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Veröffentlicht am 11.07.2021

Die Gemeinschaft der Dolche

Young Elites 1. Die Gemeinschaft der Dolche
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Jahrelang hat das Blutfieber um sich gegriffen. Viele Menschen sind daran gestorben, andere sind nun ihr Leben lang gezeichnet und müssen lernen mit diesem Makel und der Verachtung durch die Bevölkerung ...

Jahrelang hat das Blutfieber um sich gegriffen. Viele Menschen sind daran gestorben, andere sind nun ihr Leben lang gezeichnet und müssen lernen mit diesem Makel und der Verachtung durch die Bevölkerung zu leben. Adelina ist eine der wenigen, die nicht nur gezeichnet, sondern auch mit übernatürlichen Kräften versehen wurde. Die Gemeinschaft der Dolche, ein Zusammenschluss einiger Begabter, hat nur ein Ziel: Den König zu stürzen und dazu brauchen sie Adelina und ihre Fähigkeiten.

Dieses Buch ist einfach anders. Es ist anders, aber gut und ich mochte den ersten Band der Young Elites Reihe genau deshalb. Die Grundidee hinter diesem Buch, das historische Setting und die Charaktere ergeben zusammen ein Buch, welches sich von anderen aus diesem Genre abhebt. Der Beginn hat mich direkt gepackt und die Seiten flogen beim Lesen nur so dahin. Die Grundstimmung war sehr düster und es gab nur selten Lichtblicke. Durch die sehr bildliche Schreibweise hatte ich oft das Gefühl, dass ich mich zusammen mit den Protagonisten in der jeweiligen Szene befinde.

Adelina ist die junge Hauptprotagonistin in diesem Buch. Sie hatte eine schwere Kindheit und ist psychisch durch diese sehr geprägt. Sie zeigt im Verlaufe der Zeit immer stärker ihre dunklen Charakterzüge und ist eine sehr interessante Anti-Heldin, die noch einen langen Weg vor sich hat. Sie hat es mir persönlich etwas schwer gemacht, da ihre düstere Seite sie häufig in eine sehr gefährliche Richtung zieht. Alle anderen Charaktere bleiben in meinen Augen leider etwas blass. Auch wenn deren übernatürliche Kräfte sehr gut beschrieben werden, fehlt mir bei ihnen etwas die Tiefe in Bezug auf den Charakter. Vor allem Enzo, der eine so große Rolle spielt, wirkt lediglich kalt und abweisend.

Die Geschichte hat auf jeden Fall, ähnlich wie die Protagonisten, sehr viel Potential und ich bin unglaublich gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 11.07.2021

Wie das Feuer zwischen uns

Wie das Feuer zwischen uns
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High & Lo, Alyssa und Logan, Feuer und Wasser. Logan wächst in einer instabilen Umgebung auf, Drogen immer in Reichweite. Alyssas Mutter hat genau Vorstellungen über die Leben ihre zwei Töchter, in welche ...

High & Lo, Alyssa und Logan, Feuer und Wasser. Logan wächst in einer instabilen Umgebung auf, Drogen immer in Reichweite. Alyssas Mutter hat genau Vorstellungen über die Leben ihre zwei Töchter, in welche sich Alyssa nicht einfügen kann. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein und doch ergänzen sie sich nahezu perfekt. Wäre da nicht dieser eine Tag, der alles ändert. Wäre da nicht diese eine Entscheidung, die alles zerstört.

Ich habe noch nie ein Buch mit so vielen Höhen und Tiefen in der Hand gehalten. Ich war beim Lesen dauerhaft angespannt, immer in Erwartung, dass etwas Schlimmes passiert. Die Charaktere sind unglaublich detailliert und liebevoll gestaltet. Es hat mich extrem mitgenommen unter welchen Umständen Logan aufgewachsen ist. Die Rückblicke haben mich schockiert und ich kann nicht nachvollziehen wie man das Leben eines Kindes so nachhaltig zerstören kann. Ich habe mit Logan mitgefiebert und gehofft, dass er sein Leben in den Griff bekommt.

Alyssa ist unglaublich lieb und stark, trägt viel Liebe in sich und teilt diese mit ihren Liebsten. Sie erkennt das Gute in Menschen und hat die Fähigkeit dies hervor zu locken. Die Kehrseite der Medaille ist, dass sie beinahe zu gut ist. Logans Umgang mit ihr ist häufig mehr als unangemessen. Ich fand es jedoch nicht gut, wie Alyssa dieses Verhalten hinnimmt und immer wieder verzeiht. Die Beziehung fühlte sich für mich oft viel zu toxisch an und ich kann das Verhalten von Alyssa nicht nachvollziehen.

-Kleiner Spoiler-

Ein weiterer Punkt der mich persönlich gestört hat war, dass Logan beinahe den gesamten ersten Teil über high ist und auch nach seinem Entzug noch Dope konsumiert. Ich habe mich immer gefragt, wer der echte Logan hinter dem Schleier ist. Trotz der hier angebrachten Kritik möchte ich anmerken, dass mich das Buch absolut gefesselt hat und ich es beim Lesen nur schwer aus der Hand legen konnte. Es ist ein tolles Buch und mit vier von fünf Sternen immer noch eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.07.2021

Ein ganz neues Leben

Ein ganz neues Leben
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Ein ganzes halbes Jahr haben Will und Louisa zusammen verbracht, doch nun ist sie auf sich allein gestellt. Nur mit Wills Hilfe hat Lou es geschafft aus ihrem Schneckenhaus auszubrechen, doch seitdem ist ...

Ein ganzes halbes Jahr haben Will und Louisa zusammen verbracht, doch nun ist sie auf sich allein gestellt. Nur mit Wills Hilfe hat Lou es geschafft aus ihrem Schneckenhaus auszubrechen, doch seitdem ist sie nicht wirklich weit gekommen. Ihre Trauer um Will frisst sie auf und ohne ihn erscheint das Leben trist. Eines Abends klopft jemand an Lou's Tür und stellt ihr Leben erneut vollkommen auf den Kopf.

Vornweg muss ich festhalten, dass ich keinen zweiten Band gebraucht hätte, da der erste Teil für mich perfekt ist und auch das Ende mich nicht nach mehr schreiend zurückgelassen hat. Die Schreibweise ist nach wie vor angenehm, fesselnd und einfühlsam. Es wird mir immer warm ums Herz, wenn ich Bücher von Jojo Moyes lese. Sie versteht es ungemein gut Gefühle durch Worte zu vermitteln und zum Nachdenken anzuregen. Den Großteil der Geschichte empfand ich als traurig und bedrückend, auch wenn die Stimmung immer wieder durch witzige Szenen aufgelockert wird. Zu Beginn kam mir die Handlung etwas langatmig vor, wodurch ich jedoch vollkommen in Lous Gefühlswelt eintauchen konnte. Ich spürte förmlich wie ihre kurzzeitig aufkommende Lebensfreude innerhalb von Sekunden wieder verloren ging, nur um Lou erneut in Traurigkeit versinken zu lassen.

Auch ich spürte die Lücke deutlich die Will hinterlassen hat. Sam mochte ich wirklich gern aber ich kam nicht umhin ihn immer wieder mit Will zu vergleichen. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass dem Ganzen etwas Tiefe gefehlt hat. Eine weitere Person, über die ich nicht zu viel erzählen möchte um nicht zu Spoilern, hat mich dagegen komplett umgehauen und begeistert. Sie hat eine ganz besondere Frische ins Buch gebracht, welche die Handlung wirklich hat aufleben lassen. Wenn man sich vor dem Lesen deutlich macht, dass es keine Fortsetzung im eigentlichen Sinn ist, wird auch dieses Buch ein schönes Leseerlebnis sein.

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Veröffentlicht am 03.06.2021

Spannender Auftakt einer neuen Reihe

Der Blutkünstler (Tom-Bachmann-Serie 1)
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Tom Bachmann ist Profiler. Er ist einer der besten und begabtesten seiner Generation, was ihm den Spitznamen der „Seelenleser“ verschafft hat. Er versteht es wie kein anderer das Böse in den Menschen zu ...

Tom Bachmann ist Profiler. Er ist einer der besten und begabtesten seiner Generation, was ihm den Spitznamen der „Seelenleser“ verschafft hat. Er versteht es wie kein anderer das Böse in den Menschen zu lesen, sie Stück für Stück zu analysieren, um sie dann wieder zu einem Täterprofil zusammen zu setzen. Beim BKA übernimmt er einen Fall bei dem der Blutkünstler die Opfer auf die grausamste Art und Weise foltert, um die Leichen dann als Kunstwerke drapiert zurückzulassen. Tom versucht alles um den Blutkünstler zu schnappen, kämpft nebenbei jedoch auch noch mit seinen eigenen Dämonen.

„Der Blutkünstler“ ist das erste Buch einer neuen Reihe rund um Tom Bachmann. Das Cover ist wirklich schön gestaltet und hat mich direkt gecatched. Chris Meyer beeindruckte mich gleich zu Beginn mit seinem bildgewaltigen Schreibstil. Ich liebe es wie der Autor die Szenen durch seine Beschreibungen lebendig werden lässt. Ich hatte ständig Bilder vor Augen und Gerüche in der Nase.

Bevor ich genauer auf die Handlung eingehe, möchte ich eine Triggerwarnung aussprechen. Das Buch ist wirklich grausam, blutig und beschreibt weiterhin recht detailliert Gewalt an Kindern. Ich persönlich fand die Handlung extrem mitreißend, genau wie man es sich bei einem Thriller wünscht. Neben der eigentlichen Handlung erfährt man viel über die Kindheit von Tom. Unterstützt durch die bildgewaltige Schreibweise habe ich mich wirklich häufig geekelt und hatte Gänsehaut. Am Ende hat mir bei der Lösung des Falls leider etwas die angekündigte Brillanz des Profilers gefehlt.

Tom mochte ich, trotz seiner distanzierten und kühlen Art sehr gern. Er hat etwas an sich was mich begeistert und ich finde er ist ein super interessanter Charakter für eine neue Reihe. Er bringt viel Entwicklungspotenzial mit und ich bin gespannt wo dies noch hinführen wird. Seine Kollegen blieben leider etwas blass und ich hoffe, dass sich auch hier noch einiges tun wird in den Folgebänden. Einzig Katja ist mir negativ im Kopf geblieben durch ihre penetrante Art. Alles in allem ein sehr gelungener und lesenswerter Auftakt.

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Veröffentlicht am 09.05.2021

Golem und Dschinn von Helene Wecker

Golem und Dschinn
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„Golem und Dschinn“ ist ein Buch, welches dem Genre Historical Fantasy zugeordnet ist. Die Autorin Helene Wecker erschuf eine Geschichte, die ganz anders ist als alles was ich bisher gelesen habe. Das ...

„Golem und Dschinn“ ist ein Buch, welches dem Genre Historical Fantasy zugeordnet ist. Die Autorin Helene Wecker erschuf eine Geschichte, die ganz anders ist als alles was ich bisher gelesen habe. Das Buch spielt großteils in Manhattan in den Jahren 1899/1900 und die Protagonisten sind, wie der Titel schon erahnen lässt, einen Golem und einen Dschinn. Beide suchen ihren Platz im Leben und vermitteln dem Leser dabei ganz neue Eindrücke von Glück, Freiheit und Liebe.

Was mir besonders gut gefallen hat sind die Beschreibungen von Charakteren, Orten, Gefühlen und dem Leben an sich. In der Erzählung stecken so viel Liebe und Herz, dass ich es einfach nur genossen habe alle Einzelheiten in mich aufzusaugen. Den Orten wird so viel Leben eingehaucht, dass ich beim Lesen beinahe den Staub in der Luft schmecken konnte. Mit stattlichen 600 Seiten ist das Buch natürlich auch ein ganz schöner Wälzer, wer die lebendigen Beschreibungen jedoch zu schätzen weiß, wird jede einzelne Seite genießen.

Bis zum Ende bin ich mit den Hauptprotagonisten leider nicht ganz warm geworden, was ich wirklich schade fand. Trotz allem muss ich ihnen zugestehen, dass sie perfekt zur Geschichte gepasst haben. Bei einem so dicken Buch gibt es natürlich auch sehr viele Nebencharaktere, die unglaublich gut ausgearbeitet und beschrieben sind.

Auch wenn das Buch zum Genre Historical Fantasy zählt, so ist es doch viel mehr als das. Es geht um tiefgreifende Themen wie Freundschaft, Andersartigkeit, Gefühle und Liebe. Das Buch erreicht eine Tiefe, die zum Nachdenken und Träumen anregt.

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