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Veröffentlicht am 11.07.2021

Ein ganz neues Leben

Ein ganz neues Leben
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Ein ganzes halbes Jahr haben Will und Louisa zusammen verbracht, doch nun ist sie auf sich allein gestellt. Nur mit Wills Hilfe hat Lou es geschafft aus ihrem Schneckenhaus auszubrechen, doch seitdem ist ...

Ein ganzes halbes Jahr haben Will und Louisa zusammen verbracht, doch nun ist sie auf sich allein gestellt. Nur mit Wills Hilfe hat Lou es geschafft aus ihrem Schneckenhaus auszubrechen, doch seitdem ist sie nicht wirklich weit gekommen. Ihre Trauer um Will frisst sie auf und ohne ihn erscheint das Leben trist. Eines Abends klopft jemand an Lou's Tür und stellt ihr Leben erneut vollkommen auf den Kopf.

Vornweg muss ich festhalten, dass ich keinen zweiten Band gebraucht hätte, da der erste Teil für mich perfekt ist und auch das Ende mich nicht nach mehr schreiend zurückgelassen hat. Die Schreibweise ist nach wie vor angenehm, fesselnd und einfühlsam. Es wird mir immer warm ums Herz, wenn ich Bücher von Jojo Moyes lese. Sie versteht es ungemein gut Gefühle durch Worte zu vermitteln und zum Nachdenken anzuregen. Den Großteil der Geschichte empfand ich als traurig und bedrückend, auch wenn die Stimmung immer wieder durch witzige Szenen aufgelockert wird. Zu Beginn kam mir die Handlung etwas langatmig vor, wodurch ich jedoch vollkommen in Lous Gefühlswelt eintauchen konnte. Ich spürte förmlich wie ihre kurzzeitig aufkommende Lebensfreude innerhalb von Sekunden wieder verloren ging, nur um Lou erneut in Traurigkeit versinken zu lassen.

Auch ich spürte die Lücke deutlich die Will hinterlassen hat. Sam mochte ich wirklich gern aber ich kam nicht umhin ihn immer wieder mit Will zu vergleichen. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass dem Ganzen etwas Tiefe gefehlt hat. Eine weitere Person, über die ich nicht zu viel erzählen möchte um nicht zu Spoilern, hat mich dagegen komplett umgehauen und begeistert. Sie hat eine ganz besondere Frische ins Buch gebracht, welche die Handlung wirklich hat aufleben lassen. Wenn man sich vor dem Lesen deutlich macht, dass es keine Fortsetzung im eigentlichen Sinn ist, wird auch dieses Buch ein schönes Leseerlebnis sein.

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Veröffentlicht am 03.06.2021

Spannender Auftakt einer neuen Reihe

Der Blutkünstler (Tom-Bachmann-Serie 1)
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Tom Bachmann ist Profiler. Er ist einer der besten und begabtesten seiner Generation, was ihm den Spitznamen der „Seelenleser“ verschafft hat. Er versteht es wie kein anderer das Böse in den Menschen zu ...

Tom Bachmann ist Profiler. Er ist einer der besten und begabtesten seiner Generation, was ihm den Spitznamen der „Seelenleser“ verschafft hat. Er versteht es wie kein anderer das Böse in den Menschen zu lesen, sie Stück für Stück zu analysieren, um sie dann wieder zu einem Täterprofil zusammen zu setzen. Beim BKA übernimmt er einen Fall bei dem der Blutkünstler die Opfer auf die grausamste Art und Weise foltert, um die Leichen dann als Kunstwerke drapiert zurückzulassen. Tom versucht alles um den Blutkünstler zu schnappen, kämpft nebenbei jedoch auch noch mit seinen eigenen Dämonen.

„Der Blutkünstler“ ist das erste Buch einer neuen Reihe rund um Tom Bachmann. Das Cover ist wirklich schön gestaltet und hat mich direkt gecatched. Chris Meyer beeindruckte mich gleich zu Beginn mit seinem bildgewaltigen Schreibstil. Ich liebe es wie der Autor die Szenen durch seine Beschreibungen lebendig werden lässt. Ich hatte ständig Bilder vor Augen und Gerüche in der Nase.

Bevor ich genauer auf die Handlung eingehe, möchte ich eine Triggerwarnung aussprechen. Das Buch ist wirklich grausam, blutig und beschreibt weiterhin recht detailliert Gewalt an Kindern. Ich persönlich fand die Handlung extrem mitreißend, genau wie man es sich bei einem Thriller wünscht. Neben der eigentlichen Handlung erfährt man viel über die Kindheit von Tom. Unterstützt durch die bildgewaltige Schreibweise habe ich mich wirklich häufig geekelt und hatte Gänsehaut. Am Ende hat mir bei der Lösung des Falls leider etwas die angekündigte Brillanz des Profilers gefehlt.

Tom mochte ich, trotz seiner distanzierten und kühlen Art sehr gern. Er hat etwas an sich was mich begeistert und ich finde er ist ein super interessanter Charakter für eine neue Reihe. Er bringt viel Entwicklungspotenzial mit und ich bin gespannt wo dies noch hinführen wird. Seine Kollegen blieben leider etwas blass und ich hoffe, dass sich auch hier noch einiges tun wird in den Folgebänden. Einzig Katja ist mir negativ im Kopf geblieben durch ihre penetrante Art. Alles in allem ein sehr gelungener und lesenswerter Auftakt.

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Veröffentlicht am 09.05.2021

Golem und Dschinn von Helene Wecker

Golem und Dschinn
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„Golem und Dschinn“ ist ein Buch, welches dem Genre Historical Fantasy zugeordnet ist. Die Autorin Helene Wecker erschuf eine Geschichte, die ganz anders ist als alles was ich bisher gelesen habe. Das ...

„Golem und Dschinn“ ist ein Buch, welches dem Genre Historical Fantasy zugeordnet ist. Die Autorin Helene Wecker erschuf eine Geschichte, die ganz anders ist als alles was ich bisher gelesen habe. Das Buch spielt großteils in Manhattan in den Jahren 1899/1900 und die Protagonisten sind, wie der Titel schon erahnen lässt, einen Golem und einen Dschinn. Beide suchen ihren Platz im Leben und vermitteln dem Leser dabei ganz neue Eindrücke von Glück, Freiheit und Liebe.

Was mir besonders gut gefallen hat sind die Beschreibungen von Charakteren, Orten, Gefühlen und dem Leben an sich. In der Erzählung stecken so viel Liebe und Herz, dass ich es einfach nur genossen habe alle Einzelheiten in mich aufzusaugen. Den Orten wird so viel Leben eingehaucht, dass ich beim Lesen beinahe den Staub in der Luft schmecken konnte. Mit stattlichen 600 Seiten ist das Buch natürlich auch ein ganz schöner Wälzer, wer die lebendigen Beschreibungen jedoch zu schätzen weiß, wird jede einzelne Seite genießen.

Bis zum Ende bin ich mit den Hauptprotagonisten leider nicht ganz warm geworden, was ich wirklich schade fand. Trotz allem muss ich ihnen zugestehen, dass sie perfekt zur Geschichte gepasst haben. Bei einem so dicken Buch gibt es natürlich auch sehr viele Nebencharaktere, die unglaublich gut ausgearbeitet und beschrieben sind.

Auch wenn das Buch zum Genre Historical Fantasy zählt, so ist es doch viel mehr als das. Es geht um tiefgreifende Themen wie Freundschaft, Andersartigkeit, Gefühle und Liebe. Das Buch erreicht eine Tiefe, die zum Nachdenken und Träumen anregt.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Die Sprache der Drachen von S. F. Williamson

Die Sprache der Drachen
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Dieses Buch hatte ich zu Beginn tatsächlich nicht auf meinem Radar. Erst als ich die ersten Rezensionen dazu gesehen habe, hat das Buch mein Interesse geweckt. Ich war sehr neugierig auf die Geschichte ...

Dieses Buch hatte ich zu Beginn tatsächlich nicht auf meinem Radar. Erst als ich die ersten Rezensionen dazu gesehen habe, hat das Buch mein Interesse geweckt. Ich war sehr neugierig auf die Geschichte und hatte tatsächlich auch recht hohe Erwartungen an das Buch. Das erste Kapitel hat mich dann auch direkt in eine Welt katapultiert, die sich maßgeblich von unserer unterscheidet, da Menschen und Drachen zusammenleben. Zu Beginn war ich sehr fasziniert, da die Welt und die Dynamiken mich gefesselt haben.

Das Buch ist tatsächlich relativ düster, auf eine ganz eigene Art und Weise, und enthält Elemente, die ich so nicht erwartet hatte. Ich habe es geliebt zu verstehen, wie die Welt funktioniert und wieso sie sich eben genau in diese Richtung entwickelt hat. Der Schreibstil ist angenehm und ich kam wirklich gut voran beim Lesen. Die Sprachen der Drachen haben mich zunehmend fasziniert und neugierig gemacht. Die Idee hinter der ganzen Geschichte fand ich großartig.

Womit ich leider nicht wirklich warm geworden bin, sind die Charaktere im Buch und das finde ich hier wirklich schade, denn so konnte mich das Buch emotional nicht wirklich erreichen. Gerade die Hauptprotagonistin Vivien fand ich mit jedem Kapitel etwas schwieriger und ich konnte sie wirklich nicht greifen. Auch mit den anderen Charakteren hatte ich meine Schwierigkeiten. Die Liebesgeschichte hat es mir auch schwer gemacht und gerade das Ende des Buches hat es für mich noch mal ein wenig schwieriger gemacht, da mir hier die Gefühle bei Vivien absolut unklar waren.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Silvercloak - Unter Feinden von L.K. Steven

Silvercloak - Unter Feinden
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„Silvercloak - Unter Feinden“ ist der erste Band der Silvercloak-Saga und hat mich sowohl mit seinem Klappentext als auch aufgrund der Aufmachung überzeugt. Es ist wunderschön gestaltet und die Themen ...

„Silvercloak - Unter Feinden“ ist der erste Band der Silvercloak-Saga und hat mich sowohl mit seinem Klappentext als auch aufgrund der Aufmachung überzeugt. Es ist wunderschön gestaltet und die Themen Vergnügen und Schmerz, welche im Buch eine große Rolle spielen, wurden gut getroffen. Der Beginn hat mich emotional direkt aus der Bahn geworfen und ich war so gespannt, wie die ganze Geschichte weitergehen würde.

Die Grundidee hat mich begeistert und so kam ich anfangs wirklich gut voran. Ich habe mich schnell in die Handlung rein gefunden und war fasziniert von der Magie und der Welt, in welcher die Protagonistin Saffron lebt. Das Magiesystem ist ungewöhnlich und ich musste mich erst mal daran gewöhnen, dass diese durch Vergnügen und Schmerz gespeist und beeinflusst wird. Einige Arten der Magie sind verboten, andere wurden sogar ausgelöscht. Hinzu kommen Prophezeiungen und viele offene Fragen. Das Potential, welches bereits auf den ersten Seiten des Buches erahnt werden kann, ist enorm und so stürzte ich mich kopfüber hinein ins Abenteuer. Leider blieb das Abenteuer aber Großteils aus und ich fand das Buch eher langatmig und zäh. Es war mir zu viel Drumherum und die Handlung nahm einfach keine Fahrt auf.

Saffron mochte ich an sich gern und auch Levan hat bei mir Interesse geweckt. Leider blieb es aber im Verlaufe des Buches genau dabei und ich konnte keine tiefere Bindung zu den Protagonisten aufbauen. Auch die Liebesgeschichte war für mich nicht nachvollziehbar und zum Teil unpassend. Zum Glück gab es im Handlungsverlauf den ein oder anderen Plot-Twist, der mich wirklich überraschen konnte. Das Ende des ersten Buches hat mich dann ein wenig enttäuscht und ich konnte vieles einfach nicht nachvollziehen. Hinzu kamen dann auch noch einige logische Brüche. Das Buch konnte dem Potential, was sich zu Beginn angedeutet hat, nicht gerecht werden und so hoffe ich hier wirklich sehr auf den zweiten Band, denn eigentlich kann dieser nur gut werden, wenn man sich das Potential vor Augen führt.

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