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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Absolut gelungen

COLD EAST
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MI6-Agent Aidan Snow befreit in der Ukraine einen britischen Gefangenen, in den USA wird ein Terroranschlag auf ein Kaufhaus vereitelt. Zeitgleich gelingt es einem Gefangenen aus dem sichersten Gefängnis ...

MI6-Agent Aidan Snow befreit in der Ukraine einen britischen Gefangenen, in den USA wird ein Terroranschlag auf ein Kaufhaus vereitelt. Zeitgleich gelingt es einem Gefangenen aus dem sichersten Gefängnis Russlands zu fliehen. Doch die schlimmste Tatsache besteht darin, daß die Al Quaida im Besitz einer Atombombe ist, die so groß wie ein Koffer ist und sich auf dem Weg nach Europa mit unbekanntem Ziel befindet. Aufgrund dieser Tatsache sind CIA, FBI und MI6 gezwungen, zusammen zu arbeiten, um das Unglück zu verhindern.

Hier liegt wirklich ein sehr spannender Thriller vor, der es in sich hat. Der Spannungsbogen ist sofort da und steigert sich mit jeder Seite. Er hält wirklich bis zum letzten Satz durch. Aber trotz dieser Spannung kann man das Buch nicht einfach so verschlingen. Man muß hier doch höllisch aufpassen, um nicht mit den verschiedenen Abkürzungen, Handlungsorten und Charakteren durcheinander zu geraten. Nebenbei sollte man sich auch mit der aktuellen politische Lage auskennen, denn dieser Thriller besticht auch durch seine Aktualität. Die Charaktere sind toll dargestellt und vor allen Snow kommt sehr sympahisch rüber. Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und trotz des schwierigen Themas verständlich, so daß man auch als Neuling in diesem Genre Spaß an dem Buch haben wird.

Einziger Kritikpunkt ist für mich das Fehlen eines Personenregisters und eines Anhangs mit Erklärungen der einzelnen Abkürzungen. Das würde so manches Zurückblättern sparen! Ansonsten: Ein absolut gelungenes Buch!



Veröffentlicht am 19.08.2025

Es grünt und blüht nur so

Duftwickensommer
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Im Jahr 1911 lebt die junge deutsche Anni in England. Sie hat dort eine Anstellung als Vorleserin bei einer reichen alten Dame. Ein Wettbewerb der Daily Mail hält das ganze Land in Atem. Es geht darum, ...

Im Jahr 1911 lebt die junge deutsche Anni in England. Sie hat dort eine Anstellung als Vorleserin bei einer reichen alten Dame. Ein Wettbewerb der Daily Mail hält das ganze Land in Atem. Es geht darum, wer den schönsten Wickenstrauß einreicht. Der Gewinner erhält eine enorme Summe als Preisgeld. Anni will auch mitmachen und träumt davon, mit dem Geld eine Reise um die Welt zu machen. Der Journalist Lord John Ramsgate berichtet schon Wochen vorher über den Wettbewerb. Er ist mit der Enkelin von Annis Arbeitgeberin verlobt. Als die Preisverleihung bevorsteht, bittet er Anni um ihre Hilfe bei der Organisation. Für Anni geht ein Traum in Erfüllung, auch weil sie Lord Ramsgate dabei sehr nahe kommt. Borkum 2024: Marieke ist frisch geschieden. Sie hat auf der Insel ein altes Haus gekauft und will es renovieren. Doch dazu fehlt es ihr an Lebensmut. Also läßt sie das Haus so, wie es ist, auch den Schriftzug "Villa Cupani" am Giebel. Sie freundet sich mit ihrer Nachbarin Alwine an, die ihr die Geschichte ihres Hauses und der Bewohner erzählt. So erfährt sie von Anni und ihrer Liebe zu den Duftwicken, die das Haus umgeben.

Im Roman "Duftwickensommer" blüht und grünt es nur so vor sich hin. Das könnte so schön sein, wenn man den Duft der Wicken fast in der Nase hat. Doch leider übertreibt es die Autorin Sylvia Lott mit dem Thema Klimawandel. Es interessiert mich ehrlich nicht, ob Luisa Neubauer in der Nordsee gebadet hat. Die beschriebenen Wassertornados hat es leider immer schon gegeben - nicht alles ist der Klimawandel schuld. Ansonsten ergibt das Buch eine schöne Geschichte, besonders die Handlung aus dem Jahr 1911 habe ich sehr genossen. Die habe ich mit Vergnügen gelesen und mich dabei entspannen können. Und das sogar im Urlaub an der Küste!

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Veröffentlicht am 18.07.2021

Kleines Buch mit Gänsehautgarantie

Winter des Wahnsinns
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Professor Charles Ward ersteht in einer Buchhandlung einen uralten Reiseführer, in dem bereits drei Vorbesitzer aus verschiedenen Jahrhunderten geheimnisvolle Notizen hinterlassen haben. Das Buch fesselt ...

Professor Charles Ward ersteht in einer Buchhandlung einen uralten Reiseführer, in dem bereits drei Vorbesitzer aus verschiedenen Jahrhunderten geheimnisvolle Notizen hinterlassen haben. Das Buch fesselt ihn, handelt es von dem schwarzen Prinzen, der noch immer in Schottland als Geist wandelt. Charles geht den geheimnisvollen Notizen auf den Grund und merkt zu spät, daß er es mit einem verfluchten Buch zu tun hat.

Veit Etzold, der bisher für seine gelungenen Thriller bekannt ist, hat sich mit seinem Kurzroman "Winter des Wahnsinns" diesmal eher dem Horrorgenre zugewandt. Dies hat mir gut gefallen! Der Erzählstrang um Charles Ward spielt in der Gegenwart, während es immer wieder Rückblicke in die Zeit des schwarzen Prinzen gibt. Der Charakter des Charles ist richtig gut beschrieben. Man erlebt, wie er sich durch die Kraft des Buches verändert, ja, er wird davon besessen. Doch er ist auch innerlich zerrissen, die Entscheidung, dem Buch zu dienen oder bei seiner Frau zu bleiben, fällt ihm zunächst schwer, letztendlich flüchtet er in ein Geflecht aus Lügen. Fast kann man Mitleid mit ihm bekommen. Veit Etzold beschreibt die schottische Landschaft so geheimnisvoll, wie es für das Buch erforderlich ist. Man sieht diese verwunschene Landschaft richtig vor sich. Einziges Manko dieses Buches ist sein Umfang. Die 109 Seiten sind leider viel zu schnell gelesen!

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Veröffentlicht am 25.05.2021

Hätte mehr Spannung vertragen können

Um Mitternacht ab Buckingham Palace
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London, 1941. Während London bombardiert wird, befürchtet der Secret Service eine Entführung der beiden Prinzessinnen Elizabeth und Margaret. Sie werden inkognito nach Irland gebracht. Dort werden sie ...

London, 1941. Während London bombardiert wird, befürchtet der Secret Service eine Entführung der beiden Prinzessinnen Elizabeth und Margaret. Sie werden inkognito nach Irland gebracht. Dort werden sie als Ellen und Mary bei Detective Strafford untergebracht. Doch sie werden schnell enttarnt und die Gefahr der Entführung wird immer greifbarer.

JB Lawless behandelt in "Um Mitternacht ab Buckingham Palace" die Kindheit von Queen Elizabeth und ihrer Schwester Margaret. Der Roman basiert auf wahren Ereignissen, was einen ganz besonderen Reiz ausübt. Man erfährt als Leser hier Geschehnisse rund um zwei besondere Persönlichkeiten der Realität, die sonst eher im Verborgenen bleiben. Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß sich damals alles genauso zugetragen hat. Der Autor, der unter Pseudonym schreibt, beschreibt hier sehr eindringlich, wie schwer es war, die Prinzessinnen aus dem Buckingham Palace nach Irland zu schleusen. Der Weg war gefährlich und nicht einfach zu bewältigen. Dazu kamen noch die Schwierigkeiten zwischen Briten und Iren, diese Probleme machten auch vor dem Umgang mit britischen Prinzessinnen nicht halt. Hier wird dem Leser die Tragweite des Konfliktes richtig bewusst. Trotz des schwierigen Themas läßt sich das Buch durch den Schreibstil sehr gut und vor allem flüssig lesen. Allerdings benötigt man etwas Geduld, bis etwas Spannung aufkommt. Zunächst passiert nicht wirklich viel, genau wie im Leben von Elizabeth und Margaret zu dieser Zeit. Was im Nachhinein betrachtet auch eigentlich logisch ist. Mir hat an diesem Buch vor allem der Einblick in die Kindheit der Prinzessinnen sowie der Konflikt britisch - irisch gefallen. Ein wenig mehr Tempo wäre nicht schlecht gewesen, aber ich gehe davon aus, daß der Autor sich an die Tatsachen gehalten hat und diese Zeit hatte halt aus Sicht des Königshauses nicht viel zu bieten.

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Veröffentlicht am 06.08.2019

Gruselig

Kalte Wasser
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Laureen hat gerade Zwillinge zur Welt gebracht, als sie im Krankenhaus Besuch von einer verwahrlosten Frau bekommt. Sie will, daß Laureen eines ihrer Kinder gegen eines von ihr tauscht. Laureen flieht ...

Laureen hat gerade Zwillinge zur Welt gebracht, als sie im Krankenhaus Besuch von einer verwahrlosten Frau bekommt. Sie will, daß Laureen eines ihrer Kinder gegen eines von ihr tauscht. Laureen flieht und ruft die Polizei. Doch es gibt keine Spuren, die zu dieser Frau führen. Kaum ist Laureen wieder zu Hause, wird sie wieder von der Frau belästigt. Doch erneut gibt es keine Spuren. Die Polizistin Harper glaubt ihr jedoch und sucht weiter nach Spuren. Die Lage spitzt sich zu, als die Kinder verschwinden.

Das Buch ist extrem spannend und weist einen Gruselfaktor auf. Die alten Sagen und mysteriösen Geschehnisse lassen eine Gänsehaut entstehen. Dazu hat man es mit dem Charakter Laureen zu tun, den man nicht einordnen kann. Glaubt man ihr - oder besser nicht? Ebenso kann man an ihrem Mann zweifeln. Sein Verhalten ist ebenfalls nicht durchschaubar. Dieses Buch packt den Leser und man liest es, ohne Pause machen zu wollen.