Ein kurzweiliges Lesevergnügen
T.I.M.E Stories - Jagd durch die Zeit»Du wurdest von der T.I.M.E. Ageny rekrutiert. Die Zukunft braucht dich. Und es gibt keinen Weg zurück.«
Das Cover von "T.I.M.E Stories" gefällt mir richtig gut (ich habe insgeheim ein Faible für weiße ...
»Du wurdest von der T.I.M.E. Ageny rekrutiert. Die Zukunft braucht dich. Und es gibt keinen Weg zurück.«
Das Cover von "T.I.M.E Stories" gefällt mir richtig gut (ich habe insgeheim ein Faible für weiße Cover). Der Schreibstil von Christophe Lambert ist etwas gewöhnungsbedürftig, da er an vielen Stellen leider sehr abgehackt ist.
Der Einstieg in die Story hat mir ausgesprochen gut gefallen. Tess Heiden ist eine starke und ungestüme Protagonistin, die sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Ihr vorlautes Mundwerk und ihre angriffslustige Natur bringen sie zwar immer wieder in Schwierigkeiten, doch genau das hat sie für mich so authentisch gemacht. An manchen Stellen hätte ich mir von ihr dennoch mehr Besonnenheit gewünscht, da sie leider oft sehr unüberlegt gehandelt hat.
Die Geschichte basiert auf einem Brettspiel, das ich - wie ich zugeben muss - bisher nicht kannte. Allerdings lässt sich das Buch auch problemlos ohne Vorkenntnisse lesen.
Den Aspekt des Zeitreisens fand ich sehr interessant und wenn ich mich richtig erinnere, war dies auch meine erste Geschichte, die sich mit diesem Thema auseinandergesetzt hat.
Ich muss zugeben, dass ich der Handlung an ein paar Stellen nicht zu 100% folgen konnte, da für mich nicht alles schlüssig war. Ein paar Erklärungen mehr hätten der Geschichte sicher sehr gutgetan und dafür gesorgt, dass keine offenen Fragen zurückbleiben.
Das Team, mit dem sich Tess erst noch zusammenraufen muss, besteht aus Menschen (und einem Außerirdischen), die verschiedener nicht sein könnten. Jeder Charakter hatte Ecken und Kanten und war auf seine ganz persönliche Weise einzigartig.
Die Missionen haben mir im Grunde ganz gut gefallen, allerdings empfand ich die vielen Wiederholungen der Mission in Hitlers Zug als eher langatmig. Auch wurden die Aufträge teilweise sehr locker abgehandelt. Was es zudem mit der Liebesbeziehung zwischen Tess und ... auf sich hatte, die einerseits nichts zur Handlung beigetragen hatte und andererseits sehr konstruiert wirkte, hat sich mir leider auch nicht erschlossen.
Zum Ende hin ging mir dann alles irgendwie zu schnell. Der Leser erfährt ein wichtiges Puzzlestück aus Tess' Vergangenheit (etwas, das ich mir bereits gedacht hatte) und plötzlich hängt alles nur noch von ihr ab.
Das Videomaterial, das Tess gesichtet hat (um nicht zu spoilern, werde ich nicht näher darauf eingehen), hat mich ehrlich gesagt eher verwirrt zurückgelassen, da es so gar nicht zum Rest der Geschichte passen wollte.
Die letzte und wichtigste Mission war mir aufgrund des Settings dann doch zu klischeehaft und wurde für mein Empfinden ebenfalls viel zu schnell abgehandelt. Die Ereignisse überschlugen sich und plötzlich war alles vorbei.
Das Ende hinterließ bei mir jede Menge Fragezeichen und ebnet den Weg für einen möglichen zweiten Teil.
Fazit:
Eine kurzweilige - ziemlich brutale (vor allem gegen Ende) -, aber dennoch interessante Geschichte, von der ich mir allerdings etwas mehr erhofft hatte.
3,5/5 Sterne
Vielen Dank an das Bloggerportal und den Penhaligon Verlag, die mir das Rezensionsexemplar freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben.