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Veröffentlicht am 14.07.2021

Der Tote in der Geisterstadt

Old Bones - Das Gift der Mumie
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Der Klappentext: „Der Wind fegt Sandschwaden und einen rollenden Busch durch die Straßen der Geisterstadt High Lonesome – und über eine mumifizierte Leiche, die seit mindestens 50 Jahren unentdeckt dort ...

Der Klappentext: „Der Wind fegt Sandschwaden und einen rollenden Busch durch die Straßen der Geisterstadt High Lonesome – und über eine mumifizierte Leiche, die seit mindestens 50 Jahren unentdeckt dort lag. Weil der Tote der örtlichen Polizei Rätsel aufgibt, nehmen sich FBI-Agentin Corrie Swanson und ihre Freundin, die Archäologin Nora Kelly, des Falls an. Bei der Untersuchung des Leichnams finden die beiden Frauen nicht nur heraus, dass der Mann eines entsetzlichen Todes starb – er trug auch ein unschätzbar wertvolles Goldkreuz aus dem 16. Jahrhundert bei sich. Nur warum hat sein Mörder das Kleinod nicht an sich genommen?“

Zum Inhalt: In einer verlassenen Goldgräberstadt mitten im Nirgendwo stößt der Sheriff durch einen Zufall auf einen Schatzjäger und dieser hat gerade eine Leiche ausgegraben. Da es sich um Land des Bundes handelt wird das FBI hinzugezogen und Corrie Swanson muss den Fall der 75 Jahre alten Leiche übernehmen. Aber was ist passiert? Wer war der Tote? Was wollte er in High Lonesome? Und war es überhaupt ein Mord? Um diese Fragen zu klären holt sich Corrie Hilfe von der Archäologin Dr. Nora Kelly und die beiden Frauen begeben sich auf Spurensuche. Sie finden Hinweise auf die Identität und diese führt sie auf die Spur eines unermesslichen Schatzes. Doch sie sind nicht die Einzigen, die den Schatz suchen. Sie haben gefährliche Konkurrenz.

Meine Meinung: „Old Bones – Das Gift der Mumie“ ist der 2. Fall den Corrie und Nora übernehmen und stellen eigentlich einen Ableger der Pendergast-Reihe aus der Feder des Autorenteams Douglas Preston und Lincoln Child dar. Beide Frauen kennt der Leser der Reihe auch schon. Corrie ist mittlerweile Agentin des FBI, muss sich aber noch beweisen und ihr Vorgehen wird genau überwacht, allerdings hat sie sich bereits einen gewissen Ruf erarbeitet. Der jetzige Fall ist eher eine Strafe, da er als unwichtig eingestuft wird – ich kann euch aber verraten, dass er sich noch ganz schön entwickelt und sehr komplex und verzwickt wird. Alle Fälle sind übrigens in sich abgeschlossen und können sehr gut einzeln gelesen werden. Ich persönlich finde die neue Serie des Autorenduos sehr erfrischend, die Charaktere sind noch nicht so festgelegt und entwickeln sich noch. Auch sind die Fälle zwar verzwickt und sehr spannend, aber sie unterscheiden sich von den Pendergast Fällen, was ich jetzt positiv meine. Sie sind nicht ganz so „abgehoben“.

Mein Fazit: Corrie Swanson mausert sich zu einer sehr guten und ungewöhnlichen Agentin, sie steht ihrem Mentor bald in nichts nach.

Ich danke dem Droemer Knaur Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 13.07.2021

Die Fallstricke des Lügengeflechtes

Codename: Rook (Jameson Force Security Group Teil 6)
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Der Klappentext: „Ein hochqualifizierter Mitarbeiter für ein Unternehmen wie Jameson Force Security zu sein, ist eine aufregende und wichtige Arbeit für einen Ex-SEAL wie mich. Meinen Beruf halte ich jedoch ...

Der Klappentext: „Ein hochqualifizierter Mitarbeiter für ein Unternehmen wie Jameson Force Security zu sein, ist eine aufregende und wichtige Arbeit für einen Ex-SEAL wie mich. Meinen Beruf halte ich jedoch unter Verschluss, denn einiges von dem, was wir tun, ist streng geheim, das meiste, was wir tun, ist gefährlich, und mehr als eine Frau hat versucht, sich an mich zu klammern, weil sie meinen Job noch aufregender fand als mich. Da ich eher ein One-Night-Stand-Typ bin, hat diese kleine Notlüge mir noch nie geschadet. Bis jetzt. Denn ich habe eine umwerfende Frau getroffen und das Undenkbare getan: Ich habe sie geheiratet! Und nun glaubt meine ebenso schöne wie ahnungslose Frau, dass ich ein Gebrauchtwagenhändler bin. Da Lügen bekanntermaßen kurze Beine haben, wird die Wahrheit ans Licht kommen, als Jaime unabsichtlich an einige zwielichtige Typen gerät und ich zusammen mit dem Team der Jameson Force Security eingreifen muss. Nun muss ich nicht nur meine Frau retten, sondern auch noch meine Ehe, denn es gibt nichts, was Jaime mehr hasst, als belogen zu werden.“
Zum Inhalt: „Codename Rook“ ist der sechste Band der Jameson Force Security –Reihe und er knüpft direkt an den Vorgängerband Ghost an. Tatsächlich spielt die Handlung teilweise parallel und es kommt zu kleineren Überschneidungen, aber trotzdem kann man das Buch für sich alleine gut lesen und der Geschichte ohne Probleme folgen. In Codename Ghost erfährt man bereits, dass Cage grundsätzlich bei seinen Frauenbekanntschaften über seinen Beruf lügt. Auch bei seiner neuesten Flamme Jamie gibt er sich als langweiliger Autoverkäufer aus, eigentlich kein Problem, denn keine der Frauen trifft er ein zweites Mal – er ist der Typ für einen One-Night-Stand. Doch bei Jamie ist es anders, sie fasziniert ihn so sehr, dass er sich immer wieder mit ihr trifft und sich tiefer und tiefer in seinem Lügengeflecht verstrickt. Das ganze gipfelt sogar in einer Blitztrauung in Las Vegas. Und Jamie denkt immer noch, dass Cage ein Gebrauchtwagenhändler ist. Doch bevor Cage ihr die Wahrheit beichten kann, wird Jamie entführt. Klar dass Cage sie rettet – doch wer rettet ihn vor Jamies Zorn und Enttäuschung?
Meine Meinung: Ich kenne die ganze Reihe der der Jameson Force Security und war nach der Lektüre von Ghost schon sehr gespannt, wie sich Cage aus seinem Lügengeflecht befreien kann. Es war ja klar, dass es ihm irgendwann um die Ohren fliegt. Und auch wenn man als treuer Leser der Reihe schon weiß, auf was die Geschichte zusteuert, ist man trotzdem gespannt wie es tatsächlich abläuft und wie Cage die Kurve kriegt. Ich persönlich fand, dadurch ist dieser Band mit der humorvollste und lustigste der Reihe. Natürlich spielt auch die Erotik eine große Rolle, immerhin zielte die erste Begegnung ja auf einen reinen One-Night-Stand ab und beide haben eigentlich nicht mit mehr gerechnet. Aber dann treten echte Gefühle immer stärker in den Vordergrund. Für eine gewisse Spannung sorgt, neben Cages schlechtem Gewissen, dann die Entführung von Jamie, so kommen auch gleich die Fähigkeiten der Jameson Force Security zum Einsatz.
Mein Fazit: Eine humorvolle und spannende Geschichte aus der Reihe der Jameson Force Security und eine würdige Fortsetzung der Serie. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Ich danke dem Plaisir d'Amour Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 09.07.2021

Invitas vierter Fall

Verrat in Colonia
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Der Klappentext: „…Das römische Köln und Bonn im 3. Jahrhundert n. Chr.: Während immer wieder Überfälle germanischer Stämme die römische Rheingrenze verunsichern, wird ein hoher Beamter im Bad des Praetoriums ...

Der Klappentext: „…Das römische Köln und Bonn im 3. Jahrhundert n. Chr.: Während immer wieder Überfälle germanischer Stämme die römische Rheingrenze verunsichern, wird ein hoher Beamter im Bad des Praetoriums ermordet aufgefunden. Sogleich fällt der Verdacht auf den germanischen Kriegsgefangenen Flavus. Da ihm Folter und Hinrichtung drohen, versucht seine Geliebte Invita, Sklavin des Statthalters, den wahren Schuldigen zu finden. Dabei gerät sie in einen Strudel von Verrat und Verschwörung, welcher die gesamte germanische Provinz in den Abgrund zu reißen droht...“
Zum Inhalt: „Verrat in Colonia“ ist der vierte Roman der Invita-Reihe rund um die römische Sklavin Invita aus dem Haushalt des Stadthalters von Trier und persönliche Dienerin seiner Tochter. Jeder Fall ist in sich abgeschlossen und auch wenn die Rahmenhandlung weiterläuft, kann man die einzelnen Bände der Reihe gut unabhängig voneinander lesen. Mit ihrer Herrin Marcella ist Invita nach Köln gereist und wird dort wieder einmal in einen Mord verwickelt. Als Täter wird Flavus, der Leibwächter Marcellas und Invitas Geliebter beschuldigt und verhaftet. Natürlich setzt Invita alles daran die Unschuld von Flavus zu beweisen und kommt dabei der römischen Politik und Ränkeschmiede in den Weg. Denn in Köln hält sich momentan der Sohn des Kaisers auf und es ist ein Machtkampf um die Stellung in der Provinz entbrannt. Doch hängt der Mord wirklich mit dem Machtkampf zusammen und wie passen die Beobachtungen Invitas alle zusammen? Ich kann euch verraten: es bleibt bis zu letzten Seite spannend.
Meine Meinung: Ich kenne schon einige Bücher der Autorin Maria W. Peter und es begeistert mich immer wieder, wie es ihr gelingt historische Fakten in eine spannende Geschichte einzubauen. Ihre Bücher sind immer sorgfältig recherchiert und zeichnen ein sehr lebendiges Bild der damaligen Zeit. Und in „Verrat in Colonia“ ist es nicht anderes. Sowohl die Stadt Köln, deren politische Situation, die Bedrohung durch die Barbaren, als auch der Alltag der Römer in der Zeit um 260 n.Chr. wird ansprechend in die Handlung eingebaut. Aber natürlich liegt der Augenmerk nicht nur auf den historischen Aspekten auch der Krimianteil kommt nicht zu kurz und so wie Invita ihre Informationen und Beobachtungen für die Lösung des Falles zusammenträgt, setzt sich auch für den Leser das Rätsel um den Täter zusammen. Ich liebe es einfach, wenn der Leser bei Krimis miträtseln kann und sich aus den einzelnen Puzzlestücken ein Bild zusammensetzen kann. Ich selbst konnte das Buch kaum aus der Hand legen und der flüssige und mitreißende Schreibstil hat mir das auch noch erleichtert.
Mein Fazit: Ein weiterer spannender Fall um die Sklavin Invita mit einer verzwickten Mörderjagd und politischen Ränken.

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Veröffentlicht am 09.07.2021

Die Schatten der Vergangenheit

Das Erbe der Sturmhöhe
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Der Klappentext: „…Als ihre Mutter sich während ihrer letzten Atemzüge an einen Sommer erinnert, den sie vor vielen Jahren in Haworth verbracht hat, steht Emily vor einem Rätsel. Um herauszufinden, was ...

Der Klappentext: „…Als ihre Mutter sich während ihrer letzten Atemzüge an einen Sommer erinnert, den sie vor vielen Jahren in Haworth verbracht hat, steht Emily vor einem Rätsel. Um herauszufinden, was dahintersteckt, reist sie in das düstere und dramatisch schöne Hochmoor von West Yorkshire. Hier begegnet sie Jack, der, getrieben von den Gespenstern seiner Vergangenheit, ein eigenbrötlerisches Leben führt. Trotz Jacks Abneigung gegenüber Touristen gelingt es Emily, ihn davon zu überzeugen, sie bei den Nachforschungen über ihre Mutter zu unterstützen. Denn Jack versteht ihren Wunsch, mehr zu erfahren. Dass ausgerechnet Emilys Recherchen auch Geheimnisse seiner Familiengeschichte aufdecken werden, kann keiner ahnen...“

Zum Inhalt: Emilys Mutter liegt im Sterben und ihre letzten Gedanken gelten einem Fotobuch, das sie vor Jahren, Jahrzehnten selbst gemacht hat. Ein Fotobuch über die Hochmoore Englands und Haworth, dem Ort der Brontë-Schwestern, hier spielte der berühmte Roman „Sturmhöhe“. Doch was bedeutete dieser Ort Emilys Mutter? Emily macht sich kurzerhand auf den Weg nach England, um auf den Spuren ihrer Mutter nach Hinweisen zu suchen und das Geheimnis zu lüften. In Haworth angekommen, trifft sie auf Jack, der sie unwillig mit der Gegend vertraut macht. Und obwohl Jack eher ein unfreundlicher, verschlossener Typ ist, fasziniert er Emily. Sie versucht ihn aus seinem Schneckenhaus herauszulocken und Jack scheint sogar bereit dazu zu sein. Doch dann holen die Geheimnisse der Vergangenheit die beiden ein. Eine gemeinsame Zukunft scheint unmöglich.

Meine Meinung: Die Autorin Lili Eden greift mit dem Roman „Sturmhöhe“ einen Klassiker der Literatur auf und baut die Zusammenhänge und Hinweise geschickt in ihr Buch ein, aber keine Angst „Das Erbe der Sturmhöhe“ ist keine Fortsetzung des Klassikers. Der wird „nur“ als Aufhänger benützt und die Schauplätze sind gleich. Und ich muss sagen, gerade Beschreibung des Hochmoores, dieser stürmischen Weite, der Einsamkeit und der Schönheit der Landschaft hat mich fasziniert. Die Gegend spielt nämlich eine wichtige Rolle im Roman, ist fast einer der Protagonisten. Aber auch die tatsächlichen Protagonisten Emily und Jack sind sehr realistisch und greifbar geschildert und da man als Leser den beiden abwechselnd folgt, kann man ihren Gedanken und auch Motivationen sehr gut folgen, auch wenn ich gerade mit Jacks Reaktionen nicht immer einverstanden war. Verpackt ist die Geschichte in einem sehr flüssigen und leichtlesbaren Schreibstil, den ich als sehr angenehm empfand, ich konnte das Buch auch in kürzester Zeit verschlingen.

Mein Fazit: Ich kann diesen Roman nur jedem empfehlen, der gefühlvolle und durchaus dramatische Liebesromane liebt.

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Veröffentlicht am 29.06.2021

Man braucht manchmal einfach Hilfe

Kaputte Herzen kann man kleben
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Zum Inhalt: Luisa ist völlig fertig. Bei ihrem Job als Hebamme kommt im Klinikalltag die Menschlichkeit viel zu kurz. Der Verdienst reicht gerade so zum Leben, allerdings wäre es schön, wenn ihr Ex wenigstens ...

Zum Inhalt: Luisa ist völlig fertig. Bei ihrem Job als Hebamme kommt im Klinikalltag die Menschlichkeit viel zu kurz. Der Verdienst reicht gerade so zum Leben, allerdings wäre es schön, wenn ihr Ex wenigstens den Unterhalt für die gemeinsame Tochter Amelie zahlen würde. Geschweige denn dass er Interesse an der Achtjährigen hätte. Sie sorgt alleine für ihre Tochter und fühlt sich gemessen an den Super-Muttis an der Schule irgendwie minderwertig. Als auch noch ihre Rückenschmerzen unerträglich werden, lässt sie sich krankschreiben und nimmt Amelie aus der Schule. Sie reisen zu Luisas Tante nach St-Peter-Ording. Dort lernt sie fünf ganz ungewöhnliche Frauen kennen und beginnt ihr Leben mit anderen Augen zu sehen. Doch kann sie einen Neustart wagen? Neue Umgebung, neue Freunde, neue Schule für sich und ihre Tochter? Und mit ihrem Physiotherapeuten einen neuen Mann in ihrem Leben?
Meine Meinung: Die Autorin Kristina Günak greift in diesem Wohlfühlroman gleich mehrere wichtige Themen auf. Zum einen die Situation der Hebammen in Deutschland und zum anderen die Erwartungshaltung und die Doppelbelastung die viele Alleinerziehende (egal ob Mütter oder Väter) stemmen müssen. Verpackt werden diese ernsten Themen in eine witzige, emotionale und anrührende Geschichte über Familie, Freundschaft und Liebe. Sie macht Mut auch mal die eigene (Lebens-)Situation mit einem Schritt Abstand zu betrachten und sich vielleicht selbst einmal die Frage zu stellen, ob wirklich alles so ablaufen muss, wie es eben läuft. Natürlich lösen sich in einem Roman Probleme leichter auf, als im eigenen Leben und es soll sicherlich kein Ratgeber sein, aber es regt doch zum Nachdenken an. Dank des lockeren Schreibstils und des leichten Erzählstils verschlingt man das Buch regelrecht. Das liegt auch an den vielseitigen Charakteren, die alle eine Fülle an (teilweise hausgemachten) Problemen mit sich rumschleppen. Aber gerade diese Vielfalt macht diesen Roman so unterhaltsam und lesenswert.

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