze Handlung zog sich einfach wie Kaugummi.

Und dann kam das „große“ Finale. Zwei Bücher lang wird auf dieses Ende hingearbeitet und dann kam das… ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, aber es war beinahe lachhaft. Zum einen war das Ende viel zu kurz und zum anderen war es einfach nicht wirklich spannend in meinen Augen. Ich hatte mich gefreut, dass endlich mehr Götter aufgetaucht sind, aber das ganze verwandelte sich rasend schnell in einen verbalen Vergleich, wer wohl das größere Ego hat (um es jugendfrei auszudrücken). Es war absolut albern und ich muss gestehen, dass ich dieses Ende eigentlich nur vergessen möchte. Diese negative Rezension tut mir wirklich im Herzen weh, aber leider kann ich hier nicht mehr Positives finden.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Die eiskalte Jahreszeit der Liebe von A.D. Miller

Die eiskalte Jahreszeit der Liebe
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Nick ist Anwalt und kommt ursprünglich aus London. Eines Tages zog er jedoch nach Moskau, einer vollkommen anderen Stadt, in welcher er nun bereits seit vier Jahren lebt. Das Leben in Moskau ist gekennzeichnet ...

Nick ist Anwalt und kommt ursprünglich aus London. Eines Tages zog er jedoch nach Moskau, einer vollkommen anderen Stadt, in welcher er nun bereits seit vier Jahren lebt. Das Leben in Moskau ist gekennzeichnet von Geld, Sex, Verrat, Betrug, Mord, Drogen und dem Geschäft ums Öl. Nick merkt anfangs nicht, dass sich sein gesamtes Wesen ändert und er sein Leben immer zielloser lebt. Bis er eines Tages Mascha trifft, eine junge Russin ohne Geld und ohne Skrupel. Beide verlieben sich ineinander und Nick findet endlich Halt. Warnungen von Freunden schlägt er in den Wind...bis er zu spät bemerkt, das alles nur Täuschung war und er nicht mehr fliehen kann aus dem Gewirr von Betrug, Geld und Mord. Obwohl ich vorher einige positive Rezensionen dieses Buches gelesen habe, muss ich leider gestehen, dass ich mich mit diesem Buch sehr schwer getan habe. Besonders die erste Hälfte des Buches machte mir das Weiterlesen sehr schwer. An sich ist der Schreibstil von A.D. Miller sehr angenehm zu lesen, wenn da nicht die Stellen wären, an denen der Hauptprotagonist Nick mit "mir" als Leser redet. Eigentlich redet er nicht direkt mit mir, sondern mit seiner Freundin, für welche das Buch geschrieben ist. Da ich das Buch jedoch lese fühle ich mich angesprochen und das ist etwas, was ich an Bücher wirklich nicht ausstehen kann! Nick schreibt das Buch zu der Zeit, als er Russland wieder verlassen hat, in London Fuß gefasst hat und kurz davor ist eine Frau zu heiraten. Mit dem Buch "Die eiskalte Jahreszeit der Liebe" schreibt er ein Buch für seine Freundin in welchem er alle seine Sünden vergangener Tage schildert. Aus diesem Grund spricht er diese Frau an einigen Stellen direkt an... mitten in die Erzählung rein. An genau solchen Stellen erscheint mir Nick als sehr weich. Er bemitleidet sich selbst und fragt sich ständig, ob diese genannte Frau ihn nach seinen Taten überhaupt noch lieben könnte. Diese Charaktereigenschaft steht in einem enormen Gegensatz zu seinem Charakter in der ersten Hälfte des Buches. Auch die detaillierten Schilderungen von Mascha und seiner Liebe zu ihr schrecken mich etwas ab. Ich kann mir kaum vorstellen, dass diese Frau nach solch einer Schilderung ungerührt bleiben wird. Das Russland, welches in diesem Buch geschildert wird, lebt nur von den anfangs schon genannten Dingen: Geld, Sex, Verrat, Betrug, Mord, Drogen und dem Geschäft ums Öl. Das Russland der damaligen Zeit scheint jeden zu verschlingen, der dieses Land betritt. Auch Nick verändert dort seinen Charakter, wird gedankenlos, vertrauensvoll, rücksichtslos und blind vor Liebe! Auch wenn die Handlung in der zweiten Hälfte des Buches interessanter wird, frage ich mich, wie Nick so blind sein konnte. Die Anzeichen des Betrugs und Verrats mehren sich so sehr, dass er scheinbar den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Oder nicht sehen will. Er lässt sich treiben in einer Spirale, aus welcher er nicht mehr entkommen kann und flüchtet sich anschließend in Vorwürfe und Selbstmitleid. Was mich weiterhin irritiert hat ist die Tatsache, dass er Russland und vor allem Moskau tief in sein Herz geschlossen hat und diese Stadt dann trotzdem in den dunkelsten Tönen schildert und so unglaublich schlecht dastehen lässt. Alles in Allem ist dieses Buch leider nichts für mich. Allein wegen dem etwas interessanteren zweiten Teil und wegen der wirklich lebhaften Schilderung von Russland und Moskau kann ich diesem Buch zwei Sterne geben!

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