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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2021

Ganz gut

With(out) You
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Es ist mir bisher noch nie so richtig aufgefallen, aber wenn ich meine bisher gelesenen New Adult Romane von deutschen Autor*innen mal rekapitulieren lasse, dann spielte nur ein verschwindend geringer ...

Es ist mir bisher noch nie so richtig aufgefallen, aber wenn ich meine bisher gelesenen New Adult Romane von deutschen Autor*innen mal rekapitulieren lasse, dann spielte nur ein verschwindend geringer Teil davon in Deutschland. Umso gespannter war ich auf diesen Titel, denn in Hamburg verbringe ich, sofern ich normal studiere, einen Großteil meiner Zeit.

Ich muss allerdings sagen, dass das Buch kein Highlight wurde. Es war schön zu lesen, aber hat mich jetzt nicht mehr gepackt als andere Bücher aus dem Genre, auch wenn ich mir das erhofft hatte. Der Schauplatz allein macht noch kein gutes Buch.
Die Protagonisten waren mir ganz sympathisch, aber ich habe nicht komplett zu ihnen gefunden. Eine gewisse Distanz blieb leider stets, auch wenn ich mir gewünscht habe, ihnen emotional näher kommen zu können, einfach um die Geschichte intensiver zu erleben. Der Funke ist nicht übergesprungen.

Die Liebesgeschichte war ganz schön mit zu verfolgen und der angenehme Schreibstil erleichterte den Lesefluss ungemein. Aber ich brauchte eine Menge Pausen, weil mich das Geschehen einfach nicht so sehr gefesselt hat und eher an mir vorbei plätscherte.

Mein Fazit:
Ein nettes Buch für ein paar lauschige Nachmittage auf der Couch, aber für mich leider nichts, was länger im Gedächtnis bleibt. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 11.08.2021

Ganz okay

Wie man seine Eltern richtig groß rausbringt (Eltern 6)
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Von Pete Johnson kannte ich bereits ein Buch aus einer anderen Reihe, was ich nicht übel fand, und daher wollte ich auch diesem Titel eine Chance geben. Ich hatte allerdings die ganze Zeit das Gefühl, ...

Von Pete Johnson kannte ich bereits ein Buch aus einer anderen Reihe, was ich nicht übel fand, und daher wollte ich auch diesem Titel eine Chance geben. Ich hatte allerdings die ganze Zeit das Gefühl, als würde mir Vorwissen fehlen. Eigentlich bin ich es gewohnt, dass man bei Kinderbüchern keine allzu großen Lücken in den Zusammenhängen hat und sich alles nach und nach von selbst erklärt. Hier jedoch musste ich einiges als gegeben hinnehmen, was mich ein wenig genervt hat.

Insgesamt war auch dieses Buch wieder ganz witzig. Hier und da waren mir die Witze und Situationen aber etwas zu drüber. Das muss jedoch nicht heißen, dass es der Zielgruppe nicht gefällt, im Gegenteil. Ich denke, die jüngeren Kiddies können mit dem Humor des Buches mehr anfangen als ich, stecken einfach mehr in der Materie drin und können sich besser in Luis und seine Lage versetzen.

Der Autor hat beim Schreiben genau den richtigen Ton für die Zielgruppe getroffen, unkompliziert und humorvoll, fast ein wenig flapsig und aus der Sicht von Luis erzählt, sodass man sich perfekt vorstellen kann, wie der Protagonist das Erzählte erlebt hat. Luis ist ein cooler, selbstbewusster Junge, mit dem die Leser und Leserinnen sicherlich eine Menge Spaß haben werden.

Mein Fazit:
Für mich persönlich kein Überflieger, aber stellenweise recht witzig. Die jüngere Leserschaft wird bestimmt viele lustige Lesestunden mit dem Buch verbringen können, für sie ist die Reihe wirklich empfehlenswert.
Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 22.06.2021

Hatte mehr erwartet

Dark Blue Rising (Bd. 1)
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Teri Terry ist mir natürlich ein Begriff. Ich habe schon viele ihrer Bücher in der Hand gehabt, bisher ist aber jedes noch ungelesen ins Regal auf den SuB gewandert. Als ich dann die Leseprobe von Dark ...

Teri Terry ist mir natürlich ein Begriff. Ich habe schon viele ihrer Bücher in der Hand gehabt, bisher ist aber jedes noch ungelesen ins Regal auf den SuB gewandert. Als ich dann die Leseprobe von Dark Blue Rising gelesen hatte, war ich Feuer und Flamme, endlich mal eines ihrer Bücher auszuprobieren und nicht nur auf die lange Bank zu schieben und zu horten. Und was soll ich sagen, hat geklappt, auch wenn die Begeisterung nicht so stark aufkam, wie erhofft.

Normalweise bin ich kein Fan davon, die Cover in Rezensionen zu erwähnen, es sei denn, sie sind wirklich besonders. Und in diesem Fall haben die glänzenden Glitzerdetails auf dem Einband es mir sehr angetan, auch wenn ich sonst kein Glitter-Mädchen bin. Hier haben sie dem Buch schöne Details verpasst und es sogar ein wenig aufgewertet.

Tabby als Figur fand ich von Beginn an enorm spannend. Zunächst hält sich alles noch relativ undurchsichtig, aber man gewinnt immer mehr Einblicke in ihre Hintergründe, ihre Vergangenheit und ich mochte Tabby als Figur. Ihre zwar vorsichtige aber zugleich auch mutige und clevere Art hat mir imponiert und ich habe oft mit ihr mitgefiebert. Sie ist ein zutiefst misstrauischer Mensch, was sich deutlich durch die Geschichte zieht und auch die Dialoge und Tabbys Gedanken prägt. Ich habe mich manchmal selbst dabei ertappt, wie ich die Nebenfiguren argwöhnisch betrachtet und versucht habe, einzuschätzen und mit Tabbys Augen zu sehen.

Leider hat das Buch trotz des angenehmen Schreibstils einige Längen, in denen meine Konzentration Hänger bekam und ich nicht so schnell durch die Seiten huschen konnte, wie ich es mir am Anfang noch erhofft hatte. Das war schade, da es der Geschichte einen ordentlichem Dämpfer verpasst hat.

Mein Fazit:
Nach starkem Anfang ging es in meinen Augen leider schnell bergab. Ich habe mich zwar in Tabby einfühlen können, aber die Nebenfiguren blieben blass, die Hänger in der Spannung verpassten dem Buch unnötige Längen. Ich vergebe leider nur 3,5 von 5 Sternen, hätte mir wesentlich mehr versprochen.

Veröffentlicht am 15.06.2021

War gut zu lesen, aber kein Highlight

Wenn man so will, waren es die Aliens
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„Wenn man so will, waren es die Aliens“ und ich hatten ein paar sehr durchmischte Lesestunden. Der Titel und das Cover hielten mich zunächst auf Abstand, doch der Klappentext und meine bisherige Erfahrung ...

„Wenn man so will, waren es die Aliens“ und ich hatten ein paar sehr durchmischte Lesestunden. Der Titel und das Cover hielten mich zunächst auf Abstand, doch der Klappentext und meine bisherige Erfahrung mit Titeln des Verlags bestärkten mich, über den ersten Eindruck hinwegzusehen und der Geschichte eine Chance zu geben. Oft habe ich das bereut, oft war ich aber auch dankbar für diese Entscheidung, eine ständige Berg- und Talfahrt.


Was mich zunächst sehr überrascht hat, ist, dass ich das Alter des Protagonisten so falsch eingeschätzt hatte. Ich war von einem kleineren Jungen ausgegangen, keinem Schüler aus der Abschlussklasse, das war allerdings nichts schlimmes, nur etwas unerwartetes, selbst wenn im Klappentext steht, Josh müsste die Schule abbrechen. Ich mochte Josh als Protagonisten, er war mir wirklich sympathisch, wurde authentisch gezeichnet und hatte was an sich, das dafür sorgte, dass ich ihn gern auf seiner Reise begleitete. Kein lauter Geselle, eher ein ruhiger Typ, sehr bemüht aber auch etwas verloren.


Mit der Clique von Josh hatte ich etwas zu kämpfen. Die sind wirklich ein Haufen schräger Vögel und irgendwas hat mich immer an einem von ihnen gestört, ich bin mit keinem von ihnen so richtig warm geworden. Das fand ich schade, machten sie doch einen wesentlichen Teil des Geschehens aus.


Der Schreibstil war jugendlich und umgangssprachlich, hier und da nicht sehr gewandt, sondern einfach frei nach Schnauze so, wie ein junger Mann in dem Alter halt erzählen würde. Das hat zwar gepasst, aber der Geschichte auch etwas die Raffinesse genommen. Dennoch gab es auch Stellen, an denen ich positiv überrascht wurde mit regelrecht tiefgründigen Überlegungen und Formulierungen, die der Grund waren, weshalb ich mich auch in den Flautenphasen des Buches weiterhangelte, einfach auf der Suche nach der nächsten geschichtlichen Perle. Der Grundgedanke der Geschichte ist ein sehr ernster, wird aber umsichtig und mit einer Portion Humor verpackt, etwas das mir ebenfalls sehr gut gefallen hat.


Mein Fazit:

So richtig hat mich das Geschehen leider nicht fesseln können, dafür war ich einfach nicht genug im Erzählstil drin. Die Hänger zwischen den kleinen Highlight-Momenten wurden immer größer und konnten durch eben jene kleine Lichtblicke auch nicht ausgebügelt werden. Insgesamt zwar eine ganz coole Geschichte, aber so richtig umgehauen wurde ich leider nicht.

3,5 von 5 Sternen vergebe ich.

Veröffentlicht am 14.06.2021

Unterhaltsam, aber unnötig

Factually married (Knitting in the City 3)
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Eigentlich liebe ich Penny Reid. Uneigentlich auch. Ihr Schreibstil ist wahnsinnig unterhaltsam und kurzweilig, sie schafft es jedes Mal aufs Neue, ihren Figuren jede Menge Leben einzuhauchen und sie nicht ...

Eigentlich liebe ich Penny Reid. Uneigentlich auch. Ihr Schreibstil ist wahnsinnig unterhaltsam und kurzweilig, sie schafft es jedes Mal aufs Neue, ihren Figuren jede Menge Leben einzuhauchen und sie nicht nur wie platte Schatten wirken zu lassen, sondern tatsächlich überschwänglich mit jeder Menge Ecken und Kanten sowie Charakter zu füllen.

In diesem Fall kennen wir die Protagonisten schon, Janie und Quinn aus dem ersten Teil der Knitting in the City Reihe. An Janie fand ich es fantastisch, wie sie quasi pausenlos plappernd jede Menge (manchmal unnütze, aber oft sehr erstaunliche) Fakten für ihre Mitmenschen und die Leser bereithält, in diesem Band ging es natürlich ebenso weiter. Ab und zu ist sie mir damit, wie ich leider zugeben muss, aber auch etwas auf den Keks gegangen, irgendwann war es einfach zu viel des Guten.
Quinn ist der übliche, undurchschaubare und schweigsame Geselle, das komplette Gegenteil von Janie. Ich an ihrer Stelle würde mit so einen Typen durchdrehen, aber zusammen geben sie ein stimmiges Bild ab, auch wenn mir Quinn dadurch immer noch nicht so sympathisch wurde wie erhofft. Er ist erneut sehr schwer greifbar und recht unspektakulär, so richtig näher lernt man ihn auch in diesem Band nicht kennen, wie ich finde.

Die Geschichte knüpft inhaltlich an den ersten Band an, aber ich fand ehrlich gesagt, diesen Zusatzband hätte es nicht gebraucht. Eine nette Story, aber nichts, was ich unbedingt im Rahmen der Reihe hätte lesen müssen, viel lieber hätte ich direkt bei einer anderen Dame aus der Strickrunde weitergemacht.

Mein Fazit:
Wieder typisch Reid, witzig und süß, nicht zu viel Bettgeflüster, aber insgesamt ist der Band wie ich finde, recht unnötiges Füllmaterial in der Reihe. Als eigenständige Dilogie hätte es in meinen Augen besser funktioniert. Also inhaltlich nicht übel, aber als Teil einer Reihe wirkt es nicht ganz passend, daher 3,5 und gerundet noch mal knappe 4 von 5 Sternen.