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Veröffentlicht am 21.07.2021

Ein sehr persönlicher Fall für den Ermittler Jonah Colley...

Die Verlorenen
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Zum Buch: Der Polizist Jonah Colley wird mitten in der Nacht von seinem ehemaligen Freund Gavin angerufen und gebeten, ihn an einem verlassenen Kai zu treffen. Da es sich sehr dringend anhört, fährt Jonah ...

Zum Buch: Der Polizist Jonah Colley wird mitten in der Nacht von seinem ehemaligen Freund Gavin angerufen und gebeten, ihn an einem verlassenen Kai zu treffen. Da es sich sehr dringend anhört, fährt Jonah zum vereinbarten Treffpunkt. Allerdings findet er nicht nur Gavin tot vor, er entdeckt auch noch andere Leichen in Folie eingewickelt… Bevor er realisiert, was vorgefallen ist, wird er selber von hinten angegriffen und wacht im Krankenhaus wieder auf. Von da an ist er auf dem Radar der ermittelnden Behörden, will aber auch selbst herausfinden, was dort passiert ist. Leider gerät er dadurch immer wieder in große Gefahr…

Meine Meinung: Der Anfang ist ziemlich grausig und man ist sofort mitten in der Geschichte drin! Der Leser hat, wie Jonah auch, überhaupt keine Ahnung, was in der verlassenen Fabrikhalle passiert ist. Die Ermittler, der unsympathische Fletcher und seine Kollegin Bennet, verraten ihm natürlich auch nichts. Jonah hat auch ein gesteigertes Interesse an diesem Fall, weil der vermeintliche Entführer seines Sohnes Theo vor 10 Jahren mit involviert zu sein scheint. Obwohl es ihm natürlich verboten ist, mit der Presse zu sprechen, erhofft er sich Hilfe von der jungen Corinne Daly. Dadurch gerät sie genauso ins Fadenkreuz.

Die Geschichte ist ziemlich verworren, und sie bleibt es auch bis zum Schluss. Die Auflösung hat mich dann ziemlich überrascht!

Insgesamt hat mir die Story gut gefallen, aber zwischendurch gab es einige Längen. Man sollte aber durchhalten, denn es lohnt sich! Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel sind nicht zu lang.

Mein Fazit: Ein spannender Auftakt von Simon Beckett mit einem neuen Ermittler! Ich vergebe hierfür gute 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 13.07.2021

Eine tödliche Irrfahrt und nur einer wird überleben...

The Passengers
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Zum Buch: England in naher Zukunft: Die Autos der Klasse 5 fahren völlig selbstständig und bringen ihre Passagiere dorthin, wohin der Fahrer sie programmiert hat. Das hat natürlich den Vorteil, dass man ...

Zum Buch: England in naher Zukunft: Die Autos der Klasse 5 fahren völlig selbstständig und bringen ihre Passagiere dorthin, wohin der Fahrer sie programmiert hat. Das hat natürlich den Vorteil, dass man die Fahrtzeit gut für andere Dinge nutzen kann. Nur, wie sicher sind die Computersysteme, die in den Fahrzeugen verbaut sind?
Diese Erfahrung machen acht Menschen, als plötzlich eine Computerstimme sagt, dass sie nicht mehr die Kontrolle über die Fahrzeuge haben. Und das dicke Ende: nur einer wird diese Irrfahrt überleben. Wer das ist, darüber entscheidet eine Kommission und das Internet, denn die Zuschauer sollen abstimmen, wer es verdient hat, weiterzuleben…

Meine Meinung: Diese Geschichte hat mich des Öfteren erschauern lassen! Denn was ist das bitteschön für eine Horrorvorstellung? Du sitzt nichtsahnend in deinem Auto und hast ein Ziel und plötzlich sagt dir jemand, dass dir nur noch gute zwei Stunden bleiben, bis du stirbst…

Die Regierung hat eine Unfallkommission ins Leben gerufen, der verschiedene Leute angehören und die darüber zu entscheiden hat, ob die selbstfahrenden Autos eine Mitschuld an Verkehrsunfällen tragen. Jede Woche sitzt auch ein Bürger in der Kommission. In dieser Woche ist dies Libby Dixon. Zu Beginn noch etwas eingeschüchtert vom Minister Jack Larsson, wächst sie aber in dieser Geschichte über sich hinaus. Ihren Charakter fand ich sehr interessant. Witzig war die Situation, dass sie seit einem halben Jahr nach einem Mann sucht, den sie in einem Club kennengelernt hat, aber nicht einmal den Namen weiß. Und plötzlich sieht sie über die Monitore genau dieses Gesicht vor sich!

Aber auch die Passagiere lernen wir in einzelnen Kapiteln besser kennen. So hat jeder dieser Passagiere etwas zu verbergen und das kommt dann ans Licht und wirft so natürlich ein schlechteres Bild auf die jeweilige Person. Aber wer kann darüber entscheiden, ob ein Ehemann, der noch eine zweite Familie hat, oder eine Schauspielerin, die jahrelangen Kindesmissbrauch ihres Ehemannes gedeckt hat, sterben soll? Interessant zu sehen, wie der öffentliche Mob reagiert und wie schnell die Menschen hier umschalten.

Die Kapitel sind gut strukturiert und auch durch die kleinen Nachrichteneinspieler wird das Buch aufgelockert. Der Schreibstil ist ähnlich wie im Vorgängerbuch „The One“ und hat mir sehr gut gefallen. Spannend wird das Buch durch die Tatsache, dass man nicht weiß, wer das Ganze überleben wird! Vom Ende war ich wirklich überrascht, auch wenn es vielleicht etwas überzogen wirkt. Manchmal war mir auch zu viel Technikinhalt, aber ansonsten wurde ich sehr gut unterhalten!

Mein Fazit: Es macht einfach Spaß, John Marrs zu lesen! Er hat außergewöhnliche Ideen und einen Schreibstil mit Wiedererkennungswert! Auch wenn ich den Vorgänger noch besser fand, würde ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und freue mich auch schon auf weitere Werke aus John Marrs´ Feder!

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Veröffentlicht am 28.06.2021

Erstaunlich, wie man Körper inszenieren kann...

Der Blutkünstler (Tom-Bachmann-Serie 1)
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Zum Buch: In einer Galerie wird am Ausstellungsmorgen die Galeristin ermordet und brutal zur Schau gestellt aufgefunden. Das BKA glaubt an eine Serie, da es Ähnlichkeiten zu früheren Fällen gibt.
Dazu ...

Zum Buch: In einer Galerie wird am Ausstellungsmorgen die Galeristin ermordet und brutal zur Schau gestellt aufgefunden. Das BKA glaubt an eine Serie, da es Ähnlichkeiten zu früheren Fällen gibt.
Dazu holt sich das BKA den „Besten“ dazu, Tom Bachmann, auch der „Seelenleser“ genannt. Er erkennt auch gleich die Zusammenhänge, trotzdem fischen die Ermittler erst einmal im Dunkeln. Tom ahnt ja nicht, wie nah er an dem Serienmörder dran ist…

Meine Meinung: Das Buch ist spannend geschrieben und liest sich wirklich flüssig weg. Die Kapitellänge ist genau richtig und das Buch sehr gut strukturiert. Es gibt ein paar Zeitsprünge, aber die sind gekennzeichnet und man kann sie gut einsortieren. Der Leser erfährt hier viel aus der Vergangenheit von Tom Bachmann, was auch wichtig für den Verlauf der Geschichte ist.

Die Story ist wirklich gut aufgebaut, die Spannung steigt mit jedem weiteren Mord und auch die Brutalität nimmt noch zu! Der Psychopath wird nicht umsonst „der Blutkünstler“ genannt! Wer also zartbesaitet ist, lässt hier vielleicht lieber die Finger von.

Die Charaktere sind ganz gut dargestellt, am meisten lernt der Leser aber Tom Bachmann kennen. So richtig sympathisch wird er einem nicht, aber man versteht, warum er so ist… Die anderen Ermittler streift man eigentlich nur am Rande, was mich persönlich aber überhaupt nicht gestört hat. Der Schwerpunkt liegt hier halt auf dem Mörder und Toms Vergangenheit, die ihn hier auch wieder einholt.

Zum Ende hin war ich überrascht, wer der Täter ist, da man eigentlich jemand ganz anderen auf dem Schirm hatte…

Mein Fazit: Wirklich ein gut erzählter Thriller mit einem ausgesprochen brutalen Serienmörder! Kann ich Thrillerfreunden auf jeden Fall empfehlen!

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Veröffentlicht am 12.06.2021

Der Titel ist hier leider Programm...

Teufelseltern
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Zum Buch: Die Sonderermittlerin vom FBI, Natalie Bennett kehrt nach einem persönlichen Schicksalsschlag nach zwei Jahren wieder in ihren Beruf zurück. Gleich am ersten Tag wird in einer Chicagoer Klinik ...

Zum Buch: Die Sonderermittlerin vom FBI, Natalie Bennett kehrt nach einem persönlichen Schicksalsschlag nach zwei Jahren wieder in ihren Beruf zurück. Gleich am ersten Tag wird in einer Chicagoer Klinik ein Kind entführt. Dem kleinen Calvin geht es gar nicht gut und die Ermittler müssen alles daransetzen, ihn rechtzeitig zu finden. Doch gleich einen Tag später verschwindet die neunjährige Chloe aus derselben Station. Hat die Kinderkrankenschwester Olivia etwas mit dem Verschwinden der Kinder zu tun? Oder spielt die Praktikantin eine Rolle, die kurz nach den Entführungen nicht mehr zur Arbeit erscheint? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…

Meine Meinung: Durch das Verschwinden des kleinen Calvin wird der Leser sofort hineingeschubst in das Geschehen. Auch die Vergangenheit eine der Figuren wird leider sehr detailliert geschildert. Hier wird dem Leser einiges zugemutet. Es geht um Misshandlung und Lieblosigkeit innerhalb der Familie. Da stehen einem schon mal Tränen in den Augen…

Die Charaktere sind allesamt gut gezeichnet und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Natalie hat einen schweren Schlag hinnehmen müssen, als ihr kleiner Sohn ermordet wurde. Weil sie von ihrem Mann Jacob, einem Kinderarzt, keine Trauerunterstützung erfahren hat, hat sie sich in den Alkohol geflüchtet. Ihr Kollege und bester Freund Alexander hat alles versucht, ihr zu helfen, ist aber in sie verliebt und musste sich deswegen zum Selbstschutz von ihr zurückziehen. Die Beziehung der beiden ist immer noch problematisch, scheint sich aber wieder zu bessern.
Trotz des Hintergrunds der Ermittler verliert die Autorin nicht den Hauptteil der Geschichte aus den Augen. Und was dann ans Licht kommt, lässt einem wirklich das Blut in den Adern gefrieren…

Der Schreibstil ist durch kurze Kapitel sehr angenehm zu lesen und lässt einen nur so durch das Buch fliegen. Ab einem gewissen Punkt hat der Leser zwar eine Ahnung, worauf die Geschichte hinausläuft, aber ich finde, das tut der Spannung keinen Abbruch.

Mein Fazit: Hier handelt es sich um eine Story, die wirklich unter die Haut geht! Spannend verwebt die Autorin ein Familiendrama mit der aktuellen Entführungsgeschichte! Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen und freue mich auf weitere Fälle mit Natalie Bennett!

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Veröffentlicht am 10.06.2021

Was ist dran an den alten Sagen aus dem Spreewald?

Die Mittagsfrau
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Zum Buch: Der Arzt Christoph und seine Frau Hanka leben mit ihren drei Kindern Henri, Ella und Justus in Dublin. Das war eine vorübergehende Etappe im Berufsleben von Christoph. Jetzt hat er aber in einer ...

Zum Buch: Der Arzt Christoph und seine Frau Hanka leben mit ihren drei Kindern Henri, Ella und Justus in Dublin. Das war eine vorübergehende Etappe im Berufsleben von Christoph. Jetzt hat er aber in einer Klinik in Bad Saarow eine Chefarztstelle angeboten bekommen und möchte mit seiner Familie wieder zurückkehren nach Deutschland.
In einem beschaulichen kleinen Dorf im Spreewald haben sie sich ein altes Haus gekauft und renovieren es jetzt nach ihren Wünschen. Doch dann geschehen unheimliche Dinge… Ein Drohbrief wird mit einer Hasenpfote an die Tür genagelt. Da will wohl jemand nicht, dass die Abels dort einziehen… Was ist dran an den Sagen der Gespenster im Spreewald?

Meine Meinung: Die Geschichte hat mir ganz gut gefallen. Zuerst lernen wir die Familie kennen und die Umstände, wie jeder einzelne von ihnen mit dem Umzug erst nach Irland und dann später wieder zurück nach Deutschland so klarkommt. Hanka ist von Beruf eigentlich Anwältin, genießt aber derzeit ihre Rolle als Hausfrau und Mutter und ist glücklich, für die Kinder da sein zu können. Allerdings war sie mir teilweise zu gluckenhaft. Das habe ich in meiner Vorstellung mit einer knallharten Anwältin irgendwie nicht miteinander verknüpfen können. Henri, der Älteste, hat gerade eine Freundin gefunden, ist deshalb totunglücklich und will eigentlich nicht wieder zurück nach Deutschland.
Christoph habe ich als nicht ganz so sympathisch gefunden. Natürlich hat er als Chefarzt nicht viel Zeit für seine Familie, aber dennoch fand ich es nicht gerade super, dass er sich dann, wenn er denn mal da ist, doch recht autoritär und emotionslos seiner Familie gegenüber verhält. Bei dem Ehepaar hatte ich den Eindruck, sie funktionieren als Team, aber von einer liebevollen Beziehung kann keine Rede sein.

Der Schreibstil der Autorin liest sich flüssig, allerdings ist es manchmal etwas langatmig in den Erzählungen, was die Charaktere angeht. Hier hätte ich mir lieber mehr Tiefe in den Sagen aus dem Spreewald gewünscht. So richtig wird da nicht drauf eingegangen.

Die eigentliche Geschichte um die alten Sagen und Märchen im Spreewald, die von Wassermännern, Elfen und Geistern erzählt, ist mir leider ein wenig zu kurz gekommen. Aus der Vorlage hätte man sicherlich noch mehr herausholen können. Die einmalige Natur im Spreewald gibt das eigentlich her. Daher gibt es von mir einen Stern Abzug, weil mir hier der Gruselfaktor zu kurz kam.

Mein Fazit: Eine gute Story mit einem unerwarteten Ende, dennoch fehlte mir hier so ein wenig der Thrill, den der Wald mit dem Wasser und dem Nebel eigentlich hätte hergeben müssen. Aber ich fühlte mich trotzdem gut unterhalten!

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